Diabetesinfo-Forum

Dexcom G6

Offline LordBritish

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Wie sieht das eigentlich im Moment aus: drückt man Diabetikern das Ding einfach in die Hand und sagt "Dann mach mal" oder gibt es da zumindest eine kurze Einweisung, wie man mit den Messwerten am bestenn umgehen sollte (also z.B., dass man nicht bei jedem Ausreißer direkt am Insulin rumschrauben sollte?

Ich meine jetzt ins 3 Jahr zu gehen... das Gerät wird zum Arzt geschickt und hier macht die geschulte Mitarbeiterin eine Einführung in die Handhabung des Gerätes und das legen des Sensors. Ansonsten bei Problemen usw. können Sie gerne anrufen. Eine kurze Einführung wie sich die Werte verhalten gab es zu dem Zeitpunkt nicht, egal wo man schaute.

Es gab allerdings ein käuftlich zu erwerbendes Buch vom Kirchheim-Verlag. Mit einfachen Worten Lerarning by Doing und Google.

Grüße
Markus


Offline Gyuri

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(…) oder gibt es da zumindest eine kurze Einweisung, wie man mit den Messwerten am bestenn umgehen sollte (also z.B., dass man nicht bei jedem Ausreißer direkt am Insulin rumschrauben sollte?

Viele Grüße
Jörg
Ich fürchte, dass es dort genauso wie bei Abbott fäuft.
Ich meine, Abbott macht genau diesen Fehler ihr Produkt als voll kompabeatle zu blutigen Messreihen anzubieten und lässt den Anwender im Irrglauben, er könne so genauso weiter arbeiten. Ärzte und Schulungspersonal übernehmen diese Halbwahrheiten dann 1:1.
Ich möchte nur an die "ewigen" Streitereien erinnern die ich mit Kladdie mehrfach und an verschiedenen  Stellen führte (immer im freundschaftlichen Ton!). Dies könnte man mit anderen Geräten sicher auch so machen - sagt mir meine Glaskugel voraus.  :zwinker:

Zitat
direkt am Insulin rumschrauben …
sollte man sowieso nicht, wie ich es schon beim Streit um eine Boluskorrektur zu erklären versuchte. Das ist meiner Meinung nach nicht direkt ein Thema eines bestimmten Messsystems.
Gruß vom Gyuri

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
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Offline Floh

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Zitat
sollte man sowieso nicht, wie ich es schon beim Streit um eine Boluskorrektur zu erklären versuchte. Das ist meiner Meinung nach nicht direkt ein Thema eines bestimmten Messsystems.

Sollte man als Typ1 ausgesprochen dringend ;)

Wenn mein Messwert ein paar Stunden nach dem Essen bei 300mg/dl liegt wird da von alleine nichts besser. Da ist Korrigieren angesagt :)


Offline Kladie

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Zitat
orginal Floh:
Wenn mein Messwert ein paar Stunden nach dem Essen bei 300mg/dl liegt wird da von alleine nichts besser. Da ist Korrigieren angesagt

Gyuri meinte wohl wieder ausschließlich Type 2 Diabetiker die aber nur in seltenen Fällen eine Pumpe haben. Vielleicht hat er aber auch nur eine etwas andere Vorstellung vom Begriff "herumschrauben".

Bei jedem Type 1 muß ein erhöhter BZ korrigiert werden. Je geringer der BZ über normal ist, umso schwieriger ist es die richtige Menge Insulin zu ermitteln, aber bei 300 mg/dl einige Stunden nach einer Mahlzeit ist es absolut notwendig.

Als Type 2 verzichte ich z. B. aufs korrigieren, da es eigentlich nicht notwendig ist und das ganze Management verkompliziert. Eher verzichte ich aufs messen und spritze bei der nächsten Mahlzeit mit erhöhtem Ausgangs-BZ etwas mehr als normal. Deshalb benötige ich auch kein CMS mit Alarmfunktion. Wenn das Libre vernünftige Werte anzeigen würde, wäre es ideal für mich.


Offline Gyuri

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 :rotwerd: Ja, ich hatte da mehr an Typ2er gedacht.
Konsequenter Weise müsste man aber dann sagen, dass Typ 1er tunlichst bei der Blutzuckerermittlung bleiben sollten und die Finger von Dingen lassen, die ihnen nicht die benötigten Daten liefern. Es steht mir aber nicht zu, dazu Ratschläge zu geben.
Gruß vom Gyuri

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Offline Duff Rose

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Das CGMS/FGM ist neben den Blutzuckermessungen jedenfalls eine zusätzliche Info und der individuelle Umgang muss gelernt werden.

Kann man nicht oft genug sagen. :ja:

Wie sieht das eigentlich im Moment aus: drückt man Diabetikern das Ding einfach in die Hand und sagt "Dann mach mal" oder gibt es da zumindest eine kurze Einweisung, wie man mit den Messwerten am bestenn umgehen sollte (also z.B., dass man nicht bei jedem Ausreißer direkt am Insulin rumschrauben sollte?

