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Libre zeigt extrem falsche Werte an

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Duff Rose:
Hallo Tatjana,

Das klingt mir alles sehr bekannt, bis auf das Schlauchbootfahren ;-)

Anscheinend werden ja Ausreißer irgendwie ausgefiltert, aber leider nicht so dass eine große Abweichung erkannt wird.

In folgendem Verlauf war ich mir sicher, dass irgendetwas nicht stimmt. Somit erstmal kein Problem, außer dass das Libre für den Moment völlig nutzlos ist.



Normalerweise sollte (wie auch immer) das System doch innerhalb einer solch langen Periode erkennen können, dass es Mist misst.

Hintergrund:
Wenn nämlich der angezeigte Wert hier sich nicht um die 40mgl/l bewegt sondern im Normbereich werde ich meinen BZ versuchen schön dort zu halten. Die Realität kann allerdings heißen, ich arbeite mich schön brav über die Nierenschwelle. Und niemand merkt das.

Übrigens stammt das Bild von dem Sensor den ich aktuell trage. Und gerade jetzt scheinen die Werte zu passen. Also: Gleicher Sensor, unterschiedlich qualitative Ergebnisse. Wenn man wüsste wann und wieviel die angegeben Werte abweichen, könnte man rechnen und reagieren, leider aber habe ich das Gefühl hin und wieder im Dunkeln zu sitzen.


Frau_Holle:
Nur so als Einwurf:

Habe gerade wieder gelesen, dass die Einnahme von Salycilsäure, während der Freestyle libre Sensor am Körper getragen wird, zu falsch niedrigeren Werten führen könne und die Einnahme von Ascorbinsäure zu falsch höheren Werten.

Sollte das in diesem langen Thread schon erwähnt worden sein, bitte ich um Verzeihung für die Wiederholung.

Quo:

--- Zitat von: Duff Rose am Juli 29, 2017, 18:24 ---Also: Gleicher Sensor, unterschiedlich qualitative Ergebnisse. Wenn man wüsste wann und wieviel die angegeben Werte abweichen, könnte man rechnen und reagieren, leider aber habe ich das Gefühl hin und wieder im Dunkeln zu sitzen.

--- Ende Zitat ---

Ja, hier vermisse ich zwei Dinge: zum einen würde ich mir wünschen, daß das Libre die mit demselben Scanner gemessenen BZ-Werte mit berücksichtigen würde - aktuell werden sie in der auf dem Gerät angezeigten Kurve noch nicht einmal dargestellt. (Beim Ausdruck erscheinen sie wenigstens in der Übersicht der einzelnen Tage, in den anderen Kurven gar nicht).

Ich hatte zu Beginn auch versucht zu rechnen, und war dann überrascht, als nach einer längeren Periode, die nach einer konstanten Abweichung aussah, sich eine recht gute Übereinstimmung einstellte, nur um dann zwischendurch wieder größere Abweichungen zu zeigen.

Zum anderen fände ich es gut, wenn das Gerät dann, wenn die Werte eher mit Vorsicht zu betrachten sind, einen entsprechenden Hinweis (Abweichung, den Begriff Konfidenzintervall vermeide ich mal besser :) ) angeben würde. GPS Darstellungen z.b. geben dann einen Radius mit an, ein BZ-Messgerät könnte auch hier einen Wertebereich angeben. Gerade graphisch ist so etwas gut darstellbar. Die trennscharfe rote Linie suggeriert ja offenbar eine Genauigkeit, die nicht immer gegeben ist. Das ist dann so ähnlich wie bei den digitalen Messgeräten, die schwankende Werte auf drei Stellen hinter dem Komma angeben...
Der Trendpfeil ist hilfreich, aber leistet dies nicht. Abweichungen im Bereich steigender/fallender Werte habe ich nicht als kritisch angesehen, sondern als systemimmanent. Hier ist in der Tat die Richtungsinformation das interessantere Kriterium.

Das Gerät könnte entschieden mehr leisten, wenn es bessere Informationen zum aktuellen Stoffwechselgeschehen hätte - da fehlt die Koppelung mit den Daten der Insulinpumpe. Da hätte mich das Experiment mit der Smartwatch interessiert, denn wenn zu den (Roh-)daten noch die Information des aktuell wirkenden Insulins aus BR und Bolus, sowie die aktuelle Aktivität (Schrittzähler der Smartwatch) hinzukommt könnte ein System anfangen, sich lernend eine Heuristik zur Insulinempfindlichkeit des jeweiligen Trägers zu erstellen (Stichwort: KADIS), und hieraus vermutlich im nahen Zeitbereich recht gute Prognosen zum weiteren Verlauf abgeben.

Leider bleiben die Graphen, die die Auswertungssoftware zum Libre auswirft, weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Es würde hier bereits helfen, wenn zu einem gescannten Wert noch nachträglich Insulin/KH-Metadaten hinzugefügt werden könnten.

PS: Ja, Sailicylsäure war mir bekannt, Ascorbinsäure hatte ich, glaube ich, gelesen, aber wieder verdrängt. Ich habe im Testzeitraum keines von beiden eingenommen (und auch nichts vergleichbares, auch nicht im Rahmen der täglichen Mahlzeiten).

Gyuri:

--- Zitat von: Duff Rose am Juli 29, 2017, 18:24 ---(…)
Normalerweise sollte (wie auch immer) das System doch innerhalb einer solch langen Periode erkennen können, dass es Mist misst.
(…)

--- Ende Zitat ---
In gewisser Weise tut Libre das doch, bzw. gibt dem Anwender die nötigen Informationen, dass da was nicht stimmen kann, wenn im Diagramm über mindestens 8 Stunden keine plausible Messung zustande kommt.

Damit will ich jetzt die Sensorstörung nicht entschuldigen oder gar verteidigen. Aber die Informationen auf dem Display wären für mich eindeutig genug. :gruebeln:

Tarabas:

--- Zitat von: Quo am Juli 29, 2017, 14:22 ---Was ich jetzt aber gar nicht schick fand, war die Ansage, daß Abbot nicht mehr möchte, daß die Scanner/Sensoren ausgelesen werden? Das trifft dann vermutlich Nightscout und die Smartwatch-Lösung genauso wie SiDiary.

--- Ende Zitat ---

Huch, was?

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