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Pen oder Pumpe ?

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Wolfgang:
Hallo,

ich lese hier so viel über glückliche Pumpis :). Wo sind die glücklichen Penner ???

Konkret: Welche Vor- und Nachteile hat eine Pumpe?

Meine Doc meint, dass ich auch eine Pumpe nehmen sollte, dabei bin ich mit einem HB1a von jetzt neu 6,6 zufrieden und meine Standardabweichung liegt bei roundabout 42. Damit kann ich mit 58 Jahren eigentlich leben.

Als Penner

Lies:
Na ja, ob ich als Penner glücklich zu nennen wäre, da bin ich mir nicht so sicher, aber als heute im TV erneut die Meldung kam, jetzt hätten es die Diabetiker bald erheblich besser, denn sie könnten jetzt das benötigte Insulin per Spray einatmen, da wusste ich, eher geht die Welt unter, als dass ich das Zeug je über meine Lunge einsauge, das wird weiter schön per Pen zugeführt, denn die Stiche kratzen mich nach über zehn  Jahren Diabetikerdaseins nur die Hälfte.

Ich teile zuweilen meine Dosis sogar in zwei Hälften auf, obwohl ich das nicht muss, nur weil es bessere Werte ergibt.

Also das Nädelchen ist längst mein Freund, Angst vor Spritzen hatte ich ohnehin nie. :banane:

Lies

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Wolfgang am September 09, 2005, 23:14 ---ich lese hier so viel über glückliche Pumpis :). Wo sind die glücklichen Penner ???

--- Ende Zitat ---

Schau mal in den Spiegel :zwinker:


--- Zitat ---Konkret: Welche Vor- und Nachteile hat eine Pumpe?
--- Ende Zitat ---

Die Pumpe hat den Vorteil, daß man einen schwankenden Insulinbedarf bedarfsgenau abdecken kann. Alle Menschen haben ein paar Schwankungen: morgens und abends ein bißchen mehr, mittags etwas weniger. Manche Menschen haben aber extreme Schwankungen, und da ist ein normales Basalinsulin ungenügend.

Entweder deckt man die hohen Spitzen ab und nimmt dafür Hypos zu den Zeiten geringen Insulinbedarfs in Kauf, oder man verzichtet auf Hypos, aber dann reicht es in den Spitzen nicht.
Basalinsulin hat eine bestimmte Verlaufskurve. Damit das einigermaßen passt muß man sich an bestimmte Regeln halten, zB. feste Spritzzeiten.

Bei der Pumpe ist das anders, denn da bestimme ich selber das Aussehen der Verlaufskurve. Vergleich mal die Grafiken hier http://www.diabetesinfo.de/therapie/ict.php und hier http://www.diabetesinfo.de/therapie/csii.php


--- Zitat ---Meine Doc meint, dass ich auch eine Pumpe nehmen sollte, dabei bin ich mit einem HB1a von jetzt neu 6,6 zufrieden und meine Standardabweichung liegt bei roundabout 42. Damit kann ich mit 58 Jahren eigentlich leben.
--- Ende Zitat ---

Das sehe ich eigentlich auch so. Frag sie doch mal, wo sie den Grund für eine Pumpe sieht.

Bei einem 20-jährigen würde ich auch sagen, das HbA1c würde mit einer 6,0 besser aussehen, aber mit dem Alter steigt auch die Gelassenheit. Augenärzte sagen z.B., daß das optimale 1c für die Augen bei 6,2-7,2 liegt.
http://www.augentagesklinik.com/de/informationen/patienten/diabetes_und_auge.php

Er soll aber nicht so stark schwanken, was deiner mit 42 ja nicht tut (ich hab in meinen Einstellungen <45 als 'Sehr gut' deklariert).

Aber Pumpe ist neben den medizinischen Vorteilen (bei einer nicht so guten Einstellung!) auch noch bequemer. Man muß nicht nach dem Pen suchen (ich war ja auch 17 Jahre Penner), muß nicht auf die Uhr schauen wann es Zeit für das Basal ist oder sich fragen "hab ich jetzt schon Basal gespritzt?".

Also: anhand deiner Werte da oben sehe ich auch keine dringende Indikation für eine Pumpe. Aber mir liegen ja auch nicht all die Daten vor, die deiner Ärztin vorliegen. Frag sie :ja:

Gela:

--- Zitat von: Wolfgang am September 09, 2005, 23:14 ---Konkret: Welche Vor- und Nachteile hat eine Pumpe?

--- Ende Zitat ---

Der große Nachteil, den viele beim Tragen einer Pumpe sehen, ist zum einen die Abhängigkeit von einem medizinischen Gerät, das vor allem nach außen hin sichtbar ist und dass sie die Person als von der Norm abweichend kennzeichnet.

LordBritish:

--- Zitat von: Gela am September 10, 2005, 12:18 ---Der große Nachteil, den viele beim Tragen einer Pumpe sehen, ist zum einen die Abhängigkeit von einem medizinischen Gerät, das vor allem nach außen hin sichtbar ist und dass sie die Person als von der Norm abweichend kennzeichnet.

--- Ende Zitat ---

Abhängig wird man ja nur, wenn man das vorherige Wissen nicht von Zeit zu Zeit mal auffrischt...
und vielliehct auch einfach mal wieder ausprobiert.

Das tragen der Pumpe finde ich ist heute kein Argument mehr, wo doch jeder Hinz und Kunz mit einem Handy rumläuft...
Eine Verkäuferin im Modegeschäft meinte nur einmal bei der Anprobe, ob ich mal eben gerade mein Handy vom Gürtel abnehmen könnte...  :lachen:
Auch gibts ja die Möglichkeit das an anderen Stellen zu tragen wo die wesentlich unauffälliger sind, blöd ist es dann halt nru beim Bolus
oder einem Alarm...
Meine Lieblingsstelle ist und bleibt wahrscheinlich links am Gürtel, da stört sie mich überhaupt nicht,
ich merks nur wenn sie fehlt sonst schon lange nicht mehr.

Viele Dinge finde ich kann man mit einem Probetragen leicht aus der Welt schaffen.
Aber wenn man eh total negativ dazu eingestellt ist, denke ich wird das Probetragen eher das Gegenteil auslösen...
man sucht verzweifelt nach Fadenscheinigen Begründungen warum keine Pumpe...

Lord

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