Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Folgeerkrankungen durch Insulin?
Duff Rose:
Moin,
mein Onkel ist schon sehr lange Dialysepatient, hat aber kein Diabetes. Natürlich spricht man bei der wöchentlichen Blutwäsche oft mit anderen Patienten, wo wie er sagt sehr viele Diabetiker dabei sind. Jetzt habe ich mich mit ihm mal so ein bißchen unterhalten, und er sagt, daß so manch einer die Nierenerkrankung durch häufiges Spritzen erhalten haben soll. Sagen die Betroffenen Patienten jedenfalls. Drauf kamen wir, weil mein Onkel mich fragte, ob ich nicht beim Geburtstagskuchen etwas halblang mache, worauf ich antwortete: "Keineswegs, ich spritze den Kuchen ganz normal mit meinen Faktoren ab. :mahl:" Der betroffene Patient, mit dem mein Onkel sprach isst auch wenig KH`s, um eben weniger spritzen zu müssen.
Jetzt meine Frage: Schadet häufigeres Spritzen dem Körper? Ich meine, ich esse gerne mal 10 oder 12 BE Nudeln auf einen Schlag, da kommen dann auch ein paar IE zusammen. Sollte man da etwas aufpassen? Was meint ihr?
Ach so, was für ein Insulin der Patient spritzt oder gespritzt hat weiß ich nicht. :nein:
Adrian:
Hm, also ich glaube, dass eher Verzuckerungen der Niere zu Schäden führen, als Insulin.
Ein Gesunder hat ja auch Insulin.
Dass Insulin an den Einstichstellen zu Veränderungen führt, ok - da ist ja auch die Konzentration höher.
Dies gilt zumindest für Typ1 Diabetiker und für viele Typ2. Mach Dir also keine Sorgen über höhere Insulindosen.
LG|Adrian
moewe:
Also ich kenne nur den Fall, daß die Gefäßschädigungen der kleinen Gefäße der Niere (und der Augen) durch permanent hohe Werte hervorgerufen werden. Also die Leute mit hohen HBa1C-Werten sind da gefährdet.
Daß sowas durch Insulin spritzen kommen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Eventuell kann man die Gefäße auch kaputt machen, wenn man von einem dauerhaft hohen HBa1C mit einem Schlag auf einen niedrigen runtergepeitscht wird. Darum wird ja hier überall empfohlen, einen hohen HBa1C schrittweise zu senken und dabei Augen und Nieren ständig untersuchen zu lassen. Das wäre dann aber nicht eine Folge von zuviel Insulin, sondern von einer zu niedrigen Einstellung.
Früher (als wir noch die netten Glaskolbenspritzen hatten ;D ) sind öfter mal beim Testen neuer Insulinsorten bei den Versuchspersonen Nebenwirkungen aufgetreten. Das ist aber schon mindestens 20 Jahre her und gibts heute nicht mehr. Darum ist ja das Zulassungsverfahren in Deutschland so kompliziert und langwierig.
LG Ulrike
Schnurble:
Ich vermute mal, die waren DM2er und wurden vom HA nach Schema F behandelt:
Diät und Bewegung - Tabletten - mehr Tabletten - Tablettenhöchstdosis - Insulin, wenn der BZ trotzdem nicht mehr runtergeht
Bis es soweit ist, zu spritzen, ist meist viel Zeit vergangen, der Zucker lange hoch gewesen, und die Nieren haben Schaden genommen. Und dann trifft es zeitlich zusammen, dass der Patient spritzt, und die Nieren die weisse Flagge hissen -> Schlussfolgerung des Patienten: Das muss doch zusammen hängen.
LG,
Anja
Andi:
Hi Anja
--- Zitat von: Schnurble am August 16, 2006, 16:29 ---Ich vermute mal, die waren DM2er und wurden vom HA nach Schema F behandelt:
Diät und Bewegung - Tabletten - mehr Tabletten - Tablettenhöchstdosis - Insulin, wenn der BZ trotzdem nicht mehr runtergeht
Bis es soweit ist, zu spritzen, ist meist viel Zeit vergangen, der Zucker lange hoch gewesen, und die Nieren haben Schaden genommen. Und dann trifft es zeitlich zusammen, dass der Patient spritzt, und die Nieren die weisse Flagge hissen -> Schlussfolgerung des Patienten: Das muss doch zusammen hängen.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, mir wird schlecht :o
Wer sich halbwegs informiert, kann doch nicht auf sooo eine Weise behandelt werden :kratz:
Gruß Andi
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