Diabetesfragen > ICT - Basis/Bolus
400 Teststreifen genügen!?
Kladie:
Am Beitrag vom Gyuri sieht man, dass er ein "alter Haase" ist. Das meiste sehe ich ähnlich wie er.
@Tarabas:
Es ist schwierig nur mit dem einen Beispiel von dir eine generelle Vorgehensweise vorzuschlagen. Allerdings kann ich dir mein Management vorstellen denn ich habe ja auch DM T2 mit vergleichbaren Problemen.
Mein Hauptproblem ist auch das Frühstück. Zwar ist mein Nüchternwert etwas geringer aber ich benötige trotzdem einen SEA von mehr als 60 Minuten. Neuerdings spritze ich 15 IE und 45 Min. später noch einmal 10 IE und frühstücke dann nach weiteren 15 - 25 Min. 4 BE. Damit kann ich den BZ auf unter 150 - 160 mg/dl halten und habe vor dem Mittagessen wieder normalen BZ von ca 80 - 100 mg/dl.
Damit ist der Anstieg nach dem Frühstück gut genug begrenzt. Wenn ich den Nüchternwert ermittelt habe und er im erwarteten Rahmen ist, könnte ich auf weitere Messungen bis zum Mittag verzichten. Die Gefahr einer Hypo kann ich so gut wie ausschließen, da ich eher noch mehr spritzen könnte ohne Probleme zu erwarten. Zu Anfang hat mein Herz ganz schön geklopft zudem meine Diabetologe mir von dieser Vorgehensweise abgeraten hat. Wenn du aber einmal diese Unsicherheit/Angst verloren hast kannst du getrost aufs messen verzichten. Es dauert eben eine Weile.
Ausnahmen kommen vor wenn ich mir z. B. mal eine Pizza gönne aber dann lasse ich auch schon mal > 200 mg/dl zu ohne zu korrigieren weil es unerheblich ist und sich der BZ auch nach einer gewissen Zeit wieder zum normalen Rahmen zurück findet. Beim Korrigieren wie ein Type 1 bestände die Gefahr einer Hypo wenn man nicht genau rechnen kann wie hoch die Dosis sein sollte und rechnen kann und tue ich nicht. Und ehe ich 5 IE korrigiere verzichte ich lieber darauf weil 5 IE eine homäopatische Menge für mich ist und ich ohnehin genug Insulin von den Betazellen bekomme wenn ich so hohe BZ Werte habe.
Seit einem Jahr sehe ich im Libre den Verlauf des BZ auch ohne ununterbrochen zu kontrollieren und ich bin in meiner Vorgehensweise bestätigt worden.
So wie ich es mit dem Frühstück mache habe ich auch die Vorgehensweise der übrigen Mahlzeiten ermittelt. Dadurch habe ich nun einen HbA1c von 5,2 - 5,7 % und brauche mir keine Gedanken über Diabetesverursachte Gesundheitsprobleme zu machen.
Dies alles ist aber meine eigene Vorgehensweise und jeder muss für sich selbst entscheiden was richtig ist. Ich finde ein T1 Management für einen T2 nicht erstrebenswert weil dann der Tagesablauf zu stark vom Diabetes beeinflusst wird. Ein T1 muss wesentlich mehr messen und viel stärker auf BZ Schwankungen achten wie ein T2. Dies ist ein Vorteil eines T2 den ich mir persönlich nicht nehmen lassen möchte.
@Joerg Möller
Du siehst es aus der T1 Ecke und hast dann natürlich recht. Aber en T2 hat bei solch hohen BZ Werten auch jede Menge Insulin von den Betazellen im Blut und korrigiert dadurch genau so wie ein T1 mit zusätzlichem Bolus. Da niemand weiß wie gut die Betazellen noch arbeiten ist das Risiko einer zu hohen Dosierung nicht zu unterschätzen. Ein T2 darf da ruhig mal 5 grade sein lassen und mal eine Ausnahme zulassen.
Wenn so hohe Werte die Regel sind, dann muss im Vorfeld was geändert werden.
Hobbit:
--- Zitat von: Gyuri am August 25, 2015, 13:47 ---Einfache Mathematik:
4 Messungen täglich ergeben 21 Messungen pro Woche.
--- Ende Zitat ---
Im Alltag beschäftigst du dich mit "höherer" Mathematik / Statistik, oder? ;D :baeh: :wech:
Gyuri:
:rotwerd: Ich bin in Rente…
Aber ich beschäftigte mich nicht so sehr mit Arithmetik, dazu gibt es Rechenschieber und Taschenrechner.
Du hast aber vollkommen recht … Wie kann man nur so doof sein.
Tarabas:
--- Zitat von: Kladie am August 26, 2015, 10:56 ---
Es ist schwierig nur mit dem einen Beispiel von dir eine generelle Vorgehensweise vorzuschlagen.