Viele Grüße
Jörg

Gegenüber Dexcom muss in einem Schreiben bestätigt werden dass man eine Schulung zum Gerät erhalten hat.

Ich habe hier mit drei weiteren Patienten von einer Diabetesberaterin eine einstündige Einweisung erhalten, die denkerisch auch sinnvoll ist. Generell kann ich mir viel selbst beibringen und nutze dazu auch das Internet, aber hier war es wirklich hilfreich. In einer Stunde waren alle Fragen beseitigt.

Ich werde wahrscheinlich auch aufs G6 umgestellt, derzeit bediene ich sehr zufrieden und erfolgreich das G5.
DM1 seit 02.2006, ICT, Fiasp und Lantus

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- Tom Petty


Offline Nordseekueste

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Wie sieht das eigentlich im Moment aus: drückt man Diabetikern das Ding einfach in die Hand und sagt "Dann mach mal" oder gibt es da zumindest eine kurze Einweisung, wie man mit den Messwerten am bestenn umgehen sollte (also z.B., dass man nicht bei jedem Ausreißer direkt am Insulin rumschrauben sollte?

Für das G6 werden Webinare für Einsteiger undUmsteiger angeboten, mind. daran muss man auch teilgenommen haben.


Offline LordBritish

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Wie sieht das eigentlich im Moment aus: drückt man Diabetikern das Ding einfach in die Hand und sagt "Dann mach mal" oder gibt es da zumindest eine kurze Einweisung, wie man mit den Messwerten am bestenn umgehen sollte (also z.B., dass man nicht bei jedem Ausreißer direkt am Insulin rumschrauben sollte?

Für das G6 werden Webinare für Einsteiger undUmsteiger angeboten, mind. daran muss man auch teilgenommen haben.

Eine Veranstaltung von Roche sprich Webinar hatte ich auch gemacht, da gab es kaum Infos. Das Webinar war gut, da ein Arzt und Moderator das Webinar zusammen geführt hatten und man auch Fragen per Chat stellen konnte.

Die erwähnten Webinare mit Teilnahmepflicht sind neu. Fürs erste anlegen war ich froh darüber das die Diabetesberaterin, wenn ich dran denke was ein Fehler kostet. Ich hatte Anfangs Respekt und hatte vorher genau in die Anleitung bzw. Videos geschaut um nicht etwas falsch zu machen.
Mit der Zeit ist es dann jedoch Routine, war beim Libre kein Thema, doch beim Dexcom war es etwas anders.

Das Dexcom hatte ich über eine Verordnung und das Libre privat finanziert.

Viele Grüße
Markus


Offline LordBritish

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Für das G6 werden Webinare für Einsteiger undUmsteiger angeboten, mind. daran muss man auch teilgenommen haben.

Eine Veranstaltung von Roche sprich Webinar hatte ich auch gemacht, da gab es Anfangs kaum Infos, aber dann gab es das Webinar.
Es war gut, da ein Arzt und Moderator das Webinar zusammen geführt hatten und man auch Fragen per Chat stellen konnte.

Die erwähnten Webinare mit Teilnahmepflicht sind neu. Fürs erste anlegen war ich froh das die Diabetesberaterin alles "überwachte"´..., wenn ich dran denke was ein Sensor kostet. Ich hatte Anfangs Respekt und hatte vorher genau in die Anleitung bzw. Videos geschaut um nicht etwas falsch zu machen.
Mit der Zeit ist es dann jedoch Routine, war beim Libre kein Thema, doch beim Dexcom war es etwas anders.

Das Dexcom hatte ich über eine Verordnung und das Libre privat finanziert.

Viele Grüße
Markus
« Letzte Änderung: November 19, 2018, 08:09 von LordBritish »


Offline Sonnschein

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Ich habe vor gut einem Monat Dexcom G6 von meiner Krankenkasse genehmigt bekommen.
Der Vorteil ist beim Dexcom G6, dass Unterzuckerungen und Überzuckerungen akustisch signalisiert werden.
Dafür gibt es aber viele kleine Probleme, die noch nicht gelöst sind.
Z.B. hält der Sensor nicht zuverlässig. Man muss ihn zusätzlich fixieren.
Die Handy App funktioniert nur für ausgewählte - wenige - Telefone.
Man muss seine Messdaten umständlich per USB mit einem Uploader, der noch offiziell im Beta Stadium ist, in die Cloud laden, wo man dann wiederum die Daten exportieren kann, um sie z.B. selbst zu analysieren, oder seinem Arzt zukommen zulassen.
Auch allgemein vermittelt mir das System noch viele experimentelle Züge.
Was auch nicht zu unterschätzen ist, dass die Messtoleranz bei ca. 2mmol/l liegt. Das kann in brenzlichen Situationen über Leben und Tot entscheiden.
Kurz um, es gibt noch viel Potenzial nach oben.


Ich habe heute morgen diesen Beitrag gelesen: https://www.heise.de/select/ct/2019/01/1546168527643783

Sicher ist das alles ebenfalls noch im entstehen, aber ich finde diesen Ansatz bedeutend besser, da der Sensor nicht störend am Bauch klebt, sondern unter der Haut sitzt.