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Dexcom G6

Offline Taurec

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Hallo,

ich bin eben (zugegeben durch Werbung) über das Dexcon G6 gestolpert.
Ich nutze seit ca 2 Jahren das Freestyle Libre und die Möglichkeit das der Sensor nicht mehr aktiv abgefragt werden muss sondern direkt an mein Telefon kommuniziert und ALARM gibt wenn mein Wert außerhalb der Norm ist finde ich genial. Von daher überlege ich einen Wechsel.

Hat schon jemand Erfahrung mit dem System?

Gruß

Taurec
CU

Lars


Offline Floh

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Mit dem G6 nicht, ich bin noch be "G4" (das heißt dann Platinum ist aber egal).

Als Alternativen gibt es derzeit noch das Eversense XL CGM und den Navigator von Abbott.

Und ich sehe gerade (weil ich nachschaun musste, wie das Ding von Abbott heißt), dass noch ein paar weitere Systeme gibt: https://www.diabsite.de/geraete/cgm-systeme/index.html

Ich fand Alarme eine der wichtigsten Funktionen. Sonst ist das Libre nur schön, mit Alarm bekommt ein CGM einen deutlichen Zusatznutzen.


Offline LordBritish

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Mit dem G6 nicht, ich bin noch be "G4" (das heißt dann Platinum ist aber egal).

Ich habe auch das G4 von Dexcom und bin damit sehr zufrieden, das XDRIP hatte ich auch getestet, doch die mobile Lösung mit Handy und App brauche ich nicht. Ich hoffe das es noch lange die Transmitter für das G4 gibt, da weiß ich wie die Anzeige mit den Gegebenheiten zu interpretieren ist.
Ich denke auch das es beim G6 vermutlich wesentlich weniger Blutzuckerteststreifen gibt. Meine Erfahrung zeigt mir das in bestimmten Situationen eine Blutmessung erforderlich ist.

Nachteil ist das man beim Transmitter die Batterie nicht einfach wechseln kann wie z.B. bei einer Fernbedienung.
Ich denke das hat mit der Wasserdichte zu tun...

Das ist aber beim G6 denke ich auch so oder :kratz:

Grüße
Markus



Offline Gyuri

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(…) Meine Erfahrung zeigt mir das in bestimmten Situationen eine Blutmessung erforderlich ist.
(…)
Diese Erfahrung habe ich auch mit unseren beiden FS Libre gemacht.
Aufgrund der verschiedenen Verläufe bei mir und bei meiner Frau muss ich diese "bestimmten Situationen" viel öfter mit Blutmessungen überwachen.
Ich kenne jetzt weder das G4 noch das G6 sondern nur das Libre, gehe aber davon aus, dass die Messverfahren/-ergebnisse viel ähnlicher sind als man dies zwischen CGM und "Blutsaugern" anfangs geglaubt hatte zu erhalten.
Von daher tut man meiner Meinung nach dem Libre sicherlich etwas Unrecht.
Gruß vom Gyuri

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
(Karl Valentin)


Offline LordBritish

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(…) Meine Erfahrung zeigt mir das in bestimmten Situationen eine Blutmessung erforderlich ist.
(…)
Diese Erfahrung habe ich auch mit unseren beiden FS Libre gemacht.
Aufgrund der verschiedenen Verläufe bei mir und bei meiner Frau muss ich diese "bestimmten Situationen" viel öfter mit Blutmessungen überwachen.
Ich kenne jetzt weder das G4 noch das G6 sondern nur das Libre, gehe aber davon aus, dass die Messverfahren/-ergebnisse viel ähnlicher sind als man dies zwischen CGM und "Blutsaugern" anfangs geglaubt hatte zu erhalten.
Von daher tut man meiner Meinung nach dem Libre sicherlich etwas Unrecht.

Das Libre hatte ich Anfangs auch, eben privat finanziert... das war auch OK, es meckert halt nur nicht :zwinker:
Beide Geräte (CGMS & FSM) werden ja mittlerweile von der KK nach ärztlicher Verordnung durch einen Diabetologen, bei entsprechender Indikation bezahlt.

Vor-, aber auch Nach-teilig ist beim CGMS das der Wert alle 5 Minuten ermittelt und angezeigt wird mit Alarmmeldung und nicht alle 15 Minuten im nachhinein wie beim FGM auf Befehl.
Den Umgang mit den vielen Daten musste ich erst mal lernen, wie die Werte bei mir zu interpretieren sind.
Bei einen neuen System muss ich wieder von vorne beginnen...

Das CGMS/FGM ist neben den Blutzuckermessungen jedenfalls eine zusätzliche Info und der individuelle Umgang muss gelernt werden.
SiDiary mit der Excel Vorlage, Insulinpumpenprotokoll von Ralf Ulrich, hat mir dabei sehr geholfen.

Die Dokumentation braucht zwar etwas Zeit am Tag, doch das Ergebnis ist entsprechend gut (keine schwere Hypo und wesentlich weniger leichte Hypos).

