Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Bin neu und hab ganz viele Fragen
myrrem:
@anja...ja also ihr arzt ist ein internist der fachrichtung Endokrinologie. Und Spaetschaeden...naja...sie hat oft kribbeln in den fuessen und haenden. Ausserdem hat sie grauen Star..weiss aber nicht ob das vom Diabetes kommt. (Ist das ein Spaetschaden?) Was sind denn genau orale Antidiabetika?
Wie ist das denn bei typ-2, kann es passieren das die koerpereigene insulin produktion irgendwann auch aufhoert? also wenn man lange (und v.a. lange unkontrolliertes) diabetes hatte z.B? 20 jahre sind ja schon ne lange zeit. (Jetzt ist sie uebrigens 66 jahre alt)
Llarian:
--- Zitat von: myrrem am Februar 23, 2010, 14:42 ---@anja...ja also ihr arzt ist ein internist der fachrichtung Endokrinologie. Und Spaetschaeden...naja...sie hat oft kribbeln in den fuessen und haenden. Ausserdem hat sie grauen Star..weiss aber nicht ob das vom Diabetes kommt. (Ist das ein Spaetschaden?)
--- Ende Zitat ---
Der graue Star kann durch den Diabetes begünstigt werden... früher oder später hat ihn jeder. Man kann ihn auch recht unkompliziert operieren lassen.
Wie sieht es denn mit ihrem Augenhintergrund (Netzhaut) und den Nieren aus?
--- Zitat ---Was sind denn genau orale Antidiabetika?
--- Ende Zitat ---
kurzgesagt: Tabletten, die die Insulinwirkung verbessern.
Beim Typ1-Diabetiker ist das Problem ein Defekt der Bauchspeicheldrüse. Er hat gar kein eigenes Insulin.
Beim Typ2 ist zwar eigentlich Insulin vorhanden, aber aufgrund einer hohen Insulinresistenz wirkt es nicht richtig. Diese Medikamente können helfen, die Insulinwirkung wieder zu verbessern. In vielen Fällen reicht das schon zusammen mit einer Diät. Wenn trotzdem zusätzlich Insulin gebraucht wird, braucht es nicht so große Mengen, was für die Gewichtskontrolle auch ganz gut ist.
--- Zitat ---Wie ist das denn bei typ-2, kann es passieren das die koerpereigene insulin produktion irgendwann auch aufhoert? also wenn man lange (und v.a. lange unkontrolliertes) diabetes hatte z.B? 20 jahre sind ja schon ne lange zeit. (Jetzt ist sie uebrigens 66 jahre alt)
--- Ende Zitat ---
Ja, das kann passieren. Und zwar dann, wenn die Bauchspeicheldrüse quasi "erschöpft" ist. Deswegen ist es besser, sie durch zugeführtes Insulin zu entlasten oder eben Medikamente, die dafür sorgen, daß nicht immer größere Mengen Insulin produziert werden müssen.
Grüße
Anja
Paula´s Frauchen:
Hallo,
zu Deiner Frage mit den Link´s zu BE-Tabellen und Kohlenhydraten sind meine Favoriten
http://www.index-essen.de/ da hast Du KH und Glykämischer Index (ist bei DM auch sehr interessant)
http://www.diabetes-news.de/info/be/kategorie.htm
außer dem habe ich gerade am Anfang viel mit Kaloma und Kalo24 gemach, beide Programme sind Freeware und haben bis auf den Index alles beieinander das eine habe ich mehr für die Zusammenstellung von Gerichten genommen und das andere für die Tageszusammenstellung für Paula konnte ich ja auch nicht auf Fertiggerichte zurückgreifen.
Übrigens find ich es klasse das Du Dich so um Deine Schwiegermutter kümmerst, wenn ich damals schon soviel über DM gewusst hätte wie heute hätten wir (mein Mann und ich) das auch versucht.
Grüße
Kerstin
myrrem:
@Anja...also...ich hab jetzt mal nachgeschaut. Meine schwiegermutter bekommt ja eine Tablette (Obimet SR 1gm)..Ich wusste bloss dass das irgendwie mit Diabetes zu tun hat, aber hatte keine Ahnung was das eigentlich ist...und ja..es sind Antidiabetika. Vorher hat sie eine morgens und abends gekriegt. Das letzte mal als wir beim Arzt waren vor (ca. 1 1/2 monaten) und ihr Zucker wieder sehr unkontrolliert war hat er ihr auch noch eine zum mittag verschrieben. Also 3x taeglich. An dem Punkt hab ich eigentlich erst angefangen, die initiative zu ergreifen und ueber Diabetes zu lernen.
Nochmal zu den Spaetschaeden. Ich hab mal ihren letzten Krankenhausbericht rausgekramt und hab mir die muehe gemach die ganzen englischen medizinischen begriffe zu verstehen. Da ist doch einiges was ich uebersehen habe... :kreisch: Also da steht was von Dyslipidaemie (hab ich zwar nicht so ganz verstanden, aber hat wohl mit der Niere zu tun), Nichtproliferative Retinopathie und peripherale Neuropathie.
