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wissenschaft.de - Insulin-Tablette in Sicht?

Offline Dirk B.

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Ich meine, wir machen uns hier zu viele Gedanken über ungelegte Eier.

[....]
Richtige Gedanken mache ich mir vielleicht, wenn es "die Lösung" gibt. So lange mache ich wie gewohnt weiter.

Dann brauchst du dir keine Gedanken mehr machen. Denn dann haben wir ja eine Lösung.  :wech:
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Online Gyuri

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Ja … nö  :gruebeln:

Dann erst mache ich mir Gedanken, ob so eine Lösung für mich in Frage kommt.  :smoking:
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
Dann kam einer, der wusste das nicht,
und hat's einfach gemacht. :ja:


Offline Joerg Moeller

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Rein theoretisch könnte man da jede Dosierung machen, wie man ja auch einen Kaufpreis Centgenau bezahlen kann.

Aber ich sehe da eher das Problem der Bio-Verfügbarkeit, also dass wirklich exakte die beabsichtigte Menge ins Blut übergeht. Ich denke für Diabetiker, die das so genau brauchen wird man um das herkömmliche Insulin nicht herumkommen, egal ob per Pen, Pumpe oder Closed-Loop (die ja auch immer mehr in greifbare Nähe rücken.

Vermutlich werden diese Kapseln eher für DM2er sein, die auch jetzt schon mit Kombi-Insulin behandelt werden/würden, wo es nicht so sehr um Genauigkeit geht.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Dirk B.

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.....
Vermutlich werden diese Kapseln eher für DM2er sein, die auch jetzt schon mit Kombi-Insulin behandelt werden/würden, wo es nicht so sehr um Genauigkeit geht.

Viele Grüße
Jörg

Wäre das nicht ein Rückschritt in Richtung des starren CT?

Viele Grüße

Dirk
 
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Offline Andi

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Wäre das nicht ein Rückschritt in Richtung des starren CT?

Nö, wenn es Tabletten in unterschiedlichen Dosierungen geben wird?
1er, 2er, 5er, 10er ...
Oder wie auch immer geartet ...  :duck:


Offline Joerg Moeller

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Wäre das nicht ein Rückschritt in Richtung des starren CT?

Warum nicht, wenn es passt? Die CT ist nichts rückständiges. Sie ist einfach nur eine andere Therapieform, die sich besonders für Menschen mit regelmäßigem Tagesablauf eignet. Sie hat den Vorteil, dass man nicht so oft spritzen/messen muss und daher einfacher zu handhaben ist.

Das gehört zu guter Diabetologie: fähig zu sein, die Therapieform dem Menschen anzupassen (und nicht den Mensch in eine Therapieform zu zwängen, die man selber für besser hält).
Hosen gibt es ja auch in mehr als nur drei Größen :zwinker:

Viele Grüße
Jörg
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Offline Berti

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Hallo und einen schönen Sonntag alle zusammen,
ich denke das es so ablaufen wird,.... die Diabetiker sterben nicht aus, die Weiterentwicklung  bleibt nicht stehen, die Pharmaindustrie wird sich an den Tabletten ( wenn sie denn kommen und das halten was sie versprechen ! ) wieder eine goldene Nase daran verdienen, und es wird alles beim alten bleiben, bis auf den kleinen Vorteil, das für viele das Spritzen ein ende haben wird !
Spritzen ? Eine Hemmschwelle für viele Neudiabetiker
Ich denke das die Tabletten aus rein psychologischer Sicht eher ein Nachteil sein werden, denn dem Diabetiker wird es dadurch immer leichter gemacht sich weiter ungesund zu ernähren, denn der Schrecken " Diabetes " wird ja dann in vielen Fällen nur noch ein tägliches Tablettengeschlucke. Im Klartext muss man sagen das die doch sehr gefährliche Krankheit DM zusätzlich verharmlost wird und noch mehr in den Hintergrund rückt, denn umso einfacher die Behandlung umso weniger kapieren die Menschen wie gefählich das ganze ist.
Medicus curat, natura sanat
 „Der Arzt behandelt, die Natur heilt“


