Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
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Joerg Moeller:
--- Zitat von: Ludwig am Mai 21, 2008, 19:24 ---In österreichischen Apotheken dürfen Medikamente nur durch fachlich kompetentes Personal (= abgeschlossenes Studium = Magister) abgegeben werden. Sollte man von einer nicht medizinisch ausgebildeten Person bedient werden so muß diese die Medikamente und das Rezept vor Abgabe an den Patienten einem Magister vorlegen.
--- Ende Zitat ---
Ist bei uns auch so; habe ich jedenfalls schon oft gesehen/erlebt. Ich finde diese Regelung auch völlig okay, weil es ja wirklich etwas gleichwertiges ist, nur eben preiswerter.
Thomas:
--- Zitat von: Jörg Möller am Mai 21, 2008, 23:27 ---
--- Zitat von: Ludwig am Mai 21, 2008, 19:24 ---In österreichischen Apotheken dürfen Medikamente nur durch fachlich kompetentes Personal (= abgeschlossenes Studium = Magister) abgegeben werden. Sollte man von einer nicht medizinisch ausgebildeten Person bedient werden so muß diese die Medikamente und das Rezept vor Abgabe an den Patienten einem Magister vorlegen.
--- Ende Zitat ---
Ist bei uns auch so; habe ich jedenfalls schon oft gesehen/erlebt. Ich finde diese Regelung auch völlig okay, weil es ja wirklich etwas gleichwertiges ist, nur eben preiswerter.
--- Ende Zitat ---
Hallo
meine Frau arbeitet in einer Apotheke. Bei uns in Deutschand ist es so: Es muss ein Apotheker Vorort sein und nur dieser darf beraten. Meine Frau ist PTA Pharmazeutisch Technische Assestentin und darf dem Kunden die Medikamente direkt geben. Dann gibt es noch PKA Pharmazeutisch Kaufmännische Asisstenten diese dürfen keine Medikamente abgeben.
Mich Interessiert da mal: Wie geht das eigentlich in Versandapotheken????
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Thomas am Mai 22, 2008, 18:40 ---Mich Interessiert da mal: Wie geht das eigentlich in Versandapotheken????
--- Ende Zitat ---
Ich nehme mal an irgendwer packt das Paket und ein Apotheker prüft das bevor es auf die Reise geht. (Zumindest wenn ordentlich gearbeitet wird)
Susanne:
haloo Adrian!
--- Zitat von: Adrian am Mai 20, 2008, 20:19 ---"Eine ältere Dame nimmt täglich ein grünes Herzmittel. Im Krankenhaus bekommt sie statt dessen ein gelbes (mit gleichem Wirkstoff). Als sie wieder nach Hause kommt, bekommt sie das Medikament mit und nimmt fortan sowohl das grüne als auch das gelbe".
--- Ende Zitat ---
Seufz - GENAU DAS macht ja jetzt schon, ganz ohne aut idem, genug Probleme!
Spital schreibt auf den Arztbrief der alten (oder auch jüngeren...) Dame mit Schmerzen im Knie:
"Voltaren 100 mg 2 x 1".
Alte/jüngere Dame marschiert zum Arzt.
Sprechstundenhilfe: "Aber das nehmen Sie ja schon, das ist Ihr Deflamat!" (super Sprechstundenhilfe!)
Pat.: "?!?!?!? Das Spital wird doch wissen was es tut!!"
Sprechstundenhilfe: "Es gibt viele Medikamente mit demselben Wirkstoff. Die heissen nur anders...."
...
einige Dialoge später: Sprechstundenhilfe: "Das kann Ihnen die Frau Dr. so leider nicht verschreiben, bitte besprechen Sie das mit ihr!"
Patientin: "Aber ich wollte doch NUR DAS was die Fachärzte im Spital für gut finden!!! Und jetzt soll ich warten...."
Später bei mir:
Pat:" Bekomm ich jetzt endlich das Voltaren?"
Ärztin: "Frau X, in den Voltaren Tabletten ist genau dasselbe wie in Ihrem guten alten Deflamat, das Ihnen immer wieder für ein paar Tage geholfen hat, wenn die Schmerzen schlimm wurden."
Patientin: "ABER die im Spital sind FACHÄRZTE! Die wissen das doch sicher besser und jetzt will ich mein Voltaren!"
