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Libre: fehlerhafte Werte - ab wann erfolgreich reklamieren?

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Tarabas:

--- Zitat von: Duff Rose am Juli 04, 2017, 21:46 ---Ich muss dazu erwähnen, dass die Sensoren bei mir im Großteil funktionieren und ich das System gerne behalte. Jedoch ist die Ausfallquote meines Erachtens allgemein noch zu hoch.

--- Ende Zitat ---

yep, Abbott hat ein wirklich geniales System. Aber sie sollten dringend aktuell an ihrem Qualitätsmanagment arbeiten. Oder doch mal von dem hohen Roß "wir kalibrieren nicht" runter und optional das per Scanner anbieten. Und gleich 10 Streifen pro Sensor beilegen.

Dann könnten sie vielleicht auch endlich den Werten soweit vertrauen, daß sie den Bolusrechner für Scan-Werte freigeben. Und bei der Gelegenheit auch gleich den Fehler im Bolusrechner beheben.  :mauer:

LordBritish:
Ich habe ganz unterschiedliche Erfahrungen mit dem Libre, mal gute Werkskalibrierung und mal sehr abweichende Werte.
Aber auch mit einer guten Kalibrierungen, geringe Abweichung gegenüber einer Labormessung.

Mit Kalibrierung (Dexcom G4) durch BZ-Messungen meine ich das es besser klappt,
zumindest darf der Doc dann auch BZ-Streifen aufschreiben (mind. 2 Messungen am Tag).

Jetzt gibt es ja ein CGMS System von Roche, das hält bis zu 90 Tage.
Ist nur die Frage wie gut oder schlecht ist es, wenn der Sensor so lange liegt.
Ich meine damit nicht die Abweichung sondern die Folgen für die Haut und Gefäße.

Viele Grüße
Markus

Gyuri:

--- Zitat von: Tarabas am Juli 09, 2017, 02:38 ---(…) Oder doch mal von dem hohen Roß "wir kalibrieren nicht" runter und optional das per Scanner anbieten. (…)

--- Ende Zitat ---
Das ist ,mit Verlaub, ganz großer Quatsch.
Ganz sicher wird das Libre bei Abott kalibriert, justiert, grenzwertiges ausgesondert und vor allem eine laufende Überwachung sichergestellt, damit das komplette Messsystem innerhalb der Spezifikationen bleibt. Der Anwender ist in der Regel überhaupt nicht in der Lage die "Genauigkeit" beurteilen zu können. Das was ihr so als kalibrieren bezeichnet ist etwas ganz anderes.

So wird bei blutigen Messsystemen gern mit Kontrollflüssigkeiten gespielt. Diese sagen über die Qualität der Teststreifen (Sensoren) überhaupt nichts aus, sondern können bestenfalls sicherstellen, dass die Anzeigeeinheit noch irgendwas macht. Übertragen auf das Libresystem könnte im Anzeigegerät eine Routine sicherstellen, dass die Messwerte noch plausibel sind - mehr nicht. Das wiederum kann der Anwender meist selbst feststellen und dann funktioniert der Austausch der Komponenten in aller Regel reibungslos.
Das Kalibrieren der Sensoren kann nur im Fertigungslos beim Hersteller funktionieren.

Und dann (zum 1000sten mal):
Ein Vergleich von Blutzucker mit den gescannten Glukosewerten ist zwar möglich, hat aber für eine KALIBRIERUNG überhaupt keine Aussagekraft. Beide Systeme unterliegen einer eigenen Bandbreite möglicher Abweichungen, die sich niemals decken können. Je nachdem welche (verschiedenen) Störgrößen einwirken, kommen ganz verschiedene und nie vorhersagbare Unterschiede raus.

Macht euch doch endlich mal davon frei, ihr könntet die Zuverlässigkeit von … egal was ohne geeignete Prüfmittel und Prüfverfahren beurteilen. Der Hersteller, der etwas mehr Ahnung hat, weiß das auch und muss das selbst sicherstellen.

Hobbit:
Lies dich doch bitte erstmal ein, warum man (ein CGMS) kalibriert. Da geht es nicht um "es soll an die Fehler des BZ-Messgeräts angepasst werden", sondern um "der Sensor muss sich auf sein Umfeld eingestellt und Rohwerte müssen interpretiert werden". Viele sind der Auffassung, dass die Abbott-Software nicht so gut sein kann, dass jeder sofort komplett aussagekräftige Werte erhält.

Gyuri:
Warum man überhaupt kalibriert weiß ich aus meiner Zeit als Laborleiter eines DKD-Labors ganz genau.

Hier in diesem Fall geht es aber nur ums Libre und deren (zertifizierte) Hersteller sind der Überzeugung, dass eine Kalibrierung durch unsachkundige Anwender keinen Sinn macht und deren Konzept der innerbetrieblichen Überwachung mehr bringt, (…und jetzt kommt meine Meinung) als ein Vergleichen von Äpfel und Birnen mit der Vorgabe, dass  die Birne (die im Grund weniger zuverlässig ist) als Referenz dienen soll. Wenn das andere Systeme so handhaben müssen, kann es nur bedeuten, dass die keine Ahnung haben und/oder dem System wirklich weniger Zuverlässigkeit zuzutrauen ist als der sonst viel fehlerbehafteren blutigen Messung.

Nicht jeder glaubt dem Gyuri mehr als man im Internet lesen kann.  :zwinker:
Bei Abbott ist zu lesen:


Und wer jetzt hier glaubt, die Werkskalibrierung kritisieren und anzweifeln zu müssen, der sucht sich ein "Error-Gird-Analyse"Diagramm wie ich es hier schon mal irgendwo vorgestellt hatte, jetzt aber nicht mehr finden kann. Dann schaut man wo man mit seinem "Vergleichsverfahren" Abweichungen zu so einem Error-Grid findet. Ist man sich sicher mit seinen Teststreifen eine Laborreferenz sicherstellen zu können, kann man sich ja vertrauensvoll an die QS bei Abott wenden und denen was vorheulen.

Aber bitte schreibt dann auch hier, was die euch erzählen.  :baeh:

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