Online Gyuri

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Gerade jetzt erst fiel mir dieser Satz auf  :super:
(…)
Das gehört zu guter Diabetologie: fähig zu sein, die Therapieform dem Menschen anzupassen (und nicht den Mensch in eine Therapieform zu zwängen, die man selber für besser hält).
Hosen gibt es ja auch in mehr als nur drei Größen :zwinker:

Viele Grüße
Jörg
Ich bin zwar dagegen von tollen Neuheiten zu sprechen wenn man noch nichts genaues weiß, durchaus aber für Neues offen.
Damit will ich keinen Widerspruch erzeugen - ich denke nur an meine Wandlung vom Saulus zum Paulus mit meinem FS Libre.
Es täte da genauso Not, die Therapie dem Menschen anzupassen und nicht zu versuchen mit altbewährter Therapie völlig neue Messtechniken einzusetzen.

Wer bei der Therapie nicht flexibel sein will/kann, sollte ALLES so weiter machen wie gewohnt.
Warten wir die "Wunderpille" erst mal ab, bevor wir wissen, wie dafür eine Therapie auszusehen hat.
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
Dann kam einer, der wusste das nicht,
und hat's einfach gemacht. :ja:


Offline Dirk B.

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Wäre das nicht ein Rückschritt in Richtung des starren CT?

Warum nicht, wenn es passt? Die CT ist nichts rückständiges. Sie ist einfach nur eine andere Therapieform, die sich besonders für Menschen mit regelmäßigem Tagesablauf eignet. Sie hat den Vorteil, dass man nicht so oft spritzen/messen muss und daher einfacher zu handhaben ist.

Das gehört zu guter Diabetologie: fähig zu sein, die Therapieform dem Menschen anzupassen (und nicht den Mensch in eine Therapieform zu zwängen, die man selber für besser hält).
Hosen gibt es ja auch in mehr als nur drei Größen :zwinker:

Viele Grüße
Jörg

OK. Ich lasse mich immer wieder dazu verleiten den Diabetes so zu sehen das man sich damit in soweit auseinandersetzt das ich ihn möglichst flexibel handhaben kann. Leicht verliere ich dann die aus den Augen die das nicht wollen oder können und sich lieber an einem festen Schema orientieren.

Lg

Dirk
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Offline Joerg Moeller

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OK. Ich lasse mich immer wieder dazu verleiten den Diabetes so zu sehen das man sich damit in soweit auseinandersetzt das ich ihn möglichst flexibel handhaben kann. Leicht verliere ich dann die aus den Augen die das nicht wollen oder können und sich lieber an einem festen Schema orientieren.

Mich hat man damals vor die Wahl gestellt: "entweder das herkömmliche Schema mit festen Spritz- und Essenszeiten oder die neue Basis-Bolus-Therapie, die flexibler ist, aber mehr Aufwand bedeutet."

War für mich auch keine Frage, ich mochte mir ja nicht zum Essen den Wecker stellen.

Dass es auch andere gibt, für die eine CT die bessere Alternative ist, hab ich erst sehr viel später während meines Berufs in der ambulanten Pflege gelernt. Wir sind da auch Pat. angefahren, bei denen lediglich er BZ gemessen und Insulin gespritzt werden musste. Alleine konnten die es nicht, das hätte sie überfordert.

Und auch unter denen, die selber messen und spritzen gibt es die, die ihren Bolus nicht berechnen (können), sondern aus einer vorgefertigten Tabelle ablesen.
("Blutzucker zwischen 150 bis 200 = eine Einheit Insulin zusätzlich").

Und das sehe ich völlig wertfrei. Jedem kann es passieren, dass im Alter die mentale Leistungsfähigkeit nachlässt. Und der IQ hat auch nichts mit dem EQ zu tun.
Deswegen sag ich ja immer: die Kunst ist es, für jeden Einzelnen die zu ihm passende Therapieform zu finden (und ggf. die notwendige Unterstützung).

Viele Grüße
Jörg
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