Diabetesinfo-Forum

Offline Alf

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Und ich meinte den Post von Gyuri, der Probleme mit der Libre SW hat. ;)
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Online Gyuri

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(…)
Das Libre gibt doch jetzt auch Alarme zu niedrig usw. oder?

Grüße
Markus
Diese Frage lässt sich mit "JA" beantworten, was dir aber wohl sicherlich nicht genügen würde.  :rotwerd:

Auch in Bad Mergentheim hat man sich darüber nahezu ausgeschwiegen … man bekam aber in den Schulungen immer wieder mal so ein störendes Piepsen mit, was aber meiner Meinung nach nie dramatisch war. Die Piepsgeräteträger blieben ALLE völlig entspannt.
Auch beim Hausarzt im Wartezimmer erlebte ich mal so einen Alarm aus der Garderobe. Ein sichtlich genervter Patient ging zu seiner Jacke um den scheinbar unbegründeten Alarm auszuschalten.

Vielleicht waren das alle Typ 2er und der Alarm ist für Typ 1er wichtiger?
Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, jeglichen Alarm zu deaktivieren und wie seit eh und je mein Schicksal selbst so in die Hand zu nehmen, wie ich es seit meiner Insulinpflicht 1998 ganz gut hin bekam.

Wenn du es genauer wissen willst/musst, im Benutzerhandbuch gäbe es von Seite 29 bis 38 viel zu lesen, was ich hier nicht abtippen oder scannen will. Vielleicht hat jemand einen informativen Link parat?

ÜBRIGENS Benutzerhandbuch!
Das Hinzufügen von Notizen wird (verständlicher weise) nursoweit erklärt, wie sie mit dem Anzeigegerät anwählbar sind. Mit der Software konnte man aber beim FSL1 selbst noch Notizen dazugeben. Da ich noch keine Software habe, weiß ich nicht, ob das noch genauso geht oder vielleicht sogar besser. Mir wäre das schon sehr wichtig!
Gruß vom Gyuri

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
(Karl Valentin)


Offline Floh

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Zitat
Auch in Bad Mergentheim hat man sich darüber nahezu ausgeschwiegen … man bekam aber in den Schulungen immer wieder mal so ein störendes Piepsen mit, was aber meiner Meinung nach nie dramatisch war. Die Piepsgeräteträger blieben ALLE völlig entspannt.
Auch beim Hausarzt im Wartezimmer erlebte ich mal so einen Alarm aus der Garderobe. Ein sichtlich genervter Patient ging zu seiner Jacke um den scheinbar unbegründeten Alarm auszuschalten.

Vielleicht waren das alle Typ 2er und der Alarm ist für Typ 1er wichtiger?
Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, jeglichen Alarm zu deaktivieren und wie seit eh und je mein Schicksal selbst so in die Hand zu nehmen, wie ich es seit meiner Insulinpflicht 1998 ganz gut hin bekam.

Ich kann hier vielleicht ein bisserl was ergänzen. Bei allen CGM Geräten, die ich bisher in Betrieb hatte (Navigator 1, Dexcom 4, Dexcom 5, xDrip (Softwareversion weiß ich aber nicht mehr)) war es so, dass es mehrere Alarme gab. Die wichtigsten: Einen für "zu Hoch" (frei einstellbar), einen für "vorsicht niedrig" ("frei" einstellbar - in Anführungszeichen weil nicht ganz beliebig. Beim Navigator glaube ich nicht höher als 120 mg/dl - aber ich mag den richtigen Wert vergessen haben) und einen für "kritisch niedrig". Der letzte Wert lag immer bei 55 mg/dl.

Nun ist es bei mir so, dass die CGM Werte nach den ersten zwei Tagen sehr gut bei den Blutzuckerwerten meines Meßgerätes liegen. Abweichung kleiner als 5 mg/dl bei flachem Verlauf, weniger als 10 mg/dl bei Steigungen (Dexcom 4, xDrip - Dexcom 5 ist schlechter aber bequemer).

Wenn mein Alarm für 70 mg/dl (das ist meine "vorsicht niedrig Grenze) erreicht wird, dann ist es in den allermeisten Fällen Zeit etwas zu tun. Je nach Sinkgeschwindigkeit kann ich dann den 55 mg/dl Alarm vermeiden - oder halt nicht mehr. In beiden Fällen ist es wichtig, schon rechtzeitig etwas zu tun wenn ich schwere Unterzuckerungen verhindern will (aber das ist bei Typ 2 wahrscheinlich anders).

