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Neulich beim Diabetologen
tobgrob:
--- Zitat von: cat am August 09, 2007, 15:10 ---
Deshalb würde er von der Möglichkeit meine Behandlung zu verweigern erst einmal absehen. Er bietet mir an, die Pauschale von 75 Euro jedes Quartal privat zu zahlen. Oder ich muß mich doch ins DMP einschreiben. Er begründet das so:
Die Praxis würde ja versuchen meinen Standpunkt zu verstehen, ich muß aber auch versuchen deren Standpunkt zu verstehen. Zu einem Arzt-Patienten-Vertrauensverhältnis würden immer 2 Seiten gehören, und wenn eine Seite kein Entgegenkommen zeigen würde, dann wäre das Vertrauensverhältnis erheblich gestört.
--- Ende Zitat ---
cat, lass dir das schriftlich geben.
Oder, besser, schicke ihm ein Gesprächsprotokoll des Telefonates mit der Bitte um evtl Korrektur. Am besten per Einschreiben, damit es nicht verloren gehen kann. ;)
Wobei da dringend hineingehört, dass er bei Nichtteilnahme am DMP 75 Euro privat liquidieren will und wenn du dem nicht zustimmst, er das Vertrauensverhältnis gestört sieht.
Im Anschreiben machst du dann deutlich, dass du das Geprächsprotokoll an die zuständigen KV schickst, mit der Bitte um Stellungnahme. Zuvor möchtest du aber die Korrektur vom Arzt (mit Fristsetzung, etwa eine Woche), damit sich da kein Missverständnis ergibt.
Entweder er korrigiert das raus und das Vertrauensverhältnis wird aus seiner Sicht nicht gestört, oder er lässt es drin und du bekommst Antwort von der KV. Er wahrscheinlich auch.
So oder so würde ich das Vertrauensverhältnis eh als gestört ansehen und mich nach Alternativen umsehen.
Wenn man so was hört kann man gar nicht soviel essen, wie man kotzen möchte.
Willy_Wuff:
Na, ich kann mir nicht helfen, auch dieses Telefonat würde ich an Passender stelle weiter geben, und dem Arzt einen entsprechenden Brief schreiben.
Denn mit dem Vertrauensverhälltniss is das sone sache ......... sowas beruhr auf gegenseitigkeit :baeh:
Aber so wie Du es beschreibst ... da kann ich Deinen Arzt schon verstehen, denn wenn der so drauf ist werden ihm wohl schon ein paar Patienten weg gelaufen sein und er muß sich sorgen machen um seine Praxis ;D
Mein Arzt hat mir mal erzählt das es das gibt und meinte aber auch gleich das es ihm ziemlich egal ist ob ich mich da nun einschreibe oder nicht, denn ich würde selbstverständlich auch ohne mich da ein zu schreiben die Behandlung bekommen die ich benötigen würde.
Das Einzige das mir passieren könnte währe : Tausche Rezept gegen Blut :lachen:
( Ich neige dazu die Routine Kontrollen zu verschlampen :heilig:)
cat:
Hallo tobgrob!
Danke für deine Idee. Das könnte echt funktionieren. :super:
Das Problem mit dem Arztwechsel ist, dass es hier keine wirklichen Alternativen gibt. Es dauert einfach zu lange in die nächste Stadt zum nächsten Diabetologen zu kommen. Das kann ich unmöglich mit dem Stundenplan der Uni unter einen Hut bringen (Anwesenheitspflicht).
Außerdem dürften wahrscheinlich früher oder später alle Fachärzte, die überwiegend Diabetiker betreuen, auf den Trichter kommen dass ihnen künftig jedes Quartal 75 Euro pro Diabetiker fehlt. Und wie man das Geld wieder beschaffen kann.
Hallo Willy_Wuff!
Selbstverständlich wird die Krankenkasse was davon erfahren. Nur mache ich mir nicht allzu große Hoffnung dass mir die Kasse bei der Sache helfen kann. Wenn der Arzt wegen einem zerstörten Vertrauensverhältnis die Behandlung verweigert, ist das völlig legal. >:(
Dem Arzt bleiben leider nicht die Patienten weg. Die Praxis ist die einzige wirkliche Alternative hier am Ort. Laut seiner Aussage hätte er jedes Quartal 2000 Diabetiker und alle hätten sich ohne zu murren in das Programm eingeschrieben. Die 2000 Diabetiker jedes Quartal könnten schon hinkommen, denn in der Praxis liegt die Wartezeit auf einen Termin bei 3-4 Monaten. Aktuell muss ich noch 3,5 Monate auf meinen nächsten Termin warten. Als Notfall würde man allerdings eher drankommen.
Ich bin also von der Praxis abhängig und das werden die auch wissen. Ich vermute das ist auch der Grund warum die sich so viel Dreistigkeit herausnehmen (können).
Viele Grüße
Willy_Wuff:
Hmm.......
Wenn Du gut eingestellt bist, tuts dann vielleicht auch ein Allgemeinmediziener ?
Könnte sich vielleicht lohnen mal zu gucken welche Qualitäten denn niedergelassene Allgemeinmediziener haben.
Viele davon arbeiten zwar als Allgemeinmediziener, haben sich jedoch dementsprechend weiter gebildet.
Und auch der kann Dich an Hautarzt Augenarzt und wenn er nicht weiter kommt zum Diabetologen u.s.w. überweisen. ( und bei ner Überweisung darf es dem Diabetologen sch. egal sein ob Du irgendwo registriert bist, und warscheinlich werden die Wartezeiten dann auch ein klein wneig kürzer sein ;-)
Mein Arzt ist offiziell auch "nur" Allgemeinmediziener, und als ich mir mal seine Homepage angesehen habe stellte ich dann auch erst fest das er noch dieverse Zusatzqualifikationen hat.
Wartezeiten von 3 Monaten....... was is für die nen Notfall ? Wenn Dein Zucker anfängt zu entgleisen ......... nach 2 Monaten isser dann komplett entgleist und Du bist entlich nen Notfall, das Du etwas früher nen Termin bekommst ?
Bei so langen Wartezeiten kann man ja Zwischendurch auch nen anderen Arzt aufsuchen, was hat man zu verlieren ?
Und so lange es nicht Akut ist, kann man dann ja auch gucken welche Allgemeinmediziener gibbet in der Gegend, mal Googlen ob der ne Homepage hat und gucken was der denn noch so alles kann ;-)
Ich weiß nicht obs ne Ausname ist und es einfach ne außergewöhnliche Serviceleistung meines Arztes ist, aber wenn ich Akut nen "kleines" Problem habe kann ich dem auch ne Mail schreiben und kriege in der Regel innerhalb von 24 Stunden ne Antwort.
Meine Zuckertatistick schick ich grundsätzlich nen paar Tage vor Termin per Mail da hin.
Llarian:
--- Zitat von: cat am August 10, 2007, 10:54 ---
Danke für deine Idee. Das könnte echt funktionieren. :super:
Das Problem mit dem Arztwechsel ist, dass es hier keine wirklichen Alternativen gibt. Es dauert einfach zu lange in die nächste Stadt zum nächsten Diabetologen zu kommen. Das kann ich unmöglich mit dem Stundenplan der Uni unter einen Hut bringen (Anwesenheitspflicht).
--- Ende Zitat ---
Gäbs denn nicht in Uninähe einen Diabetologen? WEnns eine medizinsiche Fakultät gibt, vielleicht in der Poliklinik der Uni?
Grüße
Anja
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