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FreeStyle Libre File Import

Offline Alf

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Ich _persönlich(!)_ sehe das weitaus pragmatischer (ich habe aber auch keine Probleme mit Hypos - weder wenn ich mal eine habe, noch mit der Wahrnehmung): Ich habe im letzten halben Jahr 5-10 mal blutig gemessen. Man muss halt das Libre "verstehen", die angezeigten Werte interpretieren und sich unvoreingenommen darauf einlassen.

Auch diese Sensorüberprüferei interessiert mich nicht: Der Sensorwert ist meine neue Steuerungsgröße und wenn der mir aus einer Charge mal wirklich 50 zu viel oder zu wenig anzeigen sollte ist mir das schnuppe: Ich habe auch noch ein Körpergefühl, mit dem ich Hypos und Hyper wahrnehme, das habe ich ja auch bei blutigen Messungen nicht einfach ausgeblendet und wenn mal ein Sensor fehlerhaft wäre und ich 2 Wochen lang im Durchschnitt 50 mg/dl höher gelegen hätte, würde ich das im 1C sehen aber dann würde mich das trotzdem nicht in eine Sinnkrise stürzen.

Mein letzter 1C war 6,1% und das mit einer vollen Breitseite Kortison bis Oberkante Unterlippe über mehrere Monate! _DA_ hätte ich blutig ganz alt ausgesehen! ;)

Insofern ist das eine rechtliche Absicherung die ich nachvollziehen kann aber die Praxis sieht anders aus...

P.S.: Und ich weiss allerdings auch nicht, ob die Entscheidung gescannte Werte NICHT im Blutzuckertagebuch anzuzeigen eine von Abbott oder eine von mySugr war. ;)
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Offline Joerg Moeller

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Ich _persönlich(!)_ sehe das weitaus pragmatischer (ich habe aber auch keine Probleme mit Hypos - weder wenn ich mal eine habe, noch mit der Wahrnehmung): Ich habe im letzten halben Jahr 5-10 mal blutig gemessen. Man muss halt das Libre "verstehen", die angezeigten Werte interpretieren und sich unvoreingenommen darauf einlassen.

Sehe ich auch so. Man muss ja auch bedenken, dass der Glukosewert im ZZW ein Echo des tatsächlichen BZ ist. Glucose ist nicht statisch, die ist ständig in Bewegung durch Diffusion, weil bei Vorhandensein einer semipermeablen Membran immer ein Stoffausgleich angestrebt wird. D.h. ist der Glukosewert im Blut niedriger als im ZZW, dann wandert Glucose durch diese Membran vom ZZW ins Blut und umgekehrt.

"Diffusion" hab ich mal mit Bildern erklärt in meinem Artikel über die Nierenschwelle: http://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/grundlagen-fortgeschrittene/nierenschwelle.html

D.h. die Anzeige vom Libre ist entweder ausreichend genau (was man nach spätestens drei Monaten checken kann, indem man das erechnete HbA1c aus den Libre-Daten mit dem Laborwert vergleicht) oder sie ist ungenau. Und dann lohnt es sich nicht, damit weiter zu messen.

Und wenn ich das richtig im Kopf habe empfiehlt Abbott ja auch eine BZ-Messung, wenn das Körpergefühl nicht zum angezeigten Libre-Wert passt.

Diese ständigen Vergleiche 'was zeigt mein Libre und was zeigt die blutige Messung' sind irrelevant. Abbott verwendet da eh schon einen Algorithmus, um die durch Diffusion enstandene Zeitverzögerung weitgehend rauszurechnen. Und für mich(!) gilt immer noch: wer viel misst, misst Mist. :zwinker:

Viele Grüße,
Jörg
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Offline d1werner

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Das kann ich genauso unterstreichen. Ausserdem ist beim Libre bei mir der Trend-Wert oft viel therapie-relevanter als der absolute Wert. Hier sind ganz andere Möglichkeiten der Reaktion und Korrektur möglich.
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Offline d1werner

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P.S.: Und ich weiss allerdings auch nicht, ob die Entscheidung gescannte Werte NICHT im Blutzuckertagebuch anzuzeigen eine von Abbott oder eine von mySugr war. ;)

Ich hatte diesbezüglich nach Wien geschrieben: Reaktion ähnlich wie hier von Jörg ("Sind ja keine BZ Werte und führen zu Missinterpretationen"), aber die Vorgabe kommt wohl tatsächlich von Abbott:

"Leider dürfen wir Gewebszuckerwerte nicht als Blutzuckerwerte verwenden, somit ist diese Integration nicht möglich."

Geht ein bisschen an der Realität vorbei und erscheint scheinheilig, denn als Libre Nutzer messe ich vielleicht 5x pro Monat  meinen BZ auf herkömmlichen Weg. 