Ärztin: "Sie haben genau dasselbe zuhause, Ihre Tabletten heissen nur anders, ist aber dasselbe und für die Krankenkasse günstiger."
Patientin:" Ach ja, typisch, was Billigeres soll dasselbe sein? Nene, das gibts nicht! Und jetzt will ich endlich das was die im Krankehaus verschrieben haben!! Oder wollen Sie das nur MIR nicht geben? Ich zahls Ihnen auch privat wenn es sein muss!!!"
...uswusw...
3 min später:
Ärztin: "Wenn ich Ihnen ein Rezept fürs Voltaren schreibe, dürfen Sie bitte das Deflamat nicht mehr nehmen. Das ist nämlich dasselbe..."
Patientin: "ABER DAS DEFLAMAT HILFT IMMER SO GUT! KLAR NEHME ICH DAS WEITER!!..."
....
und so vergeht die Zeit in der Sprechstunde, das Risiko für Magenblutungen steigt, wenn beide Medkamente genommen werden, andere Patienten warten, der Zeitplan für diesen Tag ist nach 2 solcher Interventionen nicht mehr einzuhalten...
:mauer:
und das ist noch die "harmlose" Version. Es könnte durchaus auch sein, dass die Hausärztin in München am Diabetes-Kongress ist, ;) die Patientin nach der Spitals-Entlassung zur Vertretung geht, die nicht weiß was Patientin so alles schluckt, und weil die Verordnung in sich Sinn macht, das Voltaren aufschreibt...
oder es geht mal um 2 Präparate von denen die Sprechstundenhilfe NICHT auf Anhieb weiß dass die dasselbe enthalten... und es ist stressig und die Ärztin übersiehts beim Unterschreiben ( ja, auch das kommt vor!) , bemerkt es erst beim Durchgehen das Tagesprotokolls am späten Abend, ruft die Patientin an, versucht der Tochter den Sachverhalt zu erklären, die schon von Generika gehört hat und "ganz genau weiß dass das nachgebauter billiger Dreck ist" und die erst recht auf dem Originalpräparat besteht... und die nach einem 10minütigen Telefonat zustimmt, der Mutter die alten Tabletten wegzunehmen und zu entsorgen, damit diese nicht irrtümlich beides schlucken kann... und die jetzt als Tochter sehr zufrieden ist, dass die Mutter "endlich was Vernünftiges statt dem billigen Schei... den Sie verschrieben haben" vom Spital bekommen hat...
und so hab ich EINE Generika-Verordnung durchdiskutiert, ich und die Krankenkasse haben verloren, Patientin schluckt das identische teurere Zeugs - und in meiner Statistik ist wieder 1 Patient mehr bei dem ich kein Generikum verordnet hab, obwohl es möglich gewesen wäre....
Damit verbringe ich einen gar nicht so kleinen Teil meiner Arbeitszeit - wenn uns von dieser Diskussion die Apotheker, die an jeder Schachtel verdienen, einen kleinen Teil abnehmen bin ich bloß dankbar!
susanne
Pia:
--- Zitat ---Ist bei uns auch so; habe ich jedenfalls schon oft gesehen/erlebt. Ich finde diese Regelung auch völlig okay, weil es ja wirklich etwas gleichwertiges ist, nur eben preiswerter.
--- Ende Zitat ---
Haaaaalt, auuutsch, stop, Chef. Hand hoch, Frage stell: Darf man von Gleichwertig auch gleich wirksam erwarten? Man darf. Und GENAU hier sitzt die Katze im Milchreis. Denn genau das ist nicht so.
Auch, wenn der Grundwirkstoff eines Medikamentes der gleiche ist, so ist das "Chemiedrumherum" oft sehr unterschiedlich. Und das genau scheint die Wirksamkeit zu beeinflussen.
Der Arzt sagt zwar: Dös bildens sich nur ein.
Jetzt ist meine Frage. Bilde ich es mir nur ein oder ist es chemisch möglich, dass Konservierungs- oder andere beigemischten Stoffe die Wirksamkeit eines Medikamentes reduzierend verändern? Ich habs zumindest genauso erlebt als Schmerzpatient.
Also ich muss sagen, ich lasse mich nicht mehr auf ein anderes Medikament ein bzw. auf das Experiment, ein anderes billigeres auszuprobieren auf Kosten von Schmerzfreiheit.
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