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Pen oder Pumpe ?

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Basalrate:
Hallo Wolfgang, genau guck in den Spiegel, mit 6,6 HbA1c ist man doch gut unterwegs, auf mich trifft das mit den extremen Schwankungen zu, ich hatte mit dem Basalinsulin Lantus via Pen immer stärkere Probleme meinen Morgenwert überhaupt unter 15 mmol zu bekommen, die Pumpe war hier die absolut richtige Entscheidung, weil sie eben dann das Insulin abgibt, wenn es gebraucht wird, das ist bei mir und vielen anderen ab 3:00 Uhr der Fall und dann eben in solche einem Maße von 2- 2,5 IE./h, beim Lantus bräuchte ich dann also etwa 48 IE Abends, aber das kann nicht funktionieren, weil ich dann zwangsläufig irgendwann gegen 1:00 Uhr in einer Hypo lande. Das ist der entscheidende Vorteil und so wache ich nun wieder mit Werten um 6mmol auf, was natürlich toll ist. Wir wissen ja alle, wenn man schon schlecht in den Tag startet, kriegt man es kaum über den Tag wieder hingebogen.
Was die Abhängigkeit betrifft, so sind wir ja alle, sofern wir Insulin brauchen, davon auch abhängig, ohne dieses müssen wir sterben, das ist so, und daher  :knuddel:  daß überhaupt das Insulin entdeckt wurde und immer verfügbar ist.

BG
Thomas

Joerg Moeller:

--- Zitat von: LordBritish am September 10, 2005, 17:55 ---Abhängig wird man ja nur, wenn man das vorherige Wissen nicht von Zeit zu Zeit mal auffrischt...
und vielliehct auch einfach mal wieder ausprobiert.

--- Ende Zitat ---

Ja, aber dann ist man auch nicht von der Pumpe abhängig, sondern eher von dem, der sie für einen bedient.

Abhängig ist man aber vom Insulin, und manche fühlen sich durch die Pumpe ständg an diese Abhängigkeit erinnert. Für andere ist sie ein sichtbares Stigma, daß sie nach außen als krank kennzeichnet. Daß viele die Pumpe für ein Handy oder einen Pager halten ist dabei irrelevant, denn sie selber wissen ja, daß es ein Hilfsmittel für ihre Krankheit ist.

Man muß sich erstmal selbst als Diabetiker akzeptieren und wirklich annehmen, bevor man ernsthaft über eine Pumpe nachdenken kann.

Wolfgang:
Hallo,

danke für eure Antworten.

@Lies: Das "glücklich" ist relativ gemeint unter dem Motto " Drei Haare in der Suppe sind relativ viel, drei Haare auf dem Kopf relativ wenig" :)

@Gela: Ich habe kein Handy, brauche auch keines. Wer was von mir will, muss es im Festnetz halt noch einmal versuchen !

@Jörg: Bin erst in drei Wochen bei meiner Doc, werde dann berichten.

Alf:
Also,

ich muss sagen, ich bin ein vergleichsweiser glücklicher Penner! :ja:
Mein HbA1c passt mit deutlich <6 ;D und ich habe auch keinen so starken Dawn (mehr).

Letzteres verwunderte mich mit Lantus schon ein wenig, denn ich war davor zumindest schon bei Semilente angekommen - das hatte aber wenigstens bei mir für festgenagelte 90'er Werte am Morgen gesorgt. Nur dass ich nochmal dafür auf Plastipaks zurückmusste nervte. Aber mit Lantus habe ich auch kein Problem mehr morgens und bin auch einige Jährchen ohne "Mittags-Zuschlag" ausgekommen. Inzwischen (eher aus Feintuning-Gründen) lege ich mittags nochmal 5 iE Lantus nach, für einen sauberen Nachmittag, weil ich inzwischen dort selten eine Zwischenmahlzeit einwerfe, mit deren Bolus ich noch etwas tricksen könnte :zwinker:

Die Pens geben mir persönlich das Gefühl einer "besseren Freiheit". Ich weiß, dass das viele Pumpis genau anders herum sehen aber ich habe die "üblichen Ressentiments" gegen die Pumpe mit eingeschränkter Herumtoll-Fähigkeit usw. All das ist möglicherweise quatsch - hält mich aber erfolgreich davon ab, es mit einer Pumpe zu versuchen. (Mal abgesehen davon, dass ich sie mit meinen Werten wahrscheinlich gar nicht kriegen würde... :rotwerd:).

Ein negativer Punkt des Penner-Daseins hat sich inzwischen Dank der Weiterentwicklung der Kanülen und Lanzetten deutlich relativiert: In den ersten 10 Jahren mit Plastipak-Durchmessern und Pen-"Angeblich-Feinschliff"-Kanülen habe ich mir meinen Bauch und die Oberschenkel schon arg perforiert. :( Das war u.a. auch ein Grund dafür, nicht gleich bei jedem Wert zur Korrektur zu greifen und auch mal 'ne 130 stehen zu lassen. Inzwischen leidet das Gewebe lange nicht mehr so schlimm nur die "versauten" Stellen scheinen sich nicht mehr zu erholen (Irreparable Vernarbung?).

Ciaoi, viele Grüße, Alf.



Joerg Moeller:

--- Zitat von: Alf am September 12, 2005, 11:00 ---Die Pens geben mir persönlich das Gefühl einer "besseren Freiheit". Ich weiß, dass das viele Pumpis genau anders herum sehen aber ich habe die "üblichen Ressentiments" gegen die Pumpe mit eingeschränkter Herumtoll-Fähigkeit usw. All das ist möglicherweise quatsch
--- Ende Zitat ---

Nicht unbedingt. Gerade das herumtollen (z.B. mit kleinen Kindern) kann schon problematisch werden. Zumindest dann, wenn man den Katheter nicht besonders schützt (.B. durch eine Entlastungsschlaufe, die wieder extra mit Pflaster befestigt wird).

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