Viele Grüße
Markus


Offline Gyuri

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(…)

Das Libre hatte ich Anfangs auch, eben privat finanziert... das war auch OK, es meckert halt nur nicht :zwinker:
(…)
Auch das Libre "meckert"
Jedenfalls meckert es beim Scan mit verschiedenen Tonfolgen.
OK - es meckert nicht zwischendurch. Der Sinn des ganzen ist aber wohl bei allen Geräten mit diesem System, dass man sich einen Überblick verschafft, der Tendenzen erahnen lässt.
So weiß ich praktisch immer wo es hin geht gehen könnte, wenn ich nichts unternehme. Nur ein kleines Beispiel von heute früh:

Wieder mal zeigte mir das Libre UNTERZUCKER an.
In der Früh um 3 Uhr wusste ich, dass ich nicht nur meine 3 bis 5 IE brauche, sondern dass auch ein zwei BE nicht schlecht wären. (auch ohne Meckern)
Um 10 Uhr war das anders … weil das immer so ist. :zwinker:


Das verrät mir aber kein Meckern, sondern ein Blick in die Historie.
Ohne Korrektur und Nahrung gehts kurz vor dem Frühstück wieder hoch; da wäre spritzen nicht gut. :nein:


Und würde ich zu JEDER Meldung eine Gegenmessung durchführen, so hätte ich allein in den letzten 7 Tagen 11 Teststreifen benötigt.
Gegenmessungen mache ich aber nur, wenn ich "LO" lese oder das Gefühl habe, wo ganz anders zu sein.

Warum ich das jetzt hier bei Dexcom berichte?
Ich bin der Überzeugung, dass ich bei meiner "Strategie" auch mit anderen Geräten genauso vorgehen könnte und dass MIR so ein Zwischendurchalarm nichts bringt und ich ihn ganz sicher abschalten würde.  :zwinker:
Gruß vom Gyuri

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Offline LordBritish

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Warum ich das jetzt hier bei Dexcom berichte?
Ich bin der Überzeugung, dass ich bei meiner "Strategie" auch mit anderen Geräten genauso vorgehen könnte und dass MIR so ein Zwischendurchalarm nichts bringt und ich ihn ganz sicher abschalten würde.  :zwinker:

Das geht nur bedingt, nicht jeder Alarm lässt sich abschalten bei <50 mg/dl kommt in jeden Fall ein Alarm.
Der Sinn und Zweck wäre beim CGMS sonst auch verfehlt, es soll ja einen Alarm geben.
Ich meinte zu Beginn  auch zur Arzthelferin, kann man die nervigen Alarme auch ausschalten... :wech:

Die Alarme wegen Hyperglykämie und stark steigenden Werten kann man ausschalten.
Ein paar Einstellungen hier und da und das Gerät nervt nur noch selten mit Alarmen.

Die Alarme sind zwar nervig, aber hier und da sehr sinnig und ich kann schneller bzw. vorzeitig eingreifen ehe es zu spät ist und
ggf. ein "Taxi" mit Blaulicht auftaucht :zwinker:

Das FGM erfüllt auch seine Aufgabe und macht Sinn, keine Frage, kommt halt ganz auf das Gesamte an und was nötig ist.
Beim Dexcom erhält man auf Knopfdruck den aktuellen Wert (max. 5 Minuten alt).

Es ist egal ob FGM oder CGMS, in manchen Situationen ist eine Messung mit Blut erforderlich um einen zeitnahen Wert zu haben.

Viele Grüße
Markus


Offline Joerg Moeller

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Das CGMS/FGM ist neben den Blutzuckermessungen jedenfalls eine zusätzliche Info und der individuelle Umgang muss gelernt werden.

Kann man nicht oft genug sagen. :ja:

Wie sieht das eigentlich im Moment aus: drückt man Diabetikern das Ding einfach in die Hand und sagt "Dann mach mal" oder gibt es da zumindest eine kurze Einweisung, wie man mit den Messwerten am bestenn umgehen sollte (also z.B., dass man nicht bei jedem Ausreißer direkt am Insulin rumschrauben sollte?

Viele Grüße
Jörg
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Offline Andi

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Wie sieht das eigentlich im Moment aus: drückt man Diabetikern das Ding einfach in die Hand und sagt "Dann mach mal" oder gibt es da zumindest eine kurze Einweisung,

Bei MIR hat mir mein DOC das FSL (fast) einfach auf's Auge gedrückt.
Lediglich ein oder zwei Hinweise wollte er mir auf den weg geben, aber da war ich schon schneller, wie es meine Art ist.
Ihm kam es drauf an, dass mit dem FSL nicht hektisch in blindem Aktionismus verfallen wird, sondern, wenn es der Zustand erlaubt, der Messwert hinterfragt oder blutig geprüft wird.
Da ich technikaffin bin, verstehen wir uns da eigentlich recht gut.
Ich persönlich freue mich hier über den für mich gestiegenen Komfort.


Offline Floh

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Zitat
Wie sieht das eigentlich im Moment aus: drückt man Diabetikern das Ding einfach in die Hand und sagt "Dann mach mal" oder gibt es da zumindest eine kurze Einweisung, wie man mit den Messwerten am bestenn umgehen sollte (also z.B., dass man nicht bei jedem Ausreißer direkt am Insulin rumschrauben sollte?

Bezahltes Dexcom habe ich jetzt etwas über ein Jahr. Da gibt es am Anfang eine Schulung von mehreren Stunden (die Beraterin sagte sie plant typischerweise vier Stunden - ich hatte wesentlich weniger, weil vorher schon xDrip gebastelt). Die Schulung ist meiner Ansicht nach nicht unbedingt notwendig - das kann man sich wahrscheinlich auch selbst erarbeiten. In jedem Fall muss aber am Ende der Einarbeitung klar sein, was das Ding macht. Ich verstehe daher durchaus, warum Nintamed (ist das immer noch Nintamed?) aus rechtlichen Gründen auf der Schulung besteht.