Diabetesfragen > ICT - Basis/Bolus
Messwerte - Eure Meinung ist gefragt!
Neumi:
Verstehe mich doch Kladie, alle Freuden will man sich auch nicht nehmen lassen und das frische Baguette ist einer dieser Gewohnheiten. In Deutschland waren es Brötchen aufgebacken. Da ist es problemlos möglich stattdessen Roggenbrötchen zu nehmen. Da brauche ich keine Wurst und maximal Käse drauf oder nur mit Butter und Salz das ist wie ein Ritual!
Gyuri:
Wie das bei mir läuft habe ich ja schon mal gezeigt. Zwischen dem Aufstehen mit Spritzen und dem Essen 30 Minuten später passiert rein gar nichts.
Und ich spritze 15 IE Apidra ungeachtet des Ausgangswertes beim Aufstehen und esse dann meine morgendlichen 5 BE. Fällt das Frühstück mal schwächer aus (sagen wir mal 3 BE) passiert meist auch nichts … und manchmal "vergaß" ich sogar das Frühstück ganz und ich geriet dadurch ebenfalls nicht in ein Hypo aus dem ich nicht mehr aus eigener Kraft entrinnen könnte.
Jetzt sollte man mit Empfehlungen für andere schon etwas vorsichtiger sein - schon klar. Aber selbst bei meiner Frau kann ich nach einigen PP-Profilen SICHER sagen, dass sich die oft heraufbeschworenen Gefahren nie einstellen. Sie spritzt inzwischen auch ungeachtet des Frühwertes 25 IE Novorapid (oder Humalog) für geplante 5 BE nach 30 Minuten Wartezeit.
Auch ich würde das nicht jedem pauschal empfehlen … vorallem nicht ohne darauf hinzuweißen, dass man so etwas eine Zeitlang genau beobachten muss. Aber anstatt mit einzelnen IE zu probieren die nichts bewirken, empfehle ich dennoch: "Klotzen statt kleckern! (aber immer aufpassen)" :zwinker:
Ungeachtet dessen, was der SEA so macht, sage ich auch immer wieder: "Zuerst muss die Basalversorgung passen!"
Kladie:
Neumi
Ich gönne es dir ja!
Das wird gemeinhin als "Mut zur Lücke" bezeichnet. Wer weiss warum was nicht geht ist immer im Vorteil weil er es ändern könnte wenn es notwenidig und gewollt ist.
Ich kenne einige T2er, die nehmen einen höheren BZ in Kauf um ihre Gewohnheiten nicht ganz ablegen zu müssen. Da fängt die persönliche Freiheit an.
Das soll jetzt keine Kritik sein aber es macht keinen Sinn sich über einen pp Wert von 11,3 mmol/l zu ärgern wenn einem bewusst sein sollte, dass es am Baguette liegt. Wie dem auch sei - Glücklicherweise hast du ja noch eine weitere Möglichkeit gegen diese pp Spitze etwas zu machen.
Neumi:
Hallo Gyuri,
danke für die Mühe die Du Dir gemacht hast. Es ist doch wohl hauptsächlich das Verhältnis Bolus-Kohlenhydrate-SEA was irgendwie nicht optimal ist. Die Antwort an Dich kommt spät da es länger dauert die Werte zu verstehen. Die anderen Beiträge hier waren Textbeiträge und so schneller beantwortet.
--- Zitat von: Gyuri am August 12, 2016, 05:00 ---Der Aufwand hielt sich in Grenzen. Nur meine Auswertung ist wieder mal etwas aufwendiger. Ich konnte nicht einmal ruhig schlafen …
Ich habe jetzt zu dem etwas größeren Messumfang ein paar Gedanken gemacht.
Und als alter Statistiker stieß ich auch gleich auf „Seltsames“, was jedoch zum Teil auch von mir „verschuldet“ ist.
Mein wichtigstes Werkzeug ist ein aussagekräftiges Tagesprofil! Und so benötige ich eine Aufzeichnung von MINDESTENS 24 Stunden, was bedeutet, dass die erste und die letzte Messung des Folgetages vorhanden sein sollte. Hier wusste ich aber nicht, was am Folgetag für Frühwerte vorhanden waren. Ich nahm „einfach den ersten Frühwert.
Die Folgen erkläre ich dann ganz unten.
--- Ende Zitat ---
Wieso konntest Du nicht ruhig schlafen? Das hast Du dir wohl doch viel Arbeit gemacht. Zu Deiner Beruhigung, das sind wirklich die reellen gemessenen Werte. Am Folgetag weichen die Werte maximal 1-2 Zehntel vom Vortag in der Regel ab. Somit liegst Du richtig wenn Du die selben Werte annimmst.
--- Zitat ---Auf die Zusammenhänge zwischen IE, BE und BZ-Werte geht mein Programm nicht automatisch ein. Das geht so für eine Übersicht (!) nicht, wenn man an BE und IE gleichzeitig „schraubt“. Es könnte nur die einzelnen Faktoren dargestellt werden und noch eine Aussage gemacht werden, ob der Faktor zu den Zielwerten führt. Das kann man aber auch genauso gut selbst austüfteln.
Zum Verlauf über die Wochen:
Viel ist da nicht zu sehen. Die Prognose nach der letzten Messreihe am 9.8. muss einfach sehr ungenau sein… ich beachte alles danach überhaupt nicht. Die „geschätzten“ HbA1c-Werte über die verschiedenen Zeiträume bieten bestenfalls einen groben Überblick.
Mein Herzstück zu Beurteilungen sind die einzelnen Tagesprofile UND die Zusammenfassung:
Der mittlere Früh-BZ läge bei 111 mg/dl mit einer Streuung von nur 109 bis 114 mit einer Wahrscheinlichkeit von 90%. Da alle anderen Ereignisse beachtlich mehr streuen kann ich das nicht so recht glauben.
