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Blutzuckermessgerät, Hexal (MWD), GlucoHexal II

Offline LordBritish

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Technische Daten lt. Hersteller

GlucoHEXAL® II
Farbe schwarz oder weiß
Blutmenge 0,5 µl
Messzeit 5 Sekunden
Testbereich 10 – 900 mg/dl bzw. 0,6 – 49,9 mmol/l
Display Hintergrundbeleuchtung
Akku
Akkulebensdauer Aufladbarer Lithium-Akku (3,7 V)
800 Messungen, bis zu 500 x wiederaufladbar
Codierung der Teststreifen Vollautomatisch (Erkennung durch das Gerät)
Teststreifen Einzelblister (50 Stück pro Packung)
Speicherkapazität 500 Messergebnisse mit Datum und Uhrzeit
Kalibrierung Plasmakalibriert
Akustisches Signal Bei Messstart und -ende
Datenauslese über den Computer Möglich mit Auswertungs-Software und Interfacekabel
Maße 124 x 27 x 15 mm

http://www.hexal.de


Bewertung

Optik: 2
Größe: 2-3
Handhabung: 3
Meßzeit: 1-2
Praxistauglichkeit: 3
Service: 2

Gesamturteil  :stern: :stern: :stern: :sternleer: :sternleer:


Bericht

Ich habe das Starterset des Gluco Hexal II in Schwarz  vorliegen.

Das GlucoHexal II ist das Nachfolgemodell des MWD Pen Sensors und wird von MWD hergestellt.

Es gibt zwei Verpackungstypen der Streifen, man hat die Wahl und kann für sich selber entscheiden, ob eine Blisterpackung oder eine Teststreifendose praktischer ist.

Die beiliegenden Teststreifen waren in einer Blisterverpackung aus Aluminium, was sehr praktisch ist, da diese nicht soviel Volumen benötigen wie eine Teststreifendose.

Die Blisterverpackung lässt sich nicht immer gut öffnen, es ist etwas gewöhnungsbedürftig den Teststreifen aus dieser Verpackung zu entnehmen.
Der Grund hierfür liegt darin das die Sollstelle zum öffnen der Verpackung so gelegen ist das der Streifen weiterhin voll in der Verpackung bleibt.
Das führt dazu das es sehr fummelig ist

Die Einführung des Streifens in das Messgerät ist gut und bietet gefühlsmäßig sicheren Kontakt.

Der Blutstropfen kann nur an einer Seite des Teststreifens zugeführt werden, diese ist mit einen halben Kreis und einer Hand mit Zeigefinger angedeutet.

Die Blutaufnahme des Teststreifens ist gut und die Blutmenge beträgt 0,5 µl, was zwar nicht der derzeitig geringsten Blutmenge entspricht, dennoch im normalen Bereich.

Die Maßeinheit des Messgerätes kann zwischen mg/dl und mmol/l umgestellt werden, was fast gar nicht mehr auf dem Markt zu finden ist.

Zum überprüfen des Messgerätes wird ein sog. Checkstrip mitgeliefert, der eine Funktionskontrolle erlaubt.
Weiterhin gibt es Kontrollflüssigkeiten zur Überprüfung der Messgenauigkeit

Das Messgerät ist im Vergleich zum Vorgänger spürbar schwerer.

Bei der Farbe des Messgerätes hat man z.Zt. die Wahl  zwischen zwei Farben Weiss oder Schwarz.

Mir liegt die Version in Schwarz vor, diese ist an der Seite mit einem silbernen Streifen verziert, optisch wirkt das Gerät dadurch etwas stylischer als der Vorgänger.

Zur Aufbewahrung des Messgerätes, nebst Stechhilfe, wird keine Tasche mitgeliefert.
Bei Aufbewahrung des Messgerätes in der Hemdtasche schaut das Gerät geringfügig heraus.

Das Gerät hat im Vergleich zum Vorgänger zwar eine Displaybeleuchtung, jedoch fehlt die Teststreifenbeleuchtung, die beim Vorgänger vorhanden war.
Somit fehlt immer noch eine der beiden wünschenswerten Funktionen.
Das Gerät ist in dunklen Umgebungen nicht brauchbar.

Die Lesbarkeit des Displays ist gut und die Stärke der Displaybeleuchtungsstärke reicht unter normalen Gebrauchsumständen aus.

