Diabetesinfo-Forum

Diamontech geht an die Börse...

Offline Rüdi

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Hier mal ein Artikel dazu:
https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article227634483/Diabetes-Blutzucker-messen-ohne-Pieks-Neues-Verfahren-fuer-Diabetiker.html

Die Fa. hatte hier mal um Probanden geworben und ich war so frei und nahm daran teil (weil die "um die Ecke" waren). Damals hatte das Lasergerät noch zahlreiche Umlenkstellen und vieles, was mir nix sagte. Der Tisch war damals glaube größer als eine halbe Tischtennisplatte.

Gruß Rüdi



Offline Joerg Moeller

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Danke für den Hinweis. Interessant klingt das allemal, aber ob das wirklich so bei einem Großteil der Diabetiker funktioniert?
Bei transdermalen Messungen bin ich skeptisch, da wurde bisher schon viel versucht, viel versprochen und am Ende zeigten sich bei allen zu viele Probleme.
(https://www.diabetesinfo.de/homepage/hilfsmittel/bz-sensoren.html)

Ein gutes Zeichen wäre, wenn die Kassen die Kosten übernehmen.

Viele Grüße
Jörg
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Offline LordBritish

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Es hört sich interessant an, doch ob es wirklich gut funktioniert  ???
Ich kann mich noch erinnern, vor ~10 Jahren sollte es ein System Namens Pendra geben.
Leider ist da nichts draus geworden  :knatschig:

Viele Grüße
Markus


Offline Zottellot

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Ich denke auch, dass es aufgrund der Kosten schwer haben wird, sich durchzusetzen.

Allerdings wäre ein CGM mit der Technik, das man einfach nur aufkleben bräuchte großartig.


Offline Floh

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Die Kosten scheinen mir gar nicht so furchtbar. 200 Teststreifen sind auch etwa bei 100€, damit bewegt sich da Ding in der selben Größenordnung. Viel spannender ist doch die "Geldgier" der Hersteller. Ich mein... Teststreifengeräte und Tintenstrahldrucker leben ja von den Verbrauchsmaterialien. Da hat das Lichtsystem natürlich nicht viele. Ist natürlich wirtschaftlich sehr unpraktisch, wenn nach der Marktsättigung nichts mehr verkauft wird.


Offline Joerg Moeller

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Ist natürlich wirtschaftlich sehr unpraktisch, wenn nach der Marktsättigung nichts mehr verkauft wird.

Hab ich auch erst gedacht, aber die 99 Euro für das Gerät sind ja quasi eine Monats-Leasingrate. Da spült dann jeder neue Nutzer 1200 Euro pro Jahr in die Kasse. (Na okay: 1188 Euro :zwinker:)

Wird für die Kassen dann aber auch nicht so interessant für den Großteil der Diabetiker sein (die ja keine oder nur ein Handvoll Streifen pro Quartal kriegen und damit deutlich unter 297 Euro liegen).

Und die Pendra stand damals schon kurz vor der Markteinführung als es plötzlich hieß, dass die Ergebnisse je nach Diabetiker doch zu stark variieren. Manche haben darin schon eine Aktion der Teststreifenhersteller gesehen, denen dann ja die Grundlage weggezogen würde.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Floh

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Ich sehe schon - ich sollte mich klarer ausdrücken.

Diese Leasingrate finde ich ein klein wenig verwerflich. Wirtschaftlich nachvollziehbar, sicher, aber trotzdem eine Sauerei. Ich mein: bei ~500 Millionen Diabetikern auf der Welt wäre auch ein Gerät mit einer Einmalzahlung von 1000€ nicht unbedingt der wirtschaftliche Untergang des Unternehmens gewesen. Oder 100€. Oder 10€ ...

Das ist halt schon wieder arg nah an meinem Telekommunikationsanbieter, der mir das Telefon gerne als "Tarifbestandteil" verkaufen möchte, und dann nach 24 Monaten satten Gewinn ... egal. Alles gut. Ich reg mich gar nicht mehr drüber auf.

