Diabetesinfo-Forum

Plauderstündchen => Kaffeeklatsch => Thema gestartet von: Gyuri am Dezember 09, 2017, 15:07

Titel: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Dezember 09, 2017, 15:07
Es hat ja nicht direkt was mit Diabetes zu tun … meine ich.  :rotwerd:

Seit meiner Herz-OP 2009 kämpfe ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder mal mit meinem Blutdruck, der dann spontan und ohne Vorankündigung in die Höhe steigt. Die ersten zwei mal rief ich den Notarzt. Beim ersten mal bekam ich ein Medikament und gut war. Beim zweiten mal verbrachte ich ein Wochenende in der Notaufnahme des Krankenhauses. Die wollten dann am Montag von meiner Krankenkasse viel Geld für einen Kerzkatheder kassieren … obwohl der letzte Katheder beim Kardiologen erst 14 Tage zurück lag. Am Montag Morgen war ich dann wieder weg.  :wech:
Damit mir das nicht wieder passiert, hat mir der Hausarzt ein Notfallmedikament verschrieben… Bayotensin akut
Dies nehme ich im Bedarfsfall genau nach Anleitung. Heute früh war es mal wieder so weit.

Übrigens: Ich nahm das Mittel insgesamt vielleicht 20 mal. Zwei mal nahm ich es im Ferienhäuschen in Ungarn, der Rest wurde ausschließlich zuhause gebraucht. Unterwegs (z.B. im Auto) hatte ich noch nie zu hohen Blutdruck. Obwohl, ich schleppe mein Blutdruckgerät und das Medikament fast immer mit mir rum.

Heute war wieder so ein schlimmer Tag.  :daumenrunter:
03:33 alles noch im grünen Bereich! 
04:31 Blutdruck 130/71 mmHg - Nach einem Schlaf- und Nerventee wieder hin gelegt.
07:28 unbegründete Unterzuckererscheinung - dennoch aufgestanden …
07:35 Blutdruck 195/86 mmHg   :kreisch: Notfall-Medikament
07:56 Blutdruck 188/79 mmHg   :kreisch: alle Frühtabletten eingenommen (auch Blutdrucksenker)
… : … in der Wohnung auf und ab gegangen zur Beruhigung :pumps:
08:08 Blutdruck 142/66 mmHg Puls 83 - na ja … es wird schon wieder besser.   :staun:
08:51 Blutdruck 134/70 mmHg - saumüde 
… : … Frühstück zubereitet
09:01 Blutdruck 133/69 mmHg nur noch etwas Kopfweh (na ja, so ein Kopf muss einem weh tun…   :patsch: )

Jetzt erwarte ich von euch keine ärztliche Diagnose!
Da tun sich bereits all meine Ärzte meines Vertrauens schwer.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Frau_Holle am Dezember 10, 2017, 14:05
Im DMP wird ja regelmäßig auch der Blutdruck dokumentiert und es wird immer wieder ausdrücklich darauf hingewiesen, wie wichtig es für Diabetiker sei, den Blutdruck im Zaun zu halten.

Übrigens: Vergangene Woche bekam ich von meiner diabetologischen Schwerpunktpraxis die schrifliche Mitteilung, dass sie angehalten seien, keine Blutdruckmedis zu verschreiben, sondern nur Insulin und OADs. Ich möge mich bitte wegen meinem Blutdruckmittel an meine Hausarztpraxis wenden.

Das Rezept für mein Blutdruckmessgerät hatte ich allerdings vorletztes Jahr von der Dia-Praxis erhalten. Damals allerdings noch von einer mittlerweile ausgeschiedenen Dia-Beraterin.


Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Hinerk am Dezember 10, 2017, 16:34
Moin,
Auch bei mir wird in den Quartals Terminen beim Diadoc neben dem Langzeitwert auch Puls (60-80)und Blutdruck nach RR (60-150) gemessen die Werte sind Bereichs Zahlen in den sich die Messungen bewegen.
Dann die üblichen Fragen aus dem DMP Protokoll.
Die Füße werden Begutachtet die weitere Versorgung von ev. Vorhandenen Ulcs besprochen der DiaDoc ist bei allen Besuchen zeitweilig anwesend um die ev. Notwendigen ärztlichen Entscheidungen zu treffen
Leider ist mein Langzeitwert dür den Arzt zu niedrig, er möchte um die 6,5 leider habe ich nur 6,1 zu bieten.
Mit allgemeinen freundlichen Worten werde ich dann verabschiedet, bin ja auch ein unkomplizierter CP.
Am Rande noch, in den letzten Monaten ist mein relativer BE/IE Bedarf um ca. 30% gesunken.
Ansonsten bin ich ein langweiliger Patient, es passiert nie etwas alles ist immer ok.

MlG

Hinerk
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Dezember 10, 2017, 17:25
Voll am Thema vorbei? ::)
(…)
Die Füße werden Begutachtet die weitere Versorgung von ev. Vorhandenen Ulcs besprochen der DiaDoc ist bei allen Besuchen zeitweilig anwesend um die ev. Notwendigen ärztlichen Entscheidungen zu treffen
Leider ist mein Langzeitwert dür den Arzt zu niedrig, er möchte um die 6,5 leider habe ich nur 6,1 zu bieten.
Mit allgemeinen freundlichen Worten werde ich dann verabschiedet, bin ja auch ein unkomplizierter CP.
Am Rande noch, in den letzten Monaten ist mein relativer BE/IE Bedarf um ca. 30% gesunken.
Ansonsten bin ich ein langweiliger Patient, es passiert nie etwas alles ist immer ok.

MlG

Hinerk
Wir wissen es inzwischen, dass du @Hinerk ein ganz vorbildlicher Diabetiker bist.  :ironie:

Ich meine jetzt (mehr zu Frau_Holle): Mein Blutdruck hat überhaupt nichts mit Diabetes zu tun…

… nur dass oft die ersten Anzeichen für Bluthochdruck denen von Unterzuckererscheinungen ähneln.

Würde ich mich auf die Blutdruckmessung beim vierteljährlichen DMP verlassen und den gelegendlichen Messungen beim Hausarzt, ich würde vielleicht schon nicht mehr leben. Dort wurde noch nie irgend etwas aufregendes festgestellt oder es wurden zufällig gemessene Extremwerte als "Fehlmessungen" abgetan.

Nicht einmal 24Stunden-Aufzeichnungen sind ein Garant dafür, solche Ausbrüche zu erkennen. Vor ein paar Tagen war zwar ein SYS-Wert von 170mmHg dabei, dieser ließ sich aber mit einem Ärger in Verbindung bringen, den ich zu diesem Zeitpunkt hatte. Bei der 24-Stunden-Aufzeichnung kommt es eben nicht auf Einzelmessungen an sondern auf einen gemittelten Tagesverlauf und die Schwankungen ganz allgemein.
( :gruebeln: Ich glaube, bei der Glukoseüberwachung habe ich ähnliches schon geschrieben.)
So hat mein Hausarzt aufgrund meiner Aufzeichnungen empfohlen: "Bevor wir mit einem Alpha-Blocker probieren, wie es die Kardiologin vorgeschlagen hat, versuchen wir die abendlichen Blutdruckmedikamente nicht erst um 18 Uhr zu nehmen, sondern schon gegen 15 oder 16 Uhr."

Mein wichtigstes Medikament ist zwar Amlodipin® mit einer Halbwertszeit von 40 Stunden, die übrigen Mittel wirken aber etwas schneller. Dies sind bei mir:Ob die zeitliche Verschiebung etwas bringt, konnte ich noch nicht so richtig feststellen weil ich ein paar mal dann doch erst um 18 - 19 Uhr schluckte.  :pfeif:
Wie dem auch sei, so eine Maßnahme kann nur den Blutdruck ganz allgemein ein wenig senken. Die einzelnen Ausbrüche werden damit nicht behandelt. Das wäre fast vergleichbar, als würde man eine KH-Sünde  :burger: mit Langzeitinsulin bekämpfen.

Bei Fällen, wie oben geschildert, hilft mir wirklich nur eine Pihole Bayotensin®akut oder wie einmal schon geschehen zwei Phiolen.  :kreisch: Würden die nicht wirken, bliebe mir dann wirklich nur noch der Ruf nach einem Notarzt.[/list]
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Hinerk am Dezember 10, 2017, 17:49
Moin Gyuri,
Dein Zitat
wir wissen es inzwischen, dass du @Hinerk ein ganz vorbildlicher Diabetiker bist.  :ironie:
Zitat Ende.
Gyuri
Versuch doch bitte sachlich hier im Forum zu argumentieren, wenn Du etwas anmerkst dann wähle bitte die „ich“ Form denn Du kannst nicht sicher sein, dass alle anderen hier Deiner Meinung zustimmen um „wir“ zu benutzen.
Du bist doch eigentlich ein Netter und Deine Beiträge lese ich gerne.

MlG

Hinerk
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Dezember 11, 2017, 01:42
(…) Versuch doch bitte sachlich hier im Forum zu argumentieren, (…)
Versuch doch du hier sachlich beim Thema zu bleiben und nicht "uns allen" an allen Ecken und Enden und vor allem immer wieder von deinen dir wichtigen Messwerten zu berichten, selbst wenn sie absolut nichts mit dem Thema (hier Blutdruck) zu tun haben.

btw:
Heute am Abend hatte ich schon wieder völlig unerwartet so einen erhöhten Blutdruck. Dieses mal zog ich mich abends noch einmal an, damit ich bereit bin, falls ich den Notarzt rufen muss. Ich packte das Nötigste für einen kurzen Krankenhausaufentalt zusammen und überlegte mir schon wie "unfreundlich" ich im KH dann wieder sagen muss, dass die sich nicht um meine Diabetessachen kümmern sollen.  :dresche:

Hier meine Notizen vom 10.12.2017!
22:00 stechender Schmerz vorn/außen in der linken Schulter + starker Tinitus
22:05 197/89 Puls 100
… : … Bayotensin + Lorazepam
22:17 180/84 Puls 98 (es wirkt in der Regel etwas später erst)
22:28 Wartezeit mit anderen Messungen überbrückt: Glukose 171mg/dl postprandial / 97% SpO2 / 36,8°C im Ohr
22:36 164/73 Puls 95 - Es wird schon wieder besser…
… : … keine Schmerzen jedoch weiter Tinitus und Nervosität
22:56 135/71 Puls 86 langsam wird's wieder
23:00 128/67 Puls 84 hätte ich besser keine Prallinen naschen sollen  :rotwerd: Glukose 182mg/dl
00:50 143/73 Puls 81 ein wenig zu hoch - aber das sind "normale" Schwankungen. Glukose 191mg/dl = etwas zu hoch  :verlegen3:
01:50 jetzt gehts ins Bett und Morgen zum Hausarzt gleich in der Früh…

Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Oggy am Dezember 11, 2017, 11:08
Moin zusammen
Mensch Gyuri - was machste für Sachen? Helfen kann ich leider nicht - gehört hab ich sowas auch noch nicht - ich denke da müßte ein Kardiologe ran :ka: Und zwar beschleunigt :ja:

Und so ganz nebenbei:
@Hinerk & @Gyuri  - gerne auch @Gyuri & @Hinerk - nicht, dass sich einer der Herren übervoteilt insichtlich der Reihenfolge fühlt:
Gyuri hat Recht - Hinerk Beitrag hat definitiv absolut nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun - wenn schon - Erklärung erbeten
Und ich denke nicht, daß ich zwei ausgewachsenen Herren erklären muss, daß Sie Sich bitte nicht wie im Sandkasten benehmen :ja:
Das Aufregen ist weder für den Zucker noch für den Blutdruck gut :ja: :zwinker:
Zudem ist bald Weihnachten - und ich habe keinerlei Lust Euch höflichst zu sagen, daß - sollte man nicht miteinander auskommen - man sich am Besten aus dem Weg geht....

Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Dezember 11, 2017, 12:07
Von dem "vertragt euch oder... :kloppe: " mal ganz abgesehen: ich finde schon dass Bluthochdruck in ein Diabetesforum passt. Gehört ja zum metabolischen Syndrom bei DM2.

Ich hab damit auch zu tun und nehme gegen den Hochdruck täglich Telmisartan Plus, Amlodipin, Moxonidin, Metoprololsuccinat und Urapidil. Und für Notfälle (hypertensive Krisen) hab ich noch Nifedipin und Nitrospray.

Meine Notfallmedis brauche ich aber eigentlich nicht, bisher nur 2-3 mal. Bei Systolen über 170 nehme ich die Nifedipin-Kapsel unzerkaut, bei Systolen >200 steche ich ein Loch rein und drücke mir den flüssigen Inhalt unter die Zunge und das Nitro-Spray ist eigentlich eher gegen Angina pectoris Attacken, senkt den Blutdruck aber auch radikal.

Mit dieser 5er-Kombination halte ich meinen RR im Sollbereich (Systole <140 und Diastole <90)

Übrigens: deine unbegründeten UZ-Erscheinungen waren vermutlich von Adrenalin verursacht. Dessen Hauptwirkung liegt ja in einer Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Und aus dem Grund sollte man als Diabetiker bei Betablockern darauf achten, dass es sog. "kardioselektive" Betablocker sind, diese also nur am Herzen wirken. Weil sie sonst UZ verschleiern können und man dann eine UZ zu spät bemerkt.

Viele Grüße,
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Dezember 11, 2017, 12:42
(…) und das Nitro-Spray ist eigentlich eher gegen Angina pectoris Attacken, senkt den Blutdruck aber auch radikal.

(…)
Angina pectoris
Das ist ja nach einem Irrweg zwischen sogenannten Fachärzten schon fast ein eigenes Thema wert.
Wenn ich den Begriff für meine Beschwerden einsetzte bekam ich (seit 2009) vom Kardiologen ein Schulterzucken zu sehen.
Der Herzchirurg erzählte mir was von durchtrennten Nerven nach der Bypass-OP und dass es ein paar Jahre dauern kann…
Nix wurde besser  :moser: und ich wurde zum Psychoterapeuten geschickt: Ich soll mir nicht alles gefallen lassen und nicht meinen Ärger runter schlucken! Das tu ich jetzt, habe aber immer noch beklemmende Schmerzen in der Brust.
Dann wurde ich zu einer Schmerztherapeutin geschickt.
(nur viel bla bla und die Verschreibung eines Plazebos)
Eine "Angina pectoris" kann ich nicht haben weil mein Herz in Ordnung sei! ( :balla: )
Zurück beim Hausarzt erfuhr ich, dass die letzte Kollegin wohl in Latein nicht die beste sei und man meine Beschwerden durchaus als Angina pectoris bezeichnet.
Der Ortopäde machte ein "Knochen-Foto" von mir und faselte etwas von altersbedingten Verschleißerscheinungen. Eine erfolgversprechende Physiotherapie war ihm nach sechs Anwendungen zu teuer. Aber Akupunktur könne er mir verschreiben. Die führt er selbst durch und die haben garantiert keine Nebenwirkungen.
Die hatten aber auch sonst keine Wirkungen, außer dass mich die dödelige Musik tierisch nervte. Ich geh da nicht mehr hin.

Den Hausarztbesuch heute Vormittag habe ich schlichtweg verschlafen und erst gegen 11:30 gefrühstückt. Jetzt muss ich mal schauen, ob ich im Terminkalender am Nachmittag noch eine Lücke frei habe…
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Insulinjunkie am Dezember 11, 2017, 17:21
Da hab ich doch glatt eine Frage zum Blutdruck, bedingt durch einen Arztwechsel.

Was sagen eure Doc's, in welchem Bereich sollte sich der Blutdruck bewegen? Was sollte die Höchstgrenze sein? :kratz:

In einer Studie wurde mal ein niedriger Blutdruck angegeben, diese Studie wurde aber wiederlegt. Und ich hege den Verdacht, das dieser Doc nicht auf den neuesten Stand ist :gruebeln:

Gruß
Insulinjunkie
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Dezember 11, 2017, 19:48
Das mit den Grenzen ist vielleicht das gleiche Theater wie bei den Zuckerwerten  :-X

Aber schon ein einfaches digitales Blutdruckmessgerät hat die gleichen Grenzen fest einprogrammiert wie das, was man mir im kranken Haus empfohlen hat:
Zitat
"Immer schauen, dass man systolisch unter 140mmHG bleibt!"
Wer es genauer wissen will (ich kann die Anleitung meines Blutdruckmessgerätes grad nicht finden) sollte halt eine Suchmaschiene befragen.

"blutdruck normalwerte" sollte genügen. Für mich ist Google gesperrt … und das ist auch gut so.  :zwinker:
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Dezember 12, 2017, 09:58
Das tu ich jetzt, habe aber immer noch beklemmende Schmerzen in der Brust.
...
Eine "Angina pectoris" kann ich nicht haben weil mein Herz in Ordnung sei! ( :balla: )

Üblicherweise wird man beim ersten Auftreten von AP-Symptomen (das wäre dann eine instabile AP) richtig durchgecheckt. Mindestens eine Herz-Sonographie sollte schon dabei sein und wenn die kein klares Bild gibt auch eine Herzkatheter-Untersuchung.
Ich hatte Glück, weil mein Hausarzt zwar jetzt als Allgemeinmediziner tätig ist, eigentlich aber auch seinen Facharzt für Kardiologie in der Tasche hat. Und beim Herz.Kath. ist dann auch rausgekommen, dass ich eine KHK habe. Die ist aber noch nicht so weit, dass ein Stent eingelegt werden musste.
Und daraufhin hat mein HA auch die Medikation geändert: ASS 100 noch dazu (obwohl ich das eh schon über 20 Jahre prophylaktisch nehme, weil ich immer ein ziemlich hohes Hämatokrit habe), Metoprolol um den Sauerstoffbedarf des Herzens zu reduzieren und Nitrospray für den Notfall.

Hier hab ich noch einen schönen Link für dich: http://flexikon.doccheck.com/de/Instabile_Angina_pectoris

Viele Grüße,
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Dezember 12, 2017, 10:03
Was sagen eure Doc's, in welchem Bereich sollte sich der Blutdruck bewegen? Was sollte die Höchstgrenze sein? :kratz:

Eigentlich spricht man da von <130/80, aber wir haben für mich wegen des fortgeschrittenen Alters und der Vorerkrankungen <140/90 vereinbart.
Wäre aber auch eh wurscht, weil die medikamentöse Schiene bei mir ausgereizt ist. Ich nehm eine 5er Kombi und da ist bei allen Komponenten eigentlich schon die Maximaldosis erreicht.
Aber ich bin damit dann auch im vereinbarten Bereich.

Viele Grüße,
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Dezember 12, 2017, 12:23
(…)
Üblicherweise wird man (…)
Bei mir lief das anders rum.  ::)
Ich ging 2009 zum Kardiologen, weil ich wieder die gleichen Symptome hatte wie 1998 und damals einen Stent bekam.

btw: schon seit 1998 hatte ich eine große Liste von Medikamenten u.a. ASS100. Ramipril war auch dabei; das wurde dann wegen Unverträglichkeit abgesetzt.

Beim Herzkatheder stellte man dann fest, dass es mehrere Engstellen gab denen man mit Stents nicht mehr beizukommen sei.
So gab es drei Bypässe. Der Chirurg, der ja mein (schlagendes) Herz in den Händen hielt, meinte dass ich wohl schon einen "stillen Infarkt" hatte und es allerhöchste Zeit war…
Nach der OP jammerte ich ständig wegen AP, wurde aber vertröstet – ja, ich sollte wieder zum Arbeiten gehen, damit ich auf andere Gedanken käme.  :balla:
Obwohl die damalige Kardiologin mir von einem Herzkatheder abriet (!!!) bestand ich 2010 darauf … und siehe da: zwei der drei Bypässe waren nahezu verstopft.
Ich bekam einen weiteren Stent verpasst. Mir sollte es danach VIEL BESSER gehen. Für den zweiten verstopften Bypass (<25%) wusste der Kathederspezialist keinen Rat. Da sollen sich mal die Chirurgen Gedanken machen.
Obwohl ich nichts von der versprochenen Verbesserung mit bekam, meinte der Herzchirurg, dass es schon wieder besser wird. Ich solle mein Herz nur regelmäßig überprüfen lassen. Das tu ich jetzt bald seit 8 Jahren und immer ist alles im grünen Bereich.
Zu dieser Diagnose kommt meine Beobachtung (und jetzt sind wir wieder beim Thema  :rotwerd: ) dass meine Hochdruckattaken praktisch IMMER dann kommen, wenn mein Herz nicht viel zu tun hat. Nach körperlichen Anstrengungen war noch nie was los. Ja, beim "Arbeiten" vergesse ich oft meine Beschwerden ganz, auch die AP.

