Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Operation und Insulin
Joerg Moeller:
Dazu von mir ein paar Anmerkungen: es kann schon mal vorkommen, daß man in der Notaufname mit einem Abszeß warten muss. Da geht es nicht nach Reihenfolge, sondern nach Dringlichkeit.
Vorgeschlagen wurde dir sicher auch keine Spiralanästhesie sondern eine Spinalanästhesie. (Die allgemein auch empfehlenswerter ist. Ich hab mir damals meinen Mittelhandknochen so nageln lassen und bin ganz gut damit gefahren).
Die Glucose hat man dir auch nicht indiziert, sondern infundiert (weil es eben indiziert = 'angezeigt' war :zwinker:)
Ansonsten hast du schon recht, daß es im KH einige gibt, die von Diabetes nicht mehr wissen als vor vielen Jahren mal üblich war. Ist mir persönlich aber auch herzlich egal, solange sie in ihrem Fachbereich fit sind. (Wenn mich der Anästhesist im Aufklärungsgespräch den Holzhammer aussuchen ließe - DAS würde mich schon eher stören ;D )
Umso wichtiger, daß man vorher schon ein paar Absprachen trifft, wie das am besten laufen soll. Bei meiner letzten OP kannte sich der Anästhesist mit Insulinpumpen nicht aus. Wir haben daher abgesprochen, daß ich die dranlasse aber stoppe. (Und ich hab natürlich darauf hingewiesen, daß die in dem Zustand regelmässig piepst um auf sich aufmerksam zu machen). Er hat dann den BZ mit Glucose und Insulin i.v. gesteuert und als ich wieder wach wurde hab ich das dann wieder übernommen. Hat alles wunderbar geklappt :super:
Matthias Widner:
Die Tippfehler werde ich schnellstmöglichst berichtigen, danke.
Die Sache war ja die, dass die Endo / Diabetesstation zwar vorhanden war, aber nicht hinzugezogen wurde, obwohl es dort eine Spezialistin gibt, die extra darauf wartet angerufen zu werden. Die Absprachen vorher waren echt in Ordnung, nur dass die A. die mich vorher gesprochen hat nicht die war, die dann im OP Saal stand ;( :kratz:
Und bezüglich der Dringlichkeit: Mir hatte jeder gesagt, dass es so schnell wie möglich operiert werden muss, da ich schon im Stehen Schmerzen hatte. Ob es nur wirklich dringlich war, weiss ich nicht. Dafür kenn ich mich zu wenig in der Chirugie aus
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Matthias Widner am August 05, 2006, 10:56 ---Die Sache war ja die, dass die Endo / Diabetesstation zwar vorhanden war, aber nicht hinzugezogen wurde,
--- Ende Zitat ---
Wozu auch? Warst du entgleist, ketoazidotisch oder komatös? Wenn mein Fernseher brav funktioniert wie er soll rufe ich auch keinen Techniker an, wenn ich das Programm wechseln will...
--- Zitat ---Und bezüglich der Dringlichkeit: Mir hatte jeder gesagt, dass es so schnell wie möglich operiert werden muss, da ich schon im Stehen Schmerzen hatte. Ob es nur wirklich dringlich war, weiss ich nicht. Dafür kenn ich mich zu wenig in der Chirugie aus
--- Ende Zitat ---
Offensichtlich war es das nicht, oder wurdest du mit dem RTW dort eingeliefert?
Ich habe selber schon in der zentralen Notaufnahme gearbeitet (Krupp KH in Essen) und irgendwie hätte ich eine Problem damit gehabt zu sagen "Hören Sie mal bitte mit ihren Blutungen, Kammerflimmern, Atemstillständen auf, ich muß mich mal eben um einen Abszeß kümmern!"
Matthias Widner:
Naja, ich will mich nicht streiten Jörg, aber die Notaufnahme sah nicht so aus, als wenn die Leute dort gestresst wären. Und zu der Diabetesstation. Selbstverständlich hätten Sie sie kontaktieren müssen. Fühlst du dich in einer Station und OP wohl, die nicht mal den Unterschied zwischen Typ-1 und Typ-2 kennen? Geschweige denn die nicht allzujunge CSII?
Die Schwestern waren mehr als unwissend. Und 1,1 mmol/l empfinde ich schon als Bedrohung, da es dem "komatös" schon gefährlich nahe kommt. Zumindest hätten sie sich erkundigen können, wie ein Typ-1er auf die Entfernung einer Entzündung reagiert, da es oft vorkommt, dass der BZ durch geringeren Insulinbedarf nach unten wegfällt.
hws:
Es ist auch immer für das Personal schwer, wenn ein "Berufsdiabetiker" kommt.
Ich hatte bei meinen beiden Hüft OPs auch meine Schwierigkeiten. Habe gleich festgelegt, dass sich niemand um meinen Diabetes kümmern solle und ich wie jeder andere behandelt und versorgt werden wolle. Trotz einigem "Das haben wir damals aber anders gelernt" ging es ganz gut. Das Gespräch mit dem Anästesisten verlief auch gut (Spinal wurde vereinbart). Pumpe läuft weiter - während der OP wird kontrolliert, im Aufwachraum habe ich wieder die Verantwortung. Alles lief prima - trotz veraltetem Wissen seitens des Personals.
Ich habe allerdings nicht den "Diabetiker raushängen lassen"
Adeus
HWS
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln