| Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich |
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| Gyuri:
--- Zitat von: Tarabas am September 28, 2015, 20:47 ---(…) Ich hatte dann wegen der im Schulungsraum liegenden abgelaufenen Glucagen-Spritzen gefragt, ob man uns da mal mit so einer die Anwendung zeigen könne: Nö. Die sind nichts für uns, wir sind ja alle Typ2. Die brauchen das nicht. (…) --- Ende Zitat --- :super: Für mich ein eindeutiges Argument. Ich kann mich erinnern, dass man uns Typ2ern erzählte: "Die dürft ihr sowieso nicht spritzen!" Wenn überhaupt, macht das ein Notarzt und der weiß in aller Regel was er tun muss. Ich selbst war auch noch nie in der Lage, so tief in einem Hypo zu stecken, dass ich mir nicht selbst auch mit Traubenzucker und Brot hätte helfen können. Zwei mal im Leben hätte ich aber einen Airbag ganz gut gebrauchen können (1961 und 1970) … :-\ Nur, damals gab es so was noch nicht. |
| Joerg Moeller:
--- Zitat von: Gyuri am September 29, 2015, 10:00 --- --- Zitat von: Tarabas am September 28, 2015, 20:47 ---(…) Ich hatte dann wegen der im Schulungsraum liegenden abgelaufenen Glucagen-Spritzen gefragt, --- Ende Zitat --- Ich kann mich erinnern, dass man uns Typ2ern erzählte: "Die dürft ihr sowieso nicht spritzen!" Wenn überhaupt, macht das ein Notarzt und der weiß in aller Regel was er tun muss. --- Ende Zitat --- Nein, das kann jeder, der darin eingewiesen ist. Das Kit enthält eine mit Lösungsmittel gefüllte Spritze und Glukagon in Pulverform. Man spritzt das Lösungsmittel in das Pulver, das sich dadurch auflöst. Dann zieht man die Lösung wieder in die Spritze auf und spritzt sie dem bewußtlosen Diabetiker subkutan. Für Diabetiker die noch bei Bewußtsein ist ist Traubenzucker besser, weil schneller im Blut. Glukagon macht ja nichts anderes als die Zuckerreserven aus der Leber zum Ausschütten ins Blut zu bringen. Geeignet ist das für Diabetiker, die zur Hypo mit Bewußtlosigkeit neigen und die einen haben, der einem das Zeug dann spritzen kann (während der Zeit, in der man auf den Notarzt wartet). Der Notarzt wird auch kaum Glukagon spritzen, weil der in der Regel auch Glucose dabei hat, die er entweder i.v. als Bolus (G40) oder als Infusion (G10) verabreichen kann. Für Alleinstehende ist Glukagon also ungeeignet. Ebenso wird auch bei Hypo durch Alkohol nichts bringen, weil dann die erste Priorität der Leber in der Entgiftung liegt, d.h. sie kann erst dann wieder Glukose abgeben, wenn sie den Alk abgebaut hat. Viele Grüße, Jörg |
| Kladie:
Hallo Joerg, aber so was sollte in Schulungen schon zum Inhalt gehören. |
| Tarabas:
Wenn die nix für T2 wäre, dann wird sich meine Ärztin wohl auf einen Regress einstellen müssen :-D die hat mir nämlich vor zwei Wochen ohne zu Zucken so eine Spritze verschrieben. Aber auf die Frage, warum ein T2 keine so schweren Hypos wie ein T1 bekommen könnte, habe ich dann doch verzichtet. Und ja, dass man sich das nicht selber spritzen sollte, ist klar. Deshalb empfehlen einige ja, dass man auch mal angehörige zu so einer Schulung mitbringen kann. Aber lieber werde ich darin geschult und kann das Wissen weitergeben als dass niemand hier über die Spritze Bescheid weiß. |
| Hexe:
Hallo ich habe oben stehenden Test auch mal eben kurz gemacht, für meine letzte Schulung. Da kan ein sehr gut bei raus. Ich habe schon unterschiedliche Schulungen gehabt. Am Anfang eine "normale" Typ2 Anfängerschulung, da sassen nur Typ2 er drin, waren alle gerade erst diagnostiziert. Das war eine gute Schulung, zum einen weil diejenige die die Schulung gab, das auch zum ersten Mal gemacht hat, wir waren also alle Neulinge, und sie war sehr engagiert, und hat Fragen die sie nicht direkt beantworten konnte, nachgefragt und dann die Antworten nachgereicht. Dann hatte ich eine unfreiwillige Schulung während einer Reha. Das war mir da aber zu chaotisch , weil einfach zu viele Chaoten in der Schulung waren. Und dann hatte ich 2 Schulungen in meiner Diabetes- Praxis. Eine als ich anfing mit dem Spritzen von Insulin. Die Diabetesberaterin die damals die Schulung gemacht hat, war super. Nicht nur dass sie sich gut auskannte, hatte sie es auch gut drauf allegemeine Unterhaltungen in den Griff zu bekommen. Da habe ich viel gelernt. Und bei der Auffrischungsschulung bzw hatte ich auch neues Basalinsulin bekommen, war es auch ganz gut, mit der neuen Diabetesberaterin , die aber nicht ganz so fit war. In den letzten beiden Schulungen waren wir gemischt Typ1 und Typ2, da war nur ausschlaggebend ob Insulin ja oder nein. Da in der letzten Schulung aber schon alles "alte Hasen" sassen, war es nicht so schlimm, dass die Berterin nicht ganz so fit war. Gut war, dass ich durch die Schulung aufmerksam wurde auf neue Studien und neue Erkenntnisse in Bezug auf Diabetes. Und das ein Teilnehmer seine Frau ab dem zweiten Tag mitbrachte, damit die mal hört, das er recht hat <grins>. Das war ganz spannend und hat ein paar neue Erkentnisse für mich gebracht ( die nicht unbedingt immer was mit Diabetes zu tun hatten) Zum Glukagon Kid, als das Insulin spritzen neu für mich war, habe ich auch eins bekommen, und mein Mann eine Einweisung dazu. Gebraucht habe ich das nie, ist irgendwann abgelaufen und ich habe das nicht ersetzt. Ich bin erst einmal so weit Unterzuckert, dass ich umgefallen bin und dass ich einen Krankenwagen brauchte, aber da war mein Mann Kilometer weit weg, hätte also auch nichts geholfen. Meine Meinung ist, eine Schulung auch eine Auffrischung ab und an, kann nichts schaden. Und wer sagt, das es Zeitverschwendung ist, dem kann seine Gesundheit ja nicht viel Wert sein:) Liebe Grüsse Vera |
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