--- Ende Zitat ---
Kannst Du schon glauben, ich kann mir das auch nur so erklären das mein Körper sehr feinfühlig reagiert und so dieses Durcheinander PP zustandekommt.
--- Zitat ---So leid es mir tut, die Frühwerte sind unglaubhaft. Man erkennt zu allen Ereignissen größere Streuungen … nur der Frühwert streut so gut wie gar nicht. Dass dann der Frühwert des Folgetages genauso aussieht ist jedoch „meine Schuld“. Um zu beurteilen was mit der Basalversorgung über Nacht passiert, wäre der Folgemorgen schon wichtig.
Der Langzeitverlauf wird erst über längere Zeit interessant.
Mein Urteil als Ex-Qualitätsfuzzy:
Eine Diskussion MIT DIESEN ZAHLEN führt maximal zu einer lückenhaften Aussagekraft.
Nicht falsch verstehen!
Ich bin jetzt Neumi überhaupt nicht böse. Ich will nur aufzeigen, dass die Kritik an meiner statistischen Betrachtung des BZ, „der Mensch sei keine Maschine mit der man so rechnen kann“, schon ein wenig entkräftet werden kann, wenn man nie kritiklos alles Mögliche nur nach irgendwelchen (fremden) Formeln versucht zu errechnen.
--- Ende Zitat ---
Die Frühwerte sind schon richtig und in der Regel 30 Minuten vor dem Essen gemessen. Zu dieser Zeit wird auch immer Bolus gespritzt. Ja ich werde mich mal weiter rantasten. Der Basaltest sah heute Morgen gut aus. Mal sehen wie die weiteren Tests so ausfallen. Nochmals vielen Dank und ich werde im Laufe des Tages nochmals einen Blick auf die Auswertung werfen und vielleicht sehe ich da mehr als auf den ersten Blick.
Viele Grüße von Neumi!
Neumi:
--- Zitat von: Gyuri am August 12, 2016, 14:15 ---Wie das bei mir läuft habe ich ja schon mal gezeigt. Zwischen dem Aufstehen mit Spritzen und dem Essen 30 Minuten später passiert rein gar nichts.
Und ich spritze 15 IE Apidra ungeachtet des Ausgangswertes beim Aufstehen und esse dann meine morgendlichen 5 BE. Fällt das Frühstück mal schwächer aus (sagen wir mal 3 BE) passiert meist auch nichts … und manchmal "vergaß" ich sogar das Frühstück ganz und ich geriet dadurch ebenfalls nicht in ein Hypo aus dem ich nicht mehr aus eigener Kraft entrinnen könnte.
Jetzt sollte man mit Empfehlungen für andere schon etwas vorsichtiger sein - schon klar. Aber selbst bei meiner Frau kann ich nach einigen PP-Profilen SICHER sagen, dass sich die oft heraufbeschworenen Gefahren nie einstellen. Sie spritzt inzwischen auch ungeachtet des Frühwertes 25 IE Novorapid (oder Humalog) für geplante 5 BE nach 30 Minuten Wartezeit.
Auch ich würde das nicht jedem pauschal empfehlen … vorallem nicht ohne darauf hinzuweißen, dass man so etwas eine Zeitlang genau beobachten muss. Aber anstatt mit einzelnen IE zu probieren die nichts bewirken, empfehle ich dennoch: "Klotzen statt kleckern! (aber immer aufpassen)" :zwinker:
Ungeachtet dessen, was der SEA so macht, sage ich auch immer wieder: "Zuerst muss die Basalversorgung passen!"
--- Ende Zitat ---
Wie wahr Gyuri,
das entspricht zwar den im Kranken Haus beigebrachten Dingen in der Erstschulung aber dort geht man eben auf Nummer sicher und riskiert aus verschiedensten Gründen keine Hypo. Man muss ja auch sagen das es sicher eine Reihe von Menschen gibt die damit garnicht umgehen können weil sie es einfach nicht erfassen was da passiert. Hier sind die Ärzte schon ganz schön in der Verantwortung. Generell mache ich mir und Du ja auch sowie die anderen die hier aktiv schreiben sehr wohl viele eigene Gedanken zu den Dingen und Messwerten. Das ist gut so und manches hat der eine oder andere schon erlebt und kann über seine Erfahrungen berichten. Ansonsten sind die Ratschläge von Joerg zwar vorsichtig verfasst, bestehen aber auf ein herantasten mit verschiedenen Testverfahren. Das ist gut so und sicher bewährt. Eine Änderung bei mir erfolgt erst wenn mir wirklich klar ist wo das Problem liegt. Vorher wird nichts an den Einstellungen gerüttelt. Das machst Du ja auch so Gyuri und manchmal müssen Ausrutscher eben unter "war halt so" abgelegt werden. Trotzdem kann man versuchen die Ursachen zu verstehen und oftmals zeigt sich dann es war mal ein sehr fettiges Essen oder auch andere Ereignisse die das Problem verursacht haben. Immer ist aber leider nicht alles nachvollziehbar, denn eine Maschine sind wir ja nun auch nicht. Da muss ich an meine vorige Allgemeinärztin denken die wegen den Blutdrucktabletten meinte es wäre notwendig denn unsere "Maschine" wird auch älter. Bei richtigen Maschinen wäre das auch so die brauchen dann eben mehr Öl oder Additive um noch gut Rund zu laufen. Gut das war schon sehr weit gefasst. Sorry nochmal das ich Dir den Schlaf geraubt habe. Ich habe gesehen 5.00 Uhr hast Du den großen Beitrag gepostet. Danke nochmal und viele Grüße von Neumi!
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