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BZ-Testgerät für Sport im Freien?

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Andreas:
Die Teupesche Sportanpassung ist für leistungsorientierte Sportler nicht anwendbar, da sie nachweislich von falschen Prämissen ausgeht. Teupes Konzept ist eher für: Ich geh mal ne Runde walken, aber ja nicht zu lange.

Adrian:

--- Zitat von: Andreas am Mai 09, 2013, 14:42 ---Die Teupesche Sportanpassung ist für leistungsorientierte Sportler nicht anwendbar, da sie nachweislich von falschen Prämissen ausgeht. Teupes Konzept ist eher für: Ich geh mal ne Runde walken, aber ja nicht zu lange.

--- Ende Zitat ---

Es gibt auch durchaus Anpassungsregeln um herauszufinden, wie hoch der Extra-Bolus bei richtigemSport™ sein muss.

Was schon etwas blöd ist: Es wird das "Sport" genannt, was in Wirklichkeit "Bewegung" ist. Er selbst nennt es "Trivialbelastung" glaube ich.

Andreas:

--- Zitat von: Adrian am Mai 17, 2013, 17:06 ---Extra-Bolus bei richtigemSport™
--- Ende Zitat ---
???


--- Zitat von: Adrian am Mai 17, 2013, 17:06 ---Was schon etwas blöd ist: Es wird das "Sport" genannt, was in Wirklichkeit "Bewegung" ist. Er selbst nennt es "Trivialbelastung" glaube ich.

--- Ende Zitat ---
Aber auch über den Begriffsfehler hinaus: sehr problematisch.

Adrian:

--- Zitat von: Andreas am Mai 17, 2013, 18:28 ---
--- Zitat von: Adrian am Mai 17, 2013, 17:06 ---Extra-Bolus bei richtigemSport™
--- Ende Zitat ---
???

--- Ende Zitat ---

Ja, das ist nicht so einfach. Gibt man sich den Extra-Bolus zu früh, kann das zu Unterzuckerungen führen. Gibt man ihn sich nicht, dann führt das zu Resistenzen, da doch irgendwann der Cortisolspiegel zu hoch wird um ohne auszukommen.

Bei Individualsportarten ohne "Gegner" ist das sicherlich leichter zu planen. Bei Mannschaftssportarten und mit Gegner ist es leider dann doch häufig so, dass man selbst im Nachhinein nicht genau sagen kann, wie weit man an seine Grenzen gegangen ist. Ich gebe dann lieber etwas mehr Insulin und futtere dafür etwas mehr zu.

Soweit ich mich erinnern kann, machst du ja überwiegend Ausdauersport und reduzierst sogar die BR, mit dem "Problem"*, dass die Leber dann im Nachhinein noch für Stunden die ausgeschüttete heimtückisch zurückfordert? Da wirst du Zusatzinsulin selten benötigen.

* Wie löst du das eigentlich, ich habe es vergessen? Lässt du die BR danach weiterhin niedrig und verschiebst es bis zur nächsten großen Mahlzeit oder versuchst du die Leber direkt nach dem Sport wieder aufzufüllen?

lg
Adrian

Andreas:
Joa hat versucht, sowohl mit meinen BZ-Profilen als auch den eines anderen Sportlers den Meister davon zu überzeugen, dass seine Resistenz-Annahme falsch ist - leider ist er darauf nicht richtig eingegangen /wollte es nicht wahrhaben ...

Mein derzeitiges Therapiekonzept, das schon einzelne - überzeugte - Nachahmer auch aus dem Kreise von Teupianern gefunden hat, sieht so aus:
- Während der Belastung (> 1 h) reduziere ich meine Basalrate abhängig von vielen Faktoren (vor allem Tageszeit und Belastungsintensität).
- Sehr gute Erfahrung habe ich gemacht, die BR vor der Belastung auf 10% zu reduzieren (30 - 90 Minuten), um Bolusrest-Wirkungen aus dem Blut heraus zu bekommen und den Insulinspiegel wirklich effektiv abzusenken (Hintergrund: Nur bei niedrigem Insulinspiegel läuft die Fettverbrennung effizient und die Leberspeicher stellen Glucose zu Verfügung - so wie beim Stoffwechselgesunden es halt auch abläuft ;) ).
- Mit Beginn der Belastung läuft die BR dann wieder auf 40-70% (Faktoren siehe oben).
- Vor Ende der Belastung hebe ich, die BR-Rate wieder auf 100% an oder gebe vor/mit Ende der Belastung einen kleinen Bolus ab (wenn es der BZ erlaubt (> 120 mg/dl)!). Dies dient weniger der Vermeidung von Resistenzen (an das Märchen glaube ich bei aeroben Belastungen nicht, weil ich es nicht bestätigen kann!), sondern dem Auffangen der bis zu drei Stunden weiterhin sehr aktiven Fettverbrennung, deren Glucose auf einen immer noch niedrigen Insulinspiegel trifft, und dem Puffern von Sport-BE, die während der letzten 90 Minuten aufgenommen wurden und - aufgrund der Trägheit der Verdauung beim Sport - noch weiter die Blutbahn erreichen.
- Nach ca. 2 Stunden reduziere ich dann die Basalrate wieder auf 60-70%, auch Essensboli werden entsprechend reduziert. Bei extremen Belastungen (mehr als 50 km Laufen) für bis zu drei Tage, bei einem normalen langen Lauf (35 km) bis einschließlich des nächsten Morgens.

Viele Grüße,
Andreas

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