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Wie wichtig ist das Frühstück?

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Llarian:

--- Zitat von: Hexe am Februar 04, 2008, 00:25 ---meinst du , wenn man dann morgens gleich was isst, so als Nichtdiabetiker, das die Bauchspeicheldrüse dann gleich mehr Insulin produziert und das Auftseh-Phänomen mit abdeckt ?
--- Ende Zitat ---
Wäre sehr unlogisch, da der Auslöser fürs Aufstehinsulin beim Gesunden der vom Aufstehen gestigene BZ ist. Eine Kopplung würde immer ein Chaos verursachen, wenn die zwei Auslöser nciht zusammen auftreten.


--- Zitat ---aber was ist mit alle 3 Stunden was essen, ist dann nicht die Bauchspeicheldrüse im Dauerstress ?
--- Ende Zitat ---
Kommt auf die Mengen an. Normalerweise wird Diabetikern und auch Stoffwechselgesunden empfohlen, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt einzunehmen, dadurch muß die BSD nicht plötzlich einen großen Berg abarbeiten, sondern kann gemütlich konstant wegschaufeln. Und um das in Gang zu bringen, soll halt das Frühstück das ganze ankurbeln. Diese häufigen kleinen Mahlzeiten sollten dann auch aus langsam verwerteten Kohlenhydraten bestehen, so daß nicht wieder ein Berg entsteht, sondern halt ein sanfter Hügel, weil kontinuierlich Glukose freigesetzt wird. Aus demselben Grund machen Mahlzeiten mit langkettigen Kohlenhydraten und Ballaststoffen länger satt als süße mit Zucker oder kurzkettigen KHs.
Wenn die Leber über einen längeren Zeitraum keine Kohlenhydrate bekommt, stellt sie auch auf Hungerstoffwechsel um, und beginnt, Fett zur Energiegewinnung abzubauen. Das heißt nun nicht, daß man ständig kauen muß, denn die Verdauung braucht ja auch eine Weile und es kommen ständig aus dem Darm KHs nach.

Es gibt einen angeborenen Enzymdefekt, bei dem der Körper kein Glykogen in Glukose umwandeln kann... normalerweise baut der Körper aus der aufgenommenen Glukose auch immer Glykogen als Speicherform auf und baut dieses zwischen den Mahlzeiten wieder ab, damit ein konstanter BZ gehalten werden kann. Fehlt das Enzym, haben die Betroffenen zwischen den Mahlzeiten Hypos und auch Ketoazidosen, weil der Körper zur Energiegewinnung wieder Fett abbaut. Gehört hier eigentlich gar nicht her, soll aber zeigen, daß der Körper auf einen konstanten Fluß von Kohlenhydraten ausgelegt ist... nicht nur physiologisch, sondern auch biochemisch.

Grüße
Anja

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Joa am Februar 04, 2008, 01:57 ---Würde daraus eine gewisse Resistenz greifen, was vielleicht in das diätassistiert gemalte Bild passen könnte, wird diese beim Stoffwechselgesunden sicher ganz gut kompensiert.
Einerseits, weil auf einen, ja relativ mäßigen BZ-Anstieg einfach etwas mehr Insulin folgt, andererseits, weil dieses dann auch gleich die Leber an der Glukoseherstellung hemmen täte.

--- Ende Zitat ---

Ja, genau. Beim Stoffwechselgesunden wird das ganze bei Nahrungsaufnahme sicher noch vom GLP-1 unterstützt, aber der Hauptmechanismus liegt auch da bei der Betazelle. Der ist es vollkommen wurscht woher die Glucose stammt und ob eine Resistenz vorliegt. Die reagiert einfach.

Und du hast da noch zwei weitere Mechanismen ins Feld geführt: Hemmung der Leber-Glucose und Hemmung der Lipolyse (die FFS (=Freie Fettsäuren) dämpfen ja auch wieder die Insulinwirkung am Rezeptor (besser: nach dem Rezeptor - Postrezeptor-Signaltransduktion)

Aber zurück zur Ausgangsfrage "Wie wichtig ist das Frühstück?":

Wenn man sich ansieht von wiewenigen Fachkräften etwas über den Morgengupf gelehrt wird, dann ist das Frühstück schon sehr wichtig, denn darin kann man den Gupf schön "verstecken".

Llarian:

--- Zitat von: Jörg Möller am Februar 04, 2008, 11:21 ---Aber zurück zur Ausgangsfrage "Wie wichtig ist das Frühstück?":

Wenn man sich ansieht von wiewenigen Fachkräften etwas über den Morgengupf gelehrt wird, dann ist das Frühstück schon sehr wichtig, denn darin kann man den Gupf schön "verstecken".

--- Ende Zitat ---
Die Frage war wohl nicht, wie wichtig das Thema Frühstück oder die Diskussion darüber ist, sondern das Einnehmen des Frühstücks für den Stoffwechsel  :zwinker:

Grüße
Anja

Andi:

--- Zitat von: Jörg Möller am Februar 04, 2008, 11:21 ---Aber zurück zur Ausgangsfrage "Wie wichtig ist das Frühstück?":

--- Ende Zitat ---

Mal von einer anderen Seite beleuchtet:
Der Spruch "Ohne Mampf kein Kampf" kommt bei mir voll zum Tragen.
Ohne Frühstück bin ich meist ungeniessbar. Da bin ich den Ganzen Tag recht launisch.
Das Mittagessen dagegen ist nicht wirklich wichtig.

Jm2C

Angela:
Also ich brauch auch unbedingt ein Frühstück.

 :mahl:

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