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"Insulinpumoe mit integrierter Glucagon-Spritze?"
Joa:
--- Zitat von: Mario Nikodemusz am September 25, 2007, 18:24 ---
also um meine Wenigkeit noch etwas näher bekannt zu machen muss ich sagen, für mich wäre eine solche technische Errungenschaft schonmal unsinnig weil ich war noch nie bewusstlos war, noch hätte ich je Glucagon gebraucht, (wahrscheinlich noch und zukünftig funktionierende Eigenproduktion) nach 20 Jahren Diabetes.
--- Ende Zitat ---
Bist Du sicher, dass Du noch Glukagon ... ?
Wie lässt sich das verifizieren?
Ich selber bin auch seit satten 20 Jahren Diabetiker und habe auch noch nie Glukagon benötigt (einmal hat allerdings mein Schatz mitbekommen, dass ich am Morgen voll neben der Rolle war, und hat mir KH's gereicht).
--- Zitat ---
Um selbst den Knopf zu bedienen, erfordert es natürlich das rechtzeitige Bemerken der Notsituation.
Sinn würde für Betroffene z.B. auch ein überforderter "Informierter", also jemadand, der weiss, dass es einen Notfallknopf an der Pumpe gibt, machen, der dann statt Angst vor einer Spritze zu bekommen, dem Betroffenen den "Notfallknopf" drückt und ihm dadurch zumindest hilft, wieder aus der Bewusstlosigkeit heraus zu kommen.
--- Ende Zitat ---
Wie Jörg in seinem vorgehenden Beitrag, an dem ich erstmal nix in Frage zu stellen finde (ich bin ansonsten nicht sonderlich zurückhaltend, auch Jörg mit Nachfragen zu belästigen) schon andeutete, finde ich die Argumentation recht schwach gefügt.
Wenn da erst mal Einer dem Hypoopfer zur Seite steht, der sich auskennt, sollte er/sie dann doch wohl auch noch eine Glukakon-Kit-Anwendung geregelt bekommen.
Hast Du keine, in die Notfallknopfbedienung der Glukangonpumpe eingeweihte Begleitung gesichert, was dann?
Wer findet da noch angesichts eines krampfenden und zuckenden Hypoopfers überhaupt die Pumpe? Oder gar die Bedienmichanleitung zu selbiger und zu deren Glykogenschalter?
Na ja. Ist wohl was zum ganz schnellen Vergessen.
--- Zitat ---
Die Idee könnte helfen Szenarien mit Notarzt und Krankenhaus zu verhindern. Ob damit tatsächlich schlimmeres verhindert werden könnte, z.B. Autounfall, bleibt natürlich weiterhin fraglich.
--- Ende Zitat ---
Allerdings. Sogar ausgesprochen fraglich!
--- Zitat ---
Im wahrscheinlich seltenen Einzelfall kann man sich sicher auch das vorstellen.
--- Ende Zitat ---
Vorausgesetzt, ein umfänglich geschulter Begleiter sitzt neben dem kommenden Unfallopfer und beobachtet ununterbrochen. Und handelt rechtzeitig?
--- Zitat ---
Stellt man dann wiederum kühl Nutzen und Kosten gegenüber, fallen einem gleich Gründe ein, warum eine solche Entwicklung keinen Sinn macht.
--- Ende Zitat ---
Die macht schon weiter Sinn, denke ich. Bei gesellschaftlicher Scherenentwicklung lassen vielleicht die derzeitigen und künftigen Reichen sich die Entwicklungskosten ihrer künftigen Kurierungtechnik genetischer Disfunktionen einfach schon mal von der Menge der "Elenden" vorfinanzieren? :gruebeln:
--- Zitat ---
Betrachtet man jedoch die Entwicklung kontinuierlicher BZ(Zwischenzellwasser)-Messungen genauer wird man zu ähnlichen Diskussionen kommen und dabei schnell feststellen, dass man wohl seine Vorteile (z.B. in der Nacht) aus einer solchen Messung ziehen kann, aber auch Nachteile, wie, um nur einen zu nennen, die Beschädigungen der Haut und des Unterhautfettgewebes durch die dicken Nadeln. Ausserdem sind diese Systeme auch noch viel zu teuer und bringen ja doch nicht den erwünschten Mehrwert von, z.B. Hypowarnung in der Nacht.
