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| Kladie:
--- Zitat von: Hinerk am Mai 02, 2016, 19:15 ---Moin, Heute wurde ich in einem Gespräch mit dem Diabetologen (Dr. R. Herrmann) darauf hingewiesen, dass keine absolute linearität zwischen der BE Menge und den IEs besteht, z. B. bei Faktor 2 und 4 BE = 8 IE bedeutet wegen der nicht vorhandenen linearität, dass bei 8 BE dann nicht 16 IE gespritzt werden müssen es könnte sonst zu einem UZ kommen. Im Sinne mehr Insulin wirkt länger oder Massenwirkung? Im welchen Verhältnis sollte bei steigender BE Menge die IE Menge reduziert angepasst werden? Meine Frage ist jetzt, hat einer der Gurus oder ein anderes Mitglied darüber Infos wie diese Frage zu händeln ist Ich habe bisher meine maximal Menge auf 15 IE begrenzt um diesem Problem (UZ) aus dem Wege zu gehen. MlG. Hinerk --- Ende Zitat --- um mal wieder auf die Eingangsfrage zurück zu kommen... Ich glaube auch nicht an linearität zwischen BE und IE weil sich das zumindest bei mir auch von Tag zu Tag verändert. Eine max. Insulinmenge habe ich mir allerdings nicht vorgeschrieben weil ich den BZ Anstieg auch durch variable SEAs beeinflusse. Zwar bin ich mit Sicherheit kein Guru aber bei mir hat sich folgendes bewährt: Eine verdoppelte (incl. Schätzfehler) KH Menge begegne ich mit einer reduzierten IE Gabe und erhöhe den SEA. Direkt vor oder beim Essen spritze ich dann nochmal die gleiche Menge und habe dann zusammengerechnet doch wieder ca die doppelte IE Menge gespritzt. Bei mir ist es sowieso wurscht ob ich 10 oder 15 IE spritze. Der Unterschied fällt nicht zu stark ins Gewicht. Zusätzlich vermeide ich gegenüber dem normalen Essen eine verdoppelte Menge an KHs so gut es geht. Den SEA kann man natürlich nicht unbegrenzt verlängern weil dann vor dem Essen schon die Hypo kommt aber ein kleines stück Traubenzucker oder ein wenig Kakritz wirkt Wunder.... |
| Hinerk:
Moin Kladie, erst einmal zur Einstimmung, z. Z. sitze ich auf unserer nördlichsten Nordsee Insel und mein Blick wechselt zwischen dem virtuellem und dem echtem Fenster mit Blick auf den heute ruhigen "Blanken Hans" (Nordsee), zum späteren leckeren Frühstück erwarten mich hier handgepuhlte Krabben oder Garnelen bzw. Granat wie die einheimischen, so es sie noch gibt, sagen. Und nun leider zurück zur Wirklichkeit und da plantsche ich nicht wie hier im 15 Grad kaltem Nordseewasser sondern mit euch im honigsüßem Fluss. manchmal denke ich der Hinerk (ich) nervt mit seiner ständigen Fragerei, aber dann lese ich die vielen guten mir weiterhelfenden Antworten so auch Deine und merke auf dem richtigem Weg zu sein. Mein Eindruck hier im Forum ist, Alle wollen mit ihren Erfahrungen weiterhelfen um uns Neulingen vor Fehlern zu bewahren so habe ich hier den Umgang mit SEA gelernt und damit meine BZ Verlaufs Kurve flacher gestalten können aus gemessenen pp (1 Std.) Werten. Nachdem ich erkannt hatte, den Diabetologen wird nicht die Zeit gegeben um ausreichend individuell zu beraten weiß ich das Forum um so mehr zu schätzen. Als die Antworten zeigten auch ein guter 1c ist nicht zwangsweise zufriedenstellend weil wenn viele extreme Werte sich rechnerisch Nivellieren die Gefäße durchaus gestresst werden können. Betrifft Gyuri, Zu dem folgenden Statement würde ich noch gerne ergänzen Informationen erhalte. Für den Krankheitsverlauf eines Diabetikers gäbe es aussage-kräftigere Werte als die des HbA1c wie immer MlG Hinerk |
| Kladie:
Als aussagenkräftigen Wert (nur Type2) fällt mir da zuerst der c-peptid Wert ein. Er kann sehr gut zeigen wie gut die Betazellen noch arbeiten und ob bzw evtl. wie viel zusätzliches Insulin notwendig wäre. Leider ist es recht teuer ihn bestimmen zu lassen und so wird dieser Wert nur in Ausnahmefällen ermittelt. Übrigens: der HbA1c wert hilft nur indirekt zur Risikoermittlung von Folgeerkrankungen und ich meine in erster Linie nur zur Kontrolle der Diabeteseinstellung für den Diabetologen und zeigt diesem auch nur, ob die Therapie verändert werden sollte oder ausreichend gut ist. |
| Joerg Moeller:
--- Zitat von: Hinerk am Juni 02, 2016, 07:17 --- Für den Krankheitsverlauf eines Diabetikers gäbe es aussage-kräftigere Werte als die des HbA1c --- Ende Zitat --- Sehe ich nicht so. Allein schon weil im HbA1c auch BZ-Spiegel aus messfreien Intervallen enthalten sind. Man sollte das 1c nur nicht isoliert betrachten, sondern immer auch in Bezug auf die Standardabweichung/Schwankungsbreite. Das größte Problem beim Diabetes sind die Gefäßwandschädigungen, und dafür gibt es leider keinen Laborwert. Makrovaskuläre Erkrankungen wie z.B. eine pAVK (Klick hier) kann man ja evtl. noch durch eine Doppler-Sonographie darstellen, aber da sieht man auch erst was, wenn es schon zu spät ist. Gleiches gilt für Mikroangiopathien (Klick hier) und die kann man erst sehen, wenn sie schon da sind. Wie gesagt kommt es da auch auf die genetische Veranlagung an, an der man nichts ändern kann. Daher sollte man nach Möglichkeit die Risikofaktoren so klein wie möglich halten. Die Fässer mit dem Benzin kann man nicht wegräumen. Man kann nur darauf achten, da so wenig wie möglich mit Streichhölzern zu spielen. Viele Grüße, Jörg |
| Hinerk:
Moin Jörg, das erwähnte Zitat stammt von Gyuri, ich habe es benutzt weil ich dazu um weitere Informationen gebeten habe. MlG Hinerk |
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