Diabetesfragen > Theorie

"Insulinwirkzeit"

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sonrisa:

--- Zitat von: Llarian am November 29, 2006, 15:12 ---
Das kann auch daran liegen, daß die Berechnungen ungenügend sind ;)

--- Ende Zitat ---


 :gruebeln: Das kann gut sein. Ist aber zur Zeit für mich die bessere Methode, meinen Diabetes zu behandeln. Hatte ja lange Jahre Probleme, den Diabetes überhaupt zu akzeptieren, was u.a. dadurch kam, daß ich es am Anfang zu perfekt machen wollte und es mich sehr frustriert hat, wenn das Ergebnis nicht auch perfekt war.Da höre ich jetzt lieber mehr auf mein Bauchgefühl und ärgere mich nicht, wenn die Werte mal nicht so toll sind.  :ja:

Das heißt aber nicht, daß ich mich nicht vielleicht doch irgendwann von Euch anstecken lasse  :zwinker:
Vorerst bleibe ich stummer Mitleser!  ;D

lg
Hella

Milchstraße:
Also..... ich möchte das auch nicht abwerten oder so. Ganz und gar nicht! Nur.... hmmm... also es gibt doch einfach so ein paar Sachen, die hab' ich eben aus der Praxis gelernt. Durch zu hohe oder zu niedrige Werte.

Bsp.: wenn ich abends 'ne gute Portion Nudeln esse, brauche ich zur Nacht hin einfach noch einen Schuß von 3 Einheiten. Sonst wird das zum nächsten Morgen hin nix mit 'nem vernünftigen Nüchternwert. Is einfach so  :ja:.

Oder wenn ich morgengs meine Radtour mit Kind und Hund mache, habe ich eben einen Faktor von 1:1 zum Frühstück, statt 1:2.

Nehme ich mir durch die Berechnungen nicht einfach ein Stück Lebensqualität oder Zeit, die ich für andere Sachen besser verwenden kann? Diabetes ist doch nicht alles im Leben....

Und mein Zucker kann ich doch auch ohne Formeln ganz gut in Griff bekommen, so daß er berechenbar bleibt oder?

Llarian:

--- Zitat von: Milchstraße am November 29, 2006, 17:44 ---
Also..... ich möchte das auch nicht abwerten oder so. Ganz und gar nicht! Nur.... hmmm... also es gibt doch einfach so ein paar Sachen, die hab' ich eben aus der Praxis gelernt. Durch zu hohe oder zu niedrige Werte.

Bsp.: wenn ich abends 'ne gute Portion Nudeln esse, brauche ich zur Nacht hin einfach noch einen Schuß von 3 Einheiten. Sonst wird das zum nächsten Morgen hin nix mit 'nem vernünftigen Nüchternwert. Is einfach so  :ja:.

Oder wenn ich morgengs meine Radtour mit Kind und Hund mache, habe ich eben einen Faktor von 1:1 zum Frühstück, statt 1:2.
--- Ende Zitat ---

Wenns funktioneirt, ist das ja auch in Ordnung ;)
Ich für meinen Teil mag halt auch ganz gern wissen, warum etwas wie ist und vor allem möchte ich wissen, wann eine Regel eine Ausnahme hat, damit ich dann nicht damit auf die Nase falle.


--- Zitat ---Nehme ich mir durch die Berechnungen nicht einfach ein Stück Lebensqualität oder Zeit, die ich für andere Sachen besser verwenden kann? Diabetes ist doch nicht alles im Leben....
--- Ende Zitat ---

Sagte ich ja schon... ich lauf nicht 24h am Tag rum und jonglier meine Formeln im Kopf... dann würd ich beim nächsten über-die-Straße-gehen vom Auto überfahren, weil ich keine Zeit mehr habe, auf die Autos zu achten. Denkst Du aktiv und bewußt darüber nach, wieviel Gramm Kohlenhydrate eine Scheibe Toast hat? Bei mir läuft das auf dem Rückgrat... aber auch nur, weil ich es irgendwann vor 28 Jahren gelernt habe. Ich denke auch beim Autofahren nicht mehr darüber nach, wie ich den Blinker bewegen muß, damit es rechts blinkt... ich tue es einfach. Das war am ersten Tag in der Fahrschule nicht so  ;D Oder Schnürsenkel binden... wie lange brauchst Du jetzt und wieviel bewußte Gehirnkapazität verwendest Du daraf und wieviel hast Du beim ersten Mal darauf verwendet?
Es nimmt keine Lebensqualität, es gibt mir welche, wenn ich weiß, ich habe ein kleines Quentchen Unsicherheitsfaktor eleminiert.


--- Zitat ---Und mein Zucker kann ich doch auch ohne Formeln ganz gut in Griff bekommen, so daß er berechenbar bleibt oder?
--- Ende Zitat ---

Mit den Formeln sind ja wie schon angedeutet keine absoluten kommastellgetreuen Wahrheiten gemeint. Und wie auch schon erwähnt sollen sie ja nicht minütlich angewendet werden, sondern dazu dienen, sich Abläufe (z.B. Zeitabläufe) besser bewußt zu machen. Diesen Ehrgeiz habe ich auch nicht bei allen Dingen... ich muß nicht wissen, was sich abspielt, wenn ich beim Autofahren einen anderen Gang einlege... ich fahre halt damit.

Grüße
Anja

sonrisa:
@Milchstraße
Ich handhabe das genau wie Du. Ich lerne aus der Praxis. Für mich wäre die zusätzliche Berechnung aller Faktoren auch ein Verlust von Lebensqualität. Möchte gar nicht immer so genau wissen, warum alles so ist.

So ist halt jeder anders. Zum Glück!  :ja:


 :rotwerd: ohje, jetzt diskutieren wir hier das Theorie-Board mit solchen Dingen voll. Sorry...wie, war das Thema nochmal?  :zwinker:

Joerg Moeller:

--- Zitat von: sonrisa am November 29, 2006, 18:44 ---
 :rotwerd: ohje, jetzt diskutieren wir hier das Theorie-Board mit solchen Dingen voll. Sorry...wie, war das Thema nochmal?  :zwinker:

--- Ende Zitat ---


 ;D ;D

Das ist schon okay. Ich möchte auch nicht, daß hier der Eindruck entsteht, daß nur wer diese ganzen Formeln, Berechnungen, Regeln, was-auch-immer anwendet ein "guter Diabetiker" ist. Ich hab schon so meine Faktoren, die ich berücksichtige (bzw. von meiner Pumpe berücksichtigen lasse), aber im Grunde entscheidet mein Bauchgefühl.
Wenn dann aber mal etwas nicht so klappt wie erwartet, dann möchte ich manchmal wissen, woran das liegen könnte. Oft genug ist es "fehlende Disziplin" oder "BE falsch eingeschätzt".

Es kann aber auch etwas anderes sein, und dann werde ich den Schwachpunkt umso schneller finden, je mehr Variablen ich kenne und abchecken kann. Alle kenne ich bestimmt auch nicht, und dafür ist z.B. dieses Board hier gut :ja:

Aber auch dann gilt (für mich): eine einmalige Entgleisung ist irrelevant. Shit happens und das kann jedem passieren, der keine Maschine ist. Interessant wird es immer dann, wenn ich diese Entgleisung reproduzieren kann.

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