--- Ende Zitat ---
Das gefällt mir allerdings wieder ungemein. ;D
Kritische Meinung!
--- Zitat ---
Technische Probleme werden da z.B. einfach mal programmtechnisch rausgerechnet :gruebeln: (Ohne Nennung irgendwelcher Marken)
--- Ende Zitat ---
Erklärt mir das vielleicht, warum Medtronic unbedingt zu verhindern sucht, dass der User die Daten aus den Paradigm oder Paradigm-RT Pumpen ungefiltert zu sehen bekommt?
Hab ich so auch den Service bei Medtronic gefragt. Natürlich auf ein "kann nit verstaan" stoßend.
Viele Grüße
Joa
Llarian:
--- Zitat von: Joa am September 26, 2007, 00:21 ---
--- Zitat ---
Technische Probleme werden da z.B. einfach mal programmtechnisch rausgerechnet :gruebeln: (Ohne Nennung irgendwelcher Marken)
--- Ende Zitat ---
Erklärt mir das vielleicht, warum Medtronic unbedingt zu verhindern sucht, dass der User die Daten aus den Paradigm oder Paradigm-RT Pumpen ungefiltert zu sehen bekommt?
Hab ich so auch den Service bei Medtronic gefragt. Natürlich auf ein "kann nit verstaan" stoßend.
--- Ende Zitat ---
Minimed nimmt alle Minute einen Wert und bildet aus 5 Werten, von denen der extremste rausfliegt, einen Mittelwert. Dieser Mittelwert geht in den Datenpool von 288 Werten pro Tag ein. Das Verfahren wird aber auch bei den Testgeräten von Lifescan verwendet, bei denen das Messergebnis ein Mittelwert aus zwei Messungen ist.
Wenn man sich mal Ergebnisse so einer Dauermessung anschaut
(vor zwei Jahren mit dem Vorläufermodell des Menarini), dann macht eine Mittelung durchaus Sinn.
Grüße
Anja
Llarian:
--- Zitat von: Jörg Möller am September 25, 2007, 23:28 ---Um Anjas Bedenken etwas zu konkretisieren: wer eine dermaßen schlechte Hypowahrnehmung hat, daß er galubt im Auto eine Glukagonpumpe zu brauchen, der sollte im Sinne der Allgemeinheit seinen Führerschein besser abgeben!
--- Ende Zitat ---
Das hat Mario ja inzwischen klargestellt, daß das Gerät nicht zur Anwendung während der Fahrt gedacht ist, sondern diese Fahrt (die unter den Bedingungen allerdings auch nicht hätte stattfinden dürfen) der Aufhänger war, aus dem sich Gespräch und Diskussion entwickelt haben.
Grüße
Anja
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Llarian am September 26, 2007, 08:51 ---
Das hat Mario ja inzwischen klargestellt, daß das Gerät nicht zur Anwendung während der Fahrt gedacht ist, sondern diese Fahrt (die unter den Bedingungen allerdings auch nicht hätte stattfinden dürfen) der Aufhänger war, aus dem sich Gespräch und Diskussion entwickelt haben.
--- Ende Zitat ---
Ja. Aber nur nochmal, damit das nicht untergeht: bei dem als Ausgang vorliegenden Problem ist man schlecht beraten, wenn man dann nach einer technischen Lösung sucht.
Wesentlich sinnvoller und effizienter wäre es, das Problem erst gar nicht aufkommen zu lassen. Sprich BGAT+psychologische Beratung (und evtl. ein sanftes Hochschrauben des Zielbereichs).
Also nicht "Advice device" sondern "Advice coaching" :zwinker:
Alf:
--- Zitat von: Jörg Möller am September 26, 2007, 11:01 ---
Also nicht "Advice device" sondern "Advice coaching" :zwinker:
--- Ende Zitat ---
Also das ist ja nun nochmal ganz was anderes... :zwinker:
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