Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich

Folgeerkrankungen durch Insulin?

<< < (3/6) > >>

Angela:

--- Zitat von: monikawp am August 21, 2006, 13:05 ---Ob ihr es glauben wollt oder nicht, es gibt tatsächlich Diab., die tatsächlich so behandelt werden.
Ein Herr aus meiner Selbsthilfegruppe, so ist es mir bekannt, nimmt 3x tägl. 2x Metformin ein und zur Nacht spritzt er sich 20 i.E. Insulin (weiß nur nicht welches). Sein HbAc-Wert scheint wohl nicht der Beste zu sein und er wird ständig von der Leiterin dieser Gruppe gefragt, warum er nicht ganz auf Spritzen umstellen würde. Da zuckt er immer nur mit den Achseln und erzählt uns, dass seine Ärzte mit seinen Werten wohl einverstanden wären. (Ich selbst würde da wahrscheinlich auf die Barrikaden gehen, wenn mir mein Arzt so etwas erzählen würde)
--- Ende Zitat ---
:gruebeln: Bist du sicher ob der die Wahrheit sagt?
Martin kennt in seinem Ort jemanden der ihm auch immer erzählt, er hat so gute Werte. Er hat Durchschnittswerte von 160 und sein Arzt ist sehr zufrieden mit ihm. Martin weiß aber das er in die selbe Diabetesambulanz geht wie er und da können wir uns absolut nicht vorstellen das die mit sowas zufrieden sind. Das ist eine sehr gute Diabetesambulanz. Also der redet sich da sicher was ein, oder geht gar nicht hin. Ich hab zu Martin gesagt, warum er da nicht weiter gefragt hat? Wollte er nicht.
Kann es sein, das dieser Herr euch auch irgendwas erzählt, was nicht stimmt?

Duff Rose:

--- Zitat von: monikawp am August 21, 2006, 13:05 ---Da habe ich mir die Frage gestellt, kann man auch Spätfolgen bekommen, wenn der HbAC-Wert, sowie bei mir 5,5 bzw. 5,6 liegt.
Ein sehr kompetenter Diab.-1er sprach immer davon, dass man auch auf sog. hohe Spitzen (einmalige hohe BZ-Werte) achten sollte, denn das müsse die Niere irgendwie ausgleichen. Dadurch können die Nieren auch Schaden nehmen. Diesesn Zusammenhang habe ich nicht so ganz richtig verstanden.
Vielleicht ist hier jemand drunter, der es mir erklären kann.

--- Ende Zitat ---

Also laut meinen Infos schaden hohe Langzeitzuckerwerte eher den kleinen Blutgefäßen. Kurze Spitzenwerte sind schlecht für alles, aber sollen den kleinen Blutgefässen nicht soo viel Schaden, sondern eher den großen. Ich glaube ich habe das in dem Buch "Gut leben mit Typ 1-Diabetes" gelesen. Außerdem steht darin, daß 40% aller Typ-1 Diabetiker die Veranlagung zu der Nierenerkrankung besitzen. Hat man ungefähr nach 20 Daibetesjahren noch keine Nierenschäden, sollte man sie bei guter Stoffwechselführung auch nicht mehr bekommen, jedenfalls nicht durch Diabetes.
   

Joerg Moeller:

--- Zitat von: monikawp am August 21, 2006, 13:05 ---Da habe ich mir die Frage gestellt, kann man auch Spätfolgen bekommen, wenn der HbAC-Wert, sowie bei mir 5,5 bzw. 5,6 liegt.
--- Ende Zitat ---

Ja, kann man. Und man kann auch einen 1c von 7 haben und trotzdem keine Spätschäden bekommen. Hört sich vielleicht unlogisch an, beruht aber auf der Tatsache, daß die Gefäßschäden durch hohe BZs nur Teil des Problems sind. Genetische Veranlagung gehört auch mit dazu.
Und es wird niemand ernsthaft sagen "Wenn Sie mit ihrem BZ schön im Normbereich liegen bekommen sie garantiert keine Spätschäden". Es wird immer gesagt - alles andere wäre auch unseriös - daß das Risiko Spätschäden zu bekommen mit einem nomnahen 1c deutlich geringer ist.


