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Messgeräte-Umstieg Empfehlung des Forums? Erfahrungen
Gyuri:
:dozent: Es sollte jetzt nicht klugscheißerisch klingen!
Wenn deine HbA1c-Abschätzung der bevorstehenden Labormessung nicht entspricht, (systematisch oder zufällig) dann wird es wohl daran liegen, dass deine Messungen nicht der Normalverteilung entsprechen, die für den Erfassungszeitraum des HbA1c entspräche.
Da kann ich keinen zuverlässig funktionierenden Tipp geben, außer eben mit Libre ganz viele Werte erfassen.
Mit "normalen" BZ-Messgeräten könnte man, um auf einigermaßen normalverteilte Zahlen zu kommen, grundsätzlich versuchen dann zu messen, wenn Extremwerte im Tagesprofil zu erwarten sind. Ich messe immer unmittelbar vor dem Essen und … (na ja 1 Stunde nach dem Essen wäre das Maximum - das dauert aber bei mir nicht lange an) 2 Stunden nach dem Essen. Ob das bei euch dann mit der HbA1c-Schätzung klappen könnte, kann ich natürlich nicht versprechen. Das liegt aber kaum direkt an den Messgeräten.
Ich beobachte ein wenig die Verteilung meiner Messwerte über einen längeren Zeitraum.
Das ist keine exakte Statistik, gibt mir aber schon Anhaltspunkte, dass eine Normalverteilung oder logarithmische Normalverteilung vorliegt
Die meisten Werte (± Standardabweichung) waren hier zwischen 100 und 162 mg/dl. So gilt der Mittelwert von 131mg/dl als gesichert, was einem HbA1c von 5,6% bis 7,4% entspräche (viel zu ungenau). Läge mein neulich gemessener Laborwert bei 6,5% wäre ich voll zufrieden.
;) Wir werden es sehen.
Tarabas:
--- Zitat von: Hinerk am Dezember 12, 2015, 09:27 ---
Da ich alle BZ Messungen protokolliere,
...
mein Accu-Chek Mobile mit nahm und aus dem gleichen Bluttropfen war der gemessene Wert vom Doc. deutlich höher als der AC-BZ und dieser Unterschied erklärt auch die Differenz der HbA1c Werte.
Ich habe bemerkt mein Accu-Chek misst zu niedrig
--- Ende Zitat ---
Habt Ihr das mehrfach getestet? Selbst beim selben Tropfen dürfen Geräte ja eine gar nicht sooo kleine Abweichung haben. Selbst dasselbe Gerät muß mit demselben Blut nicht auf das exakt gleiche Gerät kommen. Langer Rede kurzer Sinn: Einmal Mobile und Doc-Gerät vergleichen bringt nix. Für die Feststellung "mein Gerät mißt immer weniger" muß man deutlich öfter gegenvergleichen.
Und zum ersten da oben: was heißt denn "alle"? Das geht in die Richtung von Gyuri: Mißt Du vor und nach dem Essen? Und wann noch? Extrembeispiel: Wenn Du nur vor dem Essen mißt und da immer 130 hast, dann wird Dein 1c eher NICHT 130 entsprechen. Weil Du hast ja nach dem Essen höhere Werte. Je nachdem, wie lange die andauern und wann Du wieder auf 130 runter bist, ist Dein 1c höher. Auch wenn Deine Messungen im Schnitt was anderes sagen.
Hinerk:
Moin,
um meine Annahme zu testen, werde ich weiter meinen BZ-Zielwert mit 115 ansetzen und sehen ob dann ein HbA1c von 6,5 beim Doc. gemessen wird.
Schaden kann mir dieser Versuch ja nicht.
Für jeden den es interessiert, mit "alle Messungen" meine ich jede Messung.
Immer wieder mit lieben Grüßen
in die nette Runde,
Hinerk
Kladie:
Hi Hinerk
deine Vergleichsmessung in Ehren aber du müsstest eigentlich die Meßstreifen genau so vergleichen. Auch bei der Herstellung der Meßstreifen gibt es Materialstreuung und damit unterschiedliche Ergebnisse. Selbst unterschiedliche Labore würden bei der selben Blutprobe vielleicht unterschiedliche HbA1c Werte messen.
Solche Vergleiche sind nicht zielführend. Betrachte den HbA1c nicht als Meßwert sondern als Motivationszahl um deine BZ Einstellung zu verbessern. Es ist wie eine Möhre vor der Nase eines Esels um ihn zum schnelleren Laufen zu bringen.
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Hinerk am Dezember 12, 2015, 09:27 ---Ich habe bemerkt mein Accu-Chek misst zu niedrig, es macht aber nichts wenn es zuverlässig geschieht.
Mein Fazit, ich muss für meine Messungen einen BZ Schnitt von 115 (6,0) anstreben um in der Praxis dann mit 130 (6,5) wie empfohlen anzukommen.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist auch eine gute Möglichkeit, das zu kompensieren.
Ich hatte mal einen Diabetologen, bei dem jeder neue Patient sein Messgerät beim ersten Termin mitbringen sollte. Es wurden dann drei Proben aus drei verschiedenen Fingern gemacht und mit einer Probe, die der Doc mit seinem hochgenauem Laborgerät gemacht hat, verglichen.
So konnte man zum einen sehen, wie genau das eigene Gerät misst und zum anderen (durch die drei Proben), wie sehr es streut.
Viele Grüße,
Jörg
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