Plauderstündchen > Kaffeeklatsch
Fragebogen - bitte um eure Mithilfe
berry:
Im Fach Biologie - Thema Diabets
Eine gewisse Fragestellung habe ich dabei nicht bekommen, aber ich wollte mich auf die Therapien spezialisieren und die Folgeschäden
Ein hoher Blutzucker infolge eines Ungleichgewichts zwischen wirkendem Insulin und aufgenommenem Zucker.
Was genau meinst du hier mit Ungleichgewicht? Das man dann Schwierigkeiten bekommt das Insulin dem Blutzucker anzupassen?
Llarian:
--- Zitat von: berry am Februar 14, 2007, 15:49 ---
Ein hoher Blutzucker infolge eines Ungleichgewichts zwischen wirkendem Insulin und aufgenommenem Zucker.
Was genau meinst du hier mit Ungleichgewicht? Das man dann Schwierigkeiten bekommt das Insulin dem Blutzucker anzupassen?
--- Ende Zitat ---
Es war sehr allgemein formuliert, weil es für Typ1 und Typ2 gelten sollte.
Wenn ich (Typ1) ein Kilo Zucker esse (örks), dann macht das bei mir genauso viel, wie bei Dir... nämlich nix. Vorausgesetzt, ich spritze richtig Insulin. Okay, ich nehme vielleicht zu, weil das kalorientechnisch etwas viel ist, aber davon mal abgesehen.
"Wirksames" Insulin deshalb, weil es eben unterschiedlich ist, wie hoch der Blutinsulinspiegel ist: Deiner ist normal. Meiner durch meine Therapie auch. Der eines Typ2 ist u.U. zu hoch, aber wegen der Insulinresistenz kommt nicht alles zur Wirkung. Wichtig ür den Körper ist "nur", daß das zur Wirkung kommende Insulin zu den Kohlenhydraten paßt, die aufgenommen wurden. Ein Nichtdiabetiker macht das durch verschiedene Regelmechanismen seines Stoffwechsels selbst. Jemand mit Insulintherapie rechnet und spritzt halt.
Diabetes heißt zwar auch "Zuckerkrankheit", aber nicht, weil derjenige keinen Zucker essen darf oder ihn der Zucker krank macht, sondern weil die biochemische Verstoffwechslung des für den Menschen wichtigsten Zuckers, der Glukose, gestört ist.
Grüße
Anja
Joerg Moeller:
Wobei man schon nicht allzuviel raffinierten Zucker essen sollte, wenn man die Empfehlungen der DGE (http://www.dge.de/) beachten will. Aber da gilt für den Diabetiker mit intensivierter Therapie das gleiche wie für den Nichtdiabetiker.
@berry: Wenn es dir um Folgeschäden geht, dann schau dir doch auch mal diese Seite hier an: http://www.diabetiker-hannover.de/diab_hannover/archiv/ukpds.htm
Mit dieser Studie wurde nachgewiesen, daß je besser die Einstellung - je geringer die Folgeschäden. Neben der UKPDS wäre noch interessant die DCCT (http://www.diabetes-world.net/de/29360) und die ROSSO (http://www.diabetes-deutschland.de/3716.htm)
Die DCCT belegt den Vorteil einer intensivierten Therapie und die ROSSO die Wichtigkeit der BZ-Selbstmessung.
Beides passt dann auch zu deiner These "Je mehr man auf seinen DM achtet, desto geringer das Risiko für Folgeschäden".
Man sollte aber auch hervorheben, daß wir hier "nur" von einem statistischen Risiko sprechen.
Wenn also jemand immer schön brav und sein BZ allzeit normal war, dann heißt das nicht, daß derjenige keine Folgeschäden bekommt. Es heißt "nur", daß sein Risiko verschwindend gering ist. Ebenso wie beim DM 2 gehört auch bei den Folgeschäden eine genetische Prädisposition dazu.
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