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LordBritish:

--- Zitat von: Gyuri am November 13, 2014, 21:43 ---Und dann spielt ein Zeitversatz von einigen Minuten überhaupt keine Rolle, so lange ich immer genauso messe.

--- Ende Zitat ---

Naja sagen wir mal, solange es kein niedriger Wert ist, wenn Du in eine Hypo rauscht können 5 Minuten viel ausmachen.
Es ist doch so das die Zelle den Zucker braucht (oder sehe ich da was falsch?).
In dem Fall ist es wichtig den möglichst zeitnahesten Wert zu haben.

Für einen Basalratentest oder unter normalen Bedingungen sehe ich das auch so, egal wo ich messe speilt es für das Profil weniger eine Rolle. Die zeitliche Differenz muss ich nur bei Änderungbedingungen beachten.

Grüße
Markus

Gyuri:
Bei meiner ersten Schulung wurde gesagt, dass man bei einem Hypoverdacht nicht erst viel Zeit mit Messen vergeuden soll, sondern handeln. Na ja, aufgrund meiner Hypoerfahrungen sehe ich das viel lockerer. (ich schrieb ja schon etwas darüber). Was ich aber unter keinen Umständen machen würde, hätte ich damit ein Problem (man beachte die Konjunktive), wäre die Erfassung eines Hypoverlaufs um den niedrigsten Wert zu finden. Da gehört das Unheil unterbrochen und nicht nur beobachtet.

Zwischen Wahrnehmung - Messung - Maßnahmenergreifung wird immer Zeit vergehen und gerade am Anfang ist es fast unmöglich den "geeigneten" Messzeitpunkt zu erkennen.

btw: Die Tagesprofilkurve ist auch eine große Hilfe bei der Bolus-Bestimmung (Faktor und SEA).

Nachtrag mit einem Beispiel:
Wenn ich ins Bett gehe, messe ich z.Zt. "im Mittel" um die 151mg/dl bzw. 114 bis 188mg/dl. Das ist hoch, pendelt sich dann aber wieder ein. Neulich stellte ich aber 72mg/dl fest, mit meiner Methode mit Blut aus dem Handballen. Da wäre es für mich doch vollkommen unerheblich, was ich in 5, 10 oder 15 Minuten messen würde. Da esse ich einfach noch einen Apfel und/oder eine Scheibe Brot obwohl 72 noch kein Hypo ist. Läge mein "Zu-Bett-geh-BZ" normal um die 90mg/dl (wie es bei mir auch schon war) würde ich bei 72 überhaupt nichts unternehmen, weil ich dann von meinem Tagesprofil wüsste, dass das bei mir noch ganz normal ist. 

LordBritish:

--- Zitat von: Gyuri am November 14, 2014, 08:03 ---Bei meiner ersten Schulung wurde gesagt, dass man bei einem Hypoverdacht nicht erst viel Zeit mit Messen vergeuden soll, sondern handeln.

--- Ende Zitat ---

 :ja: erst handeln, dann messen!

Frau_Holle:
ja
und im Reim merke ich es mir noch besser:

erst essen - dann messen

Gyuri:
 ;) Diese alte Regel hat also (zumindest für euch) immer noch Bedeutung?

Dann kann ich aber nicht so recht nachvollziehen, wozu die Forderung nach einem "aktuelleren" Blutzuckerwert als … sagen wir mal … 10 Minuten gefordert wird (wobei meiner Meinung nicht klar ist, wo denn genau der aktuell wirksame Blutzucker eine Rolle spielt und ob er dann wirklich dem Wert an der Fingerspitze gemessen entspricht).

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