Diabetesfragen > ICT - Basis/Bolus
Basalratentest für Typ2 mit nur Analoginsulin
mellituso:
Hallo zusammen,
Ich bin Typ 2 und spritze NUR Analoga (kurzfristig wirkendes) Apidra. Ich habe so wie folgend beschrieben den Basalraten - Test vor.
Vorraussetzungen:
1. denke nach 4 Stunden, nach der letzten Mahlzeit mit den Test - Messungen zu beginnen.
2. Vorrausetzung der Wert liegt zwischen 100 bis 130 (140) dann erst den Test weitermachen.
3. Keine Unterzuckerung in den letzten 24 Stunden.
4. Kein Sport kein Alkohol
5. Während des Tests nichts essen
Mahlzeitenauslass-Versuch:
1a. Der BZ sollte stabil in meinem Zielbereich liegen(möglichst gleichbleibende Tendenz).
1b. Will hier einen willkürlichen SEA weglassen, weil dies ja eine weitere zukünftige Stellschraube ist, richtig oder?
2a. Nachts um 2:00 (Zeitpunkt größte Insulinempfindlichkeit) der BZ soll dann über 90 liegen.
FRAGE zu 2a.:
Der Spätfilm z.B. ist erst um 1:30 zu Ende und bin erst um 2:00 im Bett, dies ist bei mir nicht die Ausnahme.
Welche Uhrzeit gillt denn dann, bei mir, für die sog. größte Insulinempfindlichkeit?
2a. sollte ich den Test an meine Gegebenheiten, oben, anpassen oder zum Test meine Gewohnheiten an den Test anpassen?
(letzteres wäre dann, bei mir, nicht der Regelfall, also um 11:00 ins Bett, um ab 2:00 dann schon geruht zu haben)
3. Der BZ sollte vor dem Schlafengehen und beim morgendlichen Aufstehen, ungefähr auf dem gleichen Niveau liegen +-30 mg/dl.
Messbeginn und Ende:
Ich müsste somit um 20:00 Uhr essen um etwa 0:00 Uhr mit messen zu beginnen, dann jede Stunde bis 4:00 morgens messen.
(bei Unterzuckerung natürlich was zu mir nehmen)
Ich habe vor die Tests mit jeweils einem Tag Pause, dazwischen, vorzunehmen.
Weitere Fragen möchte ich Schrittweise vornehmen und mit der Bitte so auch die Antworten, hier z.B. nur für den Bereich 1-3, danke im voraus.
l.G. mellituso
Gyuri:
--- Zitat von: mellituso am August 17, 2016, 18:06 ---(…)
FRAGE zu 2a.:
Der Spätfilm z.B. ist erst um 1:30 zu Ende und bin erst um 2:00 im Bett, dies ist bei mir nicht die Ausnahme.
Welche Uhrzeit gillt denn dann, bei mir, für die sog. größte Insulinempfindlichkeit?
2a. sollte ich den Test an meine Gegebenheiten, oben, anpassen oder zum Test meine Gewohnheiten an den Test anpassen?
(letzteres wäre dann, bei mir, nicht der Regelfall, also um 11:00 ins Bett, um ab 2:00 dann schon geruht zu haben)
3. Der BZ sollte vor dem Schlafengehen und beim morgendlichen Aufstehen, ungefähr auf dem gleichen Niveau liegen +-30 mg/dl.
Messbeginn und Ende:
Ich müsste somit um 20:00 Uhr essen um etwa 0:00 Uhr mit messen zu beginnen, dann jede Stunde bis 4:00 morgens messen.
(bei Unterzuckerung natürlich was zu mir nehmen)
Ich habe vor die Tests mit jeweils einem Tag Pause, dazwischen, vorzunehmen.
Weitere Fragen möchte ich Schrittweise vornehmen und mit der Bitte so auch die Antworten, hier z.B. nur für den Bereich 1-3, danke im voraus.
l.G. mellituso
--- Ende Zitat ---
:gruebeln: Diese Fragen müsstest du jenem stellen, der dir diese Regeln vorgeschrieben hat … oder Du machst es so wie du es denkst und nimmst unsere "Ratschläge" nur als Anmerkung entgegen.
