Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie
Regelrecht explodierende Basalrate
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Joa am Januar 31, 2008, 00:43 ---Grundsätzlich war das Thema ja "Korrektur der Insulinresistenz",
und nicht Anpassung von Bolus oder BR.
--- Ende Zitat ---
Nee, das Thema war "Regelrecht explodierende Basalrate" (s.o.). In der Quintessenz ging es um die Korrektur einer Resistenz.
--- Zitat ---Meine Anmerkung meinte es sei egal, ob die 50% BR-Erhöhung im Bolus oder in der BR gegeben wird.
--- Ende Zitat ---
Nach dieser Logik ist es aber auch egal, ob man einen prandialen Bolus gibt oder das in die BR verpackt. Effekt ist in beiden Fällen, daß die Insulinversorgung aktuell zwar stimmt aber an einem anderen Tag mit anderen Gegebenheiten die BR dann zu hoch ist. (Es sei denn man flippert mit der BR herum)
Joa:
--- Zitat von: Jörg Möller am Januar 31, 2008, 12:20 ---
--- Zitat ---Meine Anmerkung meinte es sei egal, ob die 50% BR-Erhöhung im Bolus oder in der BR gegeben wird.
--- Ende Zitat ---
Nach dieser Logik ist es aber auch egal, ob man einen prandialen Bolus gibt oder das in die BR verpackt. Effekt ist in beiden Fällen, daß die Insulinversorgung aktuell zwar stimmt aber an einem anderen Tag mit anderen Gegebenheiten die BR dann zu hoch ist. (Es sei denn man flippert mit der BR herum)
--- Ende Zitat ---
Stop!
Nicht ob man einen prandialen Bolus gibt! Der steht weiter für sich. Der Korrekturbolus ist da zur (möglichst) linearen Erhöhung der Basaldosis gedacht, alle 3 Stunden (zumindest mit Normalinsulin).
Was vorgehend aber wohl nicht so recht ausgeleuchtet worden ist, war die Frage, ob denn tatsächlich auch die Faktoren der prandialen Boli analog hochgesetzt worden sind. Das sollten sie nämlich wohl.
Ich gestehe, ich hab es einfach vorausgesetzt.
Gruß
Joa
Memnoch:
So, der Rechner läuft wieder so halbwegs nachdem das Mainboard vorgestern alle Viere von sich getreckt hat.
Also nochmal für Jörg: es geht hier nicht um allgemeines "rumflippern", sondern um nunmehr zwei im Abstand von ca zwei Wochen aufgetretenden akuten Resistenzen (davor noch nie), die schnell hochschießen und schnell wieder runter kommen. Wie es sich im Nachhinein herausgestellt hat, sind in beiden Fällen die Verläufe einem nahezu identischem Schema gefolgt: zuerst ein langsamer, dann immer schnellerer Anstieg des Insulinbedarfs in drei Tagen bis auf ca 200% (give or take), dann ein erst langsamer, schließlich zunehmend schnellerer Abfall auf ca. 70% des Ausgangswertes (normale Basalrate verursacht dann auch ständige Hypos), und nach weiteren zwei Tagen schließlich Rückkehr zum halbwegs normalen Basalprofil, angekündigt durch hohe pp-Werte nach der ersten Mahlzeit des Tages, und bestätigt durch den weiteren BZ-Verlauf.
Zwischen beiden Vorfällen hat sich der BZ auch nie so richtig stabilisiert, aber die Schwankungen im Insulinbedarf waren eher im Bereich von +/- 10%.
Einen Zusammenhang mit MA sehe ich hier eher nicht, da MA wenn überhaupt irgendwas dann Hypos macht, aber keine Resistenzen. Ausgenommen sind durch zusätzliches Cortison bedingte Resistenzen, aber das wäre im gleichen Rahmen wie bei jedem anderen auch, und war hier auch nicht gegeben.
Das ist alles, was ich gegenwärtig dazu sagen kann.
Joerg Moeller:
Ja, aber was mich interessieren würde: wie stellst du fest, daß du die Basalrate ändern mußt (und es nicht durch 1-2 Boli ausgleichen kannst) und was ist in diesen Phasen mit deinen BE-Faktoren/Korrekturregeln? (Das mit dem "Rumflippern" war nicht negativ gemeint. So nenne ich das nur, wenn man zu schnell etwas ändert)
Memnoch:
--- Zitat von: Jörg Möller am Februar 01, 2008, 11:32 ---Ja, aber was mich interessieren würde: wie stellst du fest, daß du die Basalrate ändern mußt (und es nicht durch 1-2 Boli ausgleichen kannst) und was ist in diesen Phasen mit deinen BE-Faktoren/Korrekturregeln? (Das mit dem "Rumflippern" war nicht negativ gemeint. So nenne ich das nur, wenn man zu schnell etwas ändert)
--- Ende Zitat ---
In erster Linie durch einen deutlichen Anstieg des Nüchtern-BZ, gepaart mit recht wirkungsloser Boluskorrektur nach hohen pp-Werten (Korrekturfaktor 10 statt 30 oder so. Eine höhere Basalrate stabilisiert das wieder. BE-Faktoren steigen zwar an, aber nicht ganz so heftig. Vielleicht 50% oder so.
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