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Insulin

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Joa:

--- Zitat von: Michaela V. am Februar 10, 2007, 12:41 ---
inzwischen spritze ich Abends 8 IE ... Aber müsste man nicht trotzdem was bemerken?

--- Ende Zitat ---


Nö, muss man nicht.   :nein:

Das hängt von Deiner Insulinempfindlichkeit und von Deiner verbliebenen Eigenproduktion an Insulin ab.
Weiter kommt eine biorhytmisch verlaufende Schwankung im Insulinbedarf hinzu.

Wenn Du in die Falle steigst, sinkt der Insulinbedarf erst mal deutlich ab. Die BSD schüttet weniger Insulin aus.

Spritzt Du nun was dazu, setzt die BSD halt einfach noch weniger Insulin frei.
Das fällt Dir so lange nicht auf, wie die zugführt wirksame Insulinmenge zum Zeitpunkt x nicht größer ist als Dein aktueller Bedarf zu diesem Zeitpunkt.
Wird die zugeführte Insulinmenge größer, gibt es einen nächtlichen Unterzucker.

Im weitern Nachtverlauf, dem Morgen zu, schüttet dann der Körper in wesentlich 2 Wellen Hormoncotails aus, die kontrainsulinär wirken.
Der Insulinbedarf steigt, ggf. individuell auch recht heftig, an. Das ganze wird in der Regel unter Dawn-Phänomen subsummiert. Das Dawn-Phänomen ist abhängig vom Lebensalter und verflacht mit den Jahren bis zur Unkenntlichkeit.

Eine weitere kontrainsulinäre Hormonausschüttung kommt direkt bei Aufstehen aus der Waagerechten hinzu. Das sogenannte Aufstehphänomen (Suchfunktion nutzen!).

Nun kommt es auf Deinen individuellen Insulinbedarf und dessen kurvigen Verlauf an, welcher mit der Wirkkurve eines verzögert freigestzten Insulins abzustimmen ist, um die richtige Insulinmenge zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen.

Da tastet sich Dein Doc sinnigerweise von der untern Dosierungsebene her ran, schon um Dich nicht unnötig in nächtliche Unterzuckerungen zu befördern.

Was noch mal von Interesse zur (Verdachts-)Einschätzung wäre, ist Dein Alter und Dein Gewicht?

Ansonsten ist das mit der Luftblase im Pen nur dann wirklich kritisch, wenn Du mit der Nadel senkrecht nach oben pennst (spritzt).
Ansonsten liegt eine Luftblase ja zumeist oben in der Pen-Ampulle, oder irgendwo seitlich. Das ergibt dann möglicherweise kleine Dosierungsschwankungen wegen unterschiedlicher Kompressionseigenschaften zwischen Gas und Flüssigkeit, aber im Normalfall dürfte das nicht sooo dramatisch sein. Natürlich sollte man regelmäßig auffällige Luftblasen abspritzen, aber ansonsten sicher kein Drama mit den Blasen.  ;)

Gruß
Joa

Michaela V.:
Hallo Joa,

ich bin 29 Jahre alt und wiege bei 1,53m ca. 60 kg.

Hätte da direkt noch ne Frage zum spritzen! Wenn ich den Pen wieder rausziehe tropft es noch leicht aus der Kanüle. Ich weiß das ich nach dem spritzen noch warten muss bis zum rausziehen und das tue ich auch. Was mach ich falsch?

LG
Michaela

siebenstein67:
Liebe Michaela,
mach Dir mit diesen Tröpfchen keinen Kummer - das ist eher Gewebewasser denn Insulin! Ich zähle immer von 6 bis 1 rückwärts, bevor ich die Nadel herausziehe. Dann passt es - probiere einfach mal ein bißchen rum!

An Joa hätte ich noch eine Frage: ist es bei einer Typ 1 Diabetes nicht genau umgekehrt? Durch das von aussen zugeführte Insulin "springt" doch die eigene Produktion wieder an und es kommt zu der sogenannten "Honey-Moon-Phase"?

Ich lasse mich aber gerne belehren, wenn es anders ist!

alles Liebe
Gabi

Mischka:
mhh zu den tröpfchen.. könnte auch restinsulin sein... aber minimal

zu homäopatischen dosen mal nen kleiner beitrag von mir...

ich hatte selbst mit 3IE basis insulin manchma unterzuckerungen bis zu 2,3mmol !!! ohne wirkendes boluskrams! das mach ma einer nach.
und mein korrekturfaktor sieht im moment auch nich so rosig aus: 1IE senkt meinen bz um mindestens 8mmol
prost mahlzeit sag ich da nur - nix mit homäopatie bei mir :patsch:

[ironie]freu mich schon wenn ich mich wenn ich wieder 0% BSD leistung habe[/ironie]

mhh in was man BSD leistung wohl angeben mag... kilowatt, pferdestärken, ...  :banane: :banane: :banane:

grüßle


micha

Joa:

--- Zitat von: Mischka am Februar 22, 2007, 20:03 ---
... kilowatt, pferdestärken, ...

--- Ende Zitat ---


Die Insulinleistung der BSD wird in ng/ml und zwar als C-Peptid/Blut angegeben.  ;)
Dabei liegt der Normwert zwischen 1.5 und 3.5 ng/ml.

Gruß
Joa

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