Irgendwie kann ich meine Ärzte schon verstehen, weil das alles doch sehr untypisch ist. Aus meinem Verständnis ist aber Bluthochdruck keine eigenständige Krankheit sondern Symptom bei … hmmm … ja was wohl?  :kratz:
Eher zufällig entdeckte man bei mir ein Wurzelneurinom am 5. Halswirbel. Das wird auch regelmäßig beobachtet. Die Neurologen meinen aber übereinstimmend, dass meine AP davon nicht kommen kann und der Bluthochdruck auch nicht.  :nixweiss:

Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Dirk B. am Dezember 12, 2017, 21:16
hmmm - ja ich denke auch das BD ein Thema sein sollte.

Ich weiß bei mir mittlerweile nicht mehr was was macht. Der Pneumologe deutet an das mein BD wegen Diabetes und Adipositas ab und an ansteigt. Der Diabetologe sagt seit der Schlafapnoe Diagnose - AHA!!! (also nicht die Musik Gruppe sondern eher das "Erkenntnis" AHA!) der Schlafapnoe macht den BD unberechenbar. Der Hausarzt sagt geh zum Facharzt.

Also ich denke das viele Randerscheinungen beim DM2 hier gerne mit Diskutiert werden sollten. Und da ich nicht nur noch selten mehr diskriminiere ;D lese ich auch gerne die Probleme der DM1 Menschen mit ihren Randproblemen.

Viele Grüße und ein frohes Osterfest

Dirk
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Dezember 13, 2017, 10:25
Aus meinem Verständnis ist aber Bluthochdruck keine eigenständige Krankheit sondern Symptom bei … hmmm … ja was wohl?  :kratz:

Jein ;)
Hochdruck als Symptom einer anderen Erkrankung (der Nieren z.B. als "renale Hypertonie") gibt es zwar auch, aber am häufigsten tritt es ohne Grundekrankung auf (das nennt man dann essentielle/primäre Hypertonie)

Wenn eine Grunderkrankung vorliegt, dann behandelt man natürlich erstmal die, aber bei essentielle HT kann man nur Antihypertensiva geben.

Viele Grüße,
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Dezember 13, 2017, 10:32
Der Pneumologe deutet an das mein BD wegen Diabetes und Adipositas ab und an ansteigt.

Ja, ist denkbar. Gerade Menschen mit Adipositas neigen zu Hochdruck.

Zitat
Der Diabetologe sagt seit der Schlafapnoe Diagnose - AHA!!! (also nicht die Musik Gruppe sondern eher das "Erkenntnis" AHA!) der Schlafapnoe macht den BD unberechenbar.

Ist auch richtig. Durch die Apnoe entsteht dem Körper Stress, dadurch werden Stresshormone ausgeschüttet und die erhöhen Herzfrequenz und Blutdruck (und bei Diabetikern u.U. auch den BZ, weil diese Hormone die Leber anregen Glukose auszuschütten.

Viele Grüße,
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Frau_Holle am Mai 17, 2018, 18:17
Ja, Blutdruck ist gerade jetzt mein Thema. Vorgestern früh wurde ich wach und war total benommen. Mühsam musste ich meine Orientierungslosigkeit durchbrechen und schnallte irgendwann, dass Dienstag ist, dass ich Spätdienst habe und dass ich mich elend fühle und mir total schwindelig ist.Außerdem war für den späten Vormittag eine Teambesprechung angesetzt im Büro.  Ich hoffte, dass mich eine Dusche vlt. in die richtige Spur bringt. Nach dem Duschen war es nicht besser. Ich konnte an der CGM-Linie sehen, dass ich die ganze Nacht lang im Normbereich von knapp 100 mg/dl war und auch die Kalibriermessung bestätigte die Richtigkeit der Anzeige. Als nächstes war BD messen dran: 170/90 P 116. Ich wartete ein paar Minuten und maß noch einmal: gleich hoch.

 Also war klar, dass mein Schwindel und die Orientierungslosigkeit von dem akut hohen BD und Puls kam. Mein Herz schlug bis zum Hals.  Sofort in der Arztpraxis angerufen und gleich zu Fuß dorthin (ca. 5 Gehminuten). Es wurde ein EKG geschrieben und auch noch ein paar mal der BD gemessen: 190/90. Es hieß Verdacht, dass ich gerade in einer Überfunktion sein könnte. Erst mal zum Candesartan noch Bisoprolol nehmen. Gesagt getan. Im Büro mitgeteilt, dass ich so nicht zur Arbeit kommen kann.

Der Blutdruck ging dann im Laufe des Nachmittags runter und das Herzpochen ließ nach und auch der Schwindel ging weg.

Heute das Ergebnis: Schilddrüsenwerte im Normbereich.
Einnahme von Bisoprolol fortsetzen.

Ich hoffe, dass ich vor solchen Beschwerden künftig verschont bleibe. Das war alles mächtig unangenehm.


Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Duff Rose am Mai 17, 2018, 20:21
Hallo Frau Holle,

Oh je, bestimmt kein guter Tag. Aber wenn der Blutdruck wieder runter geht ist es gut. Es könnte ja sein, dass auch durch einen leichten Infekt, Stresssituation oder sonstige äußere Umstände dieser mal ansteigt.

Ich hab manchmal gerade morgens einen leicht erhöhten Blutdruck (145/100 z.B.) und das fühle ich auch total. Allerdings ist der Wert in der Diabetologischen Praxis immer gut, so 110/70.

Ich bin mir sehr sicher, dass ich morgens vor dem Berg Arbeit etwas Stress ausschütte und beim Diabetologen (Termin immer nach der Arbeit) im Wartezimmer entspanne.

Mit Teambesprechung und Arbeitstag hattest Du vielleicht auch viel vor und unterbewusst hat der Körper sich auf den Kampfmodus umgestellt.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Frau_Holle am Mai 17, 2018, 20:52
Hallo Duff Rose,

muss zugeben, dass mir der Gedanke auch schon kam, dass mein Körper wegen der bevorstehenden Teambesprechung auf Abwehr ging. Und weil ich gefehlt habe, wurde die Teambesprechung jetzt auf Mitte Juni verschoben.  Irgendwie muss ich da durch. ...

Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Januar 29, 2019, 12:59
Ich wusste keinen geeigneteren Platz für mein aktuelles Problem, zumal ich nicht mit "SiDiary" arbeite.

Nach meinem Krankenhausbesuch im Dezember 2018 steht das regelmäßige Blutdruckmessen wieder im Mittelpunkt des Alltags.
Jetzt hat mein Messgerät eine ganz sonderbare Art der Datenauswertung.  :kratz:

Es wird eine Statistik über die (maximal) letzten 30 Messungen zusammengefasst. Das Datum spielt eine untergeordnete Rolle.
Und dann werden Messungen um 7 Uhr (±2h) sowie um 19 Uhr (±1h) extra in einer kleinen Statistik zusammengefasst.

Mit diesen Daten brauch ich beim Arzt gar nicht antreten.  :balla:
Hinzu kommt noch erschwerend, dass ich keinen Datenausgang habe und ich alles von Hand ins Excel in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge eintippen muss.

Ich suche jetzt gar nicht nach einer Software - dazu hätte ich Excel. Ich bräuchte aber ein Blutdruckmessgerät, das seine Daten z.B. via USB preis gibt.

Wer kennt da was?
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Kladie am Januar 29, 2019, 13:59
Hallo Gyuri,

Seit einem Jahr habe ich jetzt das Breuer BM55 und bin zufrieden damit. Durch dieses Gerät habe ich sogar einen Hinweis auf Herzrhythmusstörung bekommen. Es wurden dann ca 900 Extrasystolen pro Stunde beim EKG festgestellt.
Außerdem hat er einen MiniUSB Anschluß, den ich bisher aber noch nicht ausprobiert habe, da ich keinerlei Blutdruckprobleme habe. Außerdem praktisch: Es ist für 2 Patienten ausgelegt, deren Werte separat gespeichert werden. Würde für dich und deine Frau ja auch praktisch sein.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Januar 29, 2019, 15:01
Oh!
Dieses Beurer BM55 sieht meinem "SANITAS" sehr ähnlich.

(https://up.picr.de/34951165vc.jpg)
Die Manschette wurde mal ausgetauscht. Vergleichsmessungen ergaben aber kaum Abweichungen.

Ich habe sogar zwei ähniche Geräte - eines für zwei Nutzer und eben das "große" mit Displaybeleuchtung für 4 Nutzer.
Allerdings gibt es da keinerlei Ausgänge.

btw: Herzrhythmus-Störungen werden da auch angezeichnet. Bisher war das aber sowohl bei mir als auch bei der Frau ein Fehlalarm.
Passieren tut das manchmal, wenn die Manschette beim Aufpumpen Klackgeräusche macht.
Wiederholungsmessungen sind dann immer unauffällig.

Ich werde mich mal nach dem Beurer BM55 umschauen.

Danke  :hi:
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Januar 30, 2019, 10:55
Ich hab immer noch das Boso Medilife PC3: https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/1630784_-medilife-pc-3-boso.html

Ist zwar ein Handgelenk-Gerät, misst aber sehr genau. (Ich hab das gegen das Stand-RR-Geräts meines Internisten getestet. Abweichungen waren so im Bereich von <10 mmHg)

Kann mit einem Standard Mini-USB Kabel ausgelesen werden (ich mach das natürlich mit SiDiary)

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Januar 30, 2019, 13:15
Hand-Messgeräte sind im Prinzip nicht "ungenauer" als Arm-Geräte.  :dozent:
Bei meinem Handgerät (und vielleicht auch bei allen anderen?) wird der diastolische Druck VOR dem systolischen Druck gemessen. Das erspart Messzeit und Batteriestrom.
Schwierig wird es nur, wenn das Handgelenk nicht auf Herz-Höhe gehalten wird.
Aber dieses Problem kenne ich von Krankenhaus-Messungen. Im Liegen lassen sich die Blutdruckwerte deutlich beeinflussen indem man den Arm hoch zur Aufstehhilfe hochstellt oder von Bettkante baumeln lässt.  :zwinker:

Auch wissen wir vom Arm-Gerät, dass möglichst im entspannten Sitzen mit locker ausgestrecktem Arm gemessen werden sollte - was mit dem Hand-Gerät nur schlecht möglich ist bzw. beim Sport nicht gemacht wird.

Dass es auch Hand-Geräte mit Datenausgang gibt hatte ich (auch) nicht gewusst.

