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Alle Insuline+Actos gestrichen, ab heute Byetta+Metformin

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Susanne:


Hallo Pia


--- Zitat von: Pia am Juni 12, 2008, 12:11 ---
Humalog in Höhe des gemessenen Nüchternwertes, also bei 10,2 spritze ich 11 IE. Levemir (war immer Levemir) 2x20 IE.

Der letzte HBA1C war 10,1, wobei der 4 Wochen zuvor noch schlechter war.
--- Ende Zitat ---

wieviel schlechter war der vor 4 Wochen? Wie schnellhast Dich verbessert? Ohen das zu wissen, sind Dosis-Vorschläge mir unmöglich.

Ich hab leider nur ganz wenig Zeit, aber ich würde gemeinsam mit Deiner Ärztin überlegen:
1. Basal-Insulin wechseln - vor allen anderen Versuchen!  ( und noch davor - sei mir nicht böse, aber funktioniert Dein Pen richtig? Wird das Levemir weniger, entsprechend den Einheiten die Du spritzt - soll heissen, wie viele Tage  kommst denn mit einer Ampulle aus.. diese Fragen klingen dämlich, aber ich hab solche einfachen technischen Fehler auch schon bei ganz "alten Hasen" erlebt)

ev. sogar mit Insulatard ( = NPH INsulin) spätabends  versuchen, gute Nüchtern-Werte hinzukriegen. Also ev. Insulatard 14 - 0 - 18 oder so um den Dreh... und sich rantasten

2. auch noch Lantus als Basis versuchen

bevor die Basis nicht passt kann das nix werden. WENN es mit einem der beiden Insulin besser geht - ACHTUNG, dann UNBEDINGT rechtzeitig BE-Faktoren reduzieren - DANN sind die Werte 60, 120 min nach dem Essen ganz wichtig (ich nehme mal an, die sind jetzt ohnehin fast immer über 11?) - für mich schauts so aus, als ob Du nicht nur am Nachmittag mit dem schnellen Insulin Basal-Lückken ansatzweise auffüllst - und das nie ausreichend. ..

3. exakte BE - aber das machst Du ja ohnehin

Und ja, Korrektur-Schema lesen ist eine gute Idee - und dann mit Deiner Doc besprechen was Du anwendest

Alles Gute, meld Dich wieder
Susanne


Joa:
Hallo Susanne,


--- Zitat von: Susanne am Juni 12, 2008, 18:58 ---
1. Basal-Insulin wechseln - vor allen anderen Versuchen!

Und ja, Korrektur-Schema lesen ist eine gute Idee - und dann mit Deiner Doc besprechen was Du anwendest
--- Ende Zitat ---

Das finde ich recht interessant.
Angenommen es besteht eine ausgeprägtere Lipolyse. Macht es dann Sinn, zuerst das Basalinsulin neu zu formulieren?

Ich als Typ 1 täte ja denken, es sollte erst mal die Lipolyse bereinigt, und nachgehend weiter angemessen in Schach gehalten werden?
Wobei natürlich eine schlechte Basalinsulinierung einigen Aufwand bedingen täte.
Nächtliches Weckergeklingel im Abstand von ca. 3 bis 4 Stunden wäre dann wohl erforderlich, und natürlich ggf. die dann angemessenen Insulinkorrekturen?

Wäre nicht vielleicht die Neuformulierung der Basis im zweiten Schritt angemessener?

Allerdings denke ich, das solches Vorgehen, beim Typ 2, vielleicht die ärztliche Praxis im Normalfall überfordern könnte.  :kratz:

Guß
Joa

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Joa am Juni 14, 2008, 00:51 ---Angenommen es besteht eine ausgeprägtere Lipolyse. Macht es dann Sinn, zuerst das Basalinsulin neu zu formulieren?

--- Ende Zitat ---

Auf jeden Fall!

Wenn deine Küche unter Wasser steht, weil das Spülbecken überläuft: wischt du erst das Wasser vom Boden auf oder drehst du erst das Wasser ab?

Man sollte immer zuerst die Ursache beseitigen, bevor man sich mit den Symptomen beschäftigt. Umstellen auf ein anderes Basal heißt ja nicht, daß die Lipolysekorrektur ausbleiben kann, bzw. erst später stattfindet. Um die normale Basaldosis zu finden ist es auch notwendig normale Resistenzverhältnisse zu schaffen.

Susanne:
HalloJoa


--- Zitat von: Joa am Juni 14, 2008, 00:51 ---

--- Zitat von: Susanne am Juni 12, 2008, 18:58 ---
1. Basal-Insulin wechseln - vor allen anderen Versuchen!

Und ja, Korrektur-Schema lesen ist eine gute Idee - und dann mit Deiner Doc besprechen was Du anwendest
--- Ende Zitat ---

Angenommen es besteht eine ausgeprägtere Lipolyse. Macht es dann Sinn, zuerst das Basalinsulin neu zu formulieren?


--- Ende Zitat ---

ich denk schon... aus mehreren Gründen:
Der wichtigste ist äußerst unmedizinisch: eine konsequente Korrektur nach B-Schema mit jemandem, der das überhaupt nicht kennt, ambulant durchziehen ist eine durchaus schwierige Sache... da kommen viele Einflüsse von außen ins Spiel "ich bin auch Diabetiker, und ich spritze jetzt ja schon 12 Jahre Mischinsulin... nein solche Wahnsinns-Dosen!! Und so oft!!! Obwohl Du doch eh schon einen Super Wert mit 160 hast sollst nochmals korrigieren? Ach glaub doch lieber den Fachleuten, geh SCHNELL in eine Ambulanz oder zum Internisten" - und ähnliche durchaus lieb gemeinten Ratschläge. Und dann in irgendeiner internen Ambulanz.. oje... "wer hat Ihnen denn DAS gesagt?!?..."

Und Du weisst, was aus einer zu früh abgebrochenen B-Korrektur wird - oder nach mehreren solchen... nix als ein wildes Auf und Ab.... kann man viel Zeit verplempern damit.... kann man gut "uneinstellbar" bleiben damit.

Typ 2 und diese Geschichte -  ich kann noch nicht mal sicher sein, OB und WIEVIEL Basal-Insulin sie braucht

Basalraten-Tests zeigen DAS zumindest sofort

Kann durchaus mal sein, dass es schlicht am Levemir liegt. Wenn das nicht ausreichend wirkt, vor allem wenns viel zu kurz wirken sollte, und es tatsächlich böse Basal-Löcher zweimal /24 Stunden gibt, machts auch Sinn, die erstmal auszufüllen. Dann ist ein erster Erfolg da - und der BZ stabilisiert sich zumindest mal auf hohen Niveau, zB 100 - 250. Und dann Beginnen mit Einstellung der Faktoren/Anpassen der Basalrate usw usw...

Außerdem hat sie mit Sicherheit eine intakte Glukagon-Sekretion.  Was sie vielleicht vor manchen Hypos bewahrt... das Bild aber wieder mal viel unübersichtlicher macht als beim Typ 1. Die Sitation ist für mich sehr unklar, ich würd erstmal gern wissen warum das "Dazuspritzen" am Nachmittag so unbedingt nötig ist... und diese Notwendigkeit durch eine stabile Basis beseitigen.


Just my 2 cents...

Susanne

Pia:

