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Depression: Höheres Risiko bei Fettleibigkeit und Diabetes

Offline Joerg Moeller

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Menschen mit Fettleibigkeit oder Diabetes sowie Schlaganfallpatienten haben ein größeres Risiko an Depression zu erkranken - und umgekehrt. «Vermutlich ist die erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol ein Bindeglied», sagte Prof. Fritz Hohagen (Uniklinik Lübeck) zum Auftakt des größten Fachkongresses für Psychiatrie und Psychotherapie im deutschsprachigen Raum in Berlin.

Menschen mit Diabetes hätten ein dreimal höheres Risiko Depressionen zu entwickeln als Gesunde. Umgekehrt bekämen Depressive drei Mal so häufig Diabetes, berichtete Hohagen. Auch die Sterblichkeitsrate nach Herz- und Hirninfarkten sei durch eine zusätzliche Depression deutlich erhöht. Die Gene spielten dabei eine Rolle, «aber unabhängig von familiärer Vorbelastung ist auch der Lebensstil ausschlaggebend», betonte Hohagen.

weiter auf http://www.guter-rat.de/ratgeber/verbrauchernews/artikel_171260.html
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Offline Joerg Moeller

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Ja, ich denke mal ich auch. Allerdings bin ich da nicht so anz sicher, ob es bei mir schon eine richtige Depression ist oder eher unter "depressiv verstimmt" fällt
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Offline maulwurfinchen

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als ich diabetes bekommen hab, kamen auch etliche leute an und meinten, dass ich "hilfe" braeuchte, ob selbsthilfegruppen oder buecher ueber diabetes und depressionen. auf mich trifft das bloss ueberhaupt nicht zu.
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Offline sonrisa

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Ja, ich denke mal ich auch. Allerdings bin ich da nicht so anz sicher, ob es bei mir schon eine richtige Depression ist oder eher unter "depressiv verstimmt" fällt


Das ist auch nicht immer so einfach, zu bestimmen. Als Faustregel kann man aber sagen, wenn die depressive Stimmung über mehrere Wochen anhält, ist es eine Depression.


als ich diabetes bekommen hab, kamen auch etliche leute an und meinten, dass ich "hilfe" braeuchte, ob selbsthilfegruppen oder buecher ueber diabetes und depressionen. auf mich trifft das bloss ueberhaupt nicht zu.


Bei mir hat das damals leider niemand gefragt. :nein: Die Depressionen gingen auch erst 15 Jahre später los.
Meine Therapeutin hat aber immer gesagt, daß der Diabetes auf jeden Fall eine zusätzliche Belastung ist. Und wenn es einem auch sonst nicht so gut geht, kann das schnell zu viel werden.
LG Hella


Offline Adrian

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 Und wenn es einem auch sonst nicht so gut geht, kann das schnell zu viel werden.


Das kenne ich in form von Einschlafproblemen :(

LG|Adrian
Cozmo mit Humalog 


Offline maulwurfinchen

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mir waren damals eher die "hilfs"angebote zuviel. ich merke nur, dass ich durch den diabetes weniger belastbar bin und schneller mal muede. besonders stress-resistent war ich sowieso nie. aber ich neige nicht zu depressionen, aber vielleicht auch, weil ich meistens glueck im leben hatte und sehr viel rueckhalt habe.

depressionen kenne ich nur von anderen, also z.b. freunden und bin da eher hilflos, wie ich mich verhalten soll, weil mir sowas recht fern liegt. ich kenne nur mal ein paar depri-tage, aber eben nicht depressiv, sondern deprimiert, normalerweise immer die tage um den todestag meiner oma.

ich glaub, ich hab das das "glueck" nach meinem vater zu kommen, der hat damals auch seine krebserkrankung gut verkraftet, bei uns ist das halt so, dass man sagt "es ist eben so und damit lebe ich jetzt". ich denke, da kann man selbst garnichts "fuer" wie man ist, das ist veranlagung.
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Offline Joerg Moeller

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...ich neige nicht zu depressionen, aber vielleicht auch, weil ich meistens glueck im leben hatte und sehr viel rueckhalt habe.


Ich denke das kann einen aber auch nicht vor einer Depression bewahren; eher vor depressiven Verstimmungen (aber auch da nicht immer).

Depressionen haben ja nichts mit den äußeren Rahmenbedingungen zu tun, sondern sind eher der Ausdruck eines biochemischen Ungleichgewichts. Und da halte ich es für nachvollziehbar, daß wir Diabetiker davon häufiger betroffen sind, weil in uns in der Beziehung ja eh schon etwas chronisch unrund läuft.

Ich hab diese News auch ganz abschtlich mal hier reingenommen, weil das meiner Meinung nach immer noch allzuoft falsch verstanden oder gar stigmatisiert wird.
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Offline sonrisa

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Ob man Depressionen bekommt oder nicht hängt von vielen Faktoren ab. Da ist z.B. die genetische Veranlagung (ich hab mal bei einem Forschungsprojekt mitgemacht, weil meine Schwester auch Depressionen hat und meine Mutter wahrscheinlich auch welche hatte), die Lebensituation und nicht zuletzt das "Urvertrauen" was man als Kind erlernt.

Ich glaub, meine Familie ist ein sehr gutes Beispiel. Nach außen hin perfekt und glücklich  ;D. Mutter: Hausfrau, 3 Kinder. Mein Bruder (der Älteste) ist völlig gesund (physisch und psychisch), ich (die Mittlere), bekam mit 14 Diabetes, wollte weiterhin perfekt sein und tat so, als wenn nichts ist, bekam dann später Depressionen, jetzt geht es mir wieder sehr gut   :ja:. Meine Schwester (8 Jahre jünger als ich), physisch immer etwas anfällig, ist psychisch sehr krank, hat eine Persönlichkeitsstörung und Depressionen.
Bei uns ist also alles dabei.  ;D
LG Hella


Offline Joerg Moeller

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Na ich denke mal bei dir ist das Stichwort "Nach außen hin..."
Gerade Persönlichkeitsstörungen fallen ja nicht so einfach vom Himmel.
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