Ich meine, der BZ vier Stunden nach dem Essen ist so gewählt, dass man "sicher" einen Nüchternwert erhält. Wenn du nicht zu "normalen" Zeiten isst, kann das problematisch werden, diese vier Stunden einzuhalten. Ich würde wenigstens zur Bestimmung dieser Werte darauf achten, Essenszeiten zu wählen, bei denen die Uhrzeiten gleichmäßig verteilt sind - z.B. 7:00 - 12:00 - 17:00.
Der 2 Uhr-Wert unterliegt eher deinem Biorythmus. Man könnte jetzt noch darüber streiten, wie das dann mit der Sommerzeit läuft. :kratz: Ich habe für mich entschieden, diesen Zeitpunkt zwischen ca. 2 Uhr und 3 Uhr zu wählen. Versuchsmessungen (vor langer Zeit) haben ergeben, dass es in dem Zeitraum zu keinen großartigen Veränderungen kommt - bei mir! Wenn du mir oder dir nicht traust, musst du das für dich selbst testen.
Ob du jeden zweiten Tag die Messungen durchführst oder sonst irgendwie, bleibt dir überlassen. Ich halte meine Tagesprofile (aus denen ich auch reine "Nüchternprofile" filtere) mindestens einmal die Woche fest, wenn größere Veränderungen zu befürchten sind auch öfter … sagen wir mal bis drei mal die Woche. Wichtig sollte für dich sein, dass diese Messungen repressentativ sind und du SICHER damit arbeiten kannst. Großartige Veränderungen der Essenszeiten solltest du dann unterlassen.
Das wäre mein Tipp.
mellituso:
Hallo Gyuri,
--- Zitat ---Diese Fragen müsstest du jenem stellen, der dir diese Regeln vorgeschrieben hat
--- Ende Zitat ---
natürlich niemand, das ist nur das, was ich hier und sonstwo lese, habe nur den Extrakt zusammengefasst, damit die einzelnen Punkte so als OK angesehen werden können, bzw. ob ich was falsch verstanden (gelesen) habe. Ich nehme eure Ratschläge für wichtig, meine Fragen sollen lediglich gründlich erfolgen. :prost:
--- Zitat ---Ob du jeden zweiten Tag die Messungen durchführst oder sonst irgendwie,
--- Ende Zitat ---
nein, dies bezog sich nur auf den Test, der ja für jede Tageszeit gesplittet durchgeführt werden soll, also im Prinzip 3 Tests zur selben Sache. Der eine Tag dazwischen, soll zu meiner Erholung sein, wenn ich z.B. in der Testnacht kaum zum Schlafen komme.
--- Zitat ---zur Bestimmung dieser Werte darauf achten, Essenszeiten zu wählen, bei denen die Uhrzeiten gleichmäßig verteilt sind - z.B. 7:00 - 12:00 - 17:00.
--- Ende Zitat ---
Ja genau, ich kann also die Uhrzeiten verschieben, wenn ich die Gleichmässigkeit beachte, verstehe ich jetzt so.
--- Zitat ---Der 2 Uhr-Wert unterliegt eher deinem Biorythmus.
--- Ende Zitat ---
verstehe ich, wollte wissen ob man dabei geschlafen haben muss oder während des Tests aufbleiben kann, Es ging hier ja um den Nachttest.
(ich mache dann ja auch noch einen oder zwei Tagestests)
--- Zitat ---Großartige Veränderungen der Essenszeiten solltest du dann unterlassen.
--- Ende Zitat ---
ja die sind bei mir relativ gleichmäßig, während der Testphasen natürlich möglichst exakt.
Danke Dir für den Tipp! Sind ja besonders wichtig in der Orientierungsphase.
l.G. mellituso
Gyuri:
Nur zu deiner Orientierung will ich mal zeigen, wie ich das so mache.
