Autor Thema: BZ und CGMS bei reiner Korrektur (ohne Mahlzeit)  (Gelesen 525 mal)

Offline SCHM

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 107
  • Country: 00
  • Diabetestyp: DM 1
  • Therapie: Insulin-Pen
Re: BZ und CGMS bei reiner Korrektur (ohne Mahlzeit)
« Antwort #10 am: Oktober 21, 2020, 15:52 »
SCHM spricht Basalratentests als Voraussetzung seines Tests an. Ich denke da geht man meist von einer Type 1 Situation aus und die sind für mich entsprechend wertlos weil die variable Menge Eigeninsulin aussen vor bleibt. Ich habe das mit trial and error durchgeführt.
Ja, das gilt für Typ 1 und ist so nicht ohne weiteres auf Typ 2 übertragbar.


Mir ist schon klar, daß Du und andere Diabetologen das anders sehen aber damit muss und kann ich leben.
Jörg hat sicherlich eine Mege Fachwissen, aber Diabetologe ist er nicht, oder?
Und ich glaube auch nicht, dass Diabetologen dir das ausreden würden, solange du damit respektable werte erzielst.

Offline SCHM

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 107
  • Country: 00
  • Diabetestyp: DM 1
  • Therapie: Insulin-Pen
Re: BZ und CGMS bei reiner Korrektur (ohne Mahlzeit)
« Antwort #11 am: Oktober 21, 2020, 17:05 »
Übrigens: Meine Frau korrigiert sehr wohl vor dem Essen, wenn auch nicht unbedingt bewusst. Sie hat einen Plan in dem sie "nach Schema" vorgegeben bekommt, wie viel sie (immer bei 5KE) im Zielbereich zu spritzen hat UND wie viel sie bei Überschreitung um Klassen korrigieren muss.
Bereich --------- Korrektur
130-159mg/dL __ 4IE
160-189mg/dL __ 6IE
190-219mg/dL __ 8IE
220- und mehr __ 10IE

So spritzt sie je nach Tageszeit maximal 31 bis 43 IE für 5KE … selbst bei Werten über 350mg/dL.
Bei hohem BZ wäre hier vor allem anzuraten, mit den 5KE zu warten, bis der BZ wieder normal ist. Mit FSL sollte das kein Problem sein, erst zu essen, wenn FSL 120 anzeigt. Ob man den Alarm auf diesen Wert einstellen kann, weiß ich nicht (mehr).

Ich habe aber den Eindruck, dass diese Korrekturen bei ihr auch nur geringfügig erfolgreich sind.
Nach dem, was du sonst so über deine Frau berichtest, könnte man auch auf die Idee kommen, dass ihre Bemühungen, nicht mehr als 5KE zu essen, nur geringfügig erfolgreich sind. ;D

Offline Joerg Moeller

  • Administrator
  • Special Member
  • *****
  • Beiträge: 16462
  • Country: de
  • Ohana heißt "Familie"...
    • Diabetesinfo
  • Diabetestyp: DM 1
  • Therapie: Insulin-Pumpe
Re: BZ und CGMS bei reiner Korrektur (ohne Mahlzeit)
« Antwort #12 am: Oktober 22, 2020, 13:04 »
Der Unterschied zwischen uns ist eben, daß ich als Type 2 mehrere Stunden vor einem solch hohen Wert aktiv werden muss und dann eben aufs korrigieren verzichten kann. Dank Eigeninsulin werden spätere, trotzdem erhöhte Werte auch ohne rechnen und Korrektur wieder normal.

Ja, und dafür beneide ich euch 2er manchmal ein bisschen. Dafür habt ihr dann aber andere Baustellen als ein 1er.

Zitat
SCHM spricht Basalratentests als Voraussetzung seines Tests an. Ich denke da geht man meist von einer Type 1 Situation aus und die sind für mich entsprechend wertlos weil die variable Menge Eigeninsulin aussen vor bleibt. Ich habe das mit trial and error durchgeführt. Mir ist schon klar, daß Du und andere Diabetologen das anders sehen aber damit muss und kann ich leben.

Nein, ich sehe das nicht anders. Das ist eben eine von diesen anderen Baustellen.
Und Trial&Error finde ich gar nicht mal so verkehrt. Ich berechne meine Boli mittlerweile auch nicht mehr stur nach Schema, sondern lsse mich mehr von meinen Erfahrungen leiten.
Ich hab z.B. festgestellt, dass ich bei einem Glukosewert X die Dosis Y spritzen muss, damit es wieder in den Normbereich geht, bzw. da bleibt. Ich hab diese Dosis dann mal in einen Korrekturfaktor umgerechnet und dabei festgestellt, dass der insgesamt nicht funktioniert. Bis zu einem gewissen Glukosewert wäre der okay, aber ab einer gewissen Höhe wäre es dann zu viel, da lande ich in einer Hypo.
Deswegen lasse ich jetzt meinen Bolusrechner in der Pumpe rechnen (dann ist da gleichzeitig auch Glukose und KH gespeichert) und passe das Ergebnis meinem Gefühl nach an. In ca. 98% der Fälle klappt es.

Das ist aber auch nicht die Vorgehensweise, die man gelehrt bekommt, aber warum sollte ich es ändern, wenn es funktioniert?
Ich kann halt nur nicht sagen "Weil es bei mir klappt, muss es bei jedem klappen". Ein bisschen persönliche Note ist doch aber auch okay.

Viele Grüße
Jörg
Meine Seite über Diabetes: http://www.diabetesinfo.de/
Meine Facebook-Seite: https://www.facebook.com/Diabetesinfo.de/