Die Bedienung des Gerätes erfolgt über einen Wipptaster mit zwei Druckpunkten, der einen guten Druckpunkt hat und ist somit besser als die filigranen Druckknöpfe des Vorgängers sind.

Das Gerät verwendet keine Batterie mehr, sondern einen Akku und stellt lt. Hersteller eine Innovation da.
Ob ein Akku ein wirklicher Vorteil gegenüber einer Batterie ist wird sich mit der Zeit zeigen, da bisher noch kein BZ-Gerät einen Akku verwendet hat und mir zur Bewertung die Erfahrung fehlt.

Auf der einen Seite kann man den Aspekt sehen, geladen ist das Messgerät schnell, nur an eine Spezialbatterie komme ich zumindest am Wochenende nicht so schnell.
Anders gesehen kann es aber ein Nachteil sein, da Batterien nicht geladen werden müssen…

Der Akku lässt sich über das im Set mitgeliefertes Ladegerät oder an der USB-Schnittstelle des Rechners laden.
Nach Angabe im Handbuchs erscheint eine Vorwarnung „Akku-Ladezustand gering“, so das man das Gerät rechtzeitig wieder aufladen kann bevor keine Messung mehr möglich ist.

Wer auf mehr Sicherheit wert legt, kann als separates Zubehör einen weiteren Akku erwerben, im Starterset ist kein Zweitakku enthalten!
Eine Tasche für das Messgerät sucht man im Set vergebens.

Angabe im Handbuch zur Akkulebensdauer etwa 800 Messungen, bis zu 500x aufladbar.

Für EDV-Interessierte, die Ihre Werte gerne am PC auswerten, liegt dem Set eine Software „GlucoHexal Manager“ nebst USB-Kabel bei.
Es sieht so aus als man trotz passender Anschlußmöglichkeit mini USB-Buchse ein spezielles Interfacekabel erworben werden muss.
Mit dem normalen USB-Kable läßt sich nur der Akku laden.

Die Software in der aktuellen Version kann momentan kostenlos aus dem Internet geladen werden oder man installiert sie von der mitgelieferten CD.

Bei dem ersten Modell des Vorgänger (MWD Pensensor) benötigte man zum auslesen ein spezielles Interface MedWatch Dog, welches gleichzeitig die manuelle Protokollierung von Daten wie BE usw. erlaubte.
Aufgrund des kleineren speziellen Anschluss für das Messgerät am MWD und Messgerät kann man die Werte nicht mehr automatisch auslesen.
Eine manuelle Protokollierung der Werte ist natürlich weiterhin gegeben.

Bei der Software Gluco Hexal Manger ist eine Möglichkeit geboten die Daten mit der Online Version zu synchronisieren.
Bei der Online Version kann man weiteren Personen den Zugriff auf die Daten ermöglichen z.B. dem Arzt.

Das BZ-Gerät speichert die letzten 500 Messwerte und bietet somit genügend Speicherkapazität um auch eine Zeit lang keinen Import der Daten am PC durchzuführen.

Die beigelegte Stechhilfe erfüllt Ihren Zweck und hat eine zusätzliche Kappe zur Messung an alternativen Stellen.
Die Stechtiefe kann in den Stufen 1-9 eingestellt werden.

Als Fazit wäre zu sagen es gibt im Gegensatz zum Vorgänger Verbesserungen, jedoch ist das Gesamtpaket immer noch nicht stimmig.
« Letzte Änderung: Juli 16, 2009, 17:34 von LordBritish »


Offline Joerg Moeller

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Bei dem Kabel handelt es sich um ein normales USB-Verbindungskabel.
Hier ist ein klarer Vorteil zu sehen, da man keine speziellen teueren Interfacekabel o.ä. benötigt, falls man kein Set erwirbt.
Praktisch ist dieses auch, wenn man ohnehin schon ein entsprechendes Kabel für andere Geräte am PC verwendet.

Also ich konnte mein GH II jedenfalls nicht an mein Mini-USB-Kabel anschließen...
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Offline LordBritish

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Bei dem Kabel handelt es sich um ein normales USB-Verbindungskabel.
Hier ist ein klarer Vorteil zu sehen, da man keine speziellen teueren Interfacekabel o.ä. benötigt, falls man kein Set erwirbt.
Praktisch ist dieses auch, wenn man ohnehin schon ein entsprechendes Kabel für andere Geräte am PC verwendet.

Also ich konnte mein GH II jedenfalls nicht an mein Mini-USB-Kabel anschließen...