Den "genervten" Patienten kann ich auch zu 100% nachvollziehen. Wenn ich im Sinkflug bei 70 mg/dl schon zwei Kleinpackerl Gummibären gegessen habe, dann ist die Erinnerung nutzlos. Schlimmer noch: Wenn ich einen zwischen 68mg/dl und 72 mg/dl schwankenden, aber konstanten Wert habe, dann bekomme ich _immer_ einen Alarm, wenn der BZ unter die "magische Grenze" der Alarmmeldung fällt. Es gibt natürlich Lösungen: Grenze temporär auf 80 mg/dl erhöhen, einen Alarm quitieren, dann kommen keine weiteren. Oder etwas Essen. Oder (Pumpen)Basalrate eine halbe Stunde senken.

All das ist aber nur nötig, weil es das CGM gibt.

Was mich derzeit trauriger macht: Das Gerät funktioniert sehr häufig. Nach Radtouren/Bergwanderungen etc. bekomme ich Nachts Alarme, die mich aus dem Schlaf reißen und die sagen "du liegst jetzt unter 40 mg/dl - mach sofort etwas!". Und diese Alarme wiederholen sich in allen Fällen (Dexcom, xDrip, Navigator) alle 15 Minuten bis 30 Minuten - weil das der kritische Alarm ist. Dennoch bin ich häufig geistig schon zu matschig (also halt: Unterzuckert und Doof im Hirn) und mache nichts. Hier fehlt mir noch dringend der nötige Anreiz auf die Alarme auch zu reagieren.


Offline Joerg Moeller

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...Oder (Pumpen)Basalrate eine halbe Stunde senken.

Mache ich auch gerade (auf 0%), weil das Libre mir 41 mg/dL meldet und ich keine Lust habe was zu essen

Zitat
Und diese Alarme wiederholen sich in allen Fällen (Dexcom, xDrip, Navigator) alle 15 Minuten bis 30 Minuten - weil das der kritische Alarm ist. Dennoch bin ich häufig geistig schon zu matschig (also halt: Unterzuckert und Doof im Hirn) und mache nichts. Hier fehlt mir noch dringend der nötige Anreiz auf die Alarme auch zu reagieren.

Könntest Du dir nicht eine Tube Jubin neben das Bett legen? Die könntest Du dann nehmen, ohne dafür extra aufstehen zu müssen.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Floh

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Zitat
Könntest Du dir nicht eine Tube Jubin neben das Bett legen? Die könntest Du dann nehmen, ohne dafür extra aufstehen zu müssen.

Das ist der richtige Weg. Meistens liegt da etwas (bei mir diese Kleinpackungen Gummibärchen - ~1BE und vergleichsweise lecker). Dann ist immer noch nicht zu 100% gesagt, dass ich auch etwas unternehme - aber die Alarme sind nervig genug, dass meine Frau mir irgendwann etwas in den Mund stopft weil sie endlich ihre Ruhe haben will. Das reicht ja auch. Ich freue mich trotzdem auf ein closed-loop-System mit zweitem Glucagon-Reservoir.


Offline Joerg Moeller

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[Ich freue mich trotzdem auf ein closed-loop-System mit zweitem Glucagon-Reservoir.

Vielleicht wäre ja auch schon die Medtronic 670G was für dich. Die würde da den Basaloutput drosseln. (Das mache ich in letzter Zeit manuell, wenn ich morgens zu tief runtergehe; da hab ich keinen Appetit)

Das könnte bei Dir dann sogar ein medizinischer Grund sein, der einen Pumpenwechsel auch vor Ablauf der Garantiezeit rechtfertigen würde.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Floh

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Ich bin noch ein klein wenig zurückhaltend. Meine Pumpengarantie ist zu Ende, aber ich fand den Medtronic CGM-Sensor nicht ganz so gut in der Genauigkeit. Ich warte erst mal, bis die Pumpe verstirbt. Vielleicht gibt es in ein bis zwei Jahren Optionen. Ist aber auf jeden Fall etwa genauso weit auf meiner "Liste der nächsten Pumpen" wie ein Eigenbauloop.


