Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Seid ihr immer vollmotiviert???
Doris:
Nachdem ich eine Zeit mit einem Motivationstief hinter mir habe, frage ich mich, ob es anderen Diabetikern auch so geht. Ich habe immer nur noch hinterher gespritzt, kam nie auf vernünftige Werte. Das soll jetzt (mit neuen Pens, AccuCkek Nano etc.) wieder anders werden.
Bin an euren Antworten interessiert,
viele Grüße
Doris
MaKe:
Hallo Doris,
ich habe auch schon mehrfach von solchen Tiefs gelesen, hatte sie aber bisher zum Glück selbst noch nicht.
Wenn dir ein neuer Pen und ein neues Messgerät dabei hilft dein Tief zu überwinden: Hey super, besser geht es doch kaum.
Letztenendes wird dir ein vernünftiges Diabetesmanagement auch eher helfen Aufwände einzusparen als immer nur hinter her zu spritzen, wie du ja schreibst.
Ich für meinen Teil sehe meinen Diabetes als was ganz selbstverständliches an und brauche kaum noch zu überlegen was ich wann spitzen muss etc. (ok, fällt einem bei Typ 2 wohl sowieso eher leichter).
Wenn das Diabetesmanagement schon fast im Unterbewusstsein stattfindet, dann macht es halt keine Mühe mehr und man akzeptiert es viel leichter.
Hydra:
Hallöle,
ich denke, dass jede chronische Erkrankung für jeden Menschen eine Herausforderung ist. Der DM erfordert Kraft und Ausdauer, da man die BZ-Einstellung immer wieder überprüfen und sich immer wieder neu auf die Veränderungen, die der DM-Verlauf mit sich bringt, einlassen muss. Für mich ist es je nach derzeitigem Stand meiner anderen chronischen Erkrankungen und der allgemeinen Lebenssituation nicht immer einfach, den Diabetes „leicht“ zu nehmen und beständig und gewissenhaft alle Empfehlungen in den Alltag zu übernehmen und zu berücksichtigen. (Ich muss halt immer wieder Kompromisse eingehen.) Das hat sicher auch schon jeder in seiner Diabeteskarriere selbst erfahren. Das zunehmend detailliertere Wissen um die Zusammenhänge (hier mal ein dickes Dankeschön an das Forum) und die Erfahrungen, die ich in 19 Jahren DM gesammelt habe, haben mir jedoch sehr geholfen. Es bleibt aber ein beständiges Bemühen um gute Ergebnisse, die sich trotz dieser Bemühungen nicht immer erreichen lassen. Nur zu Beginn meiner DM-Karriere hatte ich das Glück, dass mein DM völlig problemlos lief und er wie das Zähneputzen einfach zum täglichen Tagesablauf dazugehörte.
LG
Hydra
LordBritish:
Hallo Doris,
mit meinen fast 20 Jahren DM gab es schon die ein oder andere Phase wo ich nicht motiviert war.
Es sah aber eher so aus das ich natürlich gespritzt habe bzw. später pumpen lassen habe.
Manches mache ich im Vergleich zum atmen automatisch, weil es "normal" geworden ist BZ messen, für Mahlzeit den Bolus spritzen bzw. pumpen. usw.
Im Grunde ist es so je schlechter die Werte werden und bleiben desto demotivierter bin ich dann.
Abhilfe schaft da meistens sich einfach mit Gleichgesinnten wie z.B. hier im Forum ein wenig zu plaudern.
Viele Grüße
Markus
Doris:
Danke für eure Aufbauarbeit, ich denke, ich werde hier auch öfter im Forum sein. Leider habe ich ja auch noch so paar andere chronische Krankheiten und immer wieder mehr Cortison, aber ich werde das packen,
viele Grüße
Doris
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