Ich will nur ganz bewusst nicht alle meine Daten im Computer/Smartphone mit einer speziellen App erfassen. Das halte ich so mit Glukose (na ja - fast  :rotwerd: *), Gewicht,
Sauerstoffsättigung, Bankverbindung, Schlafdaten und natürlich auch Blutdruck.

zu *)
Die Libre-Software wird immer nur OFFLINE genutzt.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Kladie am Januar 30, 2019, 13:44
Hallo Gyuri,

gestern habe ich mal den USB Anschluß des Beurer BM55 in Betrieb genommen und war ernüchtert. Ob es deinen Erwartungen entspricht bin ich mir nicht mehr sicher.

Als erstes fiel mir auf, daß im Windows Explorer nichts vom Gerät aufgelistet wird, obwohl laut Geräteanzeige eine Verbindung mit dem PC hergestellt ist. (Kein Gerät an irgendeinem USB Port zu sehen) Also habe ich danach gesucht wie ich die Daten auslesen kann und wo sie hingeschrieben werden.

Da begann der Frust: Auslesen geht nur mit einer PC Software von Beurer (HealthManager). Die damit eingelesenen Daten habe ich auf die Schnelle nicht finden können und ich kann nicht sagen ob sie verschlüsselt sind oder wie sie, wie auch immer, aussehen. Nur die SW selbst kann sie anzeigen.
Um mit der SW arbeiten zu können muß das Meßgerät am PC angeschlossen sein. Die SW selbst kann nur beendet werden, wenn vorher das Gerät vom USB-Port entfernt wurde. Dementsprechend ist wohl ein SW-Test ohne Gerät nicht möglich. Außerdem ist - wie bei allen SW-Anbietern heutzutage - eine Anmeldung mit Eingabe von persönlichen Daten notwendig.
Selbsterklärend ist die SW auch nicht. Ich habe viel herumexperimentiert bis ich mir einige Meßdaten ansehen konnte und unter einer übersichtlichen Darstellung stelle ich mir was anderes vor.. Es ist mir noch nicht einmal gelungen für beiden möglichen Patienten (meine Frau und ich) eine gemeinsame Datenübermittlung zu starten. Kann sein, daß es an mir liegt aber deshalb ist das alles für mich auch nicht brauchbar.
Gerade eben habe ich noch eine Mail an Beurer geschickt um ein Handbuch der SW zu erhalten. Mal sehen wie gut der Support ist....

Alles in allem nicht sehr befriedigend was da angeboten wird. Da du an Rohdaten interessiert bist, könnte es sein, daß du den Beurer BM55 doch nicht brauchen kannst. Ich jedenfalls mache einen großen Bogen um diese Software. Das Gerät als solches ist aber meiner Meinung nach empfehlenswert wenn es nur ums messen geht.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Januar 30, 2019, 14:49
Weil bei mir da z.Zt. garnix geht, habe ich mir mit Excel was gebastelt was die Daten aus meinem Gerät VIELLEICHT etwas übersichtlicher anzeigt.

(größer durch CLICK) (https://thumbs.picr.de/34958320ft.jpg) (https://up.picr.de/34958320ft.pdf)

Bei den Vergleichen geht es aktuell um eine Gegenüberstellung zur Medikamentenumstellung.
Weil sich mein Gerät nur 30 Messungen "merken kann", habe ich eine Messreihe vor der Umstellung, eine komplette mit der Umstellung und eine angefangene für jetzt.
Sollten es bis zum nächsten Arztbesuch mehr als 30 Messungen geben, müsste ich noch ein drittes DIagramm erstellen.  :patsch:

Das sollte aber noch nicht das Ende der Möglichkeiten sein….  :-\
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Tarabas am Januar 30, 2019, 17:32

Ist zwar ein Handgelenk-Gerät, misst aber sehr genau. (Ich hab das gegen das Stand-RR-Geräts meines Internisten getestet. Abweichungen waren so im Bereich von <10 mmHg)


Wie machst Du daß die Werte vergleichbar sind bzw korrekt? Sprich wie / wo positionierst du die Hand (immer am gleichen Ort)?
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Dirk B. am Januar 30, 2019, 22:21
Ich habe das Omron RS8. Das ist auch ein Handgelenk-Messgerät. Die Werte passen auch mit meinem Oberarm-Messgerät welches auch von Omron ist (m400it) und dem meines Arztes recht gut zusammen. Das RS8 kann ich via NFC mit dem Handy oder dem beiliegenden NFC Pad mit jedem PC via BI-Link auslesen. Das m400it kann ich via USB und BI-Link auslesen und dann eine Exportdatei in SiDiary verwenden.

@Tarabas:  Das RS8 hat einen Sensor der bei Herzhöhe mit einer entsprechenden LED anzeigt das die Geräteposition korrekt ist.

Beide Geräte prüfen den Sitz der Manschette auf richtigen Sitz (nicht zu locker oder zu stramm) und sind für 2 Personen geeignet. Das RS8 hat auch noch den Vorteil das es nahezu geräuschlos misst. Das bedeutet das man an jedem Ort diskret messen kann.

Allerdings sind beide Geräte nichts für Gyuri da diese ihre Auswertung auf dem Webportal machen.

Ich meine das die neuen Omron Geräte mit dem IT am Ende auch Bluethooth können.

LG

Dirk
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Januar 31, 2019, 15:23
Dass es auch Hand-Geräte mit Datenausgang gibt hatte ich (auch) nicht gewusst.

Ich will nur ganz bewusst nicht alle meine Daten im Computer/Smartphone mit einer speziellen App erfassen.

Ohne App geht es aber nicht. Das Gerät gibt ja nicht die Daten als Excel- oder TXT-Datei aus, sondern in einem bestimmten Datenstrom. Und die App weiß anhand der Schnittstellenspezifikation, wie sie diese Datenstrom anfordert, interpretiert und wieder beendet.

Nur wenige Geräte halten die Daten auch in einem ohne weiteres lesbarem Format vor, wie z.B. das Accu-Chek Mobile. Da ist dann quasi die App schon im Gerät integriert.

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 01, 2019, 03:45
 :rotwerd: Ich meinte mehr Apps auf dem Smartphone. Ich habe keines und will das auch nicht anfangen.
Am heimischen "Computer" lehne ich alle Arten von Programmen ab (egal, wie sie genannt werden), die auf mir unbekannten Wegen Daten versenden.

Als Beispiel will ich Libre (aber auch MS-Office) nennen. Die Software läuft NIEMALS, wenn ich ONLINE bin. So lange das geht, habe ich nichts gegen die Nutzung solcher Programme.
Würde die Libre-Software den OFFLINE-Betrieb nicht erlauben, würde ich mir dafür mit Excel die *.TXT-Exportdaten schon weiter verarbeiten. Nur weil ich so ein fauler Mensch bin, spare ich mir (noch) die Arbeit und begnüge mich mit den *.PDF-Libre-Diagrammen … oder einfach mit Screenshots.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Renato am Februar 01, 2019, 11:08
:rotwerd: Ich meinte mehr Apps auf dem Smartphone. Ich habe keines und will das auch nicht anfangen.
Am heimischen "Computer" lehne ich alle Arten von Programmen ab (egal, wie sie genannt werden), die auf mir unbekannten Wegen Daten versenden.

Hallo Gyuri
Verstehe dein Problem, jedoch wird dein heimischer PC auch so oder so deine Daten versenden. Wenn er es nicht kann, weil Du nicht online bist, dann wird er es versenden, wenn Du wieder online bist.
Mit https://www.chip.de/downloads/GlassWire_72209619.html kannst Du jedes einzelne installierte Programm überwachen und auch das versenden von Daten stoppen.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 01, 2019, 11:29
Das ist zwar interessant … aber wohl weniger für Mac-User wie mich  :gruebeln:
(https://up.picr.de/34971049dg.jpg)
Um eine Firewall habe ich mich noch nie gekümmert  8)
Ich weiß halt, dass es so etwas beim Mac schon ne Ewigkeit gibt.

Und ich bin mir relativ sicher, dass da keine Daten mehr raus gehen, seit mir die Aktivitäten mal zufällig aufgefallen waren als mein Internetzugang noch so langsam war, dass der Rooter mit von mir gewollten Arbeiten in meinem Netzwerk nicht mehr nachkam.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Februar 01, 2019, 15:45
... wird dein heimischer PC auch so oder so deine Daten versenden. Wenn er es nicht kann, weil Du nicht online bist, dann wird er es versenden, wenn Du wieder online bist.

Yep. Und mir persönlich ist das auch ziemlich egal, sonst würde ich nicht Google oder Facebook nutzen.
Davon abgesehen finde ich den Aspekt "personalisierte Werbung" sogar ganz gut. Neue Produkte interessieren mich, aber nur wenn mich das Thema generell interessiert. Und da kann Google/Facebook ruhig wissen, dass sie mir Werbung über PC-Hardware anzeigen, sich dafür aber Werbung über neue Bergsteigerausrüstung schenken können.

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Dirk B. am Februar 01, 2019, 19:27
Nuja - Gyuri, Wenn sich jemand über den Stand deiner Gesundheit informieren will weil er dir was böses will dann geht er einfach hier ins Forum und schaut sich die Scrennshots über den Verlauf deines und des Blutzuckers deiner Frau an. Dann weiß er wie es um euch beide steht und kann dann damit...ähm..ja was eigentlich machen? :kratz: Das könnte natürlich jemand deiner Krankenkasse whistlen "...und zucker hat er auch noch..." und dann weiß deine KK das du Diabetes hast. Nur ist die Info nichts Wert weil sie das schon vorher wusste.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 01, 2019, 21:40
Ihr könnt natürlich mit euren Daten umgehen, wie es euch gefällt.
Ich war in meinem Leben noch nie bei Facebook und zu Google komme ich immer nur anonym rein über Startpage.com. Manchmal klicke ich "leichtsinnig" auf irgend welche Links und erhalte dann die Meldung, dass ich meinen Addblocker abschalten muss oder dass ich mich bei Google anmelden müsste. Beides unterlasse ich und verzichte dann lieber auf "neugierige" Seiten.
btw: Das was ich in verschiedenen Foren schreibe, ist sehr wohl überlegt und verrät nicht allzuviel von mir. Vorallem ist es nicht einfach einen Bezug zu meinem realen Leben herzustellen. Und wenn doch: So viel Arbeit wird sich kaum einer machen.

Aber darüber wollte ich hier ganz sicherlich überhaupt nicht streiten! :freunde2:
Mir geht es "nur" um Messgeräte (hier ein Blutdruck-Messgerät) bei dem man die Messdaten in irgend einer Form auslesen kann und nicht ständig neugierige Nasen aus dem www mit drin stecken hat.
Sollte es da nichts geben, werde ich halt weiter meine Daten von Hand übertragen. Das habe ich ein Berufsleben lang so mit einigen Daten gemacht, bei denen es sich nicht lohnte großartige Daten auszulesen oder wo es aufgrund des Messgerätes einfach nicht möglich war.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Kladie am Februar 01, 2019, 23:03
Hallo Dirk B.,

Zitat
orginal Dirk B.:
Nuja - Gyuri, Wenn sich jemand über den Stand deiner Gesundheit informieren will weil er dir was böses will dann geht er einfach hier ins Forum und schaut sich die Scrennshots über den Verlauf deines und des Blutzuckers deiner Frau an. Dann weiß er wie es um euch beide steht und kann dann damit...ähm..ja was eigentlich machen? :kratz: Das könnte natürlich jemand deiner Krankenkasse whistlen "...und zucker hat er auch noch..." und dann weiß deine KK das du Diabetes hast. Nur ist die Info nichts Wert weil sie das schon vorher wusste.

Zum Datenschutz hat wohl jeder seine eigene Meinung ohne auf Spezialisten zu hören.

Google interessiert sich überhaupt nicht um Gyuri und seine Frau aber ermittelt, dass es nur ganz wenige gibt, die deren Probleme haben. Aus diesem Grund rät Google  jedem, der die entsprechenden Infos kauft auf solche Leute keine Rücksicht zu nehmen. Das kann jeden treffen - nicht nur die beiden.

Ich vergleiche es auch mit Schülern und Studenten, denen man die Frage nach einer Rentenabsicherung stellt. Für die Mehrheit gibt es dringendere Probleme oder wollen sich damit nicht auseinandersetzen. Aber frage Sie noch einmal wenn Sie im Rentenalter unter die Armutsgrenze fallen...

Nun aber wieder zurück zum eigentlichen Thema: geeignete Blutdruckmeßgeräte.

Habe heute die Anwort auf meine Mail an Beurer erhalten. Ein Handbuch für die Software HealthManager gibt es nicht. Es gibt aber eine FAQ auf der Webpage.

Ich habe dort nachgesehen: Dort werden Fragen beantwortet, die niemand gestellt hat....
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Tarabas am Februar 02, 2019, 00:52
@Tarabas:  Das RS8 hat einen Sensor der bei Herzhöhe mit einer entsprechenden LED anzeigt das die Geräteposition korrekt ist.


Das hat meines leider nicht. Aber wie funktioniert das denn? Und wie finde ich die korrekte Position, wenn ich keine LED habe?
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Dirk B. am Februar 02, 2019, 01:10
Über einen Neigungsensor. Der zeigt in einem festgelegten Winkel an das sich das Handgelenk auf Herzhöhe befindet. Das ganze funktioniert daher nicht im liegen. Bei einem Gerät ohne so eine Anzeige hebt man das Handgelenk einfach bis auf Herzhöhe. Das kann man auch ohne eine solche Anzeige recht gut abschätzen. Ich glaube das wichtigste ist das man sich bemüht das Handgelenk immer wieder bei den Messungen auf eine annähernd gleiche Höhe bringt sodass die Messungen vergleichbar sind.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 02, 2019, 07:20
(…) das Handgelenk immer wieder bei den Messungen auf eine annähernd gleiche Höhe bringt sodass die Messungen vergleichbar sind.
Wie so oft ist es auch hier wichtiger, vergleichbare Messergebnisse zu ermitteln und weniger absolut "genaue" Daten.

Wer z.B. den Blutdruck noch von einem Zeiger (oder einer Quecksilbersäule) abnimmt wärend er sich den Puls anhört, wird in der Regel auf 10er oder villeicht 5er Schritte runden.
Genauso wird auch heute noch der Puls über 15 Sekunden gezählt und mal 4 gerechnet. Somit wird da auch auf 4er Schritte gerundet.
Durch das automatische Mitzählen des Pulses bei der Blutdruckmessung durch die Manschette wird da auch nichts "genauer". Ganz normale/harmlose Taktaussetzer werden dann oft als Herzryhtmusfehler beurteilt die dann keine Widerholbarkeit haben.

Im Zeitalter der digitalen Messgeräte wird halt die "Genauigkeit" der Ablesung gern mit der Messgenauigkeit verwechselt.

Der Blutdruck kann durchaus gewaltigen Schwankungen unterliegen. Beim 24h-Messgerät wurde das an mir mit Messungen im 15 Minuten-Takt deutlich festgestellt. Es kann und darf also auch reiner Zufall sein, wenn verschiedene Geräte zu verschiedenen Ergebnissen führen.  :dozent:

Ich habe vor Jahren mal statistisch nachgewiesen, dass mein Blutdruck um ca. 5mmHg höher ist, wenn ich Kompressionsstrümpfe trage. Mit nur zwei Vergleichsmessungen wäre das nie möglich gewesen.  :zwinker:
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Renato am Februar 02, 2019, 09:33
Meine Frau hatte letztes Jahr grössere Probleme mit dem Blutdruck.
Weil sie dann mein (altes) BM58 benutzt hat und immer vergessen hat den Benutzer zu wechseln, habe ich ihr ein BM85 gekauft.
Nun hatte sie noch viel höhere Werte.
Daraufhin habe ich bei mir Vergleichsmessungen mit BM58, BM85 und Omron R6 gemacht.
Die Resultate haben mich schwer enttäuscht.  :patsch: 
n.B. mein Hausarzt hat gestaunt, aber die Medi nicht angepasst.
Habe die Tabelle hinaufgeladen. Siehe "Blutdruck"

Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 02, 2019, 13:57
Mein Hausarzt hat sich zuerst auch geziert, irgend etwas an meiner Neueinstellung durch das Krankenhaus zu ändern.
Ich bekam in der Praxis so um sie SYS 150mmHg mit meinem Arm-Gerät raus und er verglich danach mit seinem Praxisgerät ca. SYS 140mmHg.

Daraus schloss er: "Ihr Gerät misst falsch!" Ich blieb aber standhaft, worauf er mir dann ein 24h-Gerät verpasste.
Bei den Messungen im 15 Minutentakt nahm ich mit meinem Gerät öfter mal Vergleichsmessungen vor. Meist bekam ich ähnliche Werte raus (Wohlgemerkt! Am anderen Arm gemessen).

Nach der 24h-Aufzeichnung kam dann für mich ein weiteres Blutdruck-Mittel zum Einsatz … welches offensichtlich positive Wirkung zeigt, wie man aus den bereits gezeigten Excel-Diagrammen sehen kann.

Auch hier kann man sagen, dass es weniger auf einen absoluten Wert ankommt, sondern mehr auf die Vergleichbarkeit der Messungen mit einem Gerät.

Und für den Statistiker:
Der Mittelwert über jeweils 30 Messungen ging von SYS 151mmHg auf mittlerweile SYS 127mmHg runter.
Die Standardabweichung *) verringerte sich ebenfalls von 16,5mmHg auf 9,8mmHg. Das kann an der Ungenauigkeit der Messungen liegen … eher aber daran, dass sich der Blutdruck eingependelt hat.

zu *)
Die Standardabweichung mit 2 multipliziert gibt die Streuung der Werte um den Mittelwert innerhalb 95% vor.
Ob wirklich eine Normalverteilung vor liegt ist dabei gar nicht so wichtig.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Tarabas am Februar 03, 2019, 20:54
Über einen Neigungsensor. Der zeigt in einem festgelegten Winkel an das sich das Handgelenk auf Herzhöhe befindet. Das ganze funktioniert daher nicht im liegen. Bei einem Gerät ohne so eine Anzeige hebt man das Handgelenk einfach bis auf Herzhöhe. Das kann man auch ohne eine solche Anzeige recht gut abschätzen. Ich glaube das wichtigste ist das man sich bemüht das Handgelenk immer wieder bei den Messungen auf eine annähernd gleiche Höhe bringt sodass die Messungen vergleichbar sind.

Ich würde es halt schon gerne auch vergleichbar zu den Artz-Messungen machen. Und da wird mit einem Oberarm-Gerät ja recht recht gut auf Herzhöhe und vor allem immer auf gleicher Höhe, nämlich kurz über der Armbeuge gemessen.

Daher die Frage, wie ich mit dem Handgelenkgerät die richtige Stelle finde. Fingerspitzen auf an die Knochen in der Schulter, Fingerspitzen an den Achselansatz, ...?
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 03, 2019, 21:14
(…)
Ich würde es halt schon gerne auch vergleichbar zu den Arzt-Messungen machen. (…)
Das wirst du so oder so nie hin bekommen.
So eine Blutdruckmessung ist eine Momentaufnahme die selbst mit dem Arztgerät nicht genau wiederholbar ist. Und Vegleichsmessungen zur selben Zeit UND an der selben Stelle sind sowieso nicht möglich.

Mein ehemaliger Hausarzt (der vor meinem Umzug) maß den Blutdruck immer nur durch Ablesung am Zeiger oder an der Quecksilbersäule und einem Stethoskop. Das ermittelte Ergebnis wurde dann auf 10mmHg gerundet.

Soooo genau geht es bei der Blutzuckermessung gar nicht zu.  :zwinker:
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Tarabas am Februar 04, 2019, 00:09
Ich gehe einfach davon aus, daß die Schwestern beim DiaDoc Blutdruckmessen können. Und wenn ich zuhause immer so knapp im gewünschten Range bin und dann beim Doc auf einmal die Werte so 20mmHG höher sind, dann würde ich schon gerne wissen, ob das am Weißkittelsyndrom liegt oder aber an grundätzlich fehlerhafter Messung meinerseits.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Dirk B. am Februar 04, 2019, 03:05
Ich gehe einfach davon aus, daß die Schwestern beim DiaDoc Blutdruckmessen können. Und wenn ich zuhause immer so knapp im gewünschten Range bin und dann beim Doc auf einmal die Werte so 20mmHG höher sind, dann würde ich schon gerne wissen, ob das am Weißkittelsyndrom liegt oder aber an grundätzlich fehlerhafter Messung meinerseits.

