Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie
Anpassung der Basalrate
Quo:
--- Zitat von: |NQ|Eraser am Mai 23, 2005, 14:35 ---nein, mein mahlzeitbolus liegt meistens zwischen 9 und 12 Einheiten, Abends zwischen 6 und 8
--- Ende Zitat ---
Fein, dann habe ich gut danebengetippt. Die gute Nachricht ist wohl das Splitten Dir dann vermutlich doch etwas bringt :)
Meine ganze Durchflussratentheorie ist damit zum Teufel. :baeh: Auch gut! - immerhin ein (mutmassliches) Problem weniger das Du hast.
--- Zitat --- nein, ich dusche (bzw. bade) meistens vor dem abendessen, manchmal früher. nie nachdem abendbolus
--- Ende Zitat ---
... um so besser. noch ein Problem weniger :)
--- Zitat --- vor ankoppeln gebe ich ein füllbolus ab, bis aus der ankoppelstelle insulin tritt, so dass das ganze system wieder voll ist.
--- Ende Zitat ---
Ja... voll ist das System damit. Arbeitsdruck hat es allerdings noch nicht, da ja leider bei allen bisher erhaeltlichen abkoppelbaren Kathetern nur in einer Richtung eine (druckerhaltende) Membran vorhanden ist. Die andere Seite (zu Schlauch und Pumpe hin) ist offen, verliert also ihren Druck bei Oeffnung des Systems.
Zwischen "voll" und "0.0x abgegebene IE kommen auch im Unterhautfettgewebe an" liegen jedoch ?.?? IE, wobei die Groesse der Fragezeichen von den Parametern der einzelnen Komponenten abhaengt:
* Lufblasen sind besser komprimierbar als Insulin. Sie puffern bei beginnendem Gegendruck (= nach ankoppeln) noch etwas Druck ab.
* Das System Innenschlauch/Aussenschlauch unterliegt im Querschnitt einer druckabhaengigen Dehnung.
* Die Laenge des Schlauches geht dabei als Multiplikator ein.
* Das minimale mechanische "Spiel" der Pumpe ist erst unter konstantem Gegendruck keine Variable mehr.Aus diesem Grund wurde uns in der Schulung empfohlen einen Katheterwechsel oder ein Ab/Ankoppeln so zu legen, dass anschliessend ein Mahlzeitenbolus durchgescheucht werden kann. Grund: bei dem groesseren Mahlzeitenbolus ist die Fehlmenge noch innerhalb des BE-Schaetzfehlers, anschliessend an diesen Mahlzeitenbolus laeuft die Basalrate dann zuverlaessig. Ohne diesen Bolus wuerde die fuer den Druckaufbau benoetigte Menge jedoch in der Basalrate fehlen und Resistenzen == anschliessender Aerger verursachen.
--- Zitat --- meine basalrate zwischen 05:00 und 08:00 liegt wegen dawnphänomen zwischen 0,6 und 0,8 U/h
--- Ende Zitat ---
Damit entfaellt meine Theorie der Durchflussprobleme fast voellig.
--- Zitat --- lipolyse = acetonkörper ? steh grad auf dem schlauch. der morgenurin ist acetonfrei
--- Ende Zitat ---
Nein, Lipolyse ist noch keine Ketoazidose. Lipolyse bezeichnet den Zustand, in dem freie Fettsaeuren den Blutzuckerabbau (genauer: die Insulinrezeptoren) hemmen, eine Ansaeuerung des Blutes hat allerdings noch noch nicht stattgefunden.
Die Fettsaeurenabspaltung (bei der mit Hilfe des Enzyms Lipase aus einem Triglycerid ein Diglycerid und dann ein Monoglycerid wird, unter jeweils Abspaltung einer freien Fettsaeure) wird bereits durch geringe Mengen Insulin wirkungsvoll gehemmt. -> Die Basalrate dient dazu, diese Mengen bereitzustellen. Ist hierfuer nicht genug Insulin vorhanden beginnt werden Fettsaeuren abgespalten (beginnende Lipolyse), die ihrerseits Insulinrezeptoren blockieren. Die Auswirkung dieser beginnenden Lipolyse sieht man daher gut an hohen PP-Werten, da durch die zugefuehrten BE erst deutlich wird, dass etwas nicht stimmt, bzw wegen der durch die freien Fettsaeuren verursachten Resistenzen die normale Menge Bolusinsulin nicht ausgereicht hat. (Ein nicht so recht wirkender Korrekturbolus waere auch ein moeglicher Hinweis).
--- Zitat --- ich habe ein bauchgurt und trage die pumpe auch nachts am körper, tagsüber hosentasche. bin am überlegen wegen den schlauchlängen, hab auch die kleinere alternative zum testen hier.
