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Teststreifen pro Quartal

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Joerg Moeller:
Ist wie mit dem Schwarzfahren: man kann monatelang fahren ohne erwischt zu werden, aber irgendwann heißt es dann doch mal "Die Fahrausweise, bitte!".

Ich denke auch, die werden erstmal die Praxen unter die Lupe nehmen, die ständig und derbe die Richtgrößen überschreiten.

unknown:

--- Zitat von: Jörg Möller am Oktober 09, 2005, 19:28 ---Praxisbesonderheiten werden erst bei der Prüfung
rausgerechnet. Geprüft wird, wer die Richtgröße um mehr als 15%
überschreitet (eine entsprechende Prüfung bei Unterschreitung, die ja
für schlechte Versorgung sprechen würde, gibt es nicht). Dann darf der
Arzt dem Prüfungsausschuss die Belege zu den gemeldeten
Praxisbesonderheiten schicken, die werden dann rausgerechnet.

Daraus ergeben sich für den Arzt zwei Möglichkeiten: Entweder er
weiss, was er macht (Doc Teupe), dokumentiert seine
Praxisbesonderheiten routinemäßig und meldet sie an. Ist
Schreibarbeit, dafür kann ihm hinterher nichts passieren. Oder er ist
sich sicher, dass manches, was er tut, die Prüfung nicht überstehen
würde. Dann versucht er krampfhaft unter den 15% zu bleiben.

--- Ende Zitat ---

Auf die Prüfung und eine evntll. Klage würde sich Doc Teupe richtig freuen. :-D

Grüßle

Norbert

Katharina:
Also ich habe seit 15 Jahren Diabetes und seit 7 Jahren Morbus Addison (und noch ein paar andere, aber die sind hier Unwichtig). Seit 11 Monaten habe ich eine Pumpe. Ich habe so ein paar Fragen zu ein paar Aussagen:

- "Das geht mit Mb Addison los, durch den der Zucker unter schon geringem Stress wilde Kapriolen macht (durch starke Schwankungen im Cortisolspiegel)" –-- Wie soll bei M.Addison der Cortisolspiegel schwanken? Die Nebennierenrinde produziert doch gar kein Cortisol mehr, sie ist doch kapputt.

- "Die Pumpe würde es mir erlauben in solchen Situationen schenller und angemessener zu reagieren als mit ICT." --- Wieso kannst du mit einer Pumpe schneller reagieren? Du musst auch auf einen Knopf drücken und das Insulin muss erstmal wirken, genau wie bei einer Spritze, einem Pen auch.

-  "Die Phobien sind nicht behandelbar wegen der Gefahr einer Stoffwechselentgleisung bei Addison (schon mal passiert)" --- Was verstehst du unter einer Stoffwechselentgleisung bei Addison? Eine Addisonkrise? Wie hängt die mit der Phobie zusammen? Wenn eine Phobie zu einer Addisonkrise führen kann, dann sollte sie doch erst recht behandelt werden! Wie erklärt dir der Arzt den Zusammenhang? Hat dein Arzt eigentlich Ahnung von Addison? Hast du dir einen Endokrinologen gesucht, der auch Diabetologe ist?

Die Pumpe wird deine Situation bestimmt nicht verbessern. Sie wird die Phobien nicht lösen und die Angst, das die Umwelt von dem Diabetes was mitbekommt, wird dadurch auch nicht verschwinden. Ich denke, da solltest du dir psychologische Hilfe holen. Das ist nichts peinliches, ich habe es auch gemacht.
Grüße von Katharina

Adrian:
Ersteinmal: Hallo  ;D


--- Zitat ---Die Nebennierenrinde produziert doch gar kein Cortisol mehr, sie ist doch kapputt.
--- Ende Zitat ---
Ich muss ehrlich sagen, dass ich von M.Addison keine Ahnung habe, aber Netdoktor meint, dass es zu 70% auch (wie DM T1a) eine Autoimmun-Ursache hat. Vielleicht gibt es auch eine Art "Remissionsphase".
Dass der Zucker schwankt klingt jedoch Plausibel, wenn Du Cortisol über Tabletten zu Dir nimmst (machst Du doch, oder?). Dann wird der Cortisolspiegel schwanken (???), und damit auch der BZ.


--- Zitat ---Wieso kannst du mit einer Pumpe schneller reagieren? Du musst auch auf einen Knopf drücken und das Insulin muss erstmal wirken, genau wie bei einer Spritze, einem Pen auch.
--- Ende Zitat ---
Naja, bei einer Pumpe gibt es kein Langzeitlinsulin, nur Kurzzeitinsulin, dass dann für den Basalen Haushalt ständig (alle paar Minuten) in geringen Dosen abgegeben wird. Somit kannst Du zumindest dabei Reagieren und die nähere Zukunft beeinflussen - im Gegensatz zu Depotinsulin, dass einmal drin ist, wenn es drin ist

LG|Adrian

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Adrian am Oktober 14, 2005, 21:35 ---Naja, bei einer Pumpe gibt es kein Langzeitlinsulin, nur Kurzzeitinsulin, dass dann für den Basalen Haushalt ständig (alle paar Minuten) in geringen Dosen abgegeben wird. Somit kannst Du zumindest dabei Reagieren und die nähere Zukunft beeinflussen - im Gegensatz zu Depotinsulin, dass einmal drin ist, wenn es drin ist

--- Ende Zitat ---

Trotzdem wirkt die Änderung nicht sofort, sondern erst in ca. einer halben Stunde. Daher ist das nicht geeignet um bei plötzlichen Ereignissen gegenzusteuern, sondern nur bei absehbaren (wie z.B. Sport).

Will man schnell reagieren braucht man auch als Pumpi Traubenzucker oder einen Bolus.

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