--- Zitat ---wieviel schlechter war der vor 4 Wochen? Wie schnellhast Dich verbessert? Ohne das zu wissen, sind Dosis-Vorschläge mir unmöglich.
--- Ende Zitat ---
Der Wert 4 Wochen davor war ein 12er. Der HBA1C-Wert wurde eigentlich nur durch Zufall schon nach 4 Wochen mit festgestellt, weil es eine Blutuntersuchung wegen Bartellonoseverdacht gab (Katzenkratzkrankheit).
---------------------
Termin gestern vormittags bei der Diadoc.
Nachdem ich beim letzten Termin im März auch wieder nach Gewichtszunahme 77 kg (bei 1.61m, Ausgangsgewicht zu Spritzbeginn: 69-69 kg) wog, hatte ich die Wochen danach das Gefühl: Ich bin kurz vor dem Platzen oder Entbinden. Gestern wog ich 89 kg! Das heißt, ich habe seit dem Insulinspritzen 20 kg zugenommen. Beide Actosphasen gestalteten sich so, dass in der 2. Woche der BZ auf Superwerte fiel. Dieser Effekt schlug nach ca. 6 Wochen (geschätzt) in Gewichtszunahme und BZ-Anstieg um.
Bei dem, was ich esse, hätte ich massiv abnehmen müssen (morgens 1 Scheibe Knäckebrot, trocken, abends um 18 Uhr spätestens) das Mittagessen, das uns der Cateringdienst mittags bringt.)

Da ich seit Freitag Urlaub hatte, konnte ich zu Hause bei gleichbleibenden Bedingungen noch ein paar BZ-Werte ermitteln. Ich habe z.B. einen Tag und eine Nacht, d.h. von   MIT Korrektur und einen Tag und eine Nacht ohne Korrektur durchgeführt.
Es gab keinen Unterschied.
Und nachdem ich die gestrigen und heutigen Werte sehe, bin ich mir sicher: Beide Insuline hatten am Ende eine Wirksamkeit von Null.
Meine Diadoc sagte nach der Entgleisung im Januar: Insulin, Insulin, Insulin on mass jetzt, um die massive Insulinresistenz zu durchbrechen. Das hatte ich getan. Und Actos sollte ja auch wirken. Egal. Ich muss sagen, ich bin erst Mal froh, das "Mastinsulin" und Actos los zu sein, auf der anderen Seite fühlte ich mich gestern, als hätte man mir die "Schlüpper" weggenommen. So ganz ohne Insulin.
In 14 Tagen habe ich den nächsten Termin:

Bis dahin heißt die Therapie:
2x500 mg Metformin + 5 Mikrogramm Byetta.

Ich habe der Zentrale in meinem Kopf befohlen: Mir wird nicht schlecht und ich werde gut vertragen. (die  :kotz:-Module sind out of function gestellt.)
Meine Frage zu Metformin wäre nur im Moment:Ist die Gabe mittags und abends ok? Oder müsste es besser morgens und abends sein? Mittags ist für mich besser, weil ich morgens schon ne Menge an Kram nehmen muss und ich bis mittags wirklich nichts essen kann. Mittags werde ich ab heute eine kleine Mahlzeit für Byetta und Metformin einführen.

(Ich hatte gestern übrigens alles auf dem Zettel, was ich bereden wollte: z.B.
- Austausch Levemir
- Actrapid als zusätzliches Abendinsulin?
- Semilente?
.....
- Insulinpumpe
als sie meine Werte und meine Gewichtszunahme sah, blockte sie mich sofort ab und sagte: Byetta.
Wenn Ihr möchtet, halte ich Euch bissel auf dem Laufenden.
Meine Haut hat sich übrigens wieder verschlechtert. Ich habe wieder -trotz der noch aufenden Biotin-Kur mit täglich
5mg) blutenden Stellen am Arm.
Die Biotinuntersuchung wird von der Krankenkasse nicht mehr bezahlt.

Und am linken Auge hatte ich vor 14 Tagen ein geschwollenes Oberlid,dann Abschwellung, Hautschälung und nun ist ein linsengroßer flacher Huckel scheinbar direkt im Oberlid drin oder am Auge. Aber es fühlt sich nichts sandig-kratzend an. Aber nun heißt es auch noch: zum Augenarzt latschen..und ich habe Angst, dass sie mir das Lid "umklappen". Das habe ich schon mal erlebt und das war schrecklich.
So, mehr gibt es nicht zu berichten. Ich danke allen ganz ganz lieb, die sich Gedanken gemacht haben über mein Chaos.




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