Die Aufzeichnungen laufen im Excel "so nebenbei" weil ich da keine anderen Daten messe als sonst in meinen Tagesprofilen.
In meinem Messplan habe ich es so eingerichtet, dass die PP-4hMessung dann gleich die nächste Nüchternmessung darstellt.
In diesen Diagrammen wird mir zu Bolus- und Basalversorgung etwas angezeigt … was natürlich nur funktioniert, wenn ich keine Zwischenmahlzeiten eingelegt habe.
Die Torten zeigen mir an, ob meine Faktoren-Rechnung "Auge mal Pi" geklappt hat (grün) oder erhöht werden sollt (blau) oder zu hoch war (rot). Grau sind die Ereignisse zu denen keine Daten vorliegen.
Da die Basalversorgung in der Regel nur ein oder zwei mal am Tag sichergestellt ist, aber über den ganzen Tag gleichermaßen wirken soll, habe ich ein Histogramm erstellt, dass mir zeigt, wo meine Werte liegen, die PRIMÄR von der Basalversorgung geprägt sein sollten. Als MEIN Ziel habe ich die Gaußverteilung (gelb) mit eingezeichnet. Die tatsächliche Verteilung war in diesem Zeitraum sehr dürftig, weil da einige Zwischenmahlzeiten dabei sind.
Viel wichtiger sind mir aber meine Tagesprofile, die ich um alle pp-Werte gefiltert habe, die ja eher einen Bezug zur Bolus-Versorgung darstellen würden.
Hätte ich in dem Zeitraum nicht so viele Zwischenmahlzeiten am Nachmittag gehabt, würde mir der Trend (gestrichelte Linien) keinen so hohen Höcker vor dem Abendessen liefern.
Ab 20.7. besuchte ich täglich meine Frau auf ihrer Reha und ging mit ihr nachmittags immer zum Eis- oder Kuchenessen.
Diese Daten sind einfach für eine Basalberechnung nicht geeignet. Aber ich habe zurzeit keine anderen Daten.
Floh:
Ich würde mit den Nachfragen noch einmal zum ersten Post anfangen:
So wie ich den Basaltest verstanden habe spritzt du kein Basalinsulin, sondern nur Mahlzeiteninsulin. Damit ist die Basalrate ja im Endeffekt einzig und allein durch deine eigene Restausschüttung definiert.
Damit wird der Punkt 2a (und die Nachfragen zum Einschlafzeitpunkt) nicht zu bestimmen sein - außer deine Basaleigenproduktion ist gar nicht ausreichend. Dann würde zum Zeitpunkt der höchsten Empfindlichkeit der Blutzucker leicht sinken (oder weniger stark steigen) als sonst. Wenn dem so wäre läufst du aber vorher in ein Abbruchkriterium (zu hoher Blutzucker).
Punkte 1 bis 4 würde ich auch so sehen - du kannst zusätzlich als Vorsichtsmaßnahme (und wenn du dir bei deinem BE-Faktor sicher bist) die Mahlzeit vor dem Test Kohlehydratreduziert machen. Also halt nicht gerade mit einer dreifachen Pizza + halbes Nilpferd starten, sondern weniger BE als typisch verwenden. Dann sollten die 4 Stunden auf jeden Fall ausreichen. Die Wirkdauer hängt durchaus auch ein wenig an der Insulinmenge.
Die Abbruchkriterien finde ich (als Typ 1) erstaunlich streng. Ich würde alles zwischen 80mg/dl und 140 mg/dl noch hinnehmen und den Test weiter laufen lassen. Wenn du Nachts über 140 mg/dl raus läufst kannst auch mit zwei Wegen weiter gehen: Einmal natürlich korrigieren. Alternativ: In jeder anderen Nacht hättest du da ja auch nichts gemacht (weil im Tiefschlaf) und deswegen erst mal einfach weiter laufen lassen. Wenn noch Eigenproduktion vorhanden ist (und weil kein Basal ist das ja zu erwarten) kann das eh kaum auftreten.
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