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Libre zeigt extrem falsche Werte an

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Joerg Moeller:

--- Zitat von: Duff Rose am Juli 26, 2017, 12:24 ---Ich weiß was du meinst, aber dann kann man die Zahlenwerte ja auch weglassen.

--- Ende Zitat ---

Eigentlich schon, ja. Ausnahme würde ich bei Korrekturen sehen, da muss man ja eine Berechnungsgrundlage haben.
Ansonsten (um zu checken wo man liegt) würde mir ein Ampel-System ausreichen. Aber das ist eben Ansichtssache.


--- Zitat ---Ebenso halte ich es für einen Beinbruch wenn eine Therapieänderung die Erhöhung des HBA1C zur Folge hat.

--- Ende Zitat ---

Kommt drauf an, wie die Erhöhung ausfällt. 0,5 Prozentpunkte halte ich für wenig dramatisch, wenn der Wert unter 7-7,5 bleibt. Und bei unter 6 ist es erst recht wurscht, denn in der UKPDS kam ja auch schon raus, dass bei Werten <6% keinerlei Änderung hinsichtlich Spätschäden mehr zu verzeichnen war.

Viele Grüße,
Jörg

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Floh am Juli 26, 2017, 16:44 ---- Zu wenig Sauerstoff. Da kommt auch der Teil mit dem "nicht überkleben" und der zeitlichen Einschränkung unter Wasser her. In Prinzip geht das eine ganze Weile gut, irgendwann ist aber Schluss. Einlaminieren des Armes würde also irgendwann Fehler bringen.

--- Ende Zitat ---

Danke, das hatte mir gefehlt :super:

Wieder ein Brett vor'm Kopf weniger ;D

Viele Grüße,
Jörg

Floh:

--- Zitat von: Gyuri am Juli 27, 2017, 11:21 ---Da die Libre-Sensoren aber nicht nur diesen oben genannten systematischen "Fehler" haben können, muss meiner Meinung nach schon dringend etwas gegen spontane Extremabweichungen (in sich) getan werden.
Allerdings: unsere 10 Sensoren haben alle normal funktioniert.

--- Ende Zitat ---

Ist es. Sowohl die Libre, als auch Dexcom, als auch xDrip mitteln 5 Meßwerte (minütlich gemessen) und bilden Kurzzeit-Mittel und verwerfen Ausreißer. Auch wichtig, weil das elektrische Signal schwanken kann (und das natürlich viel schneller Störungen produziert als Chemie und Biologie).

Quo:

--- Zitat von: Duff Rose am Juli 26, 2017, 12:24 ---.
Das mit dem Beinbruch ist Ansichtssache. Wenn ich vor der langen Autofahrt ein LO angezeigt bekomme fühle ich mich gezwungen zu reagieren. Wenn man dass einfach nicht beachtet, weil das Körpergefühl was anderes sagt - das mache ich nicht. Schließlich könnte in der Tat eine Hypo anstehen, ich hab ja überhaupt keinen Anhaltspunkt wo ich liege. Ich bin für den Moment einfach blind, Tendenzverlauf hin oder her. Zudem muss ich wissen von welchem Wert die Tendenz ausgeht.

--- Ende Zitat ---

Einen zweiwöchigen Test des Libre habe ich auch gerade hinter mir, und das Problem mit einzelnen Zeitpunkten, an denen die Werte des Libre stark von denen einer BZ-Messung und auch vom "gefühlten" Spektrum abwichen, habe ich auch erfahren.
Ich folge an dieser Stelle der in diesem Thread mehrfach angeklungenen Philosophie, dass ein gewisses Umdenken erforderlich ist - das wird leider in der Werbung nur schlecht vermittelt, dort wird das Libre als 1:1 Ersatz zu den einzelnen BZ-Messungen vermarktet. Letztendlich ist es ein eigenständiges Meßsystem, das eben nicht 1:1 vergleichbar ist. Zu jeder Messreihe gehört im Prinzip eine Fehlerrechnung, und hier haben wir in die Algorithmen der Hersteller, die uns "fertige Werte" verkaufen, wenig Einblick. Mit Ausnahme vielleicht des Medtronic Systems, das, wenn ich das richtig verstanden habe, über die ISIG-Werte auch Rohdaten zur Verfügung stellt.