Den grauen Star hat sie sich auf einem Auge wegoperieren lassen, dazu musste sie auch erstmal eine woche ins krankenhaus damit die ihren BZ stabilisieren und runterkriegen konnten um ueberhaupt operieren zu koennen. Ich glaube sie hat sehr viel Angst vor solchen Eingriffen, so dass sie nicht das andere Auge auch noch operieren hat lassen. Aber immerhin kann sie schon wieder lesen, was sie zuvor kaum noch konnte.
Also wie ist das denn jetzt mit dem Insulin und dem Blutzucker? Wenn sie jetzt z.B. morgens vorm Essen 150 mg/dl hat und eine Mahlzeit mit ungefaehr 5.5 BE isst, wie viel Insulin muesste sie dann bekommen? Wie gesagt, der doc hat ihr starre Einheiten verschrieben.
Und dann noch was. Sie bekommt das Insulin in den Arm gespritzt...warum nicht in den Bauch weiss ich nicht...Ich habs einfach nur so gelernt wie mein Mann das bei ihr gemacht hat. Ist da ein unterschied? Gelangt das insulin spaeter ins Blut als wenn man in den Bauch spritzt?
@kerstin, danke fuer deine links. Und naja...meine Schwiegermutter hat schon seit 20 jahren diabetes und ihre kinder haben sich irgendwie nicht so damit auseinandergesetzt (da sie es auch selbst nicht zu ernst genommen hat)...also irgendwer musste es ja mal tun. Besser spaeter als nie aber schaeden sind ja schon leider da. Ich kann nur noch verhindern dass es nicht noch schlimmer wird. :(
lg
myrre
Hexe:
Hallo Myrre
zur Ernährung:
Die von Kerstin empfohlenen Programme zum feststellen wieviel Kalorien man zu sich genommen hat und ich glaube auch die Kolenhydrate ( ich benutze das Programm schon länger nicht mehr) sind ganz gut.
Die Kalorienmenge deiner Schwiegermutter sollte 1800 kcal betragen, um Gewicht zu erhalten, um Gewicht zu reduzieren sollten es 1400 bis 1500 Kcal sein, auf jeden Fall nicht weniger als 1200 Kcal.
Bei der Zusammensetzung der Nährwerte ist das nicht so einfach. Hier in Deutschland würde ich sagen, zu einer/m Ernährungstherapeuten ( Oecotrophologen oder Diätassistenten) gehen und sich beraten lassen. Das ist nicht soo einfach vor allem wenn eine Dyslipidaemie vorliegt. Das ist eine Fettstoffwechselstörung die meist durch Erkrankungen der Niere ausglöst wird. Da gibt es bei der Ernährung einige Punkte zu beachten. Das kann ich hier so ins "Blinde hinein" nicht leisten.
Was aber ganz wichtig ist viel trinken, ungesüssten Tee und Wasser so 1,5 bis 2 Liter am Tag, eher ein bisschen mehr. Und natürlich ist Bewegung auch sehr wichtig.
Insulin sollte ins Fettgewebe gespritzt werden, ich habe am Anfang in die Oberschenkel gespritzt aber spritze jetzt hauptsächlich in den Bauch, ist einfach angenehmer und bequemer. Was die Wirkzeit angeht, glaube ich, ist das egal ( wenn man ins Fettgewebe spritzt) . Da bin ich aber nicht ganz sicher.
Wieviel Einheiten Insulin man braucht pro BE ist bei jedem unterschiedlich. Normalerweise testet man das aus mit Hilfe des Arztes und der Diabetes Beraterin.
In deinem Fall würde ich mit dem Arzt sprechen und dich dann mit deiner Schwiegermutter zusammen langsam rantasten. Die Faktoren können zu verschiedenen Tageszeiten verschieden hoch sein.
Es gibt auch hier in Deutschland viele die ein festes Spritzchema haben.
Also zu bestimmten Zeiten immer die gleiche Menge Insulin spritzen. Das empfiehlt sich immer dann, wenn die Mahlzieten zur gleichen Zeit regelmässig eingenommen werden und die BE Zahl pro Mahlzeit möglichst konstant ist. Also wenn dann immer 400g Reis und nicht mal 400 und mal 500g . 100g gegarter Reis sind ca 2 BE also das macht schon eine Menge aus! ( Das sollte jetzt nur ein Beispiel sein, das soll nicht heissen das 400g Reis ein muss sind)
Mein Rat ist, wenn keine qualifizierte Ernährungsberatung möglich ist, zum Arzt und das mit dem Arzt noch mal alles genauer durchsprechen. Da könnt ihr dann auch die Insulintherapie noch mal ansprechen.
Ich denke mal das grössere Problem wird sein, deine Schwiegermutter davon zu überzeugen, dass sie was verändern sollte.
Liebe Grüsse Vera
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln