Diabetesfragen > Theorie
"Insulinwirkzeit"
Llarian:
--- Zitat von: Adrian am November 28, 2006, 23:29 ---
Ich habe mir ja auch unten beschriebene Formel ins Pocketexel eingetipselt und mehrfach einfach mal ausrechnen lassen, wie lange mein Bolus denn wirkt. Das hat mir dann dabei geholfen, Fehler zu finden.
--- Ende Zitat ---
So ähnlich, nur eben stark vereinfacht lief das auch beim BGAT ab... daß man einfach mal aufgemalt hat, welche Insulinwirkungen zusammenkommen und sich ggf. überlappen. Wenn man dann den Mund vom Staunen wieder zu hatte, hatte man erstmal eine Menge zu ändern ;) Und da waren die nichtlinearen Zusammenhänge noch nichteinmal berücksichtigt, sondern das ganze einfach als Dreiecke verwendet.
Grüße
Anja
Joerg Moeller:
Diese Berechnungen liefern nur Näherungswerte, das sollte jedem klar sein. (Weil da eben nicht alle die Resorption beeinflussenden Faktoren enthalten sind)
Im übrigen ist das natürlich bei vielen von uns schon so, daß wir den Bauch entscheiden lassen. Aber umso mehr Entscheidungsgrundlagen vorhanden sind (also Wissen über die tatsächlichen Abläufe), desto genau kann der Bauch entscheiden.
Und wir haben hier im Forum auch eine Menge Profis, die wollen ihre Gedanken auch mal zur Diskussion stellen und so Erfahrungen austauschen. Damit diese doch sehr fachspezifischen Diskussionen nicht das Gefühl aufkommen lassen, daß man hier nur mit abgeschlossenem Studium teilnehmen kann habe ich ja extra dieses Board aufgemacht, in dem es nur um die theoretischen Hintergründe geht. Hier kann man mitlesen/-schreiben, muß es aber nicht unbedingt, wenn man nur nach praktischen Tips und Erfahrungen für und aus dem Alltag sucht.
Ich finde es jedenfalls gut und bereichernd, daß es dieses Board gibt, denn hier kann ich mir neue Denkanstösse holen, Sachen aus einem anderen Licht beleuchten und so verhindern, daß ich irgendwann mir selbst gegenüber "betriebsblind" werde :super:
sonrisa:
@ Milchstraße
Für mich ist die graue Theorie auch nix. Bin ein viel zu besonderer Mensch ;D, als das mein Diabetes sich nach irgendwelchen Berechnungen richtet :baeh:
Aber dafür gibt es ja jetzt hier dieses Board wo sich die Theoretiker austoben können.
lg
Hella
Llarian:
--- Zitat von: sonrisa am November 29, 2006, 14:41 ---
@ Milchstraße
Für mich ist die graue Theorie auch nix. Bin ein viel zu besonderer Mensch ;D, als das mein Diabetes sich nach irgendwelchen Berechnungen richtet :baeh:
--- Ende Zitat ---
Das kann auch daran liegen, daß die Berechnungen ungenügend sind ;)
Ich habe früher auch gedacht, mein Zucker macht halt, was er will, vieles war aus meiner Sicht unlogisch und komplett anders, als man es erwartet hätte und für das, was ich nicht nachvollziehen konnte, habe ich mir halt gesagt, ist eben so und der Mensch ist halt keine berechenbare Maschine.
Dann kam Althausen. Viel Theorie, viel erklärte und in Alltagbeispiele verpackte Theorie. Und für Ereignisse, die schon mehr als 10 Jahre zurücklagen und wo ich mir halt auch gesagt hatte, daß es anders gelaufen ist, als man (ich) es erwartet hätte, gab es auf einmal Erklärungen. Der Zucker wurde berechenbarer und nachvollziehbarer, in vielen Bereichene auch vorhersagbarer.
Es ist nicht immer so, daß der Zucker unberechenbar ist... wir kennen nur nicht alle Faktoren. Je mehr Faktoren man kennt, desto dichter kommt man ans tatsächliche Ergebnis. Und das irgendwann auch nicht mehr bewußt, sondern durch lange Anwendung und Erfahrung fast automatisch.
Stell Dir Deinen BZ als Ergebnis einer Formel mit 20 Faktoren vor. Wenn Du 2 der Faktoren kennst und die anderen nicht, kannst Du genausogut würfeln. Wenn Du 10 Faktoren kennst, hast Du schon eine recht gute Chance, in die richtige Richtung zu kommen. Wenn Du von 5 weiteren zwar nicht ihren genauen Wert, aber dafür einen Bereich angeben kannst, bist Du noch dichter dran. Bei den anderen hast Du vielleicht weder einen genauen Wert noch einen Bereich, aber eine Tendenz (rauf, runter, gleichbleibend)...
Das heißt jetzt nicht, daß ich den lieben langen Tag meine 20 Faktoren im Kopf jongliere... aber ich bin mir ihrer bewußt und wenn irgendwo im Hinterkopf irgendwo eine Stimme sagt "Du, Anja... paß ma auf", dann kann ich ihnen mehr Aufmerksamkeit widmen.
Grüße
Anja
Der bllaue Klaus:
Also....Insulin wirkt solange wie es wirkt. :balla:
Nein, mal Scherz beiseite. Wie Adrian schon geschrieben hat kann man es eigentlich fast
vergessen diese exakt zu berechnen. Da sind ne Menge Faktoren von abhängig.
Die Spritzstelle, der Kreislauf, die Tageszeit usw. Da spielen ne Menge Faktoren ne Role. Hab z.B. bei mir
gemerkt das wenn ich Abends so gegen 21.00 Uhr ne Spätmahlzeit zu mir nehme mit
2-3 IE Insulin, sind diese nicht bis 24.00 Uhr komplett abgebaut wenn ich ins Bett gehe
was natürlich nachts zu einer stärkeren Wirkung führt als tagsüber. Insofern denke ich, ist es
müssig die genaue Wirkzeit zu berechnen.
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