Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Wie geht ihr mit eurem Diabetes um?
LordBritish:
--- Zitat von: Matthias Widner am April 24, 2006, 17:25 ---Naja, da kannst du dich glaub ich glücklich schätzen. Solche "Kollegen" gibt es viel zu selten heutzutage. Ich höre nur sehr oft..."was so jung und schon Zucker"...ich hasse diesen Satz. :balla:
--- Ende Zitat ---
Diesen Satz kenne ich auch noch nur zu gut, zum Glück habe ich ihn schon lange nicht mehr gehört.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht das es auf Kursen/Fortbildungen kein Problem ist,
ich habe bis jetzt immer ganz offen gemessen. Spritzen ist eh nicht, ist ja nur drücken, da sieht man höchstens
die Pumpe. Da wird man dann halt mal drauf angesprochen, was haben sie den da für ein interessantes Gerät oder
halt wegen dem Messgerät.
Hat dann auch seinen Vorteil, man kommt ganz gut ins Gespräch und später gehts dann um was anderes...
Angela:
Also ist bei uns auch kein Thema. Meine Kollegen wissen das und ich spritze auch vo ihnen. Hat noch keiner was gesagt. Aber ich mach das nur in der Ableitung, weil essen gehe ich nicht. :kotz:
Matthias Widner:
--- Zitat von: LordBritish am April 24, 2006, 18:29 --- Da wird man dann halt mal drauf angesprochen, was haben sie den da für ein interessantes Gerät oder
halt wegen dem Messgerät.
--- Ende Zitat ---
Genau, viele sind verwirrt, wenn ich erst mein Messgerät raushole und dann die Pumpe. "Hast du nicht gerade gemessen?" kommt denn immer. Soll sagen, das kenn ich auch zur genüge. Hab schon mal erlebt, dass ich in der Straßenbahn von einen kleinen Jungen angemacht wurde, ob ich das Messen nicht zu Hause machen könnte, er fühle sich unwohl, wenn er nur die kleinsten Mengen Blut sieht. (meine Wortwahl) . Ich wusste nicht ob ich lachen oder ... soll :gruebeln:
LordBritish:
--- Zitat von: Matthias Widner am April 24, 2006, 18:38 ---Genau, viele sind verwirrt, wenn ich erst mein Messgerät raushole und dann die Pumpe. "Hast du nicht gerade gemessen?" kommt denn immer. Soll sagen, das kenn ich auch zur genüge. Hab schon mal erlebt, dass ich in der Straßenbahn von einen kleinen Jungen angemacht wurde, ob ich das Messen nicht zu Hause machen könnte, er fühle sich unwohl, wenn er nur die kleinsten Mengen Blut sieht. (meine Wortwahl) . Ich wusste nicht ob ich lachen oder ... soll :gruebeln:
--- Ende Zitat ---
:ja: das kenne ich auch, ist aber selten. Auf der einen Seite verstehe ich die Leute ja, aber hey wie es aussieht werde ich mein ganzes
Leben damit verbringen. Wenn ich das so lange aushalte, werden die es ja wohl aushalten 10 Sekunden meiner Messorgie beizuwohnen und auserdem
eine gute Antwort ist in so einem Falle auch "Du musst ja nicht hinschauen :zwinker:"
Was die Leute auch immer verwundert ist, wenn man dann mit ißt und nichts spezielles ißt.
Wie müssen sie keine Diät einhalten oder so was in der Art...
moewe:
Ich bin halt gut im referieren geworden.... ;D Viele Menschen haben schon von DM gehört, aber wenn sie einen vor sich sehen, sind sie doch interessiert und fragen dann. Ich kann dann immer so schlecht wieder aufhören :rotwerd:
In meiner Umgebung weiß jeder, daß ich DM habe. Also diese Kollegen gibts bei mir auch noch! So habe ich mich bisher immer sicherer gefühlt. Kleines Beispiel:
vor 2 Jahren ist die Kantine in unserer Firma abgebrannt und wir mußten in der Zeit der Rekonstruktion ca 900 m außer Haus zur Ersatzkantine laufen. Wir also mittags losgegangen und unterwegs merke ich, daß ich in ne Hypo komme (mit Lähmungserscheinungen in den Beinen) Irgendwie war ich wohl nicht zum Messen gekommen. :rotwerd: Und natürlich hatte ich außer dem Betriebsausweis/Chipkarte nix dabei, keinen Traubenzucker.
Ich habe mich bei meinem Kollegen untergehakt, ihm von schwerer Hypo ins Ohr geflüstert. Er mit mir so schnell es ging in die Kantine, an der Schlange vorbei an die Kaffeetheke. Dort haben wir uns gemütlich hingesetzt und ich tat mich am Zucker gütlich. Er blieb die ganze Zeit neben mir und als es rum war, sind wir normal essen gegangen. Vermutlich hätte ich es ohne seine Hilfe nicht geschafft! Die anderen haben von der Sache nix mitbekommen....
Wenn ich am Schreibtisch wegsacken würde, wüßten meine Kollegen auch, wie sie mir helfen können, ich habe sie sozusagen geschult. Zum Glück ist noch nix passiert bisher, aber sicher ist sicher!
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, je selbstverständlicher man mit Messen und Spritzen/Pumpen umgeht, desto weniger fällt es auf. Im Gegenteil, ich wurde dann schon oft gefragt: sag mal, mußte nicht eigentlich messen vor dem Essen? Wenn ich dann sage, hab ich doch gemacht, staunen sie :zwinker:
Ich kann mich noch an mein Studium erinnern (1979-1983). In der letzten Vorlesung vor der Mittagspause kamen dann von allen Seiten die Frage: Ulrike, hast du schon gespritzt? Wenn ja, wußten sie, in ner Viertelstunde ist Mittag :lachen:
Oft helfen mir meine Kollegen oder Chormitsänger auch. Wenn ich mitten auf der Straße nen Wert machen will, dann spielen sie schonmal Tablett und halten mir die Tasche mit dem Gerät. Ich habe noch niemals erlebt, daß mir jemand NICHT helfen wollte. Vielleicht macht das ja meine charmante Art? :lachen:
LG Ulrike
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