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400 Teststreifen genügen!?

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Kladie:
Hallo Tarabas


--- Zitat --- orginal Tarabas:
Du spritzt wohl keinerlei Korrektur-IE, etc?

--- Ende Zitat ---

Als Type 2 ist diese Korrekturspritzrei reiner Aktionismus und völlig unnötig. In der Tat wird dadurch der Teststreifenbedarf sehr hochgeschraubt.
Allerdings gebe ich dir recht, dass du erst mal lernen musst in geeigneter Weise zu dosieren. Dazu habe ich zu Anfang auch viele zusätzliche Teststreifen verbraucht. Umso wirkungsvoller für dich wäre zum jetzigen Zeitraum ein Freestyle Libre. Damit kannst du deine BZ-Veränderungen sehr präzise lernen und dir eine geeignete Spritztechnik angewöhnen.

Letztes Jahr bin ich z. T. mit < 200 Streifen im Quartal ausgekommen und hatte trotzdem einen HbA1c von 5,2 % Manchmal habe ich mehrere Tage überhaupt nicht messen müssen.... Gilt natürlich nicht bei Krankheit oder ausserplanmäßigen Aktivitäten.

Klimbim2012:
Moin,

nach einem Monat testen des FreeStyleLibre, - Kasse genehmigt keine weiteren Sensoren -, fühle ich mich mit dem ewigen pieksen 3-5 mal am Tag
jetzt richtig genervt, und ich finde es tut auch doller weh, als vor dem Libre-Test!

Um für mich ungefähr gleiches Ergebnis, wie mit dem Libre zu erzielen ( meine Meinung u. Auffassung ) würde ich bei 15 bis 20 Messungen am Tag/Nacht liegen! Das habe ich mal umgerechnet auf die Teststreifen etc.... und meine KK gesagt, - und ich bekam zur Anwort: " .... wenn ich mir so Ihre Unterlagen ( BZ - Aufzeichnungen ) anschaue, sieht Ihre Therapie doch so aus, das Sie 3 mal am Tag den BZ messen, und entsprechent die Therapie wohl auch so mit Ihrem Diabetologen abgesprochen ist, denn entsprechend unserer Unterlagen, sind die Rezepte so auch fürs Quartl. ausgestellt ( der Stückzahl ) ...."
Ich viel vom Glauben ab, - meine KK-Sachbearbeiterin, meinte meine Therapie bzw. Management zu kennen, und zu behaupten, das mein Arzt meinte ich solle nur 3 mal testen ....  :patsch: Als nächstes habe  ich gedacht, das habe ich nun davon, das ich sowenig Teststreifen verbrauche .... Doch was ist bei wie du geschrieben hast bei Sport, - oder vor Antritt einer Autofahrt, wo du einen sicheren BZ haben sollst, - und wie ist es bei Krankheit????

Allso fürs Libre bringt die Kosten- / Nutzungsrechnung garnichts, weil sich z.B. meine KK darauf stützt, das eine Verbesserung der Werte .... etc...
noch nicht therapeutisch nachgewiesen ist .... etc.... sprich Richtung IGEL-Leistung ..... Nutzen nicht klinisch nachgewiesen!

Mein Diadoc, verschreibt soviele, wie ich brauche!

Ich habe ähnliche Geschichte meinem Hausarzt erzählt, der mir Berichtete, das es sogenannte Arzt - Jumper geben, die von Arzt zu Arzt hüpfen,
und sich Teststreifen verschreiben lassen ..... - die KK rechnet mit, - und es gibt Fälle, wo die Schädiger bzw. auch Ärzte zur Kasse gebeten werden!

 :wech:

Tarabas:
Zum Thema "soviel Messen ist nicht nötig"

folgende Werte:

vor dem Frühstück: 165 (vorher 10h kein Essen)
vor dem Mittag, 4 h später: 113

sieht doch gut aus, oder? Offenbar genau die richtige Menge Insulin gespritzt um die KH aufzufangen und den Wert zu korrigieren.

Dumm nur:

2 h nach dem Frühstück: 194  :kratz:

Das sollte so eigentlich nicht sein. Und könnte für die Behandlung einiges bedeuten:

* gestörte erste Insulinsekretionsphase?

vielleicht doch zuwenig Insulin? In Wahrheit hätte dann nämlich spät / zu spät meine BSD nach etlichen Stunden dann doch noch den BZ auf das gesunde Maß herunter geholt. Zur Vermeidung solcher Spitzen wäre dann wohl mehr Insulin per Pen nötig?

