Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Seid ihr immer vollmotiviert???
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Doris am April 07, 2009, 11:58 --- :mauer:....ufff HbA1c 8,5 ... so hoch war er noch nie. Jetzt heißt es, diszipliniert weitermachen. Die Abweichung zu Sidiary liegt bei 0,5. Woran kanns liegen? Ich messe 6-8-mal täglich.
--- Ende Zitat ---
Wie ist denn der Referenzbereich deines Labors?
Doris:
Jörg: 4,8 bis 5,9 ist der Bereich ...
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Doris am April 08, 2009, 14:28 ---Jörg: 4,8 bis 5,9 ist der Bereich ...
--- Ende Zitat ---
Das ist ein etwas ungewöhnlicher Bereich.
Hinzu kommt, daß SiDiary den Wert berechnet/schätzt (auf Grundlage deiner paar Messungen) und das Labor den Wert bestimmt (auf Grundlage der tatsächlichen Verzuckerung).
Das ist als wenn du einen Schrittzähler nimmst um Kilometer zu messen und das Ergebnis mit einem genormten Maßband vergleichst. Auch der Schrittzähler wird hin und wieder ein paar Schritte nicht erfasst haben. Und du hast auch nicht jeden Peak erfasst, weil du z.B. im Schlaf nicht misst.
moewe:
Immer voll motiviert geht gar nicht. Man richtet ja sein Leben nicht nach dem Diabetes. Der steckt zwar ständig im Hinterkopf (wer von uns checkt nicht automatisch Essen nach dem Gehalt an KH, Fett und Eiweiß), ist aber nicht oft im Vordergrund.
Dann kanns schonmal passieren, daß man schlechte Tage hat. Bei mir hat es in den 35 Jahren meiner DM-Karriere schon einige schlechte Tage gegeben.
Wenn ich nur an die Anfangszeiten mit meiner Pumpe vor 4 Jahren denke. Was hätte ich ohne Euch angefangen? Im Prinzip muß man ja bei Pumpe komplett umlernen. Noch dazu passe ich leider in keine der Teupe-Schubladen, mußte also alle seine Korrekturschemen für mich anpassen. Meine Ärztin war keine Hilfe, parallel war mein Kater gestorben und ich habe meinen damaligen Freund in die Wüste geschickt. Dann hat die Kasse noch rumgezickt. Naja, nach 6 Monaten hatte ich mit ständigem Kampf, Eurer Hilfe, meiner Diabetesassistentin und nicht zu vergessen, meinem neuen Freund :knuddel: alles wieder im Griff.
Ich glaube, das wichtigste ist, niemals aufzugeben. Wenn mal was schiefgeht, den Kopf hoch und weitermachen. Aus Fehlern lernt man immernoch am Besten. Auf einen schlechten Tag folgt wieder ein besserer. Ich kann auch nicht sagen, daß ich mich nicht manchmal in der Kantine verschätze und PP dann auch mal bei 300 ankomme, auch nach 35 Jahren passiert sowas :rotwerd: Zum Glück kann man das mit der Pumpe korrigieren, das tue ich dann aber auch sofort! Ignorieren bringt da nix. Aber solche Sachen schreibe ich auch auf.
Inzwischen muß ich meinen Freund überzeugen, daß es keinen Sinn macht, den Kopf in den Sand zu stecken. Bei Nüchternwerten von 130-140 ab und an bei ihm und PP-Werten von bis zu 200 (bei süßen Sachen) denke ich, daß er die Schwelle zum Typ2 schon überschritten hat. Nun muß ich ihn motivieren, rechtzeitig mit einer Therapie zu beginnen, auch wenn sein HBA1c noch bei 6,0 ist und laut Hausarzt kein Handlungsbedarf besteht.....
Gruß Ulrike
Doris:
Hallo,
mit eurer Hilfe und dank des Buches "Insulinabhängig?", dem Schema für Cortisontherapie und meiner neuen Technik (Pens, Messgerät) habe ich meinen Insulinverbrauch bei besseren BZ-Werten senken können, ich werde hier weiter aktiv bleiben. Ich bin auf jeden Fall wieder voll motiviert.
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