Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie

Anpassung der Basalrate

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Joerg Moeller:

--- Zitat von: Joa am Juni 08, 2005, 23:23 ---Ist schon ganz interessant bezogen auf das hier bewegte Thema der BSR-Findung.

--- Ende Zitat ---

Das ganze Thema ist eh interessant: in der gesamten hochklassigen Fachliteratur (Berger, Mehnert, Scherbaum, Austenat) findet sich nirgends eine genaue Vorgehensweise.

Die auf http://www.diabetesinfo.de/therapie/basaltest.php ist übrigens von Susanne durchgesehen worden; sie findet da keine Fehler.

Dafür habe ich aber auch Meinungen gehört, die von "Ein Basaltest sollte mindestens 24-36 Stunden gehen" bis hin zu "An der BR hat der Patient nicht zu fummeln, das ist ärztliche Aufgabe"

Lediglich im Buch von Teupe findet man ein paar kleinere Hinweise, und er spricht sich darin auch für eine Mahlzeitenbezogene Analyse aus, die also nicht über den gesamten Tag dauern sollte.

(Das Teupe-Buch habe ich mal bei eBay gefunden :zwinker: )

Joa:
Grüß' dich Jörg,


--- Zitat ---Das ganze Thema ist eh interessant: in der gesamten hochklassigen Fachliteratur (Berger, Mehnert, Scherbaum, Austenat) findet sich nirgends
eine genaue Vorgehensweise.

--- Ende Zitat ---

Soweit ich mich entsinne, ist halt so 15 Jahre her,  hat Austenat auch nur eine Mahlzeit (höchstens noch bis kurz nach 2. ausgelassener Mahlzeit) in den BSR-Test
einbezogen. Nächtens nimmt Austenat in der Nachtklinik 2-stündlich BZ-Werte.

In der DK Mergentheim ist es entsprechend, nur dass nächtens im Normalfall 3 stündlich gemessen wird. Nachdem ich anfangs, geprägt auf
den 2-Stundenabstand, skeptisch war, hab ich mich dann aber voll vom 3-Stundensystem überzeugt. Ich denk mal Teupe macht das auch?


--- Zitat ---... habe ich aber auch Meinungen gehört, die von "Ein Basaltest sollte mindestens 24-36 Stunden gehen
" bis hin zu "An der BR hat der Patient nicht zu fummeln, das ist ärztliche Aufgabe"

--- Ende Zitat ---

Ist immer mal wieder Thema. 24-36 Stunden BSR-Test ist für einen "normalen" Typ 1, IMHO völliger Humbug und kann nur zu einem Ergebnis
führen, zu dem Hinweis, dass der Meinungsführer von Diabetes- und Stoffwechselbedingungen wenig Plan sein eigen nennt.

Bei der zweiten Meinung sehe ich das eigentlich genauso. Aber da kann auch "nur" eine heftige Überdosis bornierter Arroganz dahinterstecken
(Wo bitte finde ich den Smily "Brett vor Kopf" ?).  Ersatzsmily:  :mauer:

Wenn ich mal zur Abteilung "meine Geschichte" komme, kann ich ein paar "launige" Dönekens beitragen.  :tock:   :party:

Bei Typ 2 oder 1c (Doppeldiabetes), insbesondere bei bestehender Up-Regulation, mag eine längere Fastenperiode was bringen. Das hat aber
dann nicht wirklich mit BSR-Findung zu tun.


--- Zitat ---Lediglich im Buch von Teupe findet man ein paar kleinere Hinweise. und er spricht sich darin auch für eine Mahlzeitenbezogene Analyse aus,
 die also nicht über den gesamten Tag dauern sollte.

--- Ende Zitat ---

Ich wollte mir immer noch mal die aktuelle Pumpenschulung aus der DK Mergentheim, es gibt auch eine ICT-Version, bestellen.
Da steht vermutlich auch mehr zu BSR-Testung drin.
 
Grundsätzlich ist jedenfalls die gemeinsame Wurzel der Theoreme in der DK und bei Teupe bis auf den heutigen Tag nachvollziehbar, bis hin zur Art der
BZ-Protokollierung.

Gruß
Joa

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Joa am Juni 15, 2005, 21:47 ---einbezogen. Nächtens nimmt Austenat in der Nachtklinik 2-stündlich BZ-Werte.

--- Ende Zitat ---

Ist sicher genauer. Und stationär muß man ja nicht allzu wach werden.
Die Königslösung wäre aber sicher ein CGMS.


--- Zitat ---Bei Typ 2 oder 1c (Doppeldiabetes), insbesondere bei bestehender Up-Regulation, mag eine längere Fastenperiode was bringen. Das hat aber dann nicht wirklich mit BSR-Findung zu tun.

--- Ende Zitat ---

Yep. Und sollte auch - gerade bei Diabetikern - mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Quo:

--- Zitat von: Jörg Möller am Juni 15, 2005, 23:19 ---
--- Zitat von: Joa am Juni 15, 2005, 21:47 ---einbezogen. Nächtens nimmt Austenat in der Nachtklinik 2-stündlich BZ-Werte.

--- Ende Zitat ---

Ist sicher genauer. Und stationär muß man ja nicht allzu wach werden.
Die Königslösung wäre aber sicher ein CGMS.

--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---
--- Ende Zitat ---

Ich hatte Gelegenheit das in der Nachtklinik auszuprobieren: einige Mit-Patientinnen fuehlten sich sehr in ihrem Schlaf gestoert - ich fand es sehr komfortabel zur Ausnahme einmal nicht nachts vom Wecker zum Messen geklingelt zu werden, sondern nur im "Schlaf" eine Hand aus dem Bett halten zu muessen. Mit der jeweils eigenen Stechhilfe wurde dann dem Finger der am lautesten Hier! schrie ein Mini-Tropfen abgerungen, und die Hand hat dann noch ein Tupferle zum Festhalten bekommen bevor sie wieder zurueckgereicht wurde.
Wach werden musste nur wer eine halbe Stunde spaeter nach der Auswertung noch ein Glas Apfelsaft schluerfen durfte :)
Morgens lagen entsprechend viele Tupferles in und um die Betten verstreut, nach dem Fruehstueck war der Tagesablauf dann wieder der eigene.

Ein CGMS haette da vermutlich keinen wesentlichen Vorteil gebracht ausser es weckt bei einer naechtlichen Hypo? Wenn es dies tut, wuerde der Einsatz eines CGMS zumindest Personalkosten sparen und eine ambulante Version mit taeglicher Besprechung ermoeglichen.

Problematisch koennte dabei allerdings sein, dass sich das fuer den Arzt vermutlich sehr schlecht abrechnen laesst, wohingegen fuer eine stationaere oder teilstationaere Variante sicherlich Vergleichssaetze existieren innerhalb deren Rahmen die Kassen mitspielen.

Viele Gruesse, Tatjana

Joa:
Hallo Tatjana,


--- Zitat von: Quo am Juni 16, 2005, 02:15 ---...  ich fand es sehr komfortabel zur Ausnahme einmal nicht nachts vom Wecker zum Messen geklingelt zu werden,

--- Ende Zitat ---

Das ging mir genauso, als Murmeltierschläfer hab ich das kaum mitbekommen. Daher fand ich die 2 Stundenabstände auch nicht wirklich störend.
In Mergentheim war es dagegen ziemlich Usus, die Patienten selbst zum Messen an-, besser aufzustacheln.  Begründung: Training für die häuslichen Fortführungen.
Das störte schon eher.

Wenn ich aber zuhause selber den Wecker ... dann lob ich mir doch 3 Schlafstunden dazwischen.


--- Zitat ---Ein CGMS haette da vermutlich keinen wesentlichen Vorteil gebracht ausser es weckt bei einer naechtlichen Hypo? Wenn es dies tut, wuerde der Einsatz eines CGMS zumindest Personalkosten sparen und eine ambulante Version mit taeglicher Besprechung ermoeglichen.

--- Ende Zitat ---

ACK. Natürlich wäre ein BZ-Sensor mit Speicher überhaupt ideal für zu Hause. Gleich noch mit Alarmgeber.  :bruellen:
Ist aber erst mal "ausgependrad", das Thema.


--- Zitat ---Problematisch koennte dabei allerdings sein, dass sich das fuer den Arzt vermutlich sehr schlecht abrechnen laesst, wohingegen fuer eine stationaere oder teilstationaere Variante sicherlich Vergleichssaetze existieren innerhalb deren Rahmen die Kassen mitspielen.

--- Ende Zitat ---

Jedenfalls sind die Sätze der Nachtklinik in B schon recht hoch gewesen. Das kommt mit einem CGMS für zu Hause kaum zusammen. Woanders gab' s für deutlich weniger Vollpension.  :D

Gruß
Joa

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