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Folgeerkrankungen durch Insulin?

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Adrian:

--- Zitat von: Andi am August 16, 2006, 16:54 ---Hi Anja


--- Zitat von: Schnurble am August 16, 2006, 16:29 ---Ich vermute mal, die waren DM2er und wurden vom HA nach Schema F behandelt:
Diät und Bewegung - Tabletten - mehr Tabletten - Tablettenhöchstdosis - Insulin, wenn der BZ trotzdem nicht mehr runtergeht

Bis es soweit ist, zu spritzen, ist meist viel Zeit vergangen, der Zucker lange hoch gewesen, und die Nieren haben Schaden genommen. Und dann trifft es zeitlich zusammen, dass der Patient spritzt, und die Nieren die weisse Flagge hissen -> Schlussfolgerung des Patienten: Das muss doch zusammen hängen.

--- Ende Zitat ---

Ich glaube, mir wird schlecht :o
Wer sich halbwegs informiert, kann doch nicht auf sooo eine Weise behandelt werden :kratz:


Gruß Andi

--- Ende Zitat ---

Hallo Andi,

ich kenne auch bei uns am Ort einen Arzt, der sowas zustandebringt. "Sie haben ja nur etwas Zucker..."
Und wiso sollte sich ein Patient informieren, etwas hoher Zucker tut nicht weh - und wenn der Doktor sagt das passt schon, wenn der HbA1c wieder einstellig ist.

LG|Adrian

Angela:
 :ja: Stimme den Anderen zu. Die Niere ist ja auch gefährdet wenn man immer zu hohe Werte hat. Sag mal deinem Onkel er soll diese Herren dann mal fragen wie so ihre durchschnittlichen BZ-Werte sind. Das das vom Insulin kommt ist eine gute Ausrede, stimmt aber sicher nicht.

Anke:

--- Zitat von: Duff Rose am August 16, 2006, 12:13 ---Moin,

mein Onkel ist schon sehr lange Dialysepatient, hat aber kein Diabetes. Natürlich spricht man bei der wöchentlichen Blutwäsche oft mit anderen Patienten, wo wie er sagt sehr viele Diabetiker dabei sind. Jetzt habe ich mich mit ihm mal so ein bißchen unterhalten, und er sagt, daß so manch einer die Nierenerkrankung durch häufiges Spritzen erhalten haben soll. Sagen die Betroffenen Patienten jedenfalls. Drauf kamen wir, weil mein Onkel mich fragte, ob ich nicht beim Geburtstagskuchen etwas halblang mache, worauf ich antwortete: "Keineswegs, ich spritze den Kuchen ganz normal mit meinen Faktoren ab. :mahl:" Der betroffene Patient, mit dem mein Onkel sprach isst auch wenig KH`s, um eben weniger spritzen zu müssen.

Jetzt meine Frage: Schadet häufigeres Spritzen dem Körper? Ich meine, ich esse gerne mal 10 oder 12 BE Nudeln auf einen Schlag, da kommen dann auch ein paar IE zusammen. Sollte man da etwas aufpassen? Was meint ihr?

Ach so, was für ein Insulin der Patient spritzt oder gespritzt hat weiß ich nicht.  :nein:

--- Ende Zitat ---


Hallo Duff Rose,

da haben die Patienten leider (!!) sicher etwas ganz falsch verstanden :-(
Zwar gibt es immer wieder den Fall, dass jemand ein Insulin nicht verträgt, so dass es zu Unverträglichkeitsreaktionen kommt -
das hat jedoch mit einer Nierenschädigung als Spätfolge eines Diabetes nichts (!) zu tun.
Diese Schädigung entsteht, wenn über lange Zeit in den sehr feinen und empfindlichen Blutgefäßen von der Niere Zuckerbausteine "abgeladen" werden und die Gefäßwände so weit schädigen, dass die Niere ihrer Aufgabe irgendwann nicht mehr nachkommen kann.
Dein Onkel kann eine gute Tat vollbringen, wenn er seine Mitpatienten darüber informiert (und zu einem dringenden Gesprächs-Besuch beim Diabetologen anregt...) - denn mit dieser Haltung spritzt sich der ein oder andere sicherlich weiterhin viel seltener und/oder weniger Insulin als nötig und treibt damit auch seine anderen Spätfolgen voran :-(

herzliche Grüße Anke

Duff Rose:
Hallo alle,

vielen Dank schon einmal für die Antworten. Also ich denke ja auch so wie ihr. Nur wenn einem sowas erzählt wird tut man auch immer so ein paar % davon glauben.  ;)
Für mich hat sich im Nachhinein nur der Verdacht aufgestellt, dass Insulin in diesem Fall die Nieren schädigen könnte, weil es ein Eiweiß ist. Und Eiweiß belastet ja immer in irgendeiner Form die Niere. Desahlb habe ich mich etwas verrückt gemacht.  :-\

Ach so, wenn ich meinen Onkel das nächste Mal sehe, werde ich ihm die Wahrheit lehren!  :ja:
Gruß
David

monikawp:
Hallo

Dieses Thema habe ich bei Euch mit viel Aufmerksamkeit gelesen und studiert.
Denn, ich habe mich einer hiesigen Selbsthilfegruppe angeschlossen und da kam das Thema bei der letzten Sitzung auch über Spätfolgen bzw. Nierenschädigungen etc. Da habe ich mir die Frage gestellt, kann man auch Spätfolgen bekommen, wenn der HbAC-Wert, sowie bei mir 5,5 bzw. 5,6 liegt.
Ein sehr kompetenter Diab.-1er sprach immer davon, dass man auch auf sog. hohe Spitzen (einmalige hohe BZ-Werte) achten sollte, denn das müsse die Niere irgendwie ausgleichen. Dadurch können die Nieren auch Schaden nehmen. Diesesn Zusammenhang habe ich nicht so ganz richtig verstanden.
Vielleicht ist hier jemand drunter, der es mir erklären kann.
Bei der nächsten Diab.-Selbsthilfegruppesitzung wird ein Nephrothologe da sein und uns über die Niere und alles was damit zu tun hat, erzählen u.v.m. Da bin sehr gespannt, was er uns zu erzählen hat.
So hat die Leiterin von dieser Selbsthilfegruppe erzählt, dass die Gruppe vor Jahren mal eine Dialyse-Station besucht hat und mindestens 80% der anwesenden Dialyse-Patienten wären Diabetiker gewesen. Mir ist es aber auch bekannt, dass mindestenst 60 % der Dialyse-Patienten Diabetiker sind. Eine solche Aktion möchte die Sellbsthilfegruppe nächstes Jahr wieder starten und ich werde auf jeden Fall dabei sein.
Ich denke, es kann nie schaden, dieses Elend auf so einer Station zu sehen und für sich als Warnung zu sehen.


--- Zitat ---Ich vermute mal, die waren DM2er und wurden vom HA nach Schema F behandelt:
Diät und Bewegung - Tabletten - mehr Tabletten - Tablettenhöchstdosis - Insulin, wenn der BZ trotzdem nicht mehr runtergeht
Ich glaube, mir wird schlecht
Wer sich halbwegs informiert, kann doch nicht auf sooo eine Weise behandelt werden
--- Ende Zitat ---


Ob ihr es glauben wollt oder nicht, es gibt tatsächlich Diab., die tatsächlich so behandelt werden.
Ein Herr aus meiner Selbsthilfegruppe, so ist es mir bekannt, nimmt 3x tägl. 2x Metformin ein und zur Nacht spritzt er sich 20 i.E. Insulin (weiß nur nicht welches). Sein HbAc-Wert scheint wohl nicht der Beste zu sein und er wird ständig von der Leiterin dieser Gruppe gefragt, warum er nicht ganz auf Spritzen umstellen würde. Da zuckt er immer nur mit den Achseln und erzählt uns, dass seine Ärzte mit seinen Werten wohl einverstanden wären. (Ich selbst würde da wahrscheinlich auf die Barrikaden gehen, wenn mir mein Arzt so etwas erzählen würde)
Das kann ich dann aber auch nicht ganz nachhalten, dass Ärzte dann so schludrig mit den Patienten umgehen. Andererseits kann man da nicht als Patient auch tätig werden und den Ärzten mal auf die Füße treten?

Monika

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