--- Ende Zitat ---
Das war vielleicht mißverständlich von mir: Ich wollte jetzt gar keine Therapievorschläge, auch wenn ich natürlich über jeden Denkansatz dankbar bin. Aber das soll in erster Linie mein DiaDoc machen! Dumm nur, sie wird mit mir niemals nicht über dieses Problem reden! Denn bei lediglich 3 präprandialen und einer Nachtmessung weiß überhaupt niemand was von den postprandialen, langen Spitzen! Darum geht es mir.
--- Zitat ---Ausnahmen kommen vor wenn ich mir z. B. mal eine Pizza gönne aber dann lasse ich auch schon mal > 200 mg/dl zu ohne zu korrigieren weil es unerheblich ist und sich der BZ auch nach einer gewissen Zeit wieder zum normalen Rahmen zurück findet.
--- Ende Zitat ---
Kommt drauf an, wielange die >200 sind. Denn ob das unerheblich ist, genau das wird doch seit einigen Jahren erheblich bezweifelt, nach dem was ich gelesen habe. Sicher, es wird den HbA1c nicht wesentlich beeinflußen, weil die Bindung des Zuckers eine Weile dauert. Aber gerade da liegt diesen Forschungen zufolge ja das Problem: gute Nüchternwerte, guter HbA1c, aber dennoch Folgeerkrankungen, weil auch die kurzfristigen Spitzen den Gefäßen und Nerven Schäden zufügen.
--- Zitat ---Dies alles ist aber meine eigene Vorgehensweise und jeder muss für sich selbst entscheiden was richtig ist. Ich finde ein T1 Management für einen T2 nicht erstrebenswert weil dann der Tagesablauf zu stark vom Diabetes beeinflusst wird. Ein T1 muss wesentlich mehr messen und viel stärker auf BZ Schwankungen achten wie ein T2. Dies ist ein Vorteil eines T2 den ich mir persönlich nicht nehmen lassen möchte.
--- Ende Zitat ---
Ich dachte gerade der T1 hat es einfacher? Weil keine - ja beim T2 auch nicht immer gleich bleibende - Resistenz, sondern "einfach nur" absoluter Mangel. Sprich weniger Faktoren, die reinwirken können in die korrekte IE-Abgabe.
Tarabas:
--- Zitat von: Gyuri am August 26, 2015, 08:21 ---
--- Zitat von: Tarabas am August 26, 2015, 01:43 ---(…)
Dumm nur:
2 h nach dem Frühstück: 194 :kratz:
Das sollte so eigentlich nicht sein. Und könnte für die Behandlung einiges bedeuten:
* gestörte erste Insulinsekretionsphase?
--- Ende Zitat ---
Das ist mir zu theoretisch.
--- Ende Zitat ---
Was soll daran theoretisch sein? Ganz simpler Stand der medizinischen Erkenntnisse.
--- Zitat ---
--- Zitat ---* vielleicht auch doch etwas mehr SEA?
Damit das Wirkmaximum besser zur BZ-Aufnahme paßt?
--- Ende Zitat ---
Bei mir wäre das zum Frühstück das geeignete Mittel. Es geht aber zeitlich nicht, den SEA auf 60 Minuten auszudehnen. Jetzt versuche ich ein "schnelleres" Insulin. Dessen Wirksamkeit kann man dann NUR nach dem Frühstück messen, aber nicht täglich falls man immer gleich spritzt und immer gleich isst.
--- Ende Zitat ---
Ich esse aber schon zum Frühstück nicht immer das gleiche und schon gar nicht zu Mittag und zum Abend.
--- Zitat ---
--- Zitat ---* oder die IE vielleicht auf zwei Spritzstellen aufteilen, damit sie schneller ins Blut gelangen?
--- Ende Zitat ---
Ach - was da mit Spritzstellen so viel erzählt wird, ist aus meiner Sicht völliger Quatsch. Ich habe da schon Vergleiche angestellt, die überhaupt nichts brachten.
--- Ende Zitat ---
Warum sollte das Quatsch sein? Es ist doch bekannt (oder irre ich mich da?) daß höhere Dosen Insulin länger wirken als kleinere. U.a. weil halt aus einem subkutan gespritzen Reservoir nur eine bestimmte Menge pro Zeit ins Blut übergeht. Wenn ich nun zwei Reservoirs bilde, dann kommt da - weil die ja unabhängig voneinander sind - annähernd doppelt so viel Insulin pro Zeiteinheit ins Blut. Und damit kommt dieselbe Gesamtmenge schneller ins Blut.
--- Zitat ---Wir begnügen uns da (zu Recht) mit gelegendlichen Kontrollmessungen, weil wir davon ausgehen können, dass es unter gleichen Vorbedingungen zu ähnlichen Messwerten kommen wird.
--- Ende Zitat ---
Unsere Körper sind aber keine Maschinen und von daher sind ständig gleiche Vorbedingungen wohl nur die absolute Regel. Gar nicht davon gesprochen, daß auch sämtliche externe Vorbedingungen gleich bleiben müßten. Essen, Anstrengung, Sport, Streß, ...
Ich will meinen Diabetes kontrollieren, nicht er mich.
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