Hi Tarabas,

Ich habe beim Arzt immer einen höheren BD als zu Hause. Ich denke das das wirklich mit dieser Weißkittelgeschichte zu tun hat. Ich vertraue bei meinen Geräten zum einen dem Hersteller und einem gelegentlichen Vergleich bei Arzt mit seinem Gerät. Ansonsten versuche ich die Empfehlungen für das richtige Messen zu beachten.

Einige Minuten ruhig sitzen
Nicht nach einer Mahlzeit oder einem Getränk oder Anstrngung messen
Beim Messen nicht rumzappeln oder reden
Richtiger Sitz der Manschette
usw.


LG

Dirk


 
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: LordBritish am Februar 04, 2019, 06:37
Ich gehe einfach davon aus, daß die Schwestern beim DiaDoc Blutdruckmessen können. Und wenn ich zuhause immer so knapp im gewünschten Range bin und dann beim Doc auf einmal die Werte so 20mmHG höher sind, dann würde ich schon gerne wissen, ob das am Weißkittelsyndrom liegt oder aber an grundätzlich fehlerhafter Messung meinerseits.

Hi Tarabas,

Ich habe beim Arzt immer einen höheren BD als zu Hause. Ich denke das das wirklich mit dieser Weißkittelgeschichte zu tun hat. Ich vertraue bei meinen Geräten zum einen dem Hersteller und einem gelegentlichen Vergleich bei Arzt mit seinem Gerät. Ansonsten versuche ich die Empfehlungen für das richtige Messen zu beachten.

Einige Minuten ruhig sitzen
Nicht nach einer Mahlzeit oder einem Getränk oder Anstrngung messen
Beim Messen nicht rumzappeln oder reden
Richtiger Sitz der Manschette
usw.

Kann ich bestätigen, erzählte mir die DM-Beraterin auch mal...

5 besser 10 Minuten ruhig sitzen und am besten vorher die Manschette anlegen und nach 10 Minuten messen.
Ich denke das bereitstellen des Gerätes ohne aufstehen zu müssen reicht.

Viele Grüße
Markus
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 04, 2019, 07:08
Ihr habt ja alle mit euren Tipps recht.
Aber dennoch wird es nie auszuschließen sein, dass es immer wieder zu starken Schwankungen kommen kann.

Hier habe ich die Aufzeichnung eines 24h-Blutdrucks (im Krankenhaus aufgezeichnet - alle Messungen im Liegen).
(größer durch CLICK) (https://thumbs.picr.de/34996171yb.jpg) (https://up.picr.de/34996171yb.pdf)

Da gab es z.B. zwischen 16:15 und 16:30 einen systolischen Sprung von 111 auf 178mmHg.
Hätte man in dieser Zeit eine Vergleichsmessung gemacht wären Unterschiede von vielleicht 40mmHg durchaus möglich.

Das hat absolut nichts damit zu tun, dass der eine Prüfer oder das eine Messgerät zuverlässiger ist als der/das andere.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Kladie am Februar 04, 2019, 08:34
Lieber Gyuri,

Beachte auch immer den Satz: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Nicht immer alles in Zweifel ziehen weil es ab und zu zu Unregelmäßigungen bzw. Abweichungen kommt. Die Tips stimmen und ich handele auch danach.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Februar 04, 2019, 12:31
Wer z.B. den Blutdruck noch von einem Zeiger (oder einer Quecksilbersäule) abnimmt wärend er sich den Puls anhört, wird in der Regel auf 10er oder villeicht 5er Schritte runden.

Das mache ich für mich intern aber auch, wenn ich mein Boso verwendet habe. Das zeigt dann z.B. 134/78 an und ich lese das als 130/80.
Mich interessieren da aber auch weniger die absoluten Werte, als vielmehr in welchem Bereich ich liege. Ist beim BZ auch so.

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 04, 2019, 13:16
Sicher stimmen die Regeln, will man Messungen unter den jeweils gleichen Bedingungen durchführen!
Es ist nun mal der Blutdruck im ausgeruhten Zustand zwecks Vergleichbarkeit einfacher zu messen.
Und auch ich beachte die genannten Regeln genau ein, ich könnte auch noch ein zwei weitere Regeln nennen.

Hier ging es aber nicht darum, optimal vergleichbare Bedingungen zu erziehlen, sondern um die Vergleichbarkeit verschiedener Geräte.
Es ist jedoch grundsätzlich nicht möglich, eine Vergleichsmessung unter genau den selben Bedingungen durchzuführen.
Da gäbe es zeitgleich die Möglichkeit am anderen Arm gegen zu messen. Da muss aber nicht das gleiche dabei raus kommen.
Oder man misst am gleichen Ort. Dann geht das aber nicht zeitgleich.

Wenn ich beim Arzt meinen Blutdruck messen lasse, nachdem ich meine Frau im Rollstuhl 1km weit durch den Schnee schieben musste, kommt alles nur keine Messung im Ruhezustand zustande.
Ebenso kann es nix G'scheits werden, wenn ich bei der (automatischen) Messung nach Ess- und Trinkgewohnheiten oder nach dem Gewicht befragt werde.
Es macht auch einen Unterschied, ob ich zusammengekauert auf einem Hocker sitze (Zwerchfell?) oder im Liegen gemessen werde … weil gerade die Fußreflexe geprüft werden.

Das führt zwar zu keinem "falschen" Ergebnis, weil es immer zu der entsprechenden Situation passt, für eine zielführende Gegenmessung müsste man aber gleiche Bedingungen schaffen. Und das ist fast nur in Ruhe zu schaffen.

Wie auch der Glukosestand, so ist auch der Blutdruck in aller Regel nicht statisch, sondern unterliegt mehr oder weniger kräftigen Änderungen. Neben der "Messgenauigkeiten" beider Geräte spielt dann auch die Veränderung wegen der Zeitachse ODER die andere Messtelle eine entscheidende Rolle. Man kann also unmöglich vom Einzelergebnis der beiden Geräte auf irgend etwas schließen. Will man das aber unbedingt so durchziehen, müsste man eine sehr große Zahl von Vergleichsmessungen durchführen und diese statistisch auswerten.

Ich habe das gemacht um zu sehen, wie Kompressionsstrümpfe den Blutdruck beinflussen. Dazu genügt es nicht, den Blutdruck ein mal vor und nach dem Anziehen zu prüfen. Die Veränderung könnte andere Gründe haben. So braucht man eine Vielzahl von Vergleichsmessung. Jetzt ist es aber so, dass das Anziehen anstrengend sein kann und davon der Blutdruck steigt. Also habe ich auch mehrmals vor und nach dem Ausziehen den Blutdruck gemessen. So kam ich dann zu der DURCHSCHNITTLICHEN Blutdruckerhöhung von ca. 5mmHg mit Strümpfe im Vergleich zu ohne Strüpfe.

Ähnlich müsste man das bei Vergleichsmessungen zur "Schätzung" der Messunterschiede zwischen zwei Messgeräten ermitteln. Mit Kalibrieren hat das jedoch noch nichts zu tun!
--------------------------
Und noch ein Wort zur Messungenauigkeit von digitalen Blutdruckmessgeräten.
Den richtigen Druck zu messen ist überhaupt kein technisches Problem.  :dozent:
Bei der Quecksilbersäule ist das ganz einfach, aber auch Manometer lassen sich recht einfach kalibrieren/eichen.
Das Problem ist der Zeitpunkt, zu dem der Puls einsetzt bzw. aufhört.
Wie auch bei den guten alten Geräten kommt es darauf an, wie FEINFÜHLIG der Prüfdruck runter (oder bei meinem Handgerät rauf) reguliert werden kann.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Februar 05, 2019, 11:10
Es ist jedoch grundsätzlich nicht möglich, eine Vergleichsmessung unter genau den selben Bedingungen durchzuführen.
Da gäbe es zeitgleich die Möglichkeit am anderen Arm gegen zu messen. Da muss aber nicht das gleiche dabei raus kommen.
Oder man misst am gleichen Ort. Dann geht das aber nicht zeitgleich.

Und auch direkt nacheinander kann falsche Resultate bringen. Wir haben in der Ausbildung jedenfalls gelernt, dass zwischen Messung und nachfolgender Kontrollmessung ein paar Minuten abgewartet werden soll.
Aber wie bei BZ-Messgeräten ist es auch hier: ein Vergleich zwischen zwei Geräten zur Heimmessung muss nicht unbedingt belastbare Daten ergeben.

Am Besten finde ich daher immer noch, das mal mit der Blutdruckmessung eines Internisten oder Kardiologen zu vergeichen. Das sind die Fachärzte, bei denen ich am ehesten ein hochwertiges Stethoskop/RR-Gerät erwarten würde. Abweichungen <10 mmHG würde ich dabei tolerieren.

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Andi am Februar 05, 2019, 11:34
Am Besten finde ich daher immer noch, das mal mit der Blutdruckmessung eines Internisten oder Kardiologen zu vergeichen.

Hallo Jörg

Ich kann leider nicht nachvollziehen, wie hier der Vergleich funktionieren soll?  ???
Gyuri beschrieb schon, dass es nicht direkt machbar ist, weil bei Zeit- und Orts-Gleich sich die Messmanschetten unterschiedlicher Systeme eben NICHT gleichzeitig anbringen lassen.

Beim blutigen BZ kann ich hergehen und mit zwei Systemen die Maß-Streifen zeitgleich aus dem selben Bluttropfen bedienen. Das wäre in meinen Augen ein korrekter Vergleich.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Dirk B. am Februar 05, 2019, 14:42
Am Besten finde ich daher immer noch, das mal mit der Blutdruckmessung eines Internisten oder Kardiologen zu vergeichen.

Hallo Jörg

Ich kann leider nicht nachvollziehen, wie hier der Vergleich funktionieren soll?  ???
Gyuri beschrieb schon, dass es nicht direkt machbar ist, weil bei Zeit- und Orts-Gleich sich die Messmanschetten unterschiedlicher Systeme eben NICHT gleichzeitig anbringen lassen.

Beim blutigen BZ kann ich hergehen und mit zwei Systemen die Maß-Streifen zeitgleich aus dem selben Bluttropfen bedienen. Das wäre in meinen Augen ein korrekter Vergleich.

Ich gehe zur Apotheke setze mich da ins Separee und lasse mir von der Apothekerfrau/mann/es den BD messen. Dann 10 Minuten warten und dann mit dem eigenen nochmal messen.

Ich erwarte hier nie ein 1:1 Ergebnis aber bisher waren die Werte immer in einem vergleichbaren Bereich. Und das reicht mir.

Ich habe beim BZ Messen leichte Abweichungen wenn ich mit zwei Geräten messe. Das kann ich akzeptieren weil ich die technischen Abweichungen akzeptiere. Warum sollte das beim Blutdruck anders sein.

LG

Dirk


Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Andi am Februar 05, 2019, 21:10
... Dann 10 Minuten warten und dann mit dem eigenen nochmal messen. ...


... Ich erwarte hier nie ein 1:1 Ergebnis ...

Das ist ja schon per Definition nicht möglich, weil unterschiedliche Zeitpunkte genommen werden.
Gyuri definierte den Vergleich auf Annahme von gleichem (Mess-)Zeitpunkt und gleichem (Mess-)Ort.
Nicht mehr und nicht weniger steht hier im Moment zur Debatte.  :kratz:

Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Dirk B. am Februar 05, 2019, 21:36
... Dann 10 Minuten warten und dann mit dem eigenen nochmal messen. ...


... Ich erwarte hier nie ein 1:1 Ergebnis ...

Das ist ja schon per Definition nicht möglich, weil unterschiedliche Zeitpunkte genommen werden.
Gyuri definierte den Vergleich auf Annahme von gleichem (Mess-)Zeitpunkt und gleichem (Mess-)Ort.
Nicht mehr und nicht weniger steht hier im Moment zur Debatte.  :kratz:

Das kann ja wohl nicht klappen da ich sicher nie die gleichen Kreislauf relevanten Parameter haben werde. An dem einen Tag sitze ich mit vollem Magen an meinem "Meßplatz" und sehe gerade eine aufregende Debatte des Bundestages von vor 40 Jahren im Fernsehen.
Am nächsten Tag sitze ich auf dem gleichen Platz zur selben Zeit und starre mit leerem Magen auf ein Bild von der Andrea Nahles. Klar das im zweiten Fall der Blutdruck durch die Decke schießt.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 06, 2019, 00:37
Das Vergleichen von Blutdruckergebnissen kann man nicht direkt mit dem Vergleichen von Glukosewerten vergleichen.
Glukose kann nur Zeit- und Ortsgleich mit zwei Geräten gemessen werden, wenn beide die gleichen Sensoren verwenden (2 Teststreifen und 1 großer Blutstropfen). Die Sensoren messen und nicht die Messgeräte. :dozent:
So wird der "genaue" Vergleich zwischen Libre und BZ-Messgerät wohl nie was werden :nein: selbst dann nicht, wenn mal das gleiche Ergebnis raus kommen sollte.

Bei Blutdruck-Messgeräten wird meines Wissens immer nach dem gleichen Prinzip gemessen. (hoch empfindliche Erfassung von Druckunterschieden)
Nun ja - Handgeräte messen zuerst den diastolischen Druck und dann den systolischen.
Wer den Unterschied dieser Drücke für seine Auswertung haben will bekommt bei stark schwankendem Druck das Problem, dass zwischen den beiden Messungen schon zu viel Zeit vergangen ist und ca. doppelt so viel Zeit wenn man die Reihenfolge der Messungen tauscht.

Der "genaue" Puls ist übrigens nur ein Abfallprodukt bei der Blutdruckmessung. Was man da zählt hängt bei schwankendem Puls oft stark von der Zählzeit ab. Ich bekomme da oft sehr unterschiedliche Ergebnisse, wenn ich Blutdruck und Sauerstoffsättigung messe. Bei der Sauerstoffsättigung kann ich aber permanent zählen und so einen gleitenden Durchschnitt über eine definierte Zeit ablesen. Der Puls vom EKG kann da wieder ein etwas anderer sein…  :schwirr:
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Februar 06, 2019, 11:10
Ich kann leider nicht nachvollziehen, wie hier der Vergleich funktionieren soll?  ???

So wahnsinig schnell ändert sich der Blutdruck auch nicht, als dass das den Kohl fett macht, zweimal hintereinander zu messen. Die paar mmHG, die da differieren, fallen eher schon in den Toleranzbereich.
Es ist ja Jacke wie Hose, ob die Systole jetzt 128 oder 135 ist.

Zitat
Beim blutigen BZ kann ich hergehen und mit zwei Systemen die Maß-Streifen zeitgleich aus dem selben Bluttropfen bedienen. Das wäre in meinen Augen ein korrekter Vergleich.

Und auch da können 128 und 135 im selben Bereich liegen.
Allerdings sollte da dann auch der zweite Streifen bereits eingelegt sein, denn die Gerinnung setzt sofort ein und die verändert das Ergebnis (siehe unten bei den Fehlern Punkt 4 (https://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/So-messen-Sie-Ihren-Blutzucker-richtig-54134_5.html))

Ich hab das schon mal erzählt: bei einem meiner (sehr guten) Diabetologen war es Usus, dass man bei einem neuen Pat., bzw. einem neuen Messgerät dieses in die Praxis für Vergleichstests mitbringen sollte (der hatte da ein Haemocue, das ja genauer misst als die Geräte zur Heimmessung). Und da wurde dann ein BZ mit dem Praxisgerät gemacht und 3 Tests in drei unterschiedlichen Fingern mit dem eigenen Gerät.
So konnte man zum einen sehen, wie sehr der Wert sich vom Praxisgerät unterscheidet und wie sehr die Werte beim eigenen Gerät streuen.
Ich hatte damals noch ein Freestyle Mini und einen BZ um die 80. Das Mini hatte eine Abweichung von 1-2 mg/dl bei allen drei Tests. (zweimal 1 mg/dl und einmal 2 mg/dl)

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: LordBritish am Februar 08, 2019, 09:24
Da kommt mir ein Merksatz aus der Ausbildung in den Sinn...

Wer viel misst, misst Mist, son Mist.  :lachen:

Da ist schon was dran, z.B. die Art des Messgerätes (Blutzucker, CGMS...).

Viele Grüße
Markus


Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Februar 18, 2019, 14:29
Vielleicht interessiert es hier dann doch noch den einen oder anderen, was ich mit meinen Blutdruckdaten (aus nur einem Gerät und unter sehr ähnlichen Bedingungen) so anstelle?

Die Statistik meines Gerätes unterscheidet zwischen Messungen um 7 Uhr (±2h) und 19 Uhr (±1h) … und allen letzten 30 Messungen, ungeachtet der Uhrzeiten.
Letzteres interessiert mich zurzeit recht wenig, eine Verlaufsgrafik von "AM" und "PM" aber sehr wohl. Dafür habe ich jetzt ein paar Daten zusammen getragen und u.a. dies Bildchen erzeugt, weil das Gerät nur einen kleinen unübersichtlichen Zahlenfriedhof ausgeben kann … und das auch nicht Computer tauglich.

(https://up.picr.de/35100144ez.jpg)

Im Prinzip ging es mir nur darum, aufzuzeigen ob ein für mich neues Medikament (Spironolaction) den Blutdruck zu verbessern.
Leider hatte ich vor dem Start am 19.1.2019 nicht sehr viele Daten zur Verfügung und zu den Zeiten 7 Uhr und 19 Uhr noch viel weniger.
Bei den abendlichen Messungen hat sich offensichtlich nicht viel verändert. Da ich das Medikament nur in der Früh schlucke, nehme ich an, dass dessen Halbwertszeit u.U. nicht sehr hoch ist.
Am diastolischen Druck und am Puls hat sich auch überhaupt nichts gravierend verändert.
So bleibt also nur noch der systolische Druck in der Früh in Verbindung mit dem Medikament zu bewerten.  :dozent:

Ab dem 28.1. ging es mir erst DEUTLICH besser … bis es dann am 11.2.2019 ein "Ereignis" gab, was ich bei gelegendlichen Messungen fast schon übersehen hätte.
"Fast schon" stimmt nicht ganz.  :nein: Derartige Veränderungen des Blutdrucks spüre ich überdeutlich.
Um 6:40 hatte ich noch 136/65 Puls 73 und wollte schon wieder ins Bett gehen.
Urplötzlich ging es los mit Schwindel, Unruhe, Herzklopfen. Es hätte auch Unterzucker sein können, war es aber nicht.
(7:10 - anderes Gerät 196/101 Puls 84)  7:15 - 190/80 Puls 81 veranlassten mich mein Notfallmedikament "Bayotensin Akut" zu schlucken.
Um 7:37 war wieder alles im grünen Bereich: 133/62 Puls 87.

Ich könnte das alles auch gut ohne Diagramm erzählen, nur würde ein Arzt das alles erst mal anzweifeln.
So ein Diagramm deutet aber darauf hin, dass ich mich sehr wohl um eine nicht anfechtbare Messreihe beziehe.

Schau ma' mal, was der Arzt dann erzählt.
Jetzt laufe ich gerade mit einem 24h-EKG rum, welches morgen ausgewertet wird und dann muss ich sowieso mit meinem Doc plaudern.  :zusehen:
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Mai 18, 2019, 19:07
Jetzt sind drei Monate vergangen … und keinen Arzt interessiert es noch was geschehen ist.  :nein:

Dem Kardiologen erklärte ich, was ich da gemessen hatte und er meinte nur, ich würde zu viel messen.  :balla:
Könnt ihr euch vorstellen, dass euer Diabetologe so etwas zu eurer BZ-Messung sagt?
Na ja - ich kann mir das schon vorstellen, wenn der Arzt aus (willkürlichen) Messreihen keine Erkenntnis bekommt.  :-X

Ich war die Woche beim Hausarzt wegen einer DMP-Untersuchung.
Da wurde nur die Größe und das Gewicht festgehalten und Blut zur HbA1c-Ermittlung abgenommen.
UND
es wurde zuerst mal der Blutdruck gemessen.
145/80 (oder so ähnlich)
Was sagt diese Messung aus, außer dass ein sicher gut überwachtes Prüfmittel verwendet wurde?
Ich meine: garnix!

Hätte ich den Aufzug genommen und mich gleich neben dem Labor ruhig hingesetzt, wäre deutlich weniger raus gekommen. Ich rannte aber die Treppe hoch und holte mir noch rasch einen Gratis-Kaffee aus dem Automaten im Wartezimmer bevor ich dann direkt ins Labor gebeten wurde.
Ich weiß von meinen "einfachen" Blutzuckermessgeräten, dass ich aktuell über den ganzen Tag verteilt bei durchschnittlich bei 126/66 liege mit einer Standardabweichung von 10,6/3,7.

Gegenüber der popeligen Zufallsmessung weiß ich eben, dass mein Blutdruck nur in Ausnahmesituationen höher als … SYS 140 mmHg ist.
(https://up.picr.de/35783251pm.jpg)

Am 10.5. hatte ich um 22:49 (Sommerzeit) 107/67 mit einem Puls von 92
Das war "ungewöhnlich" regelte sich aber ohne Medikamente wieder ein. Ich trank nur einen Beruhigungstee. Glukose, Fieber und Sauerstoffsättigung waren übrigens unauffällig.

Würde ich mit diesen Werten bei einem Arzt melden, bekäme ich wieder zu hören: Sie messen zu viel!

Ich messe zu solchen Zeiten aber nicht aus Langeweile, sondern weil ich das spüre und wissen will, warum das so ist. Aber da werde ich wohl von meinen Ärzten im Stich gelassen.

Ü-brigens
Ich schrieb vor längerer Zeit, dass Blutdruckgeräte fürs Handgelenk zuerst den diastolischen Druck messen und danach den systolischen. Das stimmte scheinbar nur bei meinem Handgerät (OMRON).  :rotwerd:
Es ging neulich kaputt weil der Batteriedeckel abbrach und ich besorgte mir im Sanitätshaus ein neues (BEURER). Dieses neue Gerät sah einem SANITAS vom Drogeriediscounter sehr ähnlich. Gemessen habe ich aber nur mit meinem BEURER … und siehe da: Hier wird genauso wie bei meinem Armgerät zuerst der systolische und dann der diastolische Druck gemessen. Die Ergebnisse sind schon irgendwie vergleichbar … wenn man davon ausgeht, dass es auch bei Wiederholungsmessungen zu größeren Abweichungen kommen kann.

Alle mir bekannten Geräte haben eine "Genauigkeit" von ±3 Digit. Das ist aber immer nur für das Anzeigegerät. Je nach Anlegen und Halten der Druckmanschette kommt da noch einiges an Unsicherheit dazu.
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: LordBritish am Mai 19, 2019, 10:47
Hallo Gyuri!

Dem Kardiologen erklärte ich, was ich da gemessen hatte und er meinte nur, ich würde zu viel messen.  :balla:
Könnt ihr euch vorstellen, dass euer Diabetologe so etwas zu eurer BZ-Messung sagt?

Ich erinnere mich an einen Spruch aus der Ausbildung im Bereich Elektronik...
"Wer viel misst, misst viel misst son misst".

Ich finde den Spruch auch in anderen Bereichen passend.
Mit anderen Worten sollte das bedeuten das man misst und mehr messen bringt nicht wirklich etwas.
Man muss wissen was man misst und wieviel notwendig ist um ein Aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen.

Mich würde interessieren ob der Kardiologe schon ein Langzeit EKG gemacht hat.

Der Arzt hat aufgrund der vielen Patienten i.d.R. mehr Erfahrungen als man bei sich selber hat.

Viele Grüße
Markus
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Mai 19, 2019, 20:28
Ein Langzeit-EKG hatte ich kurz vor dem Besuch beim Kardiologen gemacht.

Daraus sollte hinlänglich bekannt sein, dass sich mein Blutdruck plötzlich und unerklärlich verändern kann. Wenn sich in den 24 Stunden der Aufzeichnung so etwas nicht ereignet, müsste das Langzeit-EKG so lange wiederholt werden, bis man wenigstens sieht, dass ich das nicht nur träume.
Alternativ kann ich zumindest solche Ereignisse aufzeichnen (was ich auch mache).
Das hat aber wenig Sinn, wenn der Arzt zuerst mal die Messung anzweifelt und dann noch sagt: "Wer viel misst, misst Mist!"

Diesen Spruch habe ich in meinem Berufsleben ständig gehört - aber nicht von qualifizierten Messtechnikern.
Ein weiterer, noch dümmerer Spruch war: "Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe!"  :balla:

Ich habe auch schon von Ärzten gehört: "In Mathe war ich in der Schule immer sehr schlecht…"
Wie soll so einer eine Messreihe beurteilen können?

Zu seiner Verteidigung:
Mein Kardiologe meinte zwar: "Sie messen zu viel!" aber er sagte auch dazu, dass er so etwas nicht zu einem Messtechniker sagen sollte.  :zwinker:
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: LordBritish am Mai 20, 2019, 07:48
Ein Langzeit-EKG hatte ich kurz vor dem Besuch beim Kardiologen gemacht.
...
Diesen Spruch habe ich in meinem Berufsleben ständig gehört - aber nicht von qualifizierten Messtechnikern.
Ein weiterer, noch dümmerer Spruch war: "Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe!"  :balla:

Ja den Spruch kenne ich auch...

Ich finde es schon mal gut das ein Langzeit EKG gemacht wurde.
Blöd das da nichts zu sehen war, dann geht die Suche weiter.

Ich kenne das die Suche bzw. keine konkrete Aussage zu haben, geht mit der Zeit an die "Nieren und aufs Gemüht".

Ich nehme an das Du auch schon eine Zweitmeinung eingeholt hattest :kratz:


Viele Grüße
Markus
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Mai 20, 2019, 11:21
 :gruebeln: Hmmmm…

• Da war die Erstmeinung des Notarztes, der mich Anfang Dezember mit Verdacht auf Herzinfarkt ins kranke Haus schickte.
• Da war das kranke Haus, die erst mal mit einem Herzkatheter richtig dicke Kohle machten, einen Stent setzten, jedoch den Infarkt nicht bestätigen konnten. Ich wurde bezüblich Blutdruck mit anderen Medikamenten versorgt.
• Da war der Hausarzt, der zuerst meinen Blutdruckmessungen nicht glaubte und mir ein 24h-Gerät umhängte. Ich verglich zu einigen Messungen das Ganze mit meinem Gerät - jedoch am anderen Arm - und kam auf sehr ähnliche Ergebnisse.
• Da hatte ich sowieso einen Termin beim Kardiologen dem ich das 24h-EKG und meine Gegenmessungen zeigte, sowie die Aufzeichnungen im Dezember, die zu meinem "Sonderurlaub im kranken Haus" führten.


Von wem sollte ich mir jetzt noch eine zweite … oder fünfte Meinung einholen?

(https://up.picr.de/35796279lk.jpg)
Ich finde das nicht mehr lustig!
Obwohl die Quelle dieses Witzes mit "nichtlustig.de" genannt werden sollte.


Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Joerg Moeller am Mai 20, 2019, 11:27
Ein Langzeit-EKG hatte ich kurz vor dem Besuch beim Kardiologen gemacht.

Daraus sollte hinlänglich bekannt sein, dass sich mein Blutdruck plötzlich und unerklärlich verändern kann.
Nein, eigentlich nicht. Am EKG kann man nur erkennen, wie Dein Herz schlägt, aber nicht wie stark und gegen welchen peripheren Druck.
Da müsste man schon ein Langzeit-RR machen, und das misst auch nicht kontinuierlich, sondern nur punktuell alle X Minuten.Kontinuierlich ginge auch, aber nicht mit einer Manschette, sondern über einen arteriellen Zugang (ist eher nichts für Zuhause).
Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: Gyuri am Mai 26, 2019, 12:24
(http://www.berndboard.de/images/smilies/anon.gif) Soeben erst entdeckt…

Da habe ich ganz gehörig was durcheinander gebracht.
In der letzten Zeit hatte ich drei verschiedene Langzeitaufzeichnungen.
• EKG
• Blutdruck
• Schlafaufzeichnung

Natürlich kann ich meine Blutdrucküberwachung nicht mit einem 24h-EKG vergleichen.  :patsch:

Aber zum Vorwurf "zu viel zu messen" habe ich ein aktuelles Beispiel.

Der heutige Morgen begann ganz normal.
Plötzlich sah ich Schlieren und konnte nicht mehr richtig was lesen.
Letztes mal, als ich das hatte, war mein Zucker bei ~ 35mg/dl.
Ein Scan ergab aber 123 mg/dl und eine blutige Gegenmessung wich weniger als 10% ab.
Die letzte Blutdruckmessung (vor dem Schlafengehen) war auch noch unauffällig (134/89)
Ein schneller Blutdrucktest mit dem Handgerät ergab erschreckende 208/93 P.81
DAS wollte ich aber erst nicht glauben, weil ich mir einbilde, so etwas zu spüren.
Um 8:06 waren es dann mit dem Arm-Gerät 164/75 P.71
Na ja, nicht so toll aber auch nicht gerade "aufregend".
Plötzlich spürte ich aber auf einen Schlag meinen Bluthochdruck sehr heftig!!!!!
8:14 - 180/79 P.79
Ich nahm sofort mein Notfallmedikament und das tat offensichtlich seine Wirkung.
8:56 - 121/66 P. 76 :super:

Danach wurde gefrühstückt. Mir war aber etwas schwindelig und das hält bis jetzt an.
10:11 - 147/86 P. 84  :kratz:

Hoffentlich steigt der Blutdruck nicht wieder erneut; eine Phiole Bayotensin®akut hätte ich noch …

Hypothetische Frage:
Welche Blutdruckmessung war jetzt zu viel?

(https://thumbs.picr.de/35840239hh.jpg) (https://up.picr.de/35840239hh.pdf)

Ich meine, die Aufzeichnung könnte doch in der Hand eines Spezialisten einiges aussagen? Es sollte nur nicht alles erst mal angezweifelt werden. "Ihr Gerät misst ungenau!" oder so…
Titel: Re: Ist Blutdruck ein Thema hier?
Beitrag von: LordBritish am Mai 27, 2019, 07:15
Ich meine, die Aufzeichnung könnte doch in der Hand eines Spezialisten einiges aussagen? Es sollte nur nicht alles erst mal angezweifelt werden. "Ihr Gerät misst ungenau!" oder so…

Messen ist schon völlig OK, doch sollte man unabhängig von dem Wert auch seinen Gefühl trauen in Verbindung mit dem Wert.

Beim Blutzucker hatte ich öfters schon mal gedacht der Wert passt nicht, eigentlich fühle ich mich Hypo.
Die Anzeige zeigte jedoch einen Wert im Normbereich an... trotz Händewaschen und erneuter Messung.

Wenig später war es dann soweit und der angezeigte Wert passte zum Gefühl.
Mit anderen Worten, nicht nur immer den Wert trauen, sondern auch das eigene Körpergefühl einbeziehen.

Doch letztendlich sind es eigene Erfahrungen wie man bei sich persönlich verfahren sollte.
Das habe ich in den letzten Tagen wieder gemerkt, mehr auf seine eigenen Körpersymptome achten.

Viele Grüße
Markus