Und eigentlich jeder Libre Nutzer, der mir bekannt ist, nutzt den gescannten Wert im Regelfall für seine Therapie (zumal ja auch der Trend oft viel entscheidender ist)



Aber muss das auch positiv sehen - so können wir jeden manuell gescannten Wert ja weiterhin wie gewohnt "eintippen" - würde einem ja sonst langweilig werden ....
DM 1, Spirit Combo


Offline Alf

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Ja das ist eine rechtliche Absicherung von Abbott. Habe mir gerade heute meinen 1c abgeholt mit 5,9% - vielleicht 5 mal im Quartal blutig gemessen...
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Offline Stephan

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Hallo,

ich habe seit 2 Tagen das FSL am Laufen.
Ich habe gerade Sidiary PC up to date gebracht (hat sich selbst gemeldet) und bin dann über BZ-Messgerät / Pumpe auslesen - Abbott FSL gegangen. Das Gerät wurde ausgelesen und jetzt habe ich für gestern und heute ewig viele Spalten in der Tagebuchansicht. Das gefällt mir nicht.
Ich hatte letzte Woche hier verschiedene Themen bzgl FSL und Sidiary gelesen und hatte erwartet, dass Sidiary die Daten automatisch mit dem Datentyp UDT CGMS handhabt. Hatte, wie ich meine, gelesen, dass der Datentyp automatisch beim Auslesen eines CGMS installiert wird und auch das passende AddIn. Leider ist das nicht geschehen.

Frage:
Was habe ich falsch gemacht?
Wie vermeide ich das in Zukunft? Und: Nein, Selbstmord ist derzeit keine Option.
Muss ich die ganzen Spalten jetzt per Hand aufräumen?
Ich traue mich nicht, mein iphone zu syncen, aus Angst, dass der dann auch die 27 Spalten mitnimmt.
Wie bekomme ich Sidiary PC dazu, die Daten als UDT zu importieren?

Vielen Dank für Eure Geduld. Mir reicht auch ein Link, lesen kann ich, ich dachte, ich wäre gut und richtig vorbereitet und aufgestellt.

Liebe Grüße
Stephan


Offline Stephan

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Hallo.

Habe den Datentyp CGMS über Diabetesprofil - Datentypen angehakt. Dann weigerte sich Sidiary die Detaltagebuchansicht darzustellen, ließ den Teil leer und öffnete eine Datenliste für den Tag.
Als ich auf den Button ohnet Tooltip neben den Tagebucheinstellungen klickte wurde der BZ-, oder Besser ZZWZ-Verlauf grafisch sichtbar  :super:

Bleibt also noch die Frage, was ich beim nächsten Import beachten sollte?

Ich synce mein iphone jetzt einfach mal.

LG Stephan


Offline Kladie

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Hallo Joerg,

Zitat
orginal Joerg Moeller:
D.h. die Anzeige vom Libre ist entweder ausreichend genau (was man nach spätestens drei Monaten checken kann, indem man das erechnete HbA1c aus den Libre-Daten mit dem Laborwert vergleicht) oder sie ist ungenau. Und dann lohnt es sich nicht, damit weiter zu messen.

Die Librewerte am HbA1C zu checken geht auch nicht, da man während 3 Monaten mindesten 6 verschiedene Sensoren nutzt. Jeder hat seine eigene Abweichung - mal mehr mal weniger nach oben und unten.

Es ist aber richtig sich nicht auf die absoluten Werte des Libre zu verlassen. Ich poste mal ein Beispielbild der letzten Tage. Mein aktueller Sensor zeigt ca 20 - 30 mg/dl zu wenig an:


Das heißt jetzt, bei Libreanzeige 60mg/dl gehe ich von ca. 80 mg/dl aus und verhalte mich entsprechend. Dazu habe ich bei 50er Werte einen Teststreifen verbraucht was mich aber nur bestätigt hat.
Für meine Frau ist es unangenehmer als für mich denn sie kennt das ganze drumherum nicht. Auch andere Libre Nutzer können es vielleicht nicht tolerieren den ganzen Tag nichts gegen 60er Werte tun, aber ich verlasse mich auf meine Erfahrung und Wahrnehmungen. Übrigens denkt mein Diabetologe ähnlich wie meine Frau denn er legt mir immer wieder ans Herz höhere BZ Werte zuzulassen.


Offline Tarabas

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Das Gerät wurde ausgelesen und jetzt habe ich für gestern und heute ewig viele Spalten in der Tagebuchansicht. Das gefällt mir nicht.

Sind das alle 5min-Werte oder hast Du so oft manuell gescannt? Ich mache das so:

http://imgur.com/a/UpNk6

http://imgur.com/a/vMRSF

http://imgur.com/a/bhyQ1

Typ 2 - Janumet 50/1000 - fiasp und Levemir - Freestyle Libre


Offline Joerg Moeller

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Bleibt also noch die Frage, was ich beim nächsten Import beachten sollte?

Ich würde sagen diese Anleitung hier: http://www.sidiary.de/download/manuals/SiDiaryCGMS.pdf

Wenn du es unterlässt, dir jeden manuell gescannten Wert auch als BZ eintragen zu lassen und statt dessen das CGMS-AddIn nutzt, um nur die Werte als BZ zu übernehmen, die man auch im Blut messen würde, dann bleibt dein Tagebuch auch übersichtlich. Steht aber alles in der PDF-Datei.

Viele Grüße,
Jörg
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