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zusätzliche Auswertung : Verlauf errechneter HbA1c

Offline Renato

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Für mich wäre eine zusätzliche Auswertung über den Verlauf des HbA1c Wertes sehr informativ.

Grüsse Renato


Offline Gyuri

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Entschuldigt bitte, dass ich hier jetzt mitquatsche obwohl ich keine Ahnung von SiDiary habe.  :pfeif:

Da das HbA1c messtechnisch bekanntlich etwas ganz anderes ist als der BZ, würde über die BZ-Werte niemals SICHER ein verlässlicher Langzeitwert herauskommen.
Ich verfolge mit einem "gleitenden" Tagesmittelwert der jeweils letzten 2 bis drei Wochen in etwa den gleichen Trend  und kann so vom mittleren BZ-Wert auch genauso gut oder schlecht mein aktuelles HbA1c abschätzen. Genauer wird es so oder so nie gehen.
Sollte aus SiDary also ein mittlerer BZ der letzten Zeit gelesen werden können, wäre vielleicht damit schon geholfen.  :gruebeln:
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
Dann kam einer, der wusste das nicht,
und hat's einfach gemacht. :ja:


Offline Joerg Moeller

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Für mich wäre eine zusätzliche Auswertung über den Verlauf des HbA1c Wertes sehr informativ.

Das kannst du ja machen. Dazu gibt es im Bereich "Drucken" die Vorlage 'Labordatenverlauf'. Einfach den Zeitraum, der ausgewertet werden soll einstellen, dann z.B. auf Vorschau klicken, unter den Laborwerten das HbA1c auswählen, das Auswahlfenster wieder schließen und du bekommst eine Ausgabe wie im angehängten Bild.

Natürlich nur, wenn du auch deine HbA1c-Werte in die Labordaten eingegeben hast.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Tarabas

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Natürlich nur, wenn du auch deine HbA1c-Werte in die Labordaten eingegeben hast.

Viele Grüße,
Jörg

Ich glaube, da liegt das Problem  ;D Es geht ihm (und ich finde das auch spannend) um den Verlauf der errechneten 1c's. Wenn man das als "virtuelle" Labordaten auswählen könnte ...
Typ 2 - Janumet 50/1000 - fiasp und Levemir - Freestyle Libre


Offline Renato

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Lieber Joerg

Ich spreche ja nicht von Laborwerten, die sind ja höchsten alle 3 Monate erfasst, denn der Laboruntersuch ist ja relativ kostspielig.
Bei der Blutzuckerauswertung steht rechts neben dem Mittelwert ein für die ausgewählten Zeitraum errechneter HbA1c Wert.
Möchte ich einen Trend ersehen, dann muss ich mir aus verschiedenen Zeiträumen diese Zahl grafisch darstellen und das könnte SiDiary relativ einfach auswerten.
Dass dieser HbA1c Wert nicht einem Laborwert entspricht ist mir klar, aber Trends kann man auch damit herauslesen.

Nur so nebenbei, laut http://www.faz.net/asv/50-plus-sicherheit-innovation-technik/blutzuckermessgeraete-neue-iso-norm-erhoeht-die-systemgenauigkeit-12988578.html dürfen Blutzuckermessgeräte 15% Abweichung haben (bis vor kurzem waren es noch 20%).
Das heisst, verwende ich zwei verschiedene Messgeräte, kann die Abweichung in Extremfällen bis plus/minus 30% betragen. Da sind mir Trends halt doch eine Hilfe.

Mit Grüssen aus der Schweiz

Grüsse Renato


Offline Tarabas

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naja, nicht ganz ...

Der Unterschied zwischen Gerät A und B kann dann 0 - 30% betragen. Aber zum echten Wert ist es immer noch 15%.

Wenn Dein BZ 100 ist, dann ist ein Meßwert von 85 oder 115 noch im Rahmen. Maximal kann also ein Gerät 85 und eines 115 anzeigen. Das wären 30 Differenz. Aber zum echten Wert sind es immer noch 15.

Aber das nur am Rande.  :ja:


[Korrektur: Verrechnet]
« Letzte Änderung: November 29, 2016, 12:08 von Tarabas »
Typ 2 - Janumet 50/1000 - fiasp und Levemir - Freestyle Libre


Offline Gyuri

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Das mit den ±15% (oder auch sonst ein Wert) ist immer so ne Sache und hat wieder mal was mit Statistik zu tun. Man darf nicht glauben, dass da wirklich ±15% Abweichung möglich ist.
Man geht da immer von einer Warscheinlichkeit von ca. 95,45% davon aus, dass die Abweichung nicht höher ausfällt. Mit den übrigen 4,55% (also sehr selten) müsste man - so man will - auch noch rechnen. Dann stellt sich die zulässige 15% Abweichung als eine 30% Abweichung mit einer Warscheinlichkeit von 99,994% dar.

Zum Thema der Umwertung von Blutzucker zum HbA1c kämen dann aber NICHT die Unsicherheiten der Labormessung hinzu ( also wie hier  ±30%). Labore messen viel genauer. Aber die Messunge des HbA1c ist etwas ganz anderes und kann so überhaupt nicht sicher umgerechnet werden.

So lasse ich den Rechenschritt der Umwertung bei mir einfach weg und betrachte meinen durchschnittlich gemessenen Blutzucker so, wie er sich über einen längeren Zeitraum verändert.

Bei mir (in meinem Management) sieht das dann in etwa so aus:


Die dicke schwarze Linie ist der gleitende Durchschnitt über die jeweils drei letzten Wochen. Zur Bewertung eines Trends ist das völlig ausreichend und entspräche auch einer Trendbewertung des HbA1c-Wertes.
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
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Offline Joerg Moeller

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Bei der Blutzuckerauswertung steht rechts neben dem Mittelwert ein für die ausgewählten Zeitraum errechneter HbA1c Wert.

Sorry, für den gibt es das nicht. Wird es auch nicht geben, weil das nur ein konstruierter Wert ist und den werden wir besser nicht aufwerten, indem er noch eine besondere Auswertung kriegt.

Du kannst diesen Parameter (der ja einfach nur ein umgerechneter Mittelwert ist) aber auch jetzt schon anders auswerten. Entweder in der Trendanalyse, bei der zwei gleich große Zeiträume miteinander verglichen werden, oder indem du in der Statistik als Verlaufsgrafik einen größeren Zeitraum nimmst (z.B. drei Monate)


Mit den Pfeilen nach rechts und nach links (neben den Datumsfeldern) kannst du dann drei Monate vor- oder zurückblättern.

Viele Grüße,
Jörg
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Hinerk

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Moin,

Die Werte meiner letzten 3 Wochen bewegen sich in einem relativ sehr ruhigen Fahrwasser, bedingt durch konsequente BZ abhängige SEA Anwendung und der Insulierung von präprandialen Ist Soll Differenzen zusätzlich zu den BE IE.

Jetzt zwei Verläufe.





Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Selbst, wohl für den Einen oder Anderen nicht vorstellbar, können "selbstgestrickte" Bolusrechner positiv unterstützend wirken.

Immer wieder werden Studien veröffentlicht in denen Werte die möglichst nicht überschritten werden sollten angegeben werden.

ich bin natürlich nicht in der Lage die Ergebnisse dieser Studien zu verifizieren, und muss daher versuchen damit zu leben, auch mit der Grundeinstellung ein Stunden  pp Werte unter 160 werden mir wahrscheinlich nicht schaden.

Mein Eindruck hier oder auch in anderen Foren ist, dass meine vielleicht etwas übervorsichtige Art belächelt wird.

Mein Diabetes ist für mich eine Herausforderung, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln (BZ Messungen und IE) eine Bestmögliche Stoffwechsel Lage zu erreichen, ohne Zuviel an Lebensqualität einbüßen zu müssen.

MlG

Hinerk
« Letzte Änderung: November 29, 2016, 22:43 von Hinerk »


Offline Gyuri

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Das mit dem Mittelwert ist da auch "so eine Sache…"
In Wiklichkeit kann man aufgrund des Mittelwertes der gemessenen Werte niemals so richtig auf das HbA1c des gleichen Zeitraumes schließen.  :dozent:

Wer es "genauer" wissen will: Es kommt schon darauf an zu welchen Ereignissen man die Messungen durchführte. Irgendwer hat kürzlich erzählt, man benötigt ca. 60% Nüchternwerte. (Das hätte der Arzt gemeint und ich glaube das auch, was aber eine längere Geschichte wäre.)

Aus Hinerks Diagramm kann man übrigens noch keinen Trend des Mittelwertes erkennen. Das geht nur, wenn man mindestens zwei aufeinander folgende Zeiträume vergleicht, besser aber noch mehrere kürzere Zeiträume, weil dann die Schwankungen der Mittelwerte nicht so sehr gefitert werden. Was ich nicht sicher erkennen kann, aber vermute: Die blaue Linie wird wohl dem Mittelwert entsprechen ( ??? ) Demnach setzt sich der Mittelwert von 125mg/dl aus Werten von anfänglich 115mg/dl bis schlussendlich 130mg/dl zusammen - eine Integralrechnung.
(aus der Grafik durch Auszählen der Pixel nur der Y-Achse ermittelt)

Achtung!
Mir geht es nicht darum, wie erfolgreich Hinerk seinen BZ im Griff hat. Es geht mir in diesem Thema nur um Ansätze vernünftige Werte zu errechnen um dem Labor-HbA1c etwas näher zu kommen … falls man so ein Ziel überhaupt verfolgen will. Ich selbst halte das für unnötig und grundsätzlich für zu ungenau.
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
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