--- Ende Zitat ---
Am Koerper klingt gut. Ich trage meine unter dem Arm - bei Frauen geht das mit einer Tasche von Disetronic, die fuer fast alle Pumpen passt und sich seitlich an den BH haengen laesst. Maenner muessen da wohl auf eine Pistolenhalfter-aehnliche Konstruktion zurueckgreifen. Davon, die Pumpe in der Hosentasche (oder ueberhaupt aufrecht) zu tragen wurde uns recht nachdruecklich abgeraten, da bei "Anschluss oben" alle Lufblasen unkontrolliert durch den Schlauch laufen und fuer entsprechende Insulinfehlmengen sorgen, und bei "Anschluss unten" der Schlauch fast zwangslaeufig geknickt wird (ausser man bohrt sich ein Loch in die Hosentasche und faedelt den Schlauch dort durch).
--- Zitat ---mir kommt es vor, als ob ich einfach generell beim frühen essen (<12 Uhr) diese probleme habe. Ich habe allerdings noch nicht getestet, wie es wäre, wenn ich bis 12 Uhr schlafen und dann gleich essen würde. dann müsste es ja eigentlich genauso sein, oder?
--- Ende Zitat ---
Wenn Dein Problem am Aufstehphaenomen liegt, ja. Hm. Vielleicht laesst Du Dich fuer den naechsten Test einmal bedienen - Sonntags-Fruehstueck im Bett :mahl:
Gute Nacht noch,
Tatjana
|NQ|Eraser:
--- Zitat von: Quo am Mai 24, 2005, 02:31 ---
--- Zitat von: |NQ|Eraser am Mai 23, 2005, 14:35 ---
--- Ende Zitat ---
Ja... voll ist das System damit. Arbeitsdruck hat es allerdings noch nicht, da ja leider bei allen bisher erhaeltlichen abkoppelbaren Kathetern nur in einer Richtung eine (druckerhaltende) Membran vorhanden ist. Die andere Seite (zu Schlauch und Pumpe hin) ist offen, verliert also ihren Druck bei Oeffnung des Systems.
Zwischen "voll" und "0.0x abgegebene IE kommen auch im Unterhautfettgewebe an" liegen jedoch ?.?? IE, wobei die Groesse der Fragezeichen von den Parametern der einzelnen Komponenten abhaengt:
* Lufblasen sind besser komprimierbar als Insulin. Sie puffern bei beginnendem Gegendruck (= nach ankoppeln) noch etwas Druck ab.
* Das System Innenschlauch/Aussenschlauch unterliegt im Querschnitt einer druckabhaengigen Dehnung.
* Die Laenge des Schlauches geht dabei als Multiplikator ein.
* Das minimale mechanische "Spiel" der Pumpe ist erst unter konstantem Gegendruck keine Variable mehr.Aus diesem Grund wurde uns in der Schulung empfohlen einen Katheterwechsel oder ein Ab/Ankoppeln so zu legen, dass anschliessend ein Mahlzeitenbolus durchgescheucht werden kann. Grund: bei dem groesseren Mahlzeitenbolus ist die Fehlmenge noch innerhalb des BE-Schaetzfehlers, anschliessend an diesen Mahlzeitenbolus laeuft die Basalrate dann zuverlaessig. Ohne diesen Bolus wuerde die fuer den Druckaufbau benoetigte Menge jedoch in der Basalrate fehlen und Resistenzen == anschliessender Aerger verursachen.
--- Ende Zitat ---
ok, werde in zukunft noch genauer darauf achten, vor dem abendessen zu baden.
--- Zitat ---
--- Zitat --- lipolyse = acetonkörper ? steh grad auf dem schlauch. der morgenurin ist acetonfrei
--- Ende Zitat ---
Nein, Lipolyse ist noch keine Ketoazidose. Lipolyse bezeichnet den Zustand, in dem freie Fettsaeuren den Blutzuckerabbau (genauer: die Insulinrezeptoren) hemmen, eine Ansaeuerung des Blutes hat allerdings noch noch nicht stattgefunden.
Die Fettsaeurenabspaltung (bei der mit Hilfe des Enzyms Lipase aus einem Triglycerid ein Diglycerid und dann ein Monoglycerid wird, unter jeweils Abspaltung einer freien Fettsaeure) wird bereits durch geringe Mengen Insulin wirkungsvoll gehemmt. -> Die Basalrate dient dazu, diese Mengen bereitzustellen. Ist hierfuer nicht genug Insulin vorhanden beginnt werden Fettsaeuren abgespalten (beginnende Lipolyse), die ihrerseits Insulinrezeptoren blockieren. Die Auswirkung dieser beginnenden Lipolyse sieht man daher gut an hohen PP-Werten, da durch die zugefuehrten BE erst deutlich wird, dass etwas nicht stimmt, bzw wegen der durch die freien Fettsaeuren verursachten Resistenzen die normale Menge Bolusinsulin nicht ausgereicht hat. (Ein nicht so recht wirkender Korrekturbolus waere auch ein moeglicher Hinweis).
