Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
BE Insulin linearität
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Gyuri:
Auch nach meinem Verständnis hat Hinerk genau das zitiert, was ich meinte. Für den HbA1c-Verlauf meiner Frau gäbe es in der Tat nur die Erklärung, dass sie eine extreme Veränderung (gewaltige Unterzuckerung) hatte …
oder
das mindestens eines der Labore Mist gemessen hat.

Meine Frau hatte nur eine einzige harmlose Unterzuckerung in dem Zeitraum. Also bleibt der Verdacht von Fehlmessungen.
ABER wenn die Fachwelt sich von Haus aus nur auf das HbA1c konzentriert bleibt doch der Verdacht bestehen, dass alle sich viel zu leicht in die Irre führen lassen.

Ich orientiere mich nie am HbA1c! Ich vergleiche liebend gern Tagesprofile. Nur, weder im Krankenhaus noch auf Reha wurden aussagekräftige Tagesprofile erstellt. So bleibt mir nur die Erinnerung, wonach erst bei einem Nüchternzucker >200 mg/dl zögerlich mit Novorapid eingegriffen wurde, während unter meinen Fittichen >200 mg/dl die Ausnahme ist - und vor dem Essen schon gar nicht.
Ich habe kein anderes Vergleichsmaß als die wohl fehlerhaften Labormessungen um schlussendlich und zum Thema passend zu erklären, dass es bei meiner Frau (und auch allgemein) nicht zielführend ist, mit Linearität großartig zu rechnen oder auch nicht zu rechnen. Davor müssten alle Einflußgrößen auf Linearität überprüft werden und es müsste überlegt werden ob die nicht linearen Größen sich gegenseitig aufheben oder verstärken.
Oder einfach gesagt: Man kann sich auch zu Tode rechnen … und trotzdem zu keinem Ergebnis kommen.
Hinerk:

--- Zitat von: Gyuri am Mai 04, 2016, 21:56 ---
ABER wenn die Fachwelt sich von Haus aus nur auf das HbA1c konzentriert bleibt doch der Verdacht bestehen, dass alle sich viel zu leicht in die Irre führen lassen.


--- Ende Zitat ---

Lieber Gyuri,

wie recht Du doch hast!!!

Und wie auch Kladie schreibt er könne ein Lied singen von Zuständen in Kliniken usw. Ich bin sicher, dass unter und mit uns ein gewaltiger Chor aufbrausen würde getragen von unseren Erfahrungen in den angesprochenen Einrichtungen.

Aber gehen wir zurück in die Klinik oder auch Praxis Wirklichkeit der 1c ist der einzige Wert der relativ kostengünstig ermittelt werden kann, ich bin auch aus Gesprächen sicher, man weiß um die darin enthaltenen Imponderabilien aber solange kein vergleichbar kostengünstiger anderer dem 1c überlegener Wert ermittelt werden kann werden wir mit dem 1c leben müssen.

Einige oder auch viele von uns sind (GsD) in der Lage sich über den 1c hinaus Gedanken zu machen und entsprechend zu handeln.

MlG

Hinerk

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Gyuri am Mai 04, 2016, 21:56 ---ABER wenn die Fachwelt sich von Haus aus nur auf das HbA1c konzentriert bleibt doch der Verdacht bestehen, dass alle sich viel zu leicht in die Irre führen lassen.

Ich orientiere mich nie am HbA1c! Ich vergleiche liebend gern Tagesprofile.

--- Ende Zitat ---

Das kannst du ja auch machen. Immerhin musst du nur ein Profil auswerten und nicht 800-1000, wie die diabetologische Schwerpunktpraxis. Für die ist es einfacher sich am HbA1c zu orientieren.

Viele Grüße,
Jörg
Gyuri:
 :zwinker: Mein Diabetologe macht sich aber genau diese Arbeit bei seinen Patienten, die ihm solche Daten liefern … mit Diabass.
Und das HbA1c wird nur "formhalber" protokolliert. Vielleicht wird es von ihm sogar beachtet - aber sicherlich nur, wenn er sonst keine aussagekräftigen Daten zur Verfügung hat.
Joerg Moeller:
Der wird es aber auch nur stichpunktartig machen, bzw. wenn es ein Indiz gibt, mal genauer hinzuschauen.

Deine BZ-Messungen in allen Ehren, aber die geben auch nur den Stand für die Zeiten wieder, zu denen du gemessen hast. Nicht auch für die messfreien Zeitintervalle, so wie es ein HbA1c tut.
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