Online Gyuri

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Nun sind wir (meine Frau und ich) ein paar Wochen weiter, aber leider noch nicht auf dem "technischen Stand" vom FSL2, was ja SOOOO viel besser sein sollte als das gute alte FSL.

Jetzt wollte ich erst ein neues Thema eröffnen "FSL gegen FSL2" oder so.  :kratz:
Dann sah ich aber die vielen eröffneten FSL2-Themenund meinte, meine Anliegen passen auch ganz gut hier rein. :ja:

Akku-Haltezeit
Die hat sich bei unseren beiden FSL2 gegenüber der beiden alten FSL deutllich verringert.
Ich will das aber nicht all zu sehr reklamieren, mein neues Smartfon muss ich auch viel öfter nachladen als das alte Händie. Hingegen hält der Akku meines nagelneuen MacBook Air viel länger, als bei allen meinen früheren Notebooks (4x Mac, 1x Win). Es kommt sicher auch darauf an, was man damit macht bzw. was das Gerät so alles im Hintergrund machen muss.

Bluetooth
Dass das neue FLS2 Bluetooth nutzt, mag ja sein, lässt man die ebenfalls neuen Alarme wie wir einfach weg, hat es sich schon mit dem Sinn von Bluetooth. Weil: sowohl die Scan-Daten als auch die Aufzeichnungen der historischen Daten sehen genauso aus wie eh und je. Nach meinem Verständnis wird Bluetooth also nur für die Alarme "zu hoch", "zu niedrig", "zu weit weg" verwendet -und die haben wir wie gesagt abgeschalten. Was da aber im FSL2 im Hintergrund weiter läuft und Strom kostet? Ich weiß es nicht.

"Noch genauer"  :lachen:
In der kurzen Zeit, in der wir FSL2 nutzen gab es nur ganz wenige Gründe eine blutige Gegenmessung durchzuführen (3x) und immer war es eine Bestätigung nicht nur für FSL <> FSL2, sondern auch für die Synchronissation der Geräte untereinander.
Abweichungen von 20% zwischen den Geräten sind meiner Meinung nach "mehr als genau genug", wenn keines der Geräte als Refferenzgerät dienen kann.
Im Übrigen kommt (auch meiner Meinung) die Genauigkeit nicht von einem Scann oder einer blutigen Messung, sondern von der statistischen Aufbereitung aller historischen Daten - und da hat sich nichts verändert. Verändert mögen sich Berechnungen im FSL2 als solches haben … worauf wir aber keinen Einfluss und auch keinen Einblick haben.

Hier die vergleichbaren Tagesprotokolle

links FSL   -   rechts FSL2
(größer durch klick)
/

Ich möchte hier kein verbindliches Urteil fällen, welches Gerät aufgrund meiner Daten "das genauere" ist.  ;D

Eine ganz große Änderung habe ich jetzt entdeckt, hat aber nichts mit der FSL-Version zu tun, sondern mit der Software.
Früher waren alle reinen historischen Daten mit Art des Eintrags Null(=0) schön zusammen mit den Scan-Daten und Notizen und sonstiges … nach Datum eingebunden.

Spätestens mit der aktuellen Software werden die Zwischenwerte in der Tabelle ans Ende gesetzt.
Wissen tu ich wieder mal nichts, aber ich vermute, dass alle statistischen Berechnungen und die Kurven nur mit diesen Daten (nach wie vor) im 15 Minutentakt gerechnet werden.

Ich habe mir jetzt nicht die Arbeit gemacht, die historischen Daten aus dem FSL und dem FSL2 zu vergleichen. Ich nehme mal an, da sind ähnliche Abweichungen zu finden.
Mir genügen jetzt erst mal die Scan-Daten im Vergleich über die zwei Vergleichstage.
Mehr wird es von mir nicht mehr geben; ich habe keine FSL-Sensoren mehr und auch keine große Lust, immer alles doppelt zu messen und auch die Notizen doppelt zu führen.

Bei den Notizen habe ich im FSL2 meinen Eintrag "Gegenmessung" entfernt. Unsere neue Diabetologin ließ sich nicht lumpen und spendierte uns einige Libre-Teststreifen für INTERNE Gegenmessungen.  :super:
Gruß vom Gyuri

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
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