--- Zitat ---Ein sehr kompetenter Diab.-1er sprach immer davon, dass man auch auf sog. hohe Spitzen (einmalige hohe BZ-Werte) achten sollte, denn das müsse die Niere irgendwie ausgleichen. Dadurch können die Nieren auch Schaden nehmen. Diesesn Zusammenhang habe ich nicht so ganz richtig verstanden.
--- Ende Zitat ---

Google mal nach dem Stichwort "Glukotoxizität". Das sind biochemische Prozeße von verschiedenen Faktoren, an deren Ende Entzündungsreaktionen in den Gefäßwänden stehen. Dazu wurde vor kurzem noch der Begriff "Kardio-Diabetes" geprägt, bzw. der wird jetzt immer weiter verbreitet. Diabetes begrenzt sich eben nicht auf die Faktoren Insulin und Glucose. Da spielen schon eine ganze Menge verschiedener Stoffe wichtige Rollen.


--- Zitat ---So hat die Leiterin von dieser Selbsthilfegruppe erzählt, dass die Gruppe vor Jahren mal eine Dialyse-Station besucht hat und mindestens 80% der anwesenden Dialyse-Patienten wären Diabetiker gewesen. Mir ist es aber auch bekannt, dass mindestenst 60 % der Dialyse-Patienten Diabetiker sind.
--- Ende Zitat ---

Ja, kann ich bestätigen. Ich kenne die offiziellen Zahlen und ich hab selber mal auf der Dialyse gearbeitet.


--- Zitat ---Ich denke, es kann nie schaden, dieses Elend auf so einer Station zu sehen und für sich als Warnung zu sehen.
--- Ende Zitat ---

Du kannst das auch mal für dich selber ausprobieren. Such dir mal im Web Ernährungspläne für Dialysepatienten raus und versuch mal deine Trinkmenge streng einzugrenzen. Egal wieviel Durst du hast: du darfst nicht mehr trinken. Du kannst dann bestenfalls den Mund ausspülen (aber nicht runterschlucken!) oder Eiswürfel lutschen.
Hast du zuviel getrunken muß das bei der nächsten Dialyse wieder rausgeholt werden. Die dauert dann länger und/oder dein Kreislauf schmiert ab. Nicht fein, sowas...


--- Zitat ---Ein Herr aus meiner Selbsthilfegruppe, so ist es mir bekannt, nimmt 3x tägl. 2x Metformin ein und zur Nacht spritzt er sich 20 i.E. Insulin (weiß nur nicht welches). Sein HbAc-Wert scheint wohl nicht der Beste zu sein und er wird ständig von der Leiterin dieser Gruppe gefragt, warum er nicht ganz auf Spritzen umstellen würde. Da zuckt er immer nur mit den Achseln und erzählt uns, dass seine Ärzte mit seinen Werten wohl einverstanden wären.
--- Ende Zitat ---

Klar, immer sind die anderen schuld, iss scho recht...
Glaub von solchen Erzählungen nie mehr als die Hälfte. Das ist meist immer noch reichlich.

Angela:

--- Zitat von: monikawp am August 21, 2006, 13:05 ---Ich denke, es kann nie schaden, dieses Elend auf so einer Station zu sehen und für sich als Warnung zu sehen.

--- Ende Zitat ---
Also mir ist das so ergangen. Ich war in einem KH in Wien - eines der Grauslkichsten - und da hab ich alte Leute gesehen mit Spätfolgen. Das vergißt man nicht.  :nein: Und ich möchte nie so enden. Das waren alles alte Leute mit allen Möglichen hässlichen Stellen an den Füßen. Und deswegen bin ich auch extrem Vorsichtig.

LordBritish:

--- Zitat von: Angela am August 22, 2006, 08:00 ---Das waren alles alte Leute mit allen Möglichen hässlichen Stellen an den Füßen. Und deswegen bin ich auch extrem Vorsichtig.

--- Ende Zitat ---

Ich habe da schonmal bei einem Aufenthalt im KH vor zig Jahren Fotos gesehen, das waren Fotos  :kreisch:
Die haben mich nur noch weiter motiviert... aber Raucherlungen sehen auch nicht gerade toll aus,
die habe ich mal in München auf der Körperweltenausstellung gesehen.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln
Powered by SMFPacks Likes Pro Mod