* vielleicht auch doch etwas mehr SEA?

Damit das Wirkmaximum besser zur BZ-Aufnahme paßt?

* oder die IE vielleicht auf zwei Spritzstellen aufteilen, damit sie schneller ins Blut gelangen?

Gyuri:

--- Zitat von: Tarabas am August 26, 2015, 01:43 ---(…)
Dumm nur:

2 h nach dem Frühstück: 194  :kratz:

Das sollte so eigentlich nicht sein. Und könnte für die Behandlung einiges bedeuten:

* gestörte erste Insulinsekretionsphase?
--- Ende Zitat ---
Das ist mir zu theoretisch.

--- Zitat ---vielleicht doch zuwenig Insulin? In Wahrheit hätte dann nämlich spät / zu spät meine BSD nach etlichen Stunden dann doch noch den BZ auf das gesunde Maß herunter geholt. Zur Vermeidung solcher Spitzen wäre dann wohl mehr Insulin per Pen nötig?

--- Ende Zitat ---
Ganz bestimmt sogar, es kommt aber auch auf die Verteilung zwecks effektiver Wirkkurve an.

--- Zitat ---* vielleicht auch doch etwas mehr SEA?
Damit das Wirkmaximum besser zur BZ-Aufnahme paßt?

--- Ende Zitat ---
Bei mir wäre das zum Frühstück das geeignete Mittel. Es geht aber zeitlich nicht, den SEA auf 60 Minuten auszudehnen. Jetzt versuche ich ein "schnelleres" Insulin. Dessen Wirksamkeit kann man dann NUR nach dem Frühstück messen, aber nicht täglich falls man immer gleich spritzt und immer gleich isst.

--- Zitat ---* oder die IE vielleicht auf zwei Spritzstellen aufteilen, damit sie schneller ins Blut gelangen?

--- Ende Zitat ---
Ach - was da mit Spritzstellen so viel erzählt wird, ist aus meiner Sicht völliger Quatsch. Ich habe da schon Vergleiche angestellt, die überhaupt nichts brachten. In die Vene spritzen brächte sicherlich eine Beschleunigung der Insulinversorgung. Aber auch da muss der Typ2 wissen, dass er meist sowieso zu viel Insulin mit sich rumschleppt und ihm nur durch noch mehr Insulin geholfen wird, das nur zum Teil seine Wirkung tut. Es geht also gar nicht so genau zu, dass man Typ1-Strategien verfolgen müsste.

Ein kleines Beispiel, wesshalb man nicht ständig messen und korrigieren muss:
Es gäbe da eine Nachtmessung … so zwischen 1 und 3 Uhr, die das nächtliche Minimum erahnen lässt. Gibt es jemanden, der seinen Blutzucker jede Nacht misst? Hmmmm…… Es ist aber damit zu rechnen, zu dieser Zeit den niedrigsten Wert überhaupt zu messen!
Wir begnügen uns da (zu Recht) mit gelegendlichen Kontrollmessungen, weil wir davon ausgehen können, dass es unter gleichen Vorbedingungen zu ähnlichen Messwerten kommen wird. Bei der Nachtmessung vertraut also jeder auf eine statistische Ermittlung … nur sonst glaubt so mancher Typ2 er müsse mit Schwankungen eines Typ1 rechnen und sich wie ein Typ1 behandeln.  :kratz:

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Kladie am August 25, 2015, 15:27 ---Als Type 2 ist diese Korrekturspritzrei reiner Aktionismus und völlig unnötig.

--- Ende Zitat ---

Nein, das kann man nicht am Diabetestyp festmachen. Die schädlichen Auswirkungen interessieren sich ja auch nicht für den Typ.
Auch wenn ein Diabetiker noch Restsekretion hat sind Korrekturboli sinnvoll. Wenn ich auf eine heiße Herdplatte fasse ziehe ich ja auch die Hand sofort zurück und sage mir nicht !"Ach der wird schon irgendwann von alleine abkühlen".
Im Gegenteil: jeder Korrekturbolus nimmt den Sekretionsdruck von der Betazelle und trägt dazu bei, dass die sich länger nützlich machen kann

Viele Grüße,
Jörg

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