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Libre zeigt extrem falsche Werte an

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Kladie:
Hallo Gyuri,

ich denke nicht, dass das Libre Zufallspfeile erzeugt. Du und ich als Type 2 brauchen sie eigentlich nicht, da durch unsere stark vorhandene Resistenz der BZ nie so stark schwankt, dass darauf kurzzeitig reagiert werden muss.
Einem T1 können diese Pfeile aber schon helfen - vor allem wenn es öfter Situationen gibt, die durch "rechnen" nicht erschlagen werden können.

Ich betrachte die Pfeile auch eher rückwärts gerichtet. D. h. wer vergessen hat was vor der Messung geschehen ist wird durch die Pfeile daran erinnert evtl. einen Fehler gemacht zu haben der korrigiert werden sollte.

Hobbit:
Na ja, wenn der Pfeil ausgerechnet bei euch immer falsch ist, dann kann man halt nichts machen... Die Pfeile repräsentieren eben den Trend. Wenn du an der Kreuzung stehst und sie nicht überqueren kannst, weil der Gegenverkehr durchsticht, ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass deine Ampel rot ist. Oder halt umgekehrt.
Natürlich ist der Trendpfeil nur eine Verdeutlichung. So ähnlich wie die Lebensmittel-Ampel ("Oh, Überraschung, Chips enthalten viel Fett und KH - das sollte man durch die Nährwertangabe hinschreiben UND es noch rot einfärben, damit es auch wirklich jeder bemerkt")
Welche Erwartungen soll man sonst an den Trendpfeil haben?

Gyuri:
Es mag ja sein, dass der Pfeil bei Typ1er besser funktioniert. Einen tieferen Sinn kann ich aber trotzdem nicht erkennen.
Wie holt/e sich denn ein Typ1er diese Trendinformation, wenn er kein Libre hat? Es ist noch gar nicht so lange her, als es diese Technik noch nicht gab.

Da hat man sicher einfach ein paar Messungen mehr gebraucht um auf der sicheren Seite zu sein und nutzte (wie ich meine) ein zuverlässigeres Werkzeug zum Abschätzen des Trends: den Verstand  :gruebeln:
btw: Mein Blutdruckmessgerät rät mir bei Hochdruck, zusätzlich zum Messwert, Maßnahmen zu ergreifen.  :balla: Früher hatte ich meine Eingriffgrenzen im Kopf und musste die Messwerte auf einer Analoganzeige "einfach" ablesen. Das ging damals aber auch nicht schlechter als heute.

Ich halte das Libre meiner Frau (wohl doch Typ2) in den Händen und schaue mir den Verlauf an um abschätzen zu können, wie es wohl weiter geht, wenn was gemacht wird. Mir brächte ein funktionierender Pfeil keine zusätzliche Information aufgrund der man besser handeln könnte.

@Hobbit
(gerade erst gelesen)
Ich habe überhaupt keine Erwartungen an einen Trendpfeil. Ich brauche ihn nicht, weil ich alle nötigen Informationen aus Diagrammen beziehe. Und ich tu mir leider furchtbar schwer, mir Leute vorzustellen, die ohne so einen Pfeil nicht zurecht kommen würden.

Duff Rose:
Bestimmt kommt man auch ohne zurecht. Für Typ 1er halte ich den Pfeil für hilfreich, ein Trend kann eine Entscheidung positiv beeinflussen den SEA zu wählen, eine Einheit Insulin mehr oder weniger zu injizieren sowie androhende Hypos zu erahnen. Das geht aber nur in Zusammenarbeit mit dem eigenen Gehirn, wirkliche Daten liefert der Pfeil ja nicht - es ist eben einfach nur ein Trendpfeil und somit als Zubehör anzusehen. Kann man nutzen, muss man aber nicht.

Floh:
Da stimm ich jetzt nicht mehr zu, Gyuri.

Der Trendpfeil ist genau die Neuerung, die CGM/FGM interessant macht. Ohne den Trend (und eigentlich sogar ohne den Verlauf) habe ich das Selbe wie früher. Mit vielen Messungen kann ich ein gleiches Ergebnis erzielen.

Wie meine beiden Bilder weiter oben aber zeigen sollen kann ich - draußen, auf der Straße, im wirklichen Leben - eben nicht immer so oft messen wie es für meine Therapie notwendig wäre. Und genau da ist der Trendpfeil eine unschätzbare Hilfe. Bei dem zweiten Bild (100 mg/dl, Trend dramatisch fallend) ist es genau diese Vorhersage, die mir sagt "wenn du jetzt weiter Rasen mähst oder Rad fährst, dann schießt du dich in einen recht dramatischen Unterzucker".

Diese Vorhersage bekomme ich nicht aus Nachdenken alleine. Bei meiner Insulinempfindlichkeit reicht es eben schon aus, wenn ich mich um 0,5I.E. bei der Bolusberechnung vertan habe. Und ob mein Apfel von einem Tag auf den anderen die selbe Menge an KH enthält ist halt nicht garantiert. Das wird noch spannender, wenn die körperliche Anstrengung von äußeren Faktoren abhängt, die nicht unbedingt bemerkt werden. Gegenwind auf dem Radl? Dann streng ich mich etwas mehr an als sonst, merke das aber nicht sofort. 10°C kälter? Wenn ich mich warm gefahren habe ist das nicht auffällig, mein Blutzucker merkt es aber.

Bei mir passiert es sehr schnell, dass sich der BZ (in beiden Richtungen, übrigens) um mehr als 20 bis 50 mg/dl/halber Stunde ändert. Und so engmaschig messe ich nicht blutig.

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