Gnarf. Doch, ich rege mich auf. Banting und Best haben das Patent für 5$ verkauft, damit die Welt ein besserer Ort wird (sagt das Internet, ich bin zu bequem eine Quelle zu suchen). Meine Telekom will 65€ jeden Monat nur damit ich hier mitlesen kann (okay okay, und ein paar andere Dinge auch noch). Für nix! Grrr.

Edit: Bin ich ein klitzekleines bisschen vom Originalthema abgewichen? Ich glaube, hier macht es nichts.


Offline Joerg Moeller

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Edit: Bin ich ein klitzekleines bisschen vom Originalthema abgewichen? Ich glaube, hier macht es nichts.

Nein, das macht hier auch wirklich nichts. Davon abgesehen finde ich schon, das auch die Kostenstruktur noch Teil des Themas ist.
Ich finde die Idee mit dem Leasing eigentlich ziemlich clever, wenn die keine Verbrauchsmaterialien haben, an denen sich in Zukunft etwas verdienen lässt.

Der Vergleich mit B&B hinkt aber ein bisschen: ohne Insulin wären ziemlich viele Diabetiker ziemlich tot, aber ohne ein non-invasives Messgerät nicht.
Für mich würde sich als Vergleich eher anbieten, ob man jetzt mit dem Bus oder mit dem Taxi zum Einkaufen fahren will: man zahlt mehr für mehr Luxus.

Man muss da immer unterscheiden: ist es eine Firma (deren Ziel in der Erwirtschaftung von Profit liegt) oder ein gemeinnütziger Verein?
Entwicklung von Medizintechnik kostet erhebliche Summen, die ja auch irgendwie wieder reingeholt werden sollen.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Alf

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Ich war auch in der Studie auf dem Campus und behaupte einfach mal, dass dieses Gerät nicht kommen wird. An dem Thema waren schon sehr viele dran und keiner hat zuverlässige, reproduzierbare Ergebnisse hinbekommen. Die Marketingmaschinerie zeigt ja schon halbwegs "so könnte ein Gerät aussehen" aber wie Rudi auch berichtet hat: Die "Studie" lief in einem Labor (und nicht eines wie man es von Blutuntersuchungen kennt), sondern in einem physikalischen Experimental-Labor. Der Versuchsaufbau mit zig Umlenkspiegeln, einem Labor-Laser und allem drum herum war damals ausschliesslich dafür gedacht, ob sie denn überhaupt die Laser-Ablenkungen später im Datenmaterial zu den parallel tatsächlich gemessenen BZ-Werten (bei mir Glucose-Sensor-Daten vom Libre 1) zuordnen KÖNNTEN, konjunktiv! Da waren sie sich noch nicht einmal sicher, dass diese Zuordnung gelingen wird. Und meinten, ich könne ja bitte mal einen Blutzuckerpeak generieren und haben mir dafür einen Schoko-Muffin hingestellt, der soviel Butter drin hatte, dass dieser Peak zu hause auf dem Sofa kam, aber meinen Einwand interessierte nur begrenzt. ;)

Das ganze war also keine Studie auf dem Wege der Produktzulassung (das war meine Hoffnung damals), sondern tatsächlich "nur" Labor-Experimente.

Die meisten kennen diese Geschichten schon seit Jahrzehnten. Man muss sich nicht mehr pieksen, weil es die Zuckeruhr von Pendragon gibt, Closed loop müsste es auch schon seit 20 Jahren geben und überhaupt müssten wir alle schon längst 7 mal geheilt sein. Alles quasi unmittelbar vor dem großen Durchbruch.

Da wir/ich ja selbst auch an Produktzulassungen arbeiten bin ich ganz sicher, dass DIESE Lösung aus der "Studie" nicht kommen wird und lasse mich gerne in 10-20 Jahren überprüfen, wenn ich das noch erlebe... ;)

Und nein, das entspringt in keiner Weise einem wie auch immer gearteten Frust, sondern gesundem Realismus. Und dass die Hürden für ein Medizinprodukt so hoch sind (und manchmal trotzdem nicht auszureichen scheinen) ist ja erst mal eine positive Errungenschaft.
DM 1, ICT mit Lantus/Humalog/Insuman Rapid, Freestyle Libre, SiDiary Win & Android
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Offline Frau_Holle

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Liebe Grüße
Manuela





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