Ich habe dann letztendlich die kritischen Werte mit einer BZ-Messung hinterfragt. Meine Highlights: 245 (BZ Messung mit Libre) vs 134 (Sensor) bei Tendenz gleichbleibend (beginnende leichte Absenkung des BZ über die Basalrate, nach Messung durch Korrekturbolus beschleunigt). Hier hätte ich dem Sensor folgend zuwenig korrigiert, da sich der Sensor aber in der Messung auch wieder angleicht wäre das irgendwann über eine angehobene BR auch wieder im Lot gewesen. Ergo: mit erwas Umdenken (mehr Korrekturen über BR Anhebung/Senkung, die sich im Gegensatz zum Bolus abbrechen lässt) für mich akzeptabel.
Ansonsten ebenfalls: Sensor 47, 52, Tendenz gleichbleibend, keine wahrgenommene Unterzuckerung, BZ sagt 104. Beim Autofahren hätte ich ohne Kontrollmessung sicherheitshalber 20 KH eingeworfen und wäre damit real um die 150 herausgekommen. Hätte mich gestört, weil unnötig, v.a. wenn ich sicherheitshalber auch noch die BR reduziert hätte, und damit in eine Resistenz gerutscht wäre. Ergo: wenn möglich mit Kontrollmessung verifizieren, zumal die Tendenz zu niedrig zu zeigen ja auch in die Lernkurve des Anwenders einfließt.
Letztendlich war der Sensor extrem hilfreich: die letzte Woche hatte ich täglich 10 Stunden und mehr auf einem kleinen Schlauchboot auf der Ostsee. Die ersten Tage noch mit Sensor: Scanner in wasserfester Tüte, und ich habe den Tag über halbwegs belastbare Werte, mit denen ich gut arbeiten kann. Leider war der Sensor am zweiten Tag der Travemünder Woche abgelaufen. Damit hatte ich dann einen pp-Wert vor dem Hinausfahren um 09:30, und dann einen ersten Wert abends wieder an Land. Dazwischen Blindflug mit eher vorsichtigen Insulingaben, da Dauerbewegung mitzukalkulieren war. Wegen der Dauerbewegung gab es zwischendurch bei entsprechender Symptomatik auch mal ein Vesperbrot ohne Insulin. Das Ergebnis war vorhersehbar abends etwas höher als ich mir gewünscht hätte.
Auch ohne dies waren meine Werte mit Sensor auch bei gelegentlich zu hoher Anzeige deutlich besser als ohne, einfach weil ansteigende Tendenzen erheblich früher erkannt und mit Insulin erschlagen werden konnten.

Was ich jetzt aber gar nicht schick fand, war die Ansage, daß Abbot nicht mehr möchte, daß die Scanner/Sensoren ausgelesen werden? Das trifft dann vermutlich Nightscout und die Smartwatch-Lösung genauso wie SiDiary.
Ich werde mich nun mal näher mit dem Medtronic System beschäftigen...

Viele Grüße, Tatjana

Duff Rose:
Hallo Tatjana,

Das klingt mir alles sehr bekannt, bis auf das Schlauchbootfahren ;-)

Anscheinend werden ja Ausreißer irgendwie ausgefiltert, aber leider nicht so dass eine große Abweichung erkannt wird.

In folgendem Verlauf war ich mir sicher, dass irgendetwas nicht stimmt. Somit erstmal kein Problem, außer dass das Libre für den Moment völlig nutzlos ist.



Normalerweise sollte (wie auch immer) das System doch innerhalb einer solch langen Periode erkennen können, dass es Mist misst.

Hintergrund:
Wenn nämlich der angezeigte Wert hier sich nicht um die 40mgl/l bewegt sondern im Normbereich werde ich meinen BZ versuchen schön dort zu halten. Die Realität kann allerdings heißen, ich arbeite mich schön brav über die Nierenschwelle. Und niemand merkt das.

Übrigens stammt das Bild von dem Sensor den ich aktuell trage. Und gerade jetzt scheinen die Werte zu passen. Also: Gleicher Sensor, unterschiedlich qualitative Ergebnisse. Wenn man wüsste wann und wieviel die angegeben Werte abweichen, könnte man rechnen und reagieren, leider aber habe ich das Gefühl hin und wieder im Dunkeln zu sitzen.


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