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naja, falls morgens eine korrektur notwendig ist, so wirkt diese eigentlich auch so, wie sie soll, von daher glaub ich dann eher nicht, dass das vorliegt
--- Zitat ---
--- Zitat --- ich habe ein bauchgurt und trage die pumpe auch nachts am körper, tagsüber hosentasche. bin am überlegen wegen den schlauchlängen, hab auch die kleinere alternative zum testen hier.
--- Ende Zitat ---
Am Koerper klingt gut. Ich trage meine unter dem Arm - bei Frauen geht das mit einer Tasche von Disetronic, die fuer fast alle Pumpen passt und sich seitlich an den BH haengen laesst. Maenner muessen da wohl auf eine Pistolenhalfter-aehnliche Konstruktion zurueckgreifen.
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hmm, wo bekomme ich diese konstruktion? ich wäre nicht unglücklich, das so zu tragen, alternativ will ich noch nen oberschenkelgurt testen und ggf. wirklich ein kleines loch in die hosentasche machen, zwecks katheter.
--- Zitat ---Davon, die Pumpe in der Hosentasche (oder ueberhaupt aufrecht) zu tragen wurde uns recht nachdruecklich abgeraten, da bei "Anschluss oben" alle Lufblasen unkontrolliert durch den Schlauch laufen und fuer entsprechende Insulinfehlmengen sorgen,
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eigentlich sind bei mir keine luftblasen im reservoir, darauf achte ich beim aufziehen und beim katheterwechsel
--- Zitat --- und bei "Anschluss unten" der Schlauch fast zwangslaeufig geknickt wird (ausser man bohrt sich ein Loch in die Hosentasche und faedelt den Schlauch dort durch).
--- Zitat ---mir kommt es vor, als ob ich einfach generell beim frühen essen (<12 Uhr) diese probleme habe. Ich habe allerdings noch nicht getestet, wie es wäre, wenn ich bis 12 Uhr schlafen und dann gleich essen würde. dann müsste es ja eigentlich genauso sein, oder?
--- Ende Zitat ---
Wenn Dein Problem am Aufstehphaenomen liegt, ja. Hm. Vielleicht laesst Du Dich fuer den naechsten Test einmal bedienen - Sonntags-Fruehstueck im Bett :mahl:
Gute Nacht noch,
Tatjana
--- Ende Zitat ---
hmm, gute idee, da muss ich mal meine freundin von der medizinischen notwendigkeit dieser maßnahme überzeugen ;D
so long
Joerg Moeller:
--- Zitat von: |NQ|Eraser am Mai 23, 2005, 22:42 ---ich meinte eher die tatsache, dass ich bei 2 spritzstellen eine schnellere resorption habe
--- Ende Zitat ---
Ja, hast du. Aber ich hatte mich gefragt, warum du 2 unterschiedliche Insuline nutzen willst. Ist mittlerweile aber auch klar: wegen dem Pen...
|NQ|Eraser:
--- Zitat von: Jörg Möller am Mai 24, 2005, 10:30 ---
--- Zitat von: |NQ|Eraser am Mai 23, 2005, 22:42 ---ich meinte eher die tatsache, dass ich bei 2 spritzstellen eine schnellere resorption habe
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Ja, hast du. Aber ich hatte mich gefragt, warum du 2 unterschiedliche Insuline nutzen willst. Ist mittlerweile aber auch klar: wegen dem Pen...
--- Ende Zitat ---
das hab ich gestern abend vergessen zu schreiben ;)
Insuman Infusat ist ja Pumpeninsulin 8)
so long
Joerg Moeller:
--- Zitat von: |NQ|Eraser am Mai 24, 2005, 15:08 ---Insuman Infusat ist ja Pumpeninsulin 8)
--- Ende Zitat ---
Ja, und ich dachte erst, das würdest du dann mit einer Spritze geben können. Aber wenn man regelmässig sowas macht ist ein Pen schon einfacher. (Spritzen haben eben viele Pumpis im Haus. Grund: wenn mal die normale Korrektur mit der Pumpe 2mal hintereinander nicht klappt, dann sollte man die nächste Korrektur ja nicht mehr mit der Pumpe geben. Und da gehen eben viele auf Nummer sicher und geben sie mit der Spritze (denn auch ein Pen kann mal - rein theoretisch - versagen)
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