Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie
Regelrecht explodierende Basalrate
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Memnoch am Januar 28, 2008, 21:38 ---Da ist schon was dran mit den Kosten. Aber mein Diab meinte, das würde der Kasse vollends am Allerwertesten vorbeigehen! Denn die rechnen nur Quartalsweise! Mittelfristige Kosteneinsparungen oder gar Verhinderung von Spätfolgen interessieren die nicht die Bohne.
--- Ende Zitat ---
Das ist schon richtig. Das allein wird die Kasse nicht zum Überdenken ihrer Antwort bringen. Aber du hast dann vor dem Sozialgericht bessere Karten.
Szenario: du gehst in Zukunft wegen dieser Schwankungen ins KH und stellst nach dem 3. - 5. Mal einen erneuten Antrag auf CGMS. Kasse sagt wieder nein und du legst Widerspruch ein, weist darin auf deine letzten KH-Aufenthalte hin und stellst in Aussicht vor das Sozialgericht zu gehen. Ist sicher aufwändig, aber ohne Aufwand geht es eben manchmal nicht.
Memnoch:
Hmmmmm.....das klingt gar nicht mal schlecht! :gruebeln: Mit Teststreifen kriege ich das ja auch gar nicht abgedeckt in so einer Krise! Bin jetzt bei 70% Basal. Das heißt, die Basalrate ist in 24 Stunden um ca. 30 Einheiten abgesunken! Das läßt sich nur mit stündlichen Messungen unter Kontrolle halten. Nur ist der Doc dann ziemlich geizig. 50 Streifen kann ich ja kriegen. 100 wird schwierig. Und das war jetzt das zweite mal in einem Monat das der Verbrauch so hochgeschossen ist. Dabei ist die reguläre Menge für solche Krisen ja gar nicht vorgesehen. Ich kriege halt schon 800 Streifen regulär, um eine 3-Stunden Rhythmus über 24 Stunden halten zu können. Da mault er schon rum. Und dabei ist das schon Gold! Mein voriger Diab meinte, 800 Streifen wären genug - im Jahr! Mehr würde die Kasse nicht mehr zahlen, und ich solle mehr Vertrauen zu meinem Körper haben, der würde das schon alleine regeln! Was es nicht alles gibt.... :staun:
Wie dem auch sei, für die Zukunft werde ich mir wohl mal eine Strategie für den Umgang mit diesem "Phänomen" zurechtlegen müssen. Aber allein die Nerven zu bewahren ist schon schwer.
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Memnoch am Januar 29, 2008, 12:52 ---Bin jetzt bei 70% Basal. Das heißt, die Basalrate ist in 24 Stunden um ca. 30 Einheiten abgesunken!
--- Ende Zitat ---
Sag mal, kann es sein, daß du ganz schön mit deinen Basalraten rumflipperst? Basalrate bei Hypo senken = okay. Aber bei jedem Anstieg gleich erhöhen ist Nonsens. Um eine Basalrate zu erhöhen brauche ich schon die Reproduzierbarkeit, sonst könnten da auch andere Faktoren als eine zu niedrige Basalrate eine Rolle spielen.
Memnoch:
Nein, ich bin einfach nur dem BZ-Verlauf gefolgt (weitgehend eine Glockenkurve). Mit den Korrekturen an der Basalrate blieb er dann stabil. Ohne Korrektur gab es ständig viel zu hohe Werte (beim Anstieg) oder Hypos (gestern beim Abstieg). Hab ich doch gesagt. Das war eine Resistenz, ausgelöst durch was-auch-immer, die innerhalb von drei Tagen steil nach oben geschossen ist (auf ca. 200%) und dann innerhalb eines Tages wieder runter ging. Ich mußte ja gestern jede Stunde 1-2 BE essen um Hypos zu verhindern. Bin also eher noch zu zögerlich wieder runter gegangen. Ich hab ja auch nicht wild hin und her gestellt, sondern bin einer Kurve gefolgt. Einzige Ausnahme war die Überkorrektur mit der schweren Hypo als Folge. Die war aber am oberen Umschlagpunkt. Sonst hat es gepaßt. Jetzt bin ich bei normalen 100% (der BZ stieg wieder an) und ist erstmal wieder stabil. Hätte ich sinnlos dran rumgedreht, wäre der BZ wohl kaum im Zielbereich geblieben.
Joerg Moeller:
Frag ich mal so: wann ist bei dir die Grenze zwischen "das korrigiere ich mit einem Bolus" und das "da ändere ich mal die BR"?
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