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Semaglutid: Hohe Wirksamkeit bei Diabetes und Übergewicht


Offline Gyuri

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Hmmmm  :kratz:
Von der Ankündigung her
Zitat
(…) Semaglutid (Ozempic) ist ein neuer, einmal wöchentlich zu injizierender GLP-1 Rezeptoragonist (…)
erinnert mich das irgendwie an Trulicity. Das wirkt aber mit seiner wöchentlichen Injektion auch nicht immer so Bilderbuchmäßig wie angekündigt.

Ich wäre da schon vorsichtig und wollte nicht bei den ersten Testern sein.
Gruß vom Gyuri

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
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Offline Renato

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Neue Antidiabetika: Die Reise geht weiter 

https://www.d-journal.ch/diabetes-aktuell/neue-antidiabetika-die-reise-geht-weiter/

Eine ganz neue Substanzklasse sind die sogenannten Oxyntomoduline
Eine erste grössere Studie mit einem oralen Insulin
Mit grundsätzlich neuen Möglichkeiten ist ein Implantat von Exenatid

n.B. hoffentlich werden damit die Ärzte nicht überfordert.  :patsch:
Grüsse Renato


Offline Gyuri

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 :kratz: Jetzt frage ich mich, ob hier nicht doch ein passenderer Titel gefunden werden sollte.

In dem zuletzt gezeigten Link, in dem es um Dinge geht, die hier schon mehrfach diskutiert wurden, fand ich auch noch diesen Beitrag:
…Blutzucker Selbstkontrolle…
der mindestens genauso interessant sein könnte und dazu noch nicht einmal so "futoristisch" klingt.  :zwinker:
Gruß vom Gyuri

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(Karl Valentin)


Offline Kladie

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Hallo Renato,

die Infos aus dem d-journal lesen sich ausgesprochen schön.

Allerdings frage ich mich, warum nicht mit gleichem Eifer danach geforscht wird warum das körpereigene Insulin beim T2 nicht richtig wirkt. Keine einzige Substanz setzt an diesem Punkt an. Immer wieder werden nur einzelne spezielle Stoffwechselvorgänge manipuliert! Immer nur an den Symptomen herumdoktern bringt keine wirkliche Verbesserung.

Solange kein Medikament an den Ursachen des T2 (Resistenz) ansetzt, so lange bleibe ich bei meinem Insulin, das bei richtiger Dosierung die wenigsten Nebenwirkungen hat und am längsten im praktischen Einsatz ist.


Offline Joerg Moeller

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Allerdings frage ich mich, warum nicht mit gleichem Eifer danach geforscht wird warum das körpereigene Insulin beim T2 nicht richtig wirkt. Keine einzige Substanz setzt an diesem Punkt an.

Das ist so nicht ganz richtig: https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/medikamente/glitazone.html

Insbesondere bei der genetischen Komponente wird es aber schwierig bis riskant. Ich würde auf Medis, die meine Gene modifizieren wohl eher verzichten, solange da keine ausreichenden Langzeiterfahrungen vorliegen.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Kladie

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Hallo Joerg,

Dein Einwand ist vielleicht berechtigt, doch ich meinte wohl etwas anderes.

Die Glitazone erhöhen die Sensitivität des Insulins aber beseitigen nicht die Resistenz. Es ist auch in diesem Fall nur eine Kompensation der Auswirkungen wie es auch andere orale Antidiabetika tun. Diese Glitazone setzen allerdings an den Zellen an im Gegensatz zu den anderen OADs. Die Nebenwirkungen sind aber recht heftig und aus diesem Grund nicht für jedermann geeignet.
Die Glitazone gibt es schon lange. Auch ich habe Actos (ca. im Jahr 2004) ausprobiert und sie haben bei mir wesentlich weniger gewirkt als körperliche Bewegung und nun Insulin. Allerdings habe ich jetzt gelernt, das es recht lange dauert (mehrere Monate) bis sich die Wirkung voll einstellt und ich habe sie wohl etwas zu schnell abgesetzt. https://www.dr-gumpert.de/html/glitazone.html

Gibt es eine Definition was Resistenz eigentlich ist? Die Beschreibung "schlechte Insulinwirkung" allein ist nichtssagend bzw. nur ein Oberbegriff, da es mehrere Möglichkeiten gibt, dass das Insulin schlecht wirkt. Es kann an den Zellen liegen, an Hormonen, am Insulin selbst (betazellen), an Kombinationen aus diesen Dingen oder an sonst was.

Das soll heißen mir reicht es nicht den Oberbegriff erklärt zu kriegen sondern ich möchte das spezielle Problem warum Insulin nicht die notwendige Wirkung zeigt um den BZ zu normalisieren erklärt bekommen. Darauf basierende Medikamente würde ich dann auch noch mal ausprobieren wollen. Genetik allein kann es meiner Meinung nach ja auch nicht sein, da Diabetes T2 ja durch ungesunden Lebenswandel/Übergewicht usw. forciert werden kann.


Offline Joerg Moeller

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Hallo Kladie,

im Grunde genommen gibt es mehrere Arten von Resistenzen:
- die genetisch bedingte Grundresistenz, die bewirkt dass es weniger Insulinrezeptoren gibt
- die physiologische Resistenz, bei der weniger Rezeptoren in der Membran sitzen, weil sie noch in der Zelle sitzen (Down-Regulation)
- die antagonistische Resistenz, bei der Insulinantagonisten den Rezeptor blockieren.

Glitazone beseitigen in der Tat nicht die Resistenz, sondern deren Auswirkung, indem sie - wie nach dem Sport - dafür sorgen, dass mehr Glukosetransporter in die Zellmambran eníngeschleust werden.
Bei den Nebenwirkungen bin ich ganz bei dir, deswegen habe ich seinerzeit auch angelehnt Glitazone zu versuchen.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Tarabas

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Welche Form der Resistenz ist denn nun die, die bei T2ern als Grunderkrankung zum Tragen kommt?
Typ 2 - Janumet 50/1000 - fiasp und Levemir - Freestyle Libre


Offline Kladie

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Hallo Joerg,

deine Aufzählung der Resistenzen ist vielleicht noch nicht einmal komplett. (Es gibt z. B. mehr als ca. 10 Gene, die für einen Diabetes von Relevanz sind) Es ist aber auch nur eine Liste die keine Aussage macht welches Medikament gegen welche Resistenz angewendet wird bzw. werden kann. Zusätzlich kann es sich ja auch um Kombinationen der einzelnen Resitenzarten handeln und immer wird alles in einen Topf geworfen.

Um also gezielt OADs anzuwenden ist erst mal notwenig, zu erkennen welches Problem vorliegt. Nur "schlechte Insulinwirkung" reicht meiner Meinung nach nicht aus. Aus diesem Grund bin ich gegen Tabletten, die nicht gezielt wirken und vielleicht Schäden verursachen, die ebenso unerwünscht sind wie Diabetes selbst.

Zitat
orginal Tarabas:
Welche Form der Resistenz ist denn nun die, die bei T2ern als Grunderkrankung zum Tragen kommt?
Wer versucht diese Frage einem Mediziner zu stellen, wird schnell merken wie wenig er/sie von den Ursachen eines "typischen" T2 kennen - sofern es den überhaupt gibt. Deshalb wird oft die Methode "try and error" angewendet. Wenn nichts richtig hilft gibt es Insulin.