:staun: Echt? Also ich habe ein anderes normales genommen, jetzt frag aber nicht ob 4 oder 5 polig, jedenfalls war es ein anderes als das mitgelieferte, weil ich zu faul war das andere anzuschließen.

Danke für den Hinweis - Ich schaue mir das bei Gelegenheit nochmal genauer an... .


Viele Grüße

Markus


Offline lunaiko

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Bei meinem GHII geht es auch mit keinem der MiniUSB-Kabel, die ich zu Hause habe. Bei allen wird nur der Ladevorgang gestartet, das Gerät aber nicht von XP erkannt.
LG,
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Klar kannste das so machen. Ist dann halt Kacke.


Offline LordBritish

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Bei meinem GHII geht es auch mit keinem der MiniUSB-Kabel, die ich zu Hause habe. Bei allen wird nur der Ladevorgang gestartet, das Gerät aber nicht von XP erkannt.

Ich habe es jetzt nochmal mit einem normalen USB-Kabel getestet und habe entsprechend den Bericht angepasst.


Grüße

Markus


Offline unbekrolli

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ich kann den Bericht von LordBritish nur bestätigen.

Nach einer 3 monatigen Testzeit kann ich trotz Kauf des Orig.-Interfacekabels mit Diabass5 meine Geräte (jetzt schon 3) nicht auslesen. Dabei wäre es mir sehr wichtig aber auch mein Diabetologe kann diese GlucoHexal II nicht auslesen. Ich bin schon am verzweifeln denn außer viel Geld ausgegeben keine Ergebnisse erzielt.
Das spezielle Interfacekabel, es geht sonst kein anderes, scheint nicht der letzte Schrei zu sein und ich hätte gerne meine Daten auf meinem Rechner und nicht irgendwo auf einem Server von Hexal. Ich werde jetzt die letzten 150 Sticks (von 500) verbrauchen, die Daten manuell in Diabass eingeben und dann mich wieder mit meinem alten Gerät weitertesten.  :banane:
3 Monate die Software installiert, deinstalliert, meine Betriebssysteme von XP über Vista bis Windows7 in 32 und 64Bit dito.
Ich bin von dem GlucoHexal II schwer enttäuscht oder hat jemand einen wirklich guten Rat wie ich an meine BZ-Werte herankomme?
Gruß
unbekrolli


Offline Avidflyer

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versuch doch mal die Software vom Originalhersteller. ( MWD)

Die Herstellerfirma ist als Servicepartner angegeben. Es scheint eine Neuauflage eines alten Gerätes zu sein.

Auch mir ist es nie geglückt, Daten zu lesen. Das einzig Gute ist, dass nichts kuputt geht.

Desweiteren strotzt die Nahrungsmitteldatenbank der mitgelieferten Software nur so von falschen Werten bei den KH.

Das mitgelieferte Kabel ist auch eine Frechheit, da es wie ein normales USB-Kabel aussieht, die Datenleitungen aber in beiden Steckern nicht angeschlossen sind. Am besten sofort wegwerfen!! um Verwechslungen zu vermeiden.

Gruss Klaus



Offline Avidflyer

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Nachtrag

vor 3 oder 4 Wochen wollte ich dies Gerät in meine Tests einbeziehen.

1. musste ich feststellen, dass der Akku komplett entladen war, und das nach einer Ruhepause von 4 Monaten.
    Dies deutet auf eine riesige Ruhestromaufnahme im ausgeschalteten Zustand hin.

2. bei 2 Tests wurde mir dann ein BZ von 360 bis 370 angezeigt, und das bei echten 80!!

Nach Recherchen im Internet fand sich bei Hexal der Hinweis, dass einige Teststreifenchargen Fehler hätten, meine waren dabei.

Ich rief an, und bat um Ersatz, welcher mir umgehend zugesagt wurde.

Auf diesen warte ich noch heute.

Gruss Klaus



Offline LordBritish

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Der Vertrieb wurde eingestellt:

http://www.hexal.de/subdomains/praeparate/otc/index_hxmod_id_443_ws__med_glucohexal.php

Bleibt abzuwarten ob ein anderes Unternehmen den Vertrieb übernimmt.


Viele Grüße

Markus



Offline Rumpelpumpel

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Ich glaube fast, dass das GlucoTel, was ich nutze, dem System am